Statue der Mutterschaft - Baule - Elfenbeinküste






Zehn Jahre Erfahrung auf dem Gebiet historischer Waffen und Rüstungen sowie afrikanischer Kunst.
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Côte d'Ivoire
Baoulé
Holz und Schnur
Höhe : 550mm
Breite : 110mm
Tiefe : 140mm
Diese Holzskulptur mit einer Höhe von 55 cm ist eine klassische und kraftvolle Darstellung der Mutterschaft, ursprünglich von der Baoulé‑Ethnie in Côte d'Ivoire. Sie zeigt eine stehende Frau, die ihr Kind trägt – ein universelles Thema, das hier nach den ästhetischen und spirituellen Kodizes der Akan‑Kultur behandelt wird.
Hier ist die detaillierte Analyse ihrer Herkunft, ihrer stilistischen Kriterien und ihrer rituellen Nutzungen.
1. Herkunft und stilistische Merkmale
Die Kunst der Baoulé zeichnet sich durch Harmonie, Symmetrie und feine Detailarbeit aus. Diese Statue vereint die prestigeträchtigsten Markenzeichen dieses Stils:
Die Mutterschaft‑Ikonografie: Die Frau trägt ein Kind, das sich fest ihren Rücken greift. Das Kind umarmt fest den Oberkörper der Mutter, seine kleinen Beine umschlingen ihre Hüften mit großer Natürlichkeit.
Die somitalische Frisur: Der Kopf der Mutter wird von einer monumentalen, gestaffelten Kopfbedeckung oder Haarschmuck gekrönt, der in eine konische oder klare Pfeilform endet. Diese elaborierte Kopfbedeckung drückt einen hohen sozialen Status, Adel und Würde aus.
Die Cheloiden‑Scarifikationen: Der Körper der Statue ist reich mit traditionellen reliefartigen Scarifikationen (chéloïdes) verziert. Man erkennt vertikale und horizontale Serien im Gesicht (rund um den Mund und auf den Wangen), auf der Brust sowie eine dichte geometrische Komposition am gedrungenen Bauch rund um den Bauchnabel. Bei den Baoulé gelten diese Markierungen als Symbole von Zivilisation, idealer Schönheit und kultureller Zugehörigkeit.
Rituelle Elemente und Patina: Die Statue besitzt eine dunkle, teilweise brüchige Patina, die auf Alter und rituelle Handhabungen hinweist. Zudem ist um den Hals der Mutter eine Schnur oder ein Naturfaserband gebunden – eine Ergänzung, die oft mit Verehrungspraktiken oder Schutzritualen verbunden ist.
2. Funktionale und rituelle Nutzung
In der Baoulé‑Gesellschaft erfüllt eine Mutterschaftsstatuette dieser Abmessungen spirituelle und therapeutische Hauptfunktionen:
A. Der Kult der Fruchtbarkeit und des Schutzes
Die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind ist das ultimative Symbol für den Fortbestand der Abstammung und das Leben.
Diese Statuen wurden häufig von Frauen oder Paaren in Auftrag gegeben, die mit Unfruchtbarkeitsproblemen konfrontiert waren oder einen schmerzhaften Verlust junger Kinder erlitten hatten.
Unter der Leitung eines Wahrsagers (Wanzan) wurde die Statue zum Empfänger schützender Geister. Die Frau pflegte sie, wusch sie, salbte sie mit Öl oder Kaolin und brachte symbolische Opfer, um eine Schwangerschaft bis zur Niederkunft zu fördern und das Neugeborene vor unsichtbaren Kräften oder Krankheiten zu schützen.
B. Die Ehefrau der Jenseitswelt (Blolo Bla)
Obwohl das Mutterschaftsthema sehr spezifisch ist, kann diese Skulptur auch eine besonders ehrwürdige Form einer Blolo Bla darstellen (die Ehefrau der Geisterwelt).
Wenn der Wahrsager der Ansicht war, dass die spirituelle Ehefrau eines Mannes dadurch beruhigt werden müsse, dass sie als vollbrachte Mutter dargestellt wird, um Eifersucht zu besänftigen oder ein Ungleichgewicht im irdischen Leben des Individuums zu korrigieren, wurde eine solche Statue entsprechend geschnitzt.
Die luxuriösen Details (komplexe Scarifikationen, hohe Frisur) dienen dazu, den Geist zu schmeicheln, damit er seinen Segen (Wohlstand, Gesundheit, Nachkommenschaft) dem irdischen Haushalt gewährt.
Zusammenfassung
Diese 55 cm große Baoulé‑Mutterschaft ist ein hervorragendes Beispiel für westafrikanische Ritualkunst. Durch das Gleichgewicht ihrer Formen und den Reichtum der Körpermotive verkörpert sie nicht nur das ästhetische Ideal der Akan‑Kultur, sondern auch tiefe Hoffnungen auf Schutz, Fruchtbarkeit und eine heilige Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Ahnen.
Die Objekte werden versichert und mit Sendungsverfolgung verschickt.
Schneller und sicherer Versand. Die Sendungen erfolgen von Montag bis Samstag.
Lieferung innerhalb von Frankreich 1 bis 3 Tage, in ganz Europa 2 bis 5 Tage.
Der Verkäufer stellt sich vor
Côte d'Ivoire
Baoulé
Holz und Schnur
Höhe : 550mm
Breite : 110mm
Tiefe : 140mm
Diese Holzskulptur mit einer Höhe von 55 cm ist eine klassische und kraftvolle Darstellung der Mutterschaft, ursprünglich von der Baoulé‑Ethnie in Côte d'Ivoire. Sie zeigt eine stehende Frau, die ihr Kind trägt – ein universelles Thema, das hier nach den ästhetischen und spirituellen Kodizes der Akan‑Kultur behandelt wird.
Hier ist die detaillierte Analyse ihrer Herkunft, ihrer stilistischen Kriterien und ihrer rituellen Nutzungen.
1. Herkunft und stilistische Merkmale
Die Kunst der Baoulé zeichnet sich durch Harmonie, Symmetrie und feine Detailarbeit aus. Diese Statue vereint die prestigeträchtigsten Markenzeichen dieses Stils:
Die Mutterschaft‑Ikonografie: Die Frau trägt ein Kind, das sich fest ihren Rücken greift. Das Kind umarmt fest den Oberkörper der Mutter, seine kleinen Beine umschlingen ihre Hüften mit großer Natürlichkeit.
Die somitalische Frisur: Der Kopf der Mutter wird von einer monumentalen, gestaffelten Kopfbedeckung oder Haarschmuck gekrönt, der in eine konische oder klare Pfeilform endet. Diese elaborierte Kopfbedeckung drückt einen hohen sozialen Status, Adel und Würde aus.
Die Cheloiden‑Scarifikationen: Der Körper der Statue ist reich mit traditionellen reliefartigen Scarifikationen (chéloïdes) verziert. Man erkennt vertikale und horizontale Serien im Gesicht (rund um den Mund und auf den Wangen), auf der Brust sowie eine dichte geometrische Komposition am gedrungenen Bauch rund um den Bauchnabel. Bei den Baoulé gelten diese Markierungen als Symbole von Zivilisation, idealer Schönheit und kultureller Zugehörigkeit.
Rituelle Elemente und Patina: Die Statue besitzt eine dunkle, teilweise brüchige Patina, die auf Alter und rituelle Handhabungen hinweist. Zudem ist um den Hals der Mutter eine Schnur oder ein Naturfaserband gebunden – eine Ergänzung, die oft mit Verehrungspraktiken oder Schutzritualen verbunden ist.
2. Funktionale und rituelle Nutzung
In der Baoulé‑Gesellschaft erfüllt eine Mutterschaftsstatuette dieser Abmessungen spirituelle und therapeutische Hauptfunktionen:
A. Der Kult der Fruchtbarkeit und des Schutzes
Die Darstellung einer Mutter mit ihrem Kind ist das ultimative Symbol für den Fortbestand der Abstammung und das Leben.
Diese Statuen wurden häufig von Frauen oder Paaren in Auftrag gegeben, die mit Unfruchtbarkeitsproblemen konfrontiert waren oder einen schmerzhaften Verlust junger Kinder erlitten hatten.
Unter der Leitung eines Wahrsagers (Wanzan) wurde die Statue zum Empfänger schützender Geister. Die Frau pflegte sie, wusch sie, salbte sie mit Öl oder Kaolin und brachte symbolische Opfer, um eine Schwangerschaft bis zur Niederkunft zu fördern und das Neugeborene vor unsichtbaren Kräften oder Krankheiten zu schützen.
B. Die Ehefrau der Jenseitswelt (Blolo Bla)
Obwohl das Mutterschaftsthema sehr spezifisch ist, kann diese Skulptur auch eine besonders ehrwürdige Form einer Blolo Bla darstellen (die Ehefrau der Geisterwelt).
Wenn der Wahrsager der Ansicht war, dass die spirituelle Ehefrau eines Mannes dadurch beruhigt werden müsse, dass sie als vollbrachte Mutter dargestellt wird, um Eifersucht zu besänftigen oder ein Ungleichgewicht im irdischen Leben des Individuums zu korrigieren, wurde eine solche Statue entsprechend geschnitzt.
Die luxuriösen Details (komplexe Scarifikationen, hohe Frisur) dienen dazu, den Geist zu schmeicheln, damit er seinen Segen (Wohlstand, Gesundheit, Nachkommenschaft) dem irdischen Haushalt gewährt.
Zusammenfassung
Diese 55 cm große Baoulé‑Mutterschaft ist ein hervorragendes Beispiel für westafrikanische Ritualkunst. Durch das Gleichgewicht ihrer Formen und den Reichtum der Körpermotive verkörpert sie nicht nur das ästhetische Ideal der Akan‑Kultur, sondern auch tiefe Hoffnungen auf Schutz, Fruchtbarkeit und eine heilige Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der der Ahnen.
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