Eine Eisenskulptur - Mumuye - Nigeria (Ohne mindestpreis)






Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.
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Originale Eisenskulptur aus Nigeria, mit dem Titel 'A iron sculpture', dem Mumuye zugeschrieben, Provenienz Jalingo-Region Taraba-State, mit Ständer verkauft.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Eisenskulptur des Mumuye – Anthropomorphe Komposition mit strahlenden Eisendrahtstachelnden Auswüchsen
Provenienz: Jalingo-Region, Taraba-Staat, Nordost-Nigeria
Kulturelle Zuschreibung: Mumuye, attribuiert
Material: Schmiedeeisen, patinierte Oberflächen in Dunkelbraun bis rötlichbraun, inkl. Ständer.
Datierung: Unsicher
Beschreibung
Diese außergewöhnliche Eisenskulptur zeichnet sich durch eine komplexe, vertikal geordnete Komposition aus, in der anthropomorphe Elemente mit einer Vielzahl aufwärts gerichteter, teilweise gekrümmter Eisendrahtstachelarten kombiniert sind. Eine lange, schmales Stange bildet die tragende Zentralachse des Objekts und weitet sich im oberen Abschnitt zu einer fächerförmigen Struktur aus Eisenspiralstielen unterschiedlicher Länge. Diese scheinen aus einem gemeinsamen, dichten Zentrum zu wachsen und entfalten eine dynamische, fast vegetative Bewegung. Einige der Auswüchse enden in unregelmäßigen Spitzen, andere sind hakenförmig oder besitzen abgeflachte, blattähnliche Enden. Oberhalb dieser radialen Struktur erhebt sich ein zylindrisches Element, aus dessen oberen Öffnung eine kleine anthropomorphe Gestalt emporragt. Sein langer Hals und Körper werden von einem schematisch modellierten Kopf gekrönt, dessen Gesicht durch zwei eingefallene Augen, eine herausstehende Nase und einen angedeuteten Mund gekennzeichnet ist. Zwei asymmetrisch angeordnete Eisenarme reichen seitlich aus, deren Enden zu flachen, spitz zulaufenden Formen zusammenfließen. Die linke Seite scheint horizontal auszudehnen, während rechts eine schmale, mondförmige Erweiterung die vertikale Bewegung der Gesamtkomposition fortsetzt. Die Oberfläche weist eine ausgeprägte Oxidationsstruktur in dunklem Braun, grauschwarz und rostrot auf. Die unregelmäßige Materialdichte und die sichtbaren Übergänge zwischen den einzelnen Elementen verleihen dem Werk einen deutlich archaischen Charakter. Die Skulptur ist auf einem modernen schwarzen Ausstellungsstativ montiert.
Kunsthistorischer Kontext
Die Mumuye leben überwiegend in der bergigen Landschaft und in den Savannengebieten des heutigen Taraba-Staates im nordöstlichen Nigeria, insbesondere in den Regionen um Jalingo, Zing und den angrenzenden Gebieten des Benue-Flusssystems. Ihre künstlerischen Traditionen wurden international vor allem durch anthropomorphe Holzskulpturen bekannt, deren charakteristische formale Sprache durch verlängerte Körper, abstrahierte Gesichter und eine ausgeprägte rhythmische Struktur geprägt ist. Diese Figuren, oft unter dem Namen iagalagana oder verwandter regionaler Begriffe diskutiert, stehen in Zusammenhang mit den sozialen, religiösen und ritualen Überzeugungen der Mumuye. Neben der Holzschnitzerei spielte das Eisenschmieden in zahlreichen Gesellschaften der Benue-Region Nigerias eine besondere wirtschaftliche und symbolische Bedeutung. Schmiede besaßen spezialisiertes technisches Wissen, das die Umwandlung mineralischer Rohstoffe in Werkzeuge, Waffen und gelegentlich zeremonielle Objekte ermöglichte. Das vorliegende Objekt unterscheidet sich jedoch deutlich von den kanonischen Mumuye-Holzfiguren. Seine Konstruktion, entwickelt aus einer Vielzahl geschmiedeter Einzelteile, erinnert eher an eine assemblageartige Eisenskulptur, deren Form zwischen anthropomorpher Darstellung und abstrakter symbolischer Gestalt vermittelt. Eine definitive typologische Einordnung innerhalb der dokumentierten Mumuye-Kunst ist anhand des Fotos allein nicht möglich. Die Kombination eines kleinen menschlichen Kopfes mit ausgebreiteten, blatt- oder Klingenformen erinnert, bedarf weiterer vergleichender Studien. Die kulturelle Zuschreibung sollte deshalb als vorläufig betrachtet werden, bis sie durch verlässliche Vergleichsobjekte und Provenienzinformationen geklärt ist.
Symbolik und Ikonografie
Die ikonografische Auffälligkeit dieser Skulptur liegt in der Verbindung eines menschlichen Kopfes mit einer komplexen Struktur radials angeordneter Eisenformen. Das anthropomorphe Krönungselement bildet den visuellen Brennpunkt des oberen Abschnitts und könnte sich auf eine personifizierte Kraft, eine Schutzfigur oder eine symbolische Verkörperung menschlicher Handlungsmacht beziehen. Die beiden seitlich ausgestreckten Elemente erinnern in ihrer Anordnung an erhobene Arme, während ihre abgeflachten Enden zugleich Assoziationen mit Klingen, Blättern oder abstrakten Werkzeugen hervorrufen. Der Kranz aus aufwärts gerichteten Eisenspiralstielen darunter kann formal als eine Art strahlender Strahl interpretiert werden. Ihre unterschiedlichen Längen und Krümmungen erzeugen den Eindruck einer Bewegung, die vom zentralen Schaft nach außen und nach oben gerichtet ist. Eine Interpretation als Symbol für Wachstum, Expansion oder das Aufgehen spiritueller Wirksamkeit erscheint denkbar, bleibt jedoch spekulativ. Ebenso könnten einzelne Verlängerungen ursprünglich konkrete Objekte oder Attribute repräsentiert haben, deren ursprüngliche Bedeutung der Form heute nicht mehr unmittelbar erkennbar ist. Die Verbindung von Menschennerv und nicht-figurativen Eisendformen deutet auf eine Kunstauffassung hin, in der die menschliche Figur nicht naturalistisch dargestellt wird, sondern durch zusätzliche skulpturale Elemente erweitert ist. Ob diese Erweiterungen spezifische Kräfte, soziale Beziehungen oder rituelle Handlungen in ihrem ursprünglichen kulturellen Kontext symbolisierten, lässt sich ohne entsprechende ethnografische Dokumentation nicht bestimmen.
Rituelle Funktion und kultureller Kontext
Innerhalb unterschiedlicher Gesellschaften der Benue-Region waren geschmiedete Eisengeräte nicht ausschließlich praktische Alltagsgegenstände, sondern konnten auch soziale, politische oder religiöse Bedeutung tragen. Die besonderen Eigenschaften von Eisen – seine Haltbarkeit und der technisch anspruchsvolle Produktionsprozess – verliehen dem Material in verschiedenen kulturellen Kontexten einen hohen Status. Eine einheitliche, kulturübergreifende Symbolik lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Bei den Mumuye ist die rituelle Funktion bestimmter anthropomorpher Holzfiguren besonders gut dokumentiert; diese Figuren waren unter anderem mit schützenden Überzeugungen, Heilungspraktiken und der sozialen Autorität spezialisierter Individuen verbunden. Ob das vorliegende Eisensculptur in vergleichbaren Kontexten verwendet wurde, ist nicht bestätigt. Seine aufwendige Bauweise und die deutlich betonte menschliche Krönung könnten auf eine Verwendung außerhalb des Alltagslebens hindeuten. Sie könnte als symbolische Darstellung, im Rahmen einer zeremoniellen Ausstellung oder innerhalb eines rituellen Ensembles gedient haben. Eine spätere Produktion, inspiriert durch traditionelle Formen, kann nicht ausgeschlossen werden, solange kein bestätigtes Datum und eine Provenienz vorliegen. Die sichtbare Oxidation deutet auf eine Veränderung der Metalloberfläche hin, erlaubt jedoch keine zuverlässige Bestimmung seines Alters oder seiner ursprünglichen Nutzung.
Kunsthistorische Einschätzung
Die außergewöhnliche künstlerische Qualität dieser Eisenskulptur liegt in ihrer ungewöhnlichen Verbindung von linearer Konstruktionsweise, skulpturaler Verdichtung und räumlicher Offenheit. Im Gegensatz zu einer Skulptur, die aus einem massiven Materialblock heraus entwickelt wurde, entsteht die Form hier aus dem Zusammenspiel einzelner geschmiedeter Elemente, deren Zwischenräume ebenso wesentlich zur Komposition beitragen wie das Eisen selbst. Die schlanke Achse verleiht dem Werk eine klare vertikale Orientierung, während die radial ausgerichteten Projektionen diese Ordnung mit einer lebendigen, asymmetrischen Bewegung stören. Das kleine anthropomorphe Krönungselement bildet einen bewussten Kontrast zur abstrakten Struktur des unteren Teils. Seine vereinfachte Physiognomie lenkt die Aufmerksamkeit auf wenige wesentliche Merkmale menschlicher Erscheinung. Besonders bemerkenswert ist die Spannung zwischen dem materialbedingten Gewicht des Eisens und der fast grafischen Leichtigkeit der schwungvollen Formen. Unter Vorbehalt der noch zu bestätigenden kulturellen Zuschreibung repräsentiert das Objekt ein interessantes Beispiel für die skulpturalen Möglichkeiten von Schmiedeeisen im weiteren Kontext westlicher und zentralafrikanischer Metallverarbeitung. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt vor allem in seinem einzigartigen formalen Konzept, das anthropomorphe Symbolik und abstraktes räumliches Design zu einem expressiven skulpturalen Ganzen vereint.
Literatur
Frank Herreman (Hrsg.): Mumuye: Sculpture from Nigeria – The Human Figure Reinvented. Brüssel: Mercatorfonds, 2016.
Marla C. Berns, Richard Fardon und Sidney Littlefield Kasfir (Hrsg.): Central Nigeria Unmasked: Arts of the Benue River Valley. Los Angeles: Fowler Museum at UCLA, 2011.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf veröffentlichten Quellen in Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Inv. Nr. MAZ31683
Informant: Amadou Dogo
Der Verkäufer stellt sich vor
Eisenskulptur des Mumuye – Anthropomorphe Komposition mit strahlenden Eisendrahtstachelnden Auswüchsen
Provenienz: Jalingo-Region, Taraba-Staat, Nordost-Nigeria
Kulturelle Zuschreibung: Mumuye, attribuiert
Material: Schmiedeeisen, patinierte Oberflächen in Dunkelbraun bis rötlichbraun, inkl. Ständer.
Datierung: Unsicher
Beschreibung
Diese außergewöhnliche Eisenskulptur zeichnet sich durch eine komplexe, vertikal geordnete Komposition aus, in der anthropomorphe Elemente mit einer Vielzahl aufwärts gerichteter, teilweise gekrümmter Eisendrahtstachelarten kombiniert sind. Eine lange, schmales Stange bildet die tragende Zentralachse des Objekts und weitet sich im oberen Abschnitt zu einer fächerförmigen Struktur aus Eisenspiralstielen unterschiedlicher Länge. Diese scheinen aus einem gemeinsamen, dichten Zentrum zu wachsen und entfalten eine dynamische, fast vegetative Bewegung. Einige der Auswüchse enden in unregelmäßigen Spitzen, andere sind hakenförmig oder besitzen abgeflachte, blattähnliche Enden. Oberhalb dieser radialen Struktur erhebt sich ein zylindrisches Element, aus dessen oberen Öffnung eine kleine anthropomorphe Gestalt emporragt. Sein langer Hals und Körper werden von einem schematisch modellierten Kopf gekrönt, dessen Gesicht durch zwei eingefallene Augen, eine herausstehende Nase und einen angedeuteten Mund gekennzeichnet ist. Zwei asymmetrisch angeordnete Eisenarme reichen seitlich aus, deren Enden zu flachen, spitz zulaufenden Formen zusammenfließen. Die linke Seite scheint horizontal auszudehnen, während rechts eine schmale, mondförmige Erweiterung die vertikale Bewegung der Gesamtkomposition fortsetzt. Die Oberfläche weist eine ausgeprägte Oxidationsstruktur in dunklem Braun, grauschwarz und rostrot auf. Die unregelmäßige Materialdichte und die sichtbaren Übergänge zwischen den einzelnen Elementen verleihen dem Werk einen deutlich archaischen Charakter. Die Skulptur ist auf einem modernen schwarzen Ausstellungsstativ montiert.
Kunsthistorischer Kontext
Die Mumuye leben überwiegend in der bergigen Landschaft und in den Savannengebieten des heutigen Taraba-Staates im nordöstlichen Nigeria, insbesondere in den Regionen um Jalingo, Zing und den angrenzenden Gebieten des Benue-Flusssystems. Ihre künstlerischen Traditionen wurden international vor allem durch anthropomorphe Holzskulpturen bekannt, deren charakteristische formale Sprache durch verlängerte Körper, abstrahierte Gesichter und eine ausgeprägte rhythmische Struktur geprägt ist. Diese Figuren, oft unter dem Namen iagalagana oder verwandter regionaler Begriffe diskutiert, stehen in Zusammenhang mit den sozialen, religiösen und ritualen Überzeugungen der Mumuye. Neben der Holzschnitzerei spielte das Eisenschmieden in zahlreichen Gesellschaften der Benue-Region Nigerias eine besondere wirtschaftliche und symbolische Bedeutung. Schmiede besaßen spezialisiertes technisches Wissen, das die Umwandlung mineralischer Rohstoffe in Werkzeuge, Waffen und gelegentlich zeremonielle Objekte ermöglichte. Das vorliegende Objekt unterscheidet sich jedoch deutlich von den kanonischen Mumuye-Holzfiguren. Seine Konstruktion, entwickelt aus einer Vielzahl geschmiedeter Einzelteile, erinnert eher an eine assemblageartige Eisenskulptur, deren Form zwischen anthropomorpher Darstellung und abstrakter symbolischer Gestalt vermittelt. Eine definitive typologische Einordnung innerhalb der dokumentierten Mumuye-Kunst ist anhand des Fotos allein nicht möglich. Die Kombination eines kleinen menschlichen Kopfes mit ausgebreiteten, blatt- oder Klingenformen erinnert, bedarf weiterer vergleichender Studien. Die kulturelle Zuschreibung sollte deshalb als vorläufig betrachtet werden, bis sie durch verlässliche Vergleichsobjekte und Provenienzinformationen geklärt ist.
Symbolik und Ikonografie
Die ikonografische Auffälligkeit dieser Skulptur liegt in der Verbindung eines menschlichen Kopfes mit einer komplexen Struktur radials angeordneter Eisenformen. Das anthropomorphe Krönungselement bildet den visuellen Brennpunkt des oberen Abschnitts und könnte sich auf eine personifizierte Kraft, eine Schutzfigur oder eine symbolische Verkörperung menschlicher Handlungsmacht beziehen. Die beiden seitlich ausgestreckten Elemente erinnern in ihrer Anordnung an erhobene Arme, während ihre abgeflachten Enden zugleich Assoziationen mit Klingen, Blättern oder abstrakten Werkzeugen hervorrufen. Der Kranz aus aufwärts gerichteten Eisenspiralstielen darunter kann formal als eine Art strahlender Strahl interpretiert werden. Ihre unterschiedlichen Längen und Krümmungen erzeugen den Eindruck einer Bewegung, die vom zentralen Schaft nach außen und nach oben gerichtet ist. Eine Interpretation als Symbol für Wachstum, Expansion oder das Aufgehen spiritueller Wirksamkeit erscheint denkbar, bleibt jedoch spekulativ. Ebenso könnten einzelne Verlängerungen ursprünglich konkrete Objekte oder Attribute repräsentiert haben, deren ursprüngliche Bedeutung der Form heute nicht mehr unmittelbar erkennbar ist. Die Verbindung von Menschennerv und nicht-figurativen Eisendformen deutet auf eine Kunstauffassung hin, in der die menschliche Figur nicht naturalistisch dargestellt wird, sondern durch zusätzliche skulpturale Elemente erweitert ist. Ob diese Erweiterungen spezifische Kräfte, soziale Beziehungen oder rituelle Handlungen in ihrem ursprünglichen kulturellen Kontext symbolisierten, lässt sich ohne entsprechende ethnografische Dokumentation nicht bestimmen.
Rituelle Funktion und kultureller Kontext
Innerhalb unterschiedlicher Gesellschaften der Benue-Region waren geschmiedete Eisengeräte nicht ausschließlich praktische Alltagsgegenstände, sondern konnten auch soziale, politische oder religiöse Bedeutung tragen. Die besonderen Eigenschaften von Eisen – seine Haltbarkeit und der technisch anspruchsvolle Produktionsprozess – verliehen dem Material in verschiedenen kulturellen Kontexten einen hohen Status. Eine einheitliche, kulturübergreifende Symbolik lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Bei den Mumuye ist die rituelle Funktion bestimmter anthropomorpher Holzfiguren besonders gut dokumentiert; diese Figuren waren unter anderem mit schützenden Überzeugungen, Heilungspraktiken und der sozialen Autorität spezialisierter Individuen verbunden. Ob das vorliegende Eisensculptur in vergleichbaren Kontexten verwendet wurde, ist nicht bestätigt. Seine aufwendige Bauweise und die deutlich betonte menschliche Krönung könnten auf eine Verwendung außerhalb des Alltagslebens hindeuten. Sie könnte als symbolische Darstellung, im Rahmen einer zeremoniellen Ausstellung oder innerhalb eines rituellen Ensembles gedient haben. Eine spätere Produktion, inspiriert durch traditionelle Formen, kann nicht ausgeschlossen werden, solange kein bestätigtes Datum und eine Provenienz vorliegen. Die sichtbare Oxidation deutet auf eine Veränderung der Metalloberfläche hin, erlaubt jedoch keine zuverlässige Bestimmung seines Alters oder seiner ursprünglichen Nutzung.
Kunsthistorische Einschätzung
Die außergewöhnliche künstlerische Qualität dieser Eisenskulptur liegt in ihrer ungewöhnlichen Verbindung von linearer Konstruktionsweise, skulpturaler Verdichtung und räumlicher Offenheit. Im Gegensatz zu einer Skulptur, die aus einem massiven Materialblock heraus entwickelt wurde, entsteht die Form hier aus dem Zusammenspiel einzelner geschmiedeter Elemente, deren Zwischenräume ebenso wesentlich zur Komposition beitragen wie das Eisen selbst. Die schlanke Achse verleiht dem Werk eine klare vertikale Orientierung, während die radial ausgerichteten Projektionen diese Ordnung mit einer lebendigen, asymmetrischen Bewegung stören. Das kleine anthropomorphe Krönungselement bildet einen bewussten Kontrast zur abstrakten Struktur des unteren Teils. Seine vereinfachte Physiognomie lenkt die Aufmerksamkeit auf wenige wesentliche Merkmale menschlicher Erscheinung. Besonders bemerkenswert ist die Spannung zwischen dem materialbedingten Gewicht des Eisens und der fast grafischen Leichtigkeit der schwungvollen Formen. Unter Vorbehalt der noch zu bestätigenden kulturellen Zuschreibung repräsentiert das Objekt ein interessantes Beispiel für die skulpturalen Möglichkeiten von Schmiedeeisen im weiteren Kontext westlicher und zentralafrikanischer Metallverarbeitung. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt vor allem in seinem einzigartigen formalen Konzept, das anthropomorphe Symbolik und abstraktes räumliches Design zu einem expressiven skulpturalen Ganzen vereint.
Literatur
Frank Herreman (Hrsg.): Mumuye: Sculpture from Nigeria – The Human Figure Reinvented. Brüssel: Mercatorfonds, 2016.
Marla C. Berns, Richard Fardon und Sidney Littlefield Kasfir (Hrsg.): Central Nigeria Unmasked: Arts of the Benue River Valley. Los Angeles: Fowler Museum at UCLA, 2011.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf veröffentlichten Quellen in Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Inv. Nr. MAZ31683
Informant: Amadou Dogo
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Details
Rechtliche Informationen des Verkäufers
- Unternehmen:
- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
- Adresse:
- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY - Telefonnummer:
- +493033951033
- Email:
- w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
- USt-IdNr.:
- DE241193499
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