Eine Bronzeskulptur - Dogon - Mali (Ohne mindestpreis)






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Eine Bronzeskulptur aus Mali mit einer Dogon-Reiterfigur, Herkunft Mopti-Region, Gewicht 390 g, Höhe 12 cm, Zustand fair, Originalität/Authentizität.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Dogon Reitfiguren-Skulptur,
Herkunft: Mopti-Region, Mali.
Material: Kupfer-Zinn-Bronze, eine Kupfer-Zinn-Legierung (Bronze) und Messing aus Kupfer-Zink.
Datum: Kupferreiter sind der Region seit dem Mittelalter bekannt, während vergleichbarer Reit-Schmuck vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts datiert wird.
Beschreibung
Die Komposition verbindet eine stark stilisierte Vierbeinigkeit mit einer auf dem Tier reitenden Figur. Das Tier besitzt einen schlanken Körper, einen langen Hals, der nach vorne führt, und einen kantigen Kopf mit zwei spitzen Ohren. Seine dünnen, stark gebogenen Beine bilden unregelmäßige Bögen; der Schwanz formt eine offene Schleife, die die Bewegung betont. Der Reiter erhebt sich senkrecht über den Rücken des Tieres: Sein Oberkörper ist schmächtig, sein Kopf ist abgeflacht, und seine unverhältnismäßig langen Arme rahmen seinen Oberkörper ein. Eine Hand scheint in Richtung seines Kopfes zu greifen, während die andere sich zu einem konischen Element mit ausgebogener Kante erstreckt, das einem Gefäß, einem Horn oder einem zeremoniellen Objekt ähneln könnte. Die Arbeit ist weitgehend offen gearbeit: Die Zwischenräume zwischen den Gliedern spielen eine volle Rolle in der Komposition. Die Oberfläche wechselt zwischen dunklem Braun, goldenen Akzenten und grünen Ablagerungen, mit Unregelmäßigkeiten und Konkretionen, die auf eine komplexe materielle Geschichte hindeuten, obwohl sie keinen Beleg für Alter darstellen.
Historisch-künstlerische Analyse
Das visuelle Interesse liegt im Kontrast zwischen der Horizontalität des Reiters und der Vertikalität des Reiters. Der Gießereikünstler strebt keine naturalistische Anatomie an: Er kondensiert das Pferd zu geschwungenen Linien und verwandelt die Figur in ein hieratisches Symbol. Diese formale Sparsamkeit rückt das Objekt näher an kleine Sahel-Gussstücke, die eine Vorstellung von Macht in tragbarer Form konzentrieren. In der Region des Mittleren Niger ist das Pferd mit Reichtum, Prestigegunst, Führung und militärischer Macht verbunden, da der Erwerb und Erhalt eines Pferdes lange kostenintensiv war. In bestimmten Dogon-Kontexten kann der Reiter den Hogon, den Hohepriester, der die gemeinschaftliche Ordnung aufrechterhält, heraufbeschwören oder mit kosmologischen Erzählungen verbunden sein, die mit dem Nommo assoziiert sind. Diese Interpretationen sollten jedoch nicht automatisch auf jedes malische Reitkunstwerk angewendet werden. Das konische Element könnte ein Opfer, ein Getränk, Musik oder eine zeremonielle Rede signalisieren, doch fehlt es an Felddokumentationsdaten, sodass diese Interpretationen vorläufige Hypothesen bleiben.
Wissenschaftlich fundierte Beschreibung
Der Begriff „Bronze“ bleibt konventionell: Das Aussehen erlaubt keinen sicheren Unterschied zwischen Kupfer-Zinn-Bronze, Kupfer-Zink-Messing oder einer bleihaltigen Legierung. Eine Röntgenfluoreszenzanalyse an mehreren Punkten wäre notwendig, um das Metall zu charakterisieren, wobei die Auswirkungen von Oberflächenkorrosion zu berücksichtigen sind, da diese Technik hauptsächlich Schichten nahe der Oberfläche analysiert. Die Komplexität der Formen, die schlanken Gliedmaßen und die Offenbauweise deuten auf verlorene Wachsguss-Technik hin: Ein Wachsmodell wäre in Ton eingefasst, danach durch geschmolzenes Metall ersetzt worden; da die Form beim Entfernen des Objekts bricht, ist jeder direkte Guss prinzipiell einzigartig. Eine Röntgenaufnahme könnte interne Kerne, Reparaturen, Schweißnähte oder Gusshinweise offenbaren, während eine mikroskopische Untersuchung Spuren von Modellierung, Meißeln und Abnutzung unterscheiden könnte. Die grüne Patina entspricht vermutlich Kupferkorrosionsprodukten, doch allein die Farbe reicht nicht aus, um das Stück zu authentifizieren oder zu datieren. Ohne historischen Herkunftsnachweis und technische Analysen kann die Möglichkeit einer jüngeren Herstellung mit absichtlich gealterter Patina nicht ausgeschlossen werden.
Soziale und rituelle Funktion
Die genaue Funktion bleibt unklar. Die geringe Größe und symbolische Kraft des Reiters sprechen für einen Talisman, eine Altarfigur, ein persönliches Objekt oder ein Prestigebadge. Dogon- oder Bozo-Reitpendants wurden als Amulette interpretiert, die individuelle Wünsche erfüllen, insbesondere für Fruchtbarkeit, Einfluss oder politischen Erfolg. Monumentalere Reitfiguren können in bestimmten Dogon-Kontexten den Hogon, einen Gründungsvorfahren, oder einen Beschützer der Gemeinschaft darstellen.
Jedoch zeigt das fotografierte Stück keine offensichtliche Aufhängeschlaufe oder Spuren eines Opfers, die eine der genannten Nutzungen bestätigen würden. Es ist daher genauer, es als kondensiertes Bild von Macht, Mobilität, Schutz und Vermittlung zu betrachten, dessen Funktion wahrscheinlich vom Eigentümer, dem Ort der Aufbewahrung und lokalen Praktiken abhängt.
Ausgewählte Bibliographie
LaGamma, Alisa, Hrsg. Sahel: Art and Empires on the Shores of the Sahara. New York: The Metropolitan Museum of Art, 2020.
Leloup, Hélène. Dogon. Paris: Somogy und Musée du quai Branly, 2011.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York: Metropolitan Museum of Art and Abrams, 1988.
Herbert, Eugenia W. Red Gold of Africa: Copper in Precolonial History and Culture. Madison: University of Wisconsin Press, 1984.
McIntosh, Roderick J. Ancient Middle Niger: Urbanism and the Self-organizing Landscape. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
Die genannten Publikationen dienen der vergleichenden kunsthistorischen Klassifikation. Sie legen nicht die spezifische kulturelle Zuschreibung, Datierung oder ursprüngliche Nutzung der vorliegenden Skulptur fest.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige Informationen und Fotografien wurden mit Hilfe künstlicherIntelligenz erstellt und beruhen auf veröffentlichten Quellen in Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Urheberrechtsinhabern.
Inv. Nr. MAZ32768
Informant: Amadou Dogo
Der Verkäufer stellt sich vor
Dogon Reitfiguren-Skulptur,
Herkunft: Mopti-Region, Mali.
Material: Kupfer-Zinn-Bronze, eine Kupfer-Zinn-Legierung (Bronze) und Messing aus Kupfer-Zink.
Datum: Kupferreiter sind der Region seit dem Mittelalter bekannt, während vergleichbarer Reit-Schmuck vom 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts datiert wird.
Beschreibung
Die Komposition verbindet eine stark stilisierte Vierbeinigkeit mit einer auf dem Tier reitenden Figur. Das Tier besitzt einen schlanken Körper, einen langen Hals, der nach vorne führt, und einen kantigen Kopf mit zwei spitzen Ohren. Seine dünnen, stark gebogenen Beine bilden unregelmäßige Bögen; der Schwanz formt eine offene Schleife, die die Bewegung betont. Der Reiter erhebt sich senkrecht über den Rücken des Tieres: Sein Oberkörper ist schmächtig, sein Kopf ist abgeflacht, und seine unverhältnismäßig langen Arme rahmen seinen Oberkörper ein. Eine Hand scheint in Richtung seines Kopfes zu greifen, während die andere sich zu einem konischen Element mit ausgebogener Kante erstreckt, das einem Gefäß, einem Horn oder einem zeremoniellen Objekt ähneln könnte. Die Arbeit ist weitgehend offen gearbeit: Die Zwischenräume zwischen den Gliedern spielen eine volle Rolle in der Komposition. Die Oberfläche wechselt zwischen dunklem Braun, goldenen Akzenten und grünen Ablagerungen, mit Unregelmäßigkeiten und Konkretionen, die auf eine komplexe materielle Geschichte hindeuten, obwohl sie keinen Beleg für Alter darstellen.
Historisch-künstlerische Analyse
Das visuelle Interesse liegt im Kontrast zwischen der Horizontalität des Reiters und der Vertikalität des Reiters. Der Gießereikünstler strebt keine naturalistische Anatomie an: Er kondensiert das Pferd zu geschwungenen Linien und verwandelt die Figur in ein hieratisches Symbol. Diese formale Sparsamkeit rückt das Objekt näher an kleine Sahel-Gussstücke, die eine Vorstellung von Macht in tragbarer Form konzentrieren. In der Region des Mittleren Niger ist das Pferd mit Reichtum, Prestigegunst, Führung und militärischer Macht verbunden, da der Erwerb und Erhalt eines Pferdes lange kostenintensiv war. In bestimmten Dogon-Kontexten kann der Reiter den Hogon, den Hohepriester, der die gemeinschaftliche Ordnung aufrechterhält, heraufbeschwören oder mit kosmologischen Erzählungen verbunden sein, die mit dem Nommo assoziiert sind. Diese Interpretationen sollten jedoch nicht automatisch auf jedes malische Reitkunstwerk angewendet werden. Das konische Element könnte ein Opfer, ein Getränk, Musik oder eine zeremonielle Rede signalisieren, doch fehlt es an Felddokumentationsdaten, sodass diese Interpretationen vorläufige Hypothesen bleiben.
Wissenschaftlich fundierte Beschreibung
Der Begriff „Bronze“ bleibt konventionell: Das Aussehen erlaubt keinen sicheren Unterschied zwischen Kupfer-Zinn-Bronze, Kupfer-Zink-Messing oder einer bleihaltigen Legierung. Eine Röntgenfluoreszenzanalyse an mehreren Punkten wäre notwendig, um das Metall zu charakterisieren, wobei die Auswirkungen von Oberflächenkorrosion zu berücksichtigen sind, da diese Technik hauptsächlich Schichten nahe der Oberfläche analysiert. Die Komplexität der Formen, die schlanken Gliedmaßen und die Offenbauweise deuten auf verlorene Wachsguss-Technik hin: Ein Wachsmodell wäre in Ton eingefasst, danach durch geschmolzenes Metall ersetzt worden; da die Form beim Entfernen des Objekts bricht, ist jeder direkte Guss prinzipiell einzigartig. Eine Röntgenaufnahme könnte interne Kerne, Reparaturen, Schweißnähte oder Gusshinweise offenbaren, während eine mikroskopische Untersuchung Spuren von Modellierung, Meißeln und Abnutzung unterscheiden könnte. Die grüne Patina entspricht vermutlich Kupferkorrosionsprodukten, doch allein die Farbe reicht nicht aus, um das Stück zu authentifizieren oder zu datieren. Ohne historischen Herkunftsnachweis und technische Analysen kann die Möglichkeit einer jüngeren Herstellung mit absichtlich gealterter Patina nicht ausgeschlossen werden.
Soziale und rituelle Funktion
Die genaue Funktion bleibt unklar. Die geringe Größe und symbolische Kraft des Reiters sprechen für einen Talisman, eine Altarfigur, ein persönliches Objekt oder ein Prestigebadge. Dogon- oder Bozo-Reitpendants wurden als Amulette interpretiert, die individuelle Wünsche erfüllen, insbesondere für Fruchtbarkeit, Einfluss oder politischen Erfolg. Monumentalere Reitfiguren können in bestimmten Dogon-Kontexten den Hogon, einen Gründungsvorfahren, oder einen Beschützer der Gemeinschaft darstellen.
Jedoch zeigt das fotografierte Stück keine offensichtliche Aufhängeschlaufe oder Spuren eines Opfers, die eine der genannten Nutzungen bestätigen würden. Es ist daher genauer, es als kondensiertes Bild von Macht, Mobilität, Schutz und Vermittlung zu betrachten, dessen Funktion wahrscheinlich vom Eigentümer, dem Ort der Aufbewahrung und lokalen Praktiken abhängt.
Ausgewählte Bibliographie
LaGamma, Alisa, Hrsg. Sahel: Art and Empires on the Shores of the Sahara. New York: The Metropolitan Museum of Art, 2020.
Leloup, Hélène. Dogon. Paris: Somogy und Musée du quai Branly, 2011.
Ezra, Kate. Art of the Dogon: Selections from the Lester Wunderman Collection. New York: Metropolitan Museum of Art and Abrams, 1988.
Herbert, Eugenia W. Red Gold of Africa: Copper in Precolonial History and Culture. Madison: University of Wisconsin Press, 1984.
McIntosh, Roderick J. Ancient Middle Niger: Urbanism and the Self-organizing Landscape. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
Die genannten Publikationen dienen der vergleichenden kunsthistorischen Klassifikation. Sie legen nicht die spezifische kulturelle Zuschreibung, Datierung oder ursprüngliche Nutzung der vorliegenden Skulptur fest.
Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation
Einige Informationen und Fotografien wurden mit Hilfe künstlicherIntelligenz erstellt und beruhen auf veröffentlichten Quellen in Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Urheberrechtsinhabern.
Inv. Nr. MAZ32768
Informant: Amadou Dogo
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- Jaenicke Njoya GmbH
- Repräsentant:
- Wolfgang Jaenicke
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- Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
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GERMANY - Telefonnummer:
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