Eine Skulptur aus Holz - Prampram - Ghana

04
Tage
19
Stunden
18
Minuten
21
Sekunden
Aktuelles Gebot
€ 135
Mindestpreis nicht erreicht
Dimitri André
Experte
Von Dimitri André ausgewählt

Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

Schätzung  € 900 - € 1.000
FR
135 €
PT
125 €

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 143856 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Titel des Kunstwerks: Eine hölzerne Skulptur; Herkunftsland: Ghana; Ethnische Gruppe/Kultur: Prampram; Provenienz: Prampram-Region, Greater Accra, Ghana; Material: Holz; Höhe: 98 cm; Gewicht: 3 kg; Verkauf mit Ständer: Ja; Zustand: Fair; Authentizität: Original/offiziell.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Paar von Figuren aus Prampram – Zwei anthropomorphe Holzschnitzwerke

Herkunft: Prampram, Region Greater Accra, Südk Ghana

Kultureller Kontext: Prampram, innerhalb des kulturellen Kontextes der Ga‑Adangme (Dangme)‑Bevölkerung

Material: Holz, geschnitzt, schwarze und rötlichbraune Bemalung, Oberflächen stellenweise abgetragen

Datierung: Unsicher

Beschaffung/Provenienz: Prampram Region, Ghana, gemäß tradiertem Herkunftshinweis

Beschreibung

Dieses Ensemble, bestehend aus zwei schlanken, anthropomorphen Holzfiguren, kennzeichnet sich durch eine durchgängige abstrakte Formensprache und eine bemerkenswerte kompositorische Einheit. Beide Skulpturen folgen einem annähernd identischen Gestaltungsprinzip: Ein ovaler, weitgehend ausdrucksloser Kopf erhebt sich über einen verlängerten, schmalen Körper, deutlich getrennt vom Torso durch einen dünnen, zylindrischen Hals. Die Schultern sind sanft gerundet und fließen in lange, schlanke Arme, die parallel zum Körper hängen. Die Beine erscheinen als stark verlängerte, nach unten verjüngte Fortsätze, deren spitze Enden die ausgeprägte Vertikalität der Komposition zusätzlich betonen. Die linke Figur besitzt eine dunkle, fast schwarze Oberfläche mit bläulichen Reflexen an manchen Stellen und zahlreiche helle Gebrauchsspuren. Die rechte Figur hingegen zeichnet sich durch eine intensive rötlichbraune Farebeschichtung aus, deren teilweise glänzende Oberfläche ebenfalls deutliche Gebrauchsspuren und Unregelmäßigkeiten zeigt. Beide Köpfe verzichten weitgehend auf anatomische Details. Nur leichte vertikale Rillen und Vertiefungen strukturieren ihre Oberflächen und geben eine minimale Andeutung menschlicher Physiognomie. Die Körper sind ohne ausgeprägte Brust- oder Bauchmodeling geschnitzt. Im unteren Bereich zeigen beide Figuren kleine plastische Auswüchse, die möglicherweise als männliche Geschlechtsmerkmale interpretiert werden könnten. Ihre Identifikation bleibt jedoch unsicher aufgrund der reduzierten Darstellung. Die Figuren stehen auf separaten modernen Ausstellungspodesten. Ihre fast Spiegelbild‑Haltung und die kontrastierenden Oberflächenfarben erzeugen ein dynamisches Zusammenspiel zwischen formaler Harmonie und individueller Differenzierung.

Historisch‑künstlerische Analyse

Die Küstenregion um Prampram im heutigen Südk Ghana gehört zum historischen Siedlungsgebiet der Dangme‑Bevölkerung, die zusammen mit den Ga eine bedeutende kulturelle und sprachliche Gruppe im Südostghana bildet. Die künstlerischen Traditionen dieser Region entwickelten sich im Zusammenspiel lokaler religiöser Überzeugungen, familiärer und sozialer Organisationsstrukturen sowie historischer Austauschbeziehungen zu benachbarten Populationen. Neben figuraler Holzschnitzkunst sind rituelle Objekte, SchreinInventar, Gegenstände von Schutzglauben und der Verehrung übernatürlicher Wesen besonders bekannt. Die hier gezeigten Figuren unterscheiden sich deutlich von naturalistischen Repräsentationen. Ihr ästhetischer Reiz beruht auf einer deutlichen Reduktion anatomischer Details zugunsten einer klaren, vertikal orientierten Silhouette. Diese Formensprache lässt sich mit verschiedenen anthropomorph‑Skulpturtraditionen des südlichen Ghana und des benachbarten Togo vergleichen, wobei weder eine direkte stilistische noch eine funktionale Entsprechung abgeleitet werden sollte. Die stark verlängerten Glieder, schlanken Hälse und weitgehend undifferenzierte Gesichter deuten insbesondere auf eine bewusste Fokussierung der menschlichen Gestalt auf wenige grundlegende formale Elemente hin. Die Zuordnung zur Prampram‑Region ist als traditioneller geographischer Verweis zu verstehen. Eine genauere Einordnung in eine bestimmte lokale Werkstatttradition oder einen dokumentierten rituellen Objekttyp ist anhand des Fotoausdrucks nicht möglich.

Symbolik und Ikonografie

Die ikonografische Besonderheit des Figurenpaares liegt in ihrem ausgeprägten formalen Parallelismus und der gleichzeitigen Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Oberflächenfarben. Schwarz und Rot bilden einen starken visuellen Kontrast, der die Verbindung der Figuren betont, ohne deren individuellen Charakter zu negieren. In verschiedenen westafrikanischen religösen und künstlerischen Traditionen können Farben symbolische Bedeutungen besitzen und etwa auf bestimmte spirituelle Kräfte, soziale Kategorien oder rituelle Zustände verweisen. Eine direkte Übertragung solcher Bedeutungen auf die hier betrachteten Skulpturen wäre jedoch ohne dokumentierten kulturellen Kontext nicht gerechtfertigt. Denkbar ist, dass die unterschiedliche Färbung dazu gedacht war, eine ergänzende Beziehung zwischen den beiden Figuren sichtbar zu machen. Sie könnte auch dazu gedient haben, zwischen zwei Personen oder geistigen Wesen zu unterscheiden. Die paarweise Anordnung eröffnet weitere Möglichkeiten. In zahlreichen westafrikanischen Gesellschaften haben Konzepte von Dualität, Verwandtschaft, Partnerschaft und sozialer Ergänzung besonderes Gewicht. Das Ensemble könnte daher eine symbolische Gemeinschaft zweier Figuren darstellen, deren Beziehung wichtiger ist als ihre individuellen anatomischen Merkmale. Ob sie tatsächlich ein ursprünglich verwandtes Paar darstellen, lässt sich jedoch allein aus stilistischer Ähnlichkeit nicht ableiten. Die weitgehend ausdruckslosen Köpfe verdienen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. Ihre geschlossene, ovale Form beraubt die Figuren einer eindeutigen persönlichen Identität und verleiht ihnen ein transpersonales Erscheinungsbild. Diese Reduktion könnte auf die Darstellung allgemeiner menschlicher oder spiritueller Prinzipien hindeuten, bleibt jedoch eine kunsthistorische Interpretation.

Ritualfunktion und kultureller Kontext

In dem religiösen Leben der Ga‑Dangme‑Gesellschaften spielten traditionelle Gottheiten, lokale Schutzgeister, Ahnenverehrung und das Verhältnis zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt historisch eine bedeutende Rolle. Bestimmte materielle Objekte können in diesem Zusammenhang als Bestandteile von Schreinen, als Symbole spiritueller Gegenwart oder als Hilfsmittel ritueller Handlungen dienen. Bei den fraglichen beiden Holzfiguren ist eine solche Nutzung möglich, aber nicht bewiesen. Ihr schlankes, verlängertes Design und das Fehlen einer Basis an den Originalfiguren könnten darauf hindeuten, dass sie einst in ein anderes Material eingelassen, an einer Struktur befestigt oder in ein rituelles Ensemble eingefügt waren. Die konisch zulaufenden Beine würden eine solche Nutzung grundsätzlich ermöglichen. Ob die Figuren ursprünglich paarweise präsentiert wurden oder erst später zu einem Ensemble kombiniert wurden, bleibt unklar. Ebenso lässt sich aus den sichtbaren Oberflächenveränderungen kein spezifischer kultischer Verwendungszweck ableiten. Die Abriebspuren und der Farbverlust könnten durch längere Handhabung, Lagerung oder natürliche Alterungsprozesse entstanden sein. Die Interpretation als Ahnenfiguren, Schutzfiguren oder rituelle Repräsentanten ist daher als Möglichkeit zu verstehen, nicht als bestätigte Funktion.

Kunsthistorische Bewertung

Die besondere künstlerische Qualität dieses Figurenpaares liegt in der konsequenten Reduktion des menschlichen Körpers auf eine nahezu symbolische Form. Die verlängerten Beine, die schlanken Arme und die Köpfe heben sich deutlich vom Oberkörper ab und erzeugen eine außergewöhnlich gestreckte Silhouette, deren Wirkung durch das Fehlen ornamentaler Details weiter verstärkt wird. Die beiden Skulpturen erscheinen eher als konzentrierte skulpturale Ausdrucksformen menschlicher Präsenz denn als individuelle Porträts. Ihre künstlerische Stärke liegt in dem ausbalancierten Verhältnis von Rundung und Linearität: Die ovalen Köpfe und sanft modellierten Schultern stehen im auffälligen Kontrast zu den streng vertikalen Gliedmaßen. Die unterschiedliche Behandlung der Oberflächen ist besonders beeindruckend. Die dunkle Figur wirkt zurückhaltend, fast monochrom, während die rote Skulptur durch ihre intensive Farbe eine stärkere visuelle Präsenz entfaltet. Zusammen bilden sie eine Komposition, in der Wiederholung und Variation zu wesentlichen Gestaltungselementen werden. Unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Zuschreibung lässt sich das Ensemble als bemerkenswertes Beispiel abstrakter anthropomorpher Holzschnitzkunst aus der Küstenregion des südlichen Ghana würdigen. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt vor allem in seiner unverwechselbaren Formensprache und dem auffälligen Zusammenspiel von skulpturaler Schlichtheit, Farbkontrast und potenzieller symbolischer Dualität.

Literatur

Für eine weitere wissenschaftliche Kontextualisierung sollten ethnographische und kunsthistorische Studien zu den Ga Dangme‑Gesellschaften, ihren religiösen Traditionen und der materiellen Kultur des südlichen Ghana konsultiert werden. Eine verifizierte Literaturnachweise direkt zu diesem Figurentyp liegen derzeit nicht vor.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Ein Teil der Informationen und Fotografien wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt und basiert auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte. Urheberrechtlich geschützte Originaltexte und Fotografien können geschützt sein. Alle Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Inv. Nr. MAZ31810

Informant: Tagué

Höhe: 98 cm / 98 cm
Gewicht: 3 kg / 3,1 kg (inkl. Ständer)

Paar von Figuren aus Prampram – Zwei anthropomorphe Holzschnitzwerke

Herkunft: Prampram, Region Greater Accra, Südk Ghana

Kultureller Kontext: Prampram, innerhalb des kulturellen Kontextes der Ga‑Adangme (Dangme)‑Bevölkerung

Material: Holz, geschnitzt, schwarze und rötlichbraune Bemalung, Oberflächen stellenweise abgetragen

Datierung: Unsicher

Beschaffung/Provenienz: Prampram Region, Ghana, gemäß tradiertem Herkunftshinweis

Beschreibung

Dieses Ensemble, bestehend aus zwei schlanken, anthropomorphen Holzfiguren, kennzeichnet sich durch eine durchgängige abstrakte Formensprache und eine bemerkenswerte kompositorische Einheit. Beide Skulpturen folgen einem annähernd identischen Gestaltungsprinzip: Ein ovaler, weitgehend ausdrucksloser Kopf erhebt sich über einen verlängerten, schmalen Körper, deutlich getrennt vom Torso durch einen dünnen, zylindrischen Hals. Die Schultern sind sanft gerundet und fließen in lange, schlanke Arme, die parallel zum Körper hängen. Die Beine erscheinen als stark verlängerte, nach unten verjüngte Fortsätze, deren spitze Enden die ausgeprägte Vertikalität der Komposition zusätzlich betonen. Die linke Figur besitzt eine dunkle, fast schwarze Oberfläche mit bläulichen Reflexen an manchen Stellen und zahlreiche helle Gebrauchsspuren. Die rechte Figur hingegen zeichnet sich durch eine intensive rötlichbraune Farebeschichtung aus, deren teilweise glänzende Oberfläche ebenfalls deutliche Gebrauchsspuren und Unregelmäßigkeiten zeigt. Beide Köpfe verzichten weitgehend auf anatomische Details. Nur leichte vertikale Rillen und Vertiefungen strukturieren ihre Oberflächen und geben eine minimale Andeutung menschlicher Physiognomie. Die Körper sind ohne ausgeprägte Brust- oder Bauchmodeling geschnitzt. Im unteren Bereich zeigen beide Figuren kleine plastische Auswüchse, die möglicherweise als männliche Geschlechtsmerkmale interpretiert werden könnten. Ihre Identifikation bleibt jedoch unsicher aufgrund der reduzierten Darstellung. Die Figuren stehen auf separaten modernen Ausstellungspodesten. Ihre fast Spiegelbild‑Haltung und die kontrastierenden Oberflächenfarben erzeugen ein dynamisches Zusammenspiel zwischen formaler Harmonie und individueller Differenzierung.

Historisch‑künstlerische Analyse

Die Küstenregion um Prampram im heutigen Südk Ghana gehört zum historischen Siedlungsgebiet der Dangme‑Bevölkerung, die zusammen mit den Ga eine bedeutende kulturelle und sprachliche Gruppe im Südostghana bildet. Die künstlerischen Traditionen dieser Region entwickelten sich im Zusammenspiel lokaler religiöser Überzeugungen, familiärer und sozialer Organisationsstrukturen sowie historischer Austauschbeziehungen zu benachbarten Populationen. Neben figuraler Holzschnitzkunst sind rituelle Objekte, SchreinInventar, Gegenstände von Schutzglauben und der Verehrung übernatürlicher Wesen besonders bekannt. Die hier gezeigten Figuren unterscheiden sich deutlich von naturalistischen Repräsentationen. Ihr ästhetischer Reiz beruht auf einer deutlichen Reduktion anatomischer Details zugunsten einer klaren, vertikal orientierten Silhouette. Diese Formensprache lässt sich mit verschiedenen anthropomorph‑Skulpturtraditionen des südlichen Ghana und des benachbarten Togo vergleichen, wobei weder eine direkte stilistische noch eine funktionale Entsprechung abgeleitet werden sollte. Die stark verlängerten Glieder, schlanken Hälse und weitgehend undifferenzierte Gesichter deuten insbesondere auf eine bewusste Fokussierung der menschlichen Gestalt auf wenige grundlegende formale Elemente hin. Die Zuordnung zur Prampram‑Region ist als traditioneller geographischer Verweis zu verstehen. Eine genauere Einordnung in eine bestimmte lokale Werkstatttradition oder einen dokumentierten rituellen Objekttyp ist anhand des Fotoausdrucks nicht möglich.

Symbolik und Ikonografie

Die ikonografische Besonderheit des Figurenpaares liegt in ihrem ausgeprägten formalen Parallelismus und der gleichzeitigen Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Oberflächenfarben. Schwarz und Rot bilden einen starken visuellen Kontrast, der die Verbindung der Figuren betont, ohne deren individuellen Charakter zu negieren. In verschiedenen westafrikanischen religösen und künstlerischen Traditionen können Farben symbolische Bedeutungen besitzen und etwa auf bestimmte spirituelle Kräfte, soziale Kategorien oder rituelle Zustände verweisen. Eine direkte Übertragung solcher Bedeutungen auf die hier betrachteten Skulpturen wäre jedoch ohne dokumentierten kulturellen Kontext nicht gerechtfertigt. Denkbar ist, dass die unterschiedliche Färbung dazu gedacht war, eine ergänzende Beziehung zwischen den beiden Figuren sichtbar zu machen. Sie könnte auch dazu gedient haben, zwischen zwei Personen oder geistigen Wesen zu unterscheiden. Die paarweise Anordnung eröffnet weitere Möglichkeiten. In zahlreichen westafrikanischen Gesellschaften haben Konzepte von Dualität, Verwandtschaft, Partnerschaft und sozialer Ergänzung besonderes Gewicht. Das Ensemble könnte daher eine symbolische Gemeinschaft zweier Figuren darstellen, deren Beziehung wichtiger ist als ihre individuellen anatomischen Merkmale. Ob sie tatsächlich ein ursprünglich verwandtes Paar darstellen, lässt sich jedoch allein aus stilistischer Ähnlichkeit nicht ableiten. Die weitgehend ausdruckslosen Köpfe verdienen ebenfalls besondere Aufmerksamkeit. Ihre geschlossene, ovale Form beraubt die Figuren einer eindeutigen persönlichen Identität und verleiht ihnen ein transpersonales Erscheinungsbild. Diese Reduktion könnte auf die Darstellung allgemeiner menschlicher oder spiritueller Prinzipien hindeuten, bleibt jedoch eine kunsthistorische Interpretation.

Ritualfunktion und kultureller Kontext

In dem religiösen Leben der Ga‑Dangme‑Gesellschaften spielten traditionelle Gottheiten, lokale Schutzgeister, Ahnenverehrung und das Verhältnis zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt historisch eine bedeutende Rolle. Bestimmte materielle Objekte können in diesem Zusammenhang als Bestandteile von Schreinen, als Symbole spiritueller Gegenwart oder als Hilfsmittel ritueller Handlungen dienen. Bei den fraglichen beiden Holzfiguren ist eine solche Nutzung möglich, aber nicht bewiesen. Ihr schlankes, verlängertes Design und das Fehlen einer Basis an den Originalfiguren könnten darauf hindeuten, dass sie einst in ein anderes Material eingelassen, an einer Struktur befestigt oder in ein rituelles Ensemble eingefügt waren. Die konisch zulaufenden Beine würden eine solche Nutzung grundsätzlich ermöglichen. Ob die Figuren ursprünglich paarweise präsentiert wurden oder erst später zu einem Ensemble kombiniert wurden, bleibt unklar. Ebenso lässt sich aus den sichtbaren Oberflächenveränderungen kein spezifischer kultischer Verwendungszweck ableiten. Die Abriebspuren und der Farbverlust könnten durch längere Handhabung, Lagerung oder natürliche Alterungsprozesse entstanden sein. Die Interpretation als Ahnenfiguren, Schutzfiguren oder rituelle Repräsentanten ist daher als Möglichkeit zu verstehen, nicht als bestätigte Funktion.

Kunsthistorische Bewertung

Die besondere künstlerische Qualität dieses Figurenpaares liegt in der konsequenten Reduktion des menschlichen Körpers auf eine nahezu symbolische Form. Die verlängerten Beine, die schlanken Arme und die Köpfe heben sich deutlich vom Oberkörper ab und erzeugen eine außergewöhnlich gestreckte Silhouette, deren Wirkung durch das Fehlen ornamentaler Details weiter verstärkt wird. Die beiden Skulpturen erscheinen eher als konzentrierte skulpturale Ausdrucksformen menschlicher Präsenz denn als individuelle Porträts. Ihre künstlerische Stärke liegt in dem ausbalancierten Verhältnis von Rundung und Linearität: Die ovalen Köpfe und sanft modellierten Schultern stehen im auffälligen Kontrast zu den streng vertikalen Gliedmaßen. Die unterschiedliche Behandlung der Oberflächen ist besonders beeindruckend. Die dunkle Figur wirkt zurückhaltend, fast monochrom, während die rote Skulptur durch ihre intensive Farbe eine stärkere visuelle Präsenz entfaltet. Zusammen bilden sie eine Komposition, in der Wiederholung und Variation zu wesentlichen Gestaltungselementen werden. Unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Zuschreibung lässt sich das Ensemble als bemerkenswertes Beispiel abstrakter anthropomorpher Holzschnitzkunst aus der Küstenregion des südlichen Ghana würdigen. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt vor allem in seiner unverwechselbaren Formensprache und dem auffälligen Zusammenspiel von skulpturaler Schlichtheit, Farbkontrast und potenzieller symbolischer Dualität.

Literatur

Für eine weitere wissenschaftliche Kontextualisierung sollten ethnographische und kunsthistorische Studien zu den Ga Dangme‑Gesellschaften, ihren religiösen Traditionen und der materiellen Kultur des südlichen Ghana konsultiert werden. Eine verifizierte Literaturnachweise direkt zu diesem Figurentyp liegen derzeit nicht vor.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Ein Teil der Informationen und Fotografien wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt und basiert auf veröffentlichten Quellen aus Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte. Urheberrechtlich geschützte Originaltexte und Fotografien können geschützt sein. Alle Rechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Inv. Nr. MAZ31810

Informant: Tagué

Höhe: 98 cm / 98 cm
Gewicht: 3 kg / 3,1 kg (inkl. Ständer)

Details

Ethnie/ Kultur
Prampram
Herkunftsland
Ghana
Material
Holz
Sold with stand
Ja
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A wooden sculpture
Höhe
98 cm
Gewicht
6,1 kg
Authentizität
Original/offiziell
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6937
Verkaufte Objekte
99,42 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

AGB

AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.

Widerrufsbelehrung

  • Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
  • Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
  • Vollständige Widerrufsbelehrung

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Afrikanische Kunst und Stammeskunst

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​