Eine Terrakotta-Skulptur - Losso - Togo (Ohne mindestpreis)

04
Tage
09
Stunden
36
Minuten
50
Sekunden
Aktuelles Gebot
€ 3
Ohne mindestpreis
Dimitri André
Experte
Von Dimitri André ausgewählt

Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

Schätzung  € 280 - € 330
FR
3 €

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 143856 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Terracotta-Figurengespann Losso – Zwei anthropomorphe Skulpturen mit unterschiedlichen Kopfformungen

Ursprung: Niamtougou-Region, Kara-Region, Nord-Togo

Kulturelle Zuschreibung: Losso (Nawda), zugeordnet

Material: gebrannter Ton, rötlich-braune Terrakotta mit ausgeprägten grauweißen Oberflächenablagerungen

Datierung: nicht sicher

Provenienz: Niamtougou-Region, Togo, gemäß der traditionellen Provenienzinformation

Beschreibung

Dieses Ensemble von zwei anthropomorhen Terrakotta-Figuren zeichnet sich durch eine bemerkenswerte formale Geschlossenheit aus und gleichzeitig durch deutliche Unterschiede in der Gestaltung der Köpfe. Beide Skulpturen weisen elongierte, nahezu zylindrische Körper auf, die in eine abgeflachte Basis enden und keine artikulierten Beine besitzen. Die Figuren stehen aufrecht und frontal ausgerichtet, mit leicht nach oben geneigtem Kopf. Die links positionierte Figur, leicht größer, besitzt einen auffallend hohen, modellierten Kopf, dessen Seiten und Oberteile von fächerförmigen, tief eingekerbten Rillen geprägt sind. Diese radial ausgerichteten Strukturen könnten eine elaborierte Frisur, eine Kopfbedeckung oder ein stilisiertes ornamentales Krönungsmerkmal darstellen. Das Gesicht zeichnet sich durch eine markante Nase, schmale Augen und modellierte Lippen aus. Die Wangen verschmelzen nahezu nahtlos mit dem robusten Hals. Aus dem Oberkörper ragen zwei abgerundete Auswölbungen hervor, möglicherweise Brustwarzen darstellend, und deuten auf eine weibliche Identifikation hin. Im Gegensatz dazu besitzt die rechts gelegene Figur einen nahezu kugelrunden, überwiegend glatten Kopf. Ihre Züge sind stärker vereinfacht, mit einer hervorstehenden Nase, kleinen, abgerundeten Augen und einem schmalen Mund. Der Körper wirkt kompakter und weniger differenziert. Beide Skulpturen zeigen eine stark verweilte Oberfläche mit grauen, weißlichen und dunkelbraunen Ablagerungen, die die ursprüngliche rötliche Terrakotta nur teilweise freilegen. Kleine Abplatzungen, Risse und unregelmäßige Vertiefungen kennzeichnen die Struktur des Materials und verleihen den Figuren eine deutlich archaische Erscheinung.

Historische Kunstanalyse

Die Losso, die sich selbst ebenfalls Nawda nennen, gehören zu den ethnischen Gruppen des nördlichen Togos. Ihre historischen Siedlungsgebiete liegen überwiegend in der Nähe von Niamtougou und in benachbarten Landschaften der heutigen Kara-Region. Die kulturellen Traditionen dieses Gebietes entwickelten sich innerhalb eines komplexen regionalen Netzwerks, das durch Kontakte zwischen verschiedenen Ethnien, lokale religiöse Überzeugungen und vielfältige Handwerkspraktiken geprägt war. Die keramischen Traditionen des Nordtogos umfassen nicht nur funktionale Gefäße, sondern auch figürliche Werke, deren genaue historische und rituelle Kontextualisierung nicht immer ausreichend dokumentiert ist. Basierend auf ihrem dokumentierten Ursprung lässt sich das vorliegende Figurenpaar in diesen breiteren kulturellen Kontext einordnen. Besonders kennzeichnend ist die starke Reduktion des menschlichen Körpers auf eine geschlossene, säulenartige Form. Die Skulpturen verzichten weitgehend auf die Darstellung von Armen, Händen und Beinen und konzentrieren die bildhauerische Darstellung auf Kopf, Gesicht und Oberkörper. Diese formale Vereinfachung verleiht den Figuren eine ausgeprägte Monumentalität, die unabhängig von ihren tatsächlichen Maßstäben wirkt. Die unterschiedliche Gestaltung der Köpfe könnte eine bewusste Differenzierung zwischen zwei dargestellten Personen oder Wesen anzeigen. Während die linke Figur durch ihre aufwendig strukturierte Kopfbedeckung eine besondere visuelle Präsenz entfaltet, erscheint die rechte Figur aufgrund ihrer glatten Kopfform und ihrer vereinfachten Physiognomie eher zurückhaltend. Ob diese Unterschiede eine soziale, geschlechtliche oder spirituelle Bedeutung hatten, lässt sich ohne verlässliche ethnografische Vergleiche nicht bestimmen. Ob die beiden Figuren ursprünglich als zusammengehöriges Ensemble entstanden sind, bleibt ebenfalls offen.

Symbolik und Ikonografie

Die ikonografische Besonderheit des Figurenpaares liegt in der Gegenüberstellung zweier menschlicher Figuren, deren Grundform desselben Körpers ist, deren Köpfe jedoch signifikant verschieden sind. In zahlreichen westafrikanischen bildnerischen Traditionen kommt dem menschlichen Kopf eine besondere Bedeutung als Träger von persönlicher Identität, Sozialstatus oder spirituellen Konzepten zu. Eine entsprechende Deutung könnte auch für die fraglichen Terrakotta-Figuren in Betracht gezogen werden, lässt sich jedoch ohne spezifische kulturelle Belege nicht sicher festlegen. Die fächerförmige Kopfbedeckung der linken Figur könnte eine besondere Frisur oder eine zeremonielle Kopfbedeckung darstellen. Ihre sorgfältige Ausführung lässt darauf schließen, dass dieses Merkmal zur Identifikation verwendet wurde. Die dargestellte Figur war bedeutsam. Die rechte Figur hingegen besitzt einen fast glatten, kugelförmigen Kopf, dessen reduziertes Design einen klaren Kontrast bildet. Die mögliche Darstellung weiblicher Brüste bei der linken Figur eröffnet die Möglichkeit einer Geschlechterdifferenzierung innerhalb des Ensembles. Da entsprechende Merkmale bei der rechten Figur jedoch nicht eindeutig zu erkennen sind, bleibt deren Zuordnung als männlich-weibliches Paar spekulativ. Es könnten auch zwei Figuren unterschiedlicher Altersstufen, sozialer Ränge oder spiritueller Funktionen dargestellt sein. Die aufrechte Haltung und die geschlossene Körperform vermitteln eine ruhige, konzentrierte Präsenz. Die Figuren scheinen keiner spezifischen Handlung nachzugehen, sondern vielmehr eine statische, fast zeitlose Form menschlicher Existenz zu verkörpern. Gerade diese Zurückhaltung in der Darstellung eröffnet eine breite Interpretationsspanne, ohne eine definitive ikonografische Klassifizierung zuzulassen.

Rituelle Funktion und kultureller Kontext

Innerhalb verschiedener Gesellschaften des Nordtogos besitzen traditionelle religiöse Überzeugungen, Ahnensysteme und lokale Beschützervereinigungen historisch bedeutsame Positionen. Materielle Objekte können in solchen Kontexten als Bestandteile von Schreinen, als symbolische Repräsentationen bestimmter Individuen oder als Träger ritueller Bedeutung verwendet werden. Eine entsprechende Funktion wäre für die fraglichen Terrakotta-Figurengestalten denkbar. Ihr säulenartiges Design und die abgeflachten unteren Enden könnten darauf hindeuten, dass sie ursprünglich auf einer festen Fläche platziert oder in einem bestimmten räumlichen Kontext präsentiert wurden. Ob sie jedoch in einem häuslichen Schrein, an einem gemeinschaftlichen Kultort oder in einem anderen Setting verwendet wurden, ist nicht dokumentiert. Die markanten Oberflächenablagerungen verdienen besondere Beachtung. Ihre grau-weiße Färbung könnte durch mineralische Prozesse, eine längere Grabung im Boden oder andere Umwelteinflüsse entstanden sein. Frühere Behandlungen mit bestimmten Substanzen sind ebenfalls denkbar. Ohne Materialanalyse lässt sich jedoch nicht feststellen, ob diese Ablagerungen ritueller Nutzung zuzuschreiben sind. Die gepaarte Präsentation der Figuren könnte ebenfalls eine besondere Bedeutung haben. In verschiedenen westafrikanischen Kulturen können Paare von Figuren Vorstellungen von Verwandtschaft, sozialer Ergänzung oder genealogischer Kontinuität ausdrücken. Eine solche Interpretation bleibt für das vorliegende Ensemble jedoch spekulativ, solange keine verlässlichen Informationen über den ursprünglichen Nutzkontext vorliegen.

Kunsthistorische Beurteilung

Die besondere ästhetische Qualität dieser beiden Terrakotta-Skulpturen liegt in ihrem konsequenten Fokus auf einfache skulpturale Formen. Die verlängerten, zylindrischen Körper bilden ruhige vertikale Achsen, während die unterschiedlich gestalteten Köpfe als markante skulpturale Brennpunkte hervortreten. Die linke Figur entfaltet durch ihre fächerförmige Krone eine lebendige, rhythmische Struktur, deren radiale Linien einen dynamischen Kontrast zur glatten Körperform schaffen. Im Gegensatz dazu wirkt die rechte Figur geschlossener und kompakter. Ihr kugelförmiges Schädel-Design betont die Konzentration auf wenige wesentliche Merkmale der menschlichen Physis. Die Oberflächeneffekte der beiden Skulpturen sind besonders bemerkenswert. Die unregelmäßigen grauen und weißlichen Ablagerungen, die dunklen Verfärbungen und die gelegentlich hervortretende rötliche Terrakotta schaffen eine differenzierte Materialtextur, die die skulpturalen Volumen weiter betont. Die Figuren besitzen damit eine beeindruckende physische Präsenz, die weniger aus anatomischer Genauigkeit als aus der ausgewogenen Organisation einfacher Formen entsteht. Im kunsthistorischen Kontext der keramischen Traditionen des Nord-Togos kann das Ensemble, vorbehaltlich der kulturellen Zuschreibung, als bemerkenswertes Beispiel abstrakter anthropomorpher Skulptur gelten. Seine besondere Bedeutung liegt im dynamischen Zusammenspiel von formaler Gleichheit und individueller Differenzierung. Die beiden Figuren erscheinen zugleich als eigenständige Skulpturen und als mögliche Bestandteile eines gemeinsamen künstlerischen Konzepts, dessen ursprüngliche Bedeutung weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen bedarf.

Literatur

Für eine vertiefte wissenschaftliche Analyse sollten ethnografische Studien der Losso- und Nawda-Völker sowie vergleichende Studien der keramischen Traditionen der Kara-Region und des Nord-Togos konsultiert werden. Derzeit existiert keine verifizierte kunsthistorische Veröffentlichung, die direkt mit diesem spezielleren Figurentypus in Verbindung steht.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf in Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte veröffentlichten Quellen. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Inventar Nr. MAZ32020

Informant: Petit Coulibaly

Höhe: 35 cm / 31 cm
Gewicht: 2,6 kg / 2 kg

Verkauft ohne TL-Test.
Die Experten von Catawiki führen eine virtuelle Prüfung basierend auf den im Einreichungsprozess bereitgestellten Informationen, Fotografien, Provenienz und unterstützenden Unterlagen durch. Die Annahme eines traditionellen oder antiken afrikanischen Kunstobjekts zum Auktionsverkauf stellt weder eine eigenständige Authentifizierung oder Zertifizierung durch Catawiki dar, noch bedeutet es, dass der Catawiki-Experte das Objekt physisch oder wissenschaftlich authentifiziert, Patina analysiert oder datiert hat. Im Rahmen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Richtlinien für Einreichungen traditioneller afrikanischer Kunst bleibt der Verkäufer für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit, Provenienz und Echtheit des Objekts und der bereitgestellten Informationen verantwortlich.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Terracotta-Figurengespann Losso – Zwei anthropomorphe Skulpturen mit unterschiedlichen Kopfformungen

Ursprung: Niamtougou-Region, Kara-Region, Nord-Togo

Kulturelle Zuschreibung: Losso (Nawda), zugeordnet

Material: gebrannter Ton, rötlich-braune Terrakotta mit ausgeprägten grauweißen Oberflächenablagerungen

Datierung: nicht sicher

Provenienz: Niamtougou-Region, Togo, gemäß der traditionellen Provenienzinformation

Beschreibung

Dieses Ensemble von zwei anthropomorhen Terrakotta-Figuren zeichnet sich durch eine bemerkenswerte formale Geschlossenheit aus und gleichzeitig durch deutliche Unterschiede in der Gestaltung der Köpfe. Beide Skulpturen weisen elongierte, nahezu zylindrische Körper auf, die in eine abgeflachte Basis enden und keine artikulierten Beine besitzen. Die Figuren stehen aufrecht und frontal ausgerichtet, mit leicht nach oben geneigtem Kopf. Die links positionierte Figur, leicht größer, besitzt einen auffallend hohen, modellierten Kopf, dessen Seiten und Oberteile von fächerförmigen, tief eingekerbten Rillen geprägt sind. Diese radial ausgerichteten Strukturen könnten eine elaborierte Frisur, eine Kopfbedeckung oder ein stilisiertes ornamentales Krönungsmerkmal darstellen. Das Gesicht zeichnet sich durch eine markante Nase, schmale Augen und modellierte Lippen aus. Die Wangen verschmelzen nahezu nahtlos mit dem robusten Hals. Aus dem Oberkörper ragen zwei abgerundete Auswölbungen hervor, möglicherweise Brustwarzen darstellend, und deuten auf eine weibliche Identifikation hin. Im Gegensatz dazu besitzt die rechts gelegene Figur einen nahezu kugelrunden, überwiegend glatten Kopf. Ihre Züge sind stärker vereinfacht, mit einer hervorstehenden Nase, kleinen, abgerundeten Augen und einem schmalen Mund. Der Körper wirkt kompakter und weniger differenziert. Beide Skulpturen zeigen eine stark verweilte Oberfläche mit grauen, weißlichen und dunkelbraunen Ablagerungen, die die ursprüngliche rötliche Terrakotta nur teilweise freilegen. Kleine Abplatzungen, Risse und unregelmäßige Vertiefungen kennzeichnen die Struktur des Materials und verleihen den Figuren eine deutlich archaische Erscheinung.

Historische Kunstanalyse

Die Losso, die sich selbst ebenfalls Nawda nennen, gehören zu den ethnischen Gruppen des nördlichen Togos. Ihre historischen Siedlungsgebiete liegen überwiegend in der Nähe von Niamtougou und in benachbarten Landschaften der heutigen Kara-Region. Die kulturellen Traditionen dieses Gebietes entwickelten sich innerhalb eines komplexen regionalen Netzwerks, das durch Kontakte zwischen verschiedenen Ethnien, lokale religiöse Überzeugungen und vielfältige Handwerkspraktiken geprägt war. Die keramischen Traditionen des Nordtogos umfassen nicht nur funktionale Gefäße, sondern auch figürliche Werke, deren genaue historische und rituelle Kontextualisierung nicht immer ausreichend dokumentiert ist. Basierend auf ihrem dokumentierten Ursprung lässt sich das vorliegende Figurenpaar in diesen breiteren kulturellen Kontext einordnen. Besonders kennzeichnend ist die starke Reduktion des menschlichen Körpers auf eine geschlossene, säulenartige Form. Die Skulpturen verzichten weitgehend auf die Darstellung von Armen, Händen und Beinen und konzentrieren die bildhauerische Darstellung auf Kopf, Gesicht und Oberkörper. Diese formale Vereinfachung verleiht den Figuren eine ausgeprägte Monumentalität, die unabhängig von ihren tatsächlichen Maßstäben wirkt. Die unterschiedliche Gestaltung der Köpfe könnte eine bewusste Differenzierung zwischen zwei dargestellten Personen oder Wesen anzeigen. Während die linke Figur durch ihre aufwendig strukturierte Kopfbedeckung eine besondere visuelle Präsenz entfaltet, erscheint die rechte Figur aufgrund ihrer glatten Kopfform und ihrer vereinfachten Physiognomie eher zurückhaltend. Ob diese Unterschiede eine soziale, geschlechtliche oder spirituelle Bedeutung hatten, lässt sich ohne verlässliche ethnografische Vergleiche nicht bestimmen. Ob die beiden Figuren ursprünglich als zusammengehöriges Ensemble entstanden sind, bleibt ebenfalls offen.

Symbolik und Ikonografie

Die ikonografische Besonderheit des Figurenpaares liegt in der Gegenüberstellung zweier menschlicher Figuren, deren Grundform desselben Körpers ist, deren Köpfe jedoch signifikant verschieden sind. In zahlreichen westafrikanischen bildnerischen Traditionen kommt dem menschlichen Kopf eine besondere Bedeutung als Träger von persönlicher Identität, Sozialstatus oder spirituellen Konzepten zu. Eine entsprechende Deutung könnte auch für die fraglichen Terrakotta-Figuren in Betracht gezogen werden, lässt sich jedoch ohne spezifische kulturelle Belege nicht sicher festlegen. Die fächerförmige Kopfbedeckung der linken Figur könnte eine besondere Frisur oder eine zeremonielle Kopfbedeckung darstellen. Ihre sorgfältige Ausführung lässt darauf schließen, dass dieses Merkmal zur Identifikation verwendet wurde. Die dargestellte Figur war bedeutsam. Die rechte Figur hingegen besitzt einen fast glatten, kugelförmigen Kopf, dessen reduziertes Design einen klaren Kontrast bildet. Die mögliche Darstellung weiblicher Brüste bei der linken Figur eröffnet die Möglichkeit einer Geschlechterdifferenzierung innerhalb des Ensembles. Da entsprechende Merkmale bei der rechten Figur jedoch nicht eindeutig zu erkennen sind, bleibt deren Zuordnung als männlich-weibliches Paar spekulativ. Es könnten auch zwei Figuren unterschiedlicher Altersstufen, sozialer Ränge oder spiritueller Funktionen dargestellt sein. Die aufrechte Haltung und die geschlossene Körperform vermitteln eine ruhige, konzentrierte Präsenz. Die Figuren scheinen keiner spezifischen Handlung nachzugehen, sondern vielmehr eine statische, fast zeitlose Form menschlicher Existenz zu verkörpern. Gerade diese Zurückhaltung in der Darstellung eröffnet eine breite Interpretationsspanne, ohne eine definitive ikonografische Klassifizierung zuzulassen.

Rituelle Funktion und kultureller Kontext

Innerhalb verschiedener Gesellschaften des Nordtogos besitzen traditionelle religiöse Überzeugungen, Ahnensysteme und lokale Beschützervereinigungen historisch bedeutsame Positionen. Materielle Objekte können in solchen Kontexten als Bestandteile von Schreinen, als symbolische Repräsentationen bestimmter Individuen oder als Träger ritueller Bedeutung verwendet werden. Eine entsprechende Funktion wäre für die fraglichen Terrakotta-Figurengestalten denkbar. Ihr säulenartiges Design und die abgeflachten unteren Enden könnten darauf hindeuten, dass sie ursprünglich auf einer festen Fläche platziert oder in einem bestimmten räumlichen Kontext präsentiert wurden. Ob sie jedoch in einem häuslichen Schrein, an einem gemeinschaftlichen Kultort oder in einem anderen Setting verwendet wurden, ist nicht dokumentiert. Die markanten Oberflächenablagerungen verdienen besondere Beachtung. Ihre grau-weiße Färbung könnte durch mineralische Prozesse, eine längere Grabung im Boden oder andere Umwelteinflüsse entstanden sein. Frühere Behandlungen mit bestimmten Substanzen sind ebenfalls denkbar. Ohne Materialanalyse lässt sich jedoch nicht feststellen, ob diese Ablagerungen ritueller Nutzung zuzuschreiben sind. Die gepaarte Präsentation der Figuren könnte ebenfalls eine besondere Bedeutung haben. In verschiedenen westafrikanischen Kulturen können Paare von Figuren Vorstellungen von Verwandtschaft, sozialer Ergänzung oder genealogischer Kontinuität ausdrücken. Eine solche Interpretation bleibt für das vorliegende Ensemble jedoch spekulativ, solange keine verlässlichen Informationen über den ursprünglichen Nutzkontext vorliegen.

Kunsthistorische Beurteilung

Die besondere ästhetische Qualität dieser beiden Terrakotta-Skulpturen liegt in ihrem konsequenten Fokus auf einfache skulpturale Formen. Die verlängerten, zylindrischen Körper bilden ruhige vertikale Achsen, während die unterschiedlich gestalteten Köpfe als markante skulpturale Brennpunkte hervortreten. Die linke Figur entfaltet durch ihre fächerförmige Krone eine lebendige, rhythmische Struktur, deren radiale Linien einen dynamischen Kontrast zur glatten Körperform schaffen. Im Gegensatz dazu wirkt die rechte Figur geschlossener und kompakter. Ihr kugelförmiges Schädel-Design betont die Konzentration auf wenige wesentliche Merkmale der menschlichen Physis. Die Oberflächeneffekte der beiden Skulpturen sind besonders bemerkenswert. Die unregelmäßigen grauen und weißlichen Ablagerungen, die dunklen Verfärbungen und die gelegentlich hervortretende rötliche Terrakotta schaffen eine differenzierte Materialtextur, die die skulpturalen Volumen weiter betont. Die Figuren besitzen damit eine beeindruckende physische Präsenz, die weniger aus anatomischer Genauigkeit als aus der ausgewogenen Organisation einfacher Formen entsteht. Im kunsthistorischen Kontext der keramischen Traditionen des Nord-Togos kann das Ensemble, vorbehaltlich der kulturellen Zuschreibung, als bemerkenswertes Beispiel abstrakter anthropomorpher Skulptur gelten. Seine besondere Bedeutung liegt im dynamischen Zusammenspiel von formaler Gleichheit und individueller Differenzierung. Die beiden Figuren erscheinen zugleich als eigenständige Skulpturen und als mögliche Bestandteile eines gemeinsamen künstlerischen Konzepts, dessen ursprüngliche Bedeutung weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen bedarf.

Literatur

Für eine vertiefte wissenschaftliche Analyse sollten ethnografische Studien der Losso- und Nawda-Völker sowie vergleichende Studien der keramischen Traditionen der Kara-Region und des Nord-Togos konsultiert werden. Derzeit existiert keine verifizierte kunsthistorische Veröffentlichung, die direkt mit diesem spezielleren Figurentypus in Verbindung steht.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Einige der Informationen und Fotografien wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und basieren auf in Ethnographie, Archäologie und Kunstgeschichte veröffentlichten Quellen. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Inventar Nr. MAZ32020

Informant: Petit Coulibaly

Höhe: 35 cm / 31 cm
Gewicht: 2,6 kg / 2 kg

Verkauft ohne TL-Test.
Die Experten von Catawiki führen eine virtuelle Prüfung basierend auf den im Einreichungsprozess bereitgestellten Informationen, Fotografien, Provenienz und unterstützenden Unterlagen durch. Die Annahme eines traditionellen oder antiken afrikanischen Kunstobjekts zum Auktionsverkauf stellt weder eine eigenständige Authentifizierung oder Zertifizierung durch Catawiki dar, noch bedeutet es, dass der Catawiki-Experte das Objekt physisch oder wissenschaftlich authentifiziert, Patina analysiert oder datiert hat. Im Rahmen unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Richtlinien für Einreichungen traditioneller afrikanischer Kunst bleibt der Verkäufer für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit, Provenienz und Echtheit des Objekts und der bereitgestellten Informationen verantwortlich.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Details

Ethnie/ Kultur
Losso
Herkunftsland
Togo
Material
Terracotta
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A terracotta sculpture
Höhe
35 cm
Gewicht
4,6 kg
Authentizität
Reproduktion/Nachbildung
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6937
Verkaufte Objekte
99,42 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

AGB

AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.

Widerrufsbelehrung

  • Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
  • Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
  • Vollständige Widerrufsbelehrung

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Afrikanische Kunst und Stammeskunst

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​