Vase - 40. 399 - Porzellan

04
Tage
05
Stunden
05
Minuten
15
Sekunden
Aktuelles Gebot
€ 1
Ohne mindestpreis
BE
1 €

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 144490 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Diese belgische Porzellan-Ziervase von Villeroy & Boch, Modell 399 und mit der Markierung 40, hat einen passenden Deckel, eine mehrfarbige Blumendekoration und vergoldete Details und ist 41 cm hoch sowie 20 cm breit.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

VILLEROY & BOCH – PRÄSENTABLE MODERNE GABINETTWAZE MIT DECKEL, MODELL 399, BELGIEN

Hersteller: Villeroy & Boch, gemäß der Herstellernmarke
Herkunft: Belgien, entsprechend der Angabe des Herstellungslandes
Datierung: Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich ca. 1910–1930
Objektart: Dekorative Vase mit passendem Deckel
Modellnummer: 399
Größenangabe: 40
Material: Glasierte Keramik mit buntem Dekor und goldenen Details
Dekorationstechnik: Pflanzliche Dekoration in mehreren Farben, mit Goldakzenten
Maße: Höhe ca. 40–41 cm; Maximaler Bauchdurchmesser ca. 20 cm
Konstruktion: Zwei Elemente: Korpus und passender Deckel
Schätzung des Auktionswertes: 350–550 EUR

1. Charakterisierung und Typologie des Objekts

Repräsentative dekorative Vase mit imposanter Amphorenform, vorgesehen zur Ausstellung in Innenräumen. Der Gegenstand besteht aus Korpus und passendem Deckel, der von einer dekorativen Stange (Sterz) gekrönt wird. Die ausladene Form, die farbenfrohe Pflanzenkomposition und die goldenen Details verleihen dem Gefäß einen eindeutig dekorativen Charakter.

Der Korpus zeichnet sich durch einen breiten, vollen Bauch aus, dessen Profil sich sanft in Richtung Hals und Unterteil des Gefäßes verengt. Der obere Teil geht in eine engere Öffnung über, und symmetrisch angeordnete Henkel betonen die Architektur der Form. Die Verbindung von rundem Bauch zu schmalerem Hals und Deckel schafft eine harmonische, vertikal gegliederte Silhouette.

Die Vase ist nicht bloß ein einfaches Gefäß. Ihre Proportionen, Griffe, Deckel und die großflächige Dekoration wurden der Repräsentationsfunktion untergeordnet. Es handelt sich um einen Objekttyp, der als eigenständiges Gestaltungselement im Salon, Büro oder eleganten Wohnraum gedacht war.

Die Bedeutung des Deckels für die visuelle Vollständigkeit des gesamten Objekts ist vorhanden. Der Deckel bildet ein integrales Element der Komposition, verschließt die Form von oben und ergänzt die Silhouette des Gefäßes. Bei der Auktionseinschätzung ist es jedoch wichtig, das visuelle Passstück der beiden Teile von dem dokumentierten ursprünglichen Zuordnungsbeweis zu einem gemeinsamen Satz zu unterscheiden.

2. Form, Proportionen und plastische Ausarbeitung

Der wichtigste Baustein der Konstruktion ist der umfangreiche, gerundete Bauch. Sein fließendes Profil bietet eine breite Fläche für Blumendekoration und verleiht dem Gefäß zugleich ein stabiles, pralles Erscheinungsbild. Der Übergang vom Bauch zum Hals ist deutlich, aber ohne scharfe Kante, wodurch die Silhouette kohärent bleibt.

Der Hals ist im Vergleich zum breitesten Teil des Korpus relativ schmal. In dessen Nähe befinden sich zwei symmetrisch angeordnete Griffe mit profilierter Kontur. Diese Elemente bereichern die Form und schaffen einen visuellen Übergang zwischen Korpus und Deckel. Ihre Ausführung harmoniert mit den goldenen Akzenten anderer Teile des Gefäßes.

Der Deckel besitzt ein konvexes, kuppelförmiges Profil und eine Kuppe in Form einer dekorativen Stercynen. Seine Form setzt die obere Partie der Vase fort, und der goldene Akzent am Scheitel zieht die Aufmerksamkeit auf sich und schließt die Komposition vertikal ab. Die Passung von Deckel und Korpus ist für Ästhetik und Katalogbeschreibung der Vollständigkeit von Bedeutung.

Die Proportionen des Gefäßes, mit einer Höhe von ca. 40–41 cm und einem maximalen Bauchdurchmesser von ca. 20 cm, verleihen ihm den Charakter eines großen dekorativen Objekts. Die Vase hat eine ausgeprägte räumliche Präsenz, und die Verzierung bleibt auch aus einiger Entfernung klar erkennbar.

3. Keramisches Material und glasierte Oberfläche

Der Korpus besteht aus keramik mit glasiertem, cremig-weißen Ton. Der helle Hintergrund bildet die Basis für das farbenfrohe Ornament und die goldenen Details und sorgt für einen starken Kontrast zwischen Oberfläche und Dekoration.

In der vorliegenden Materialbeschreibung wird das Material als Terre de Fer bezeichnet, bekannterweise auch als Ironstone. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf bestimmte Sorten harter Keramik, doch die cremige Farbe der Schale oder das Oberflächenbild reichen nicht aus, um eine eindeutige Zuordnung der Masse zu bestätigen. Ohne technologische Dokumentation oder fachliche Untersuchung ist es sicherer, das Material als glasierte dekorative Keramik zu bezeichnen.

Die Glasur bildet eine glatte, helle Unterlage, auf der die pflanzlichen Motive angeordnet sind. Die Farbabstufungen und goldene Akzente sorgen dafür, dass die Oberfläche nicht als einheitlich wahrgenommen wird, sondern als dekorative Komposition, die dem Gefäß eine Form zugeordnet.

Auf der Oberfläche ist ein Netz feiner Glasurspalten sichtbar, bekannt als Krakelur oder Craquelure. Dieses Phänomen kann durch unterschiedliche Spannungen zwischen Glasur und Keramikkörper entstehen. Sein Vorhandensein sollte in der Zustandbeschreibung berücksichtigt werden, darf jedoch nicht als alleiniger Beleg für Alter, Hersteller oder Authentizität herangezogen werden.

4. Vielfarbige florale Dekoration

Das markanteste künstlerische Merkmal der Vase ist die florale und botanische Dekoration, die sich über den hellen Hintergrund des Korpus erstreckt. Die Komposition umfasst große, stilisierte Blüten sowie Blattwerk, ausgearbeitet in kontrastierenden Farben. Die Motive wurden an die runde Fläche des Bauch angepasst, wodurch die Ornamentik die räumliche Beschaffenheit des Gefäßes betont.

Die Farbpalette umfasst Töne von Rot, Karmesin, Purpur, Rosa, Ocker, Türkis und Grün. Warme Blütenfarben bilden einen Kontrast zu den kühleren Pflanzenteilen und erzeugen eine visuell intensive Dekoration. Der cremige Hintergrund mildert die Farbkombinationen und erhält die Klarheit einzelner Motive.

Stilisierte Blüten bilden den Hauptaugenmerk, während Blätter und Pflanzenelemente die Komposition ergänzen und den Blick entlang des Korpus führen. Ornamentik erfüllt nicht nur eine Füllfunktion; sie ist integraler Bestandteil des Entwurfs, der mit der Form des Bauchprofils zusammenarbeitet und dessen Volumen betont.

Die Dekoration verweist auf eine europäische Tradition dekorativer Keramik, in der botanische Motive sowohl in Gebrauchsgegenständen als auch in Repräsentationsobjekten verwendet wurden. In diesem Fall verstärken Größe des Gefäßes, reiche Farbpalette und goldene Verzierungen seinen gabineteartigen Charakter.

Ohne workshop-Dokumentation darf die Dekoration jedoch nicht eindeutig einer bestimmten Ausführungstechnik zugeordnet werden. Es lässt sich aus dem Aussehen oder den Konturen nicht eindeutig feststellen, ob sie per Transfer aufgetragen und anschließend manuell ausgemalt oder ob eine andere Dekorationstechnik verwendet wurde. Daher bleibt die korrekte katalogistische Bezeichnung die mehrfarbige Pflanzen- Dekoration auf glasierter Oberfläche.

5. Vergoldung und Detailausführung

Goldene Akzente spielen eine wichtige Rolle in der gesamten plastischen Bearbeitung der Vase. Sie heben ausgewählte Kanten und strukturelle Elemente hervor, einschließlich der Bereiche der Griffe, der Randzone und der Stercynen der Deckelkrone. Der metallische Glanz kontrastiert mit dem cremigen Hintergrund und den intensiven Farben der Pflanzen-Dekoration.

Die Vergoldung ordnet visuell die Form und betont ihre wichtigsten Punkte. Auf dem Deckel betont sie das Krönende, während sie am Korpus die Unterteilung zwischen den einzelnen Bauteilen der Körperform verstärkt. Dadurch konkurrieren Blütenornament und metallischer Glanz nicht miteinander, sondern bilden eine gemeinsame Komposition.

Das Erscheinungsbild der Vergoldung kann vom verwendeten Präparat, der Applikation, der Temperatur des Verarbeitungsprozesses und der späteren Nutzung abhängen. Ohne Materialanalyse ist es nicht zuverlässig feststellbar, ob echtes 24-karätiges Gold verwendet wurde. In der Auktionstext ist daher korrekt von „vergoldeten Details“ oder „Dekoration mit Vergoldungen“ zu sprechen.

Bei der Bewertung des Zustands ist auf die Kontinuität der Vergoldung, Abnutzungen, Abplatzungen und Glanzunterschiede zu achten. Diese Hinweise können für die endgültige Bewertung relevant sein, da der Erhalt des dekorativen Finish die visuelle Wahrnehmung des gesamten Objekts beeinflusst.

6. Herstellermarken und Identifikation

Auf dem Boden des Gefäßes befindet sich ein runder Stempel, die Zahlen 399 und 40 sowie ein handgeschnittenes Zeichen, das an den Buchstaben T oder F erinnert. Dem angegebenen Stempelding lässt sich der Name fragmentsweise als Endbuchstaben „EROY“ entnehmen, und der untere Teil der Kennzeichnung enthält eine Bezeichnung, die auf Belgien verweist, gelesen als „BELGIQUE“ oder „MADE IN BELGIUM“.

Die Auslegung des Zeichens wird als Grundlage zur Zuordnung der Vase zu Villeroy & Boch präsentiert. In der Auktionstext sollten die sichtbaren Segmente des Stempels von der vollständigen Bestätigung der konkreten Variante des Zeichens und des Herstellers unterschieden werden. Der Fragment der Beschriftung kann eine wichtige Identifikationshilfe sein, doch eine vollständige Zuordnung erfordert die Übereinstimmung des grafischen Layouts des gesamten Stempels mit der dokumentierten Herstellerbezeichnung.

Die Nummer 399 ist die am Boden des Gefäßes sichtbare Kennzeichnung. Sie kann die Funktion einer Modell-, Form- oder Muster-Nummer haben, doch ohne Herstellerkatalog lässt sich deren ursprüngliche Bedeutung nicht endgültig bestimmen.

Die Bezeichnung 40 bildet die zweite numerische Angabe. Es ist möglich, dass sie sich auf die Formvariante oder Größe bezieht, aber ihre Interpretation als formale Größenkennzeichnung erfordert Dokumentation des Herstellers. Die Maße des Objekts sollten daher unabhängig davon anhand der tatsächlichen Messung angegeben werden.

Der handgeschnittene Zeichen, das T oder F erinnert, könnte herstellungsseitiges Zeichen sein. Es gibt jedoch nicht genügend Grundlagen, um es ohne zusätzliche Quellen einer bestimmten Werkstatt, Maler oder Qualitätskontrolleur zuzuordnen.

Die Zusammenstellung aus Stempel und Zahlenkennzeichnungen bildet einen wichtigen Bestandteil der Objektdokumentation. Im Auktionskatalog sollten sie exakt vermerkt werden, ohne einzelnen Zeichen Bedeutungen zuzuordnen, die durch die erhaltenen Quelle nicht bestätigt werden.

7. Historischer Kontext des Herstellers

Die Geschichte von Villeroy & Boch gehört zu den bedeutendsten Kapiteln der europäischen Keramikherstellung. Die Anfänge der Familie Boch reichen bis 1748 zurück, als François Boch zusammen mit seinen Söhnen die Keramikproduktion in Lothringen aufnahm. Nicolas Villeroy entwickelte die keramische Tätigkeit ab dem späten 18. Jahrhundert. Im Jahr 1836 verschmolzen die Unternehmen beider Familien und bildeten die Firma Villeroy & Boch.

Das Unternehmen entwickelte industrielle Produktion, verfeinerte Keramiktechnologien und erweiterte das Angebot um Gegenstände für internationale Märkte. Im 19. Jahrhundert waren Innovationen im Materialbereich ebenso bedeutsam wie die Entwicklung von Techniken zur Reproduktion von Dekorationen, die die Herstellung großer Serien keramischer Produkte bei gleichbleibend hohem Oberflächenbearbeitungsgrad ermöglichten.

Es ist gleichzeitig wichtig, die Geschichte von Villeroy & Boch von der belgischen Manufaktur Boch Frères Keramis in La Louvière zu unterscheiden. Die Anlage Keramis wurde 1841 von Jean-François Bochs gegründet und entwickelte sich als belgische Keramikfabrik, historisch verbunden mit der Familie Boch. Es ist jedoch eine eigenständige Firmengeschichte, die nicht automatisch mit dem Herstellungsort jedes Artikels, der den Namen Villeroy & Boch trägt, identisch gesetzt werden darf.

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das europäische Keramikdesign in einem Umfeld mehrerer paralleler Strömungen – von dekorativen Formen der Secession bis zu strengeren Art Déco-Ansätzen. Die Geschichte des Herstellers bestätigt, dass in den zwanziger und dreißiger Jahren Art Déco und moderne Formensprache eine bedeutende Rolle in der europäischen Produktion spielten. Das allein beweist jedoch nicht das genaue Herstellungsdatum dieses Exemplars.

8. Stilistische Analyse

Die Vase verbindet klassische Amphorenform mit reicher pflanzlicher Dekoration und vergoldeten Details. Die Form selbst bezieht sich auf die Tradition repräsentativer dekorativer Gefäße, in denen Symmetrie, klar umrissener Bauch und Deckelabschluss eine wichtige Rolle spielten.

Die pflanzliche Dekoration verweist auf eine Ästhetik des Übergangs von 19. zu 20. Jahrhundert, in dem Blütenmotive eine zentrale Rolle in der Gebrauchskunst spielten. Organische Blüten- und Blattformen kontrastieren mit der geordneten Gefäßkonstruktion. Dadurch erhält die Keramikoberfläche Dynamik, während die Form stabil und symmetrisch bleibt.

Die intensive Farbpallette, der Kontrast warmer Rottöne und Purpur mit kühlem Türkis und die hervorgehobenen Vergoldungen verleihen der Dekoration eine starke visuelle Präsenz. Es handelt sich hierbei nicht um eine subtile Ornamentik, sondern um eine auffällige Oberflächenbearbeitung, die im Innenraum gut sichtbar sein soll.

Bezüglich der genauen stilistischen Richtung ist Vorsicht geboten. Ohne bestätigtes Datierung, Modellkatalog oder Dekorationsdokumentation lässt sich nicht eindeutig bestimmen, ob es sich um ein Paradebeispiel der Secession oder des Art Déco handelt. Am zutreffendsten ist es, die Vase als europäische dekorative Keramik mit Amphorenform, mehrfarbiger Blumen-Dekoration und goldenen Akzenten zu beschreiben.

9. Zustand und Vollständigkeit

Die Vase ist mit Korpus und passendem Deckel erhalten, die zusammen eine vollständige, geschlossene Komposition bilden. Der Deckel mit Stercyn verleiht dem Objekt eine erhebliche ästhetische Bedeutung, da er die Silhouette vervollständigt und das Projekt abschließt.

Auf der Oberfläche ist eine Glasurkrakelur sichtbar. In der Dokumentation ist dies als sichtbares Oberflächenmerkmal zu vermerken. Es sollte jedoch nicht automatisch als Beweis für ein Jahrhundertalter oder Authentizität herangezogen werden.

Vor dem Veröffentlichen der Auktion sollten eventuelle Risse des Keramikkörpers, Absplitterungen an den Kanten, Dekorationsverlust, Reparaturen, Kleberreste sowie der Zustand der Vergoldungen geprüft und beschrieben werden. Falls solche Mängel nicht vorhanden sind, kann der Beschreibung nach direkter Objektinspektion angepasst werden. Ohne eine solche Kontrolle sollten keine bedingungslos idealen oder völlig originalen Zustände behauptet werden.

Aufgrund der glasierten Oberfläche und der goldenen Details wird ein behutsamer Umgang mit dem Objekt empfohlen. Vermeiden Sie scheuernde Reinigungsmittel oder aggressive Chemie, die die Dekoration beschädigen könnten. Zudem sollte nicht angenommen werden, dass das Gefäß wasserdicht ist, insbesondere wenn die Glasur rissig ist.

10. Sammlerische und Ausstellungswerte

Zu den wichtigsten Vorzügen des Objekts gehören das große Format, die ausladende Silhouette, die mehrfarbige Blumen-Dekoration, die Vergoldungen und der erhaltene Deckel. Die Kombination dieser Merkmale ermöglicht es, die Vase als eigenständiges dekoratives Element zu nutzen, ohne sie mit weiteren Gegenständen kombinieren zu müssen.

Das cremige Hintergrundtönung und die satten Ornamentfarben erzeugen einen klaren visuellen Eindruck. Die Vergoldungen verleihen der Oberfläche lichtreflektierende Akzente, besonders an den Profilkanten der Griffe und am Deckel. Bei der Ausstellung ist eine gleichmäßige Beleuchtung wichtig, damit Form und Farbgebung der Dekoration gut lesbar bleiben, ohne übermäßige Reflexe auf der Glasur.

Für potenzielle Käufer werden auch die Lesbarkeit der Unterseitenmarken, die Übereinstimmung von Deckel und Korpus sowie eine detaillierte Zustandsdokumentation von Bedeutung sein. Die Fotos sollten die gesamte Vase von vorne und hinten zeigen, Nahaufnahmen der Dekoration, des Deckels, der Griffe, der vergoldeten Details sowie deutliche Aufnahmen der Unterseite mit Stempel und Nummern.

11. Auktionsergebnis-Schätzung

Vorgeschlagene Schätzung: 350–550 EUR.

Diese Spanne berücksichtigt den dekorativen Charakter der Vase, ihre beachtliche Größe, die mehrfarbige Pflanzenkomposition, die Vergoldungen sowie den erhaltenen Deckel. Der endgültige Marktwert hängt auch von der Bestätigung des Herstellers und des Datums, dem Zustand der Glasur, dem Zustand der Dekoration sowie eventuellen Schäden oder Reparaturen ab.

Die Zuordnung zu Villeroy & Boch sollte gemäß dem Stempel gelesen und mit Vorsicht in Bezug auf den genauen Betrieb und das Produktionsdatum erfolgen. Eine Bewertung aufgrund unbelegter Behauptungen über eine limitierte Serie, 24-karätiges Gold oder Seltenheit des Modells sollte vermieden werden.

Katalogzusammenfassung
Große dekorative Keramikvase mit passendem Deckel, Amphorenform, cremigem Hintergrund, mehrfarbiger Blumen- und Pflanzen-Dekoration sowie vergoldeten Details. Auf dem Boden befindet sich ein runder Stempel, der als Hinweis auf Villeroy & Boch mit Bezug zu Belgien gelesen wird, sowie die Nummern 399 und 40 und ein handgeschnittenes Zeichen. Das Objekt repräsentiert europäische dekorative Keramik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch imposante Proportionen, reiche Farbgebung und Erhaltung des Deckels aus.

Auktionserwartung: 350–550 EUR.

VILLEROY & BOCH – PRÄSENTABLE MODERNE GABINETTWAZE MIT DECKEL, MODELL 399, BELGIEN

Hersteller: Villeroy & Boch, gemäß der Herstellernmarke
Herkunft: Belgien, entsprechend der Angabe des Herstellungslandes
Datierung: Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, wahrscheinlich ca. 1910–1930
Objektart: Dekorative Vase mit passendem Deckel
Modellnummer: 399
Größenangabe: 40
Material: Glasierte Keramik mit buntem Dekor und goldenen Details
Dekorationstechnik: Pflanzliche Dekoration in mehreren Farben, mit Goldakzenten
Maße: Höhe ca. 40–41 cm; Maximaler Bauchdurchmesser ca. 20 cm
Konstruktion: Zwei Elemente: Korpus und passender Deckel
Schätzung des Auktionswertes: 350–550 EUR

1. Charakterisierung und Typologie des Objekts

Repräsentative dekorative Vase mit imposanter Amphorenform, vorgesehen zur Ausstellung in Innenräumen. Der Gegenstand besteht aus Korpus und passendem Deckel, der von einer dekorativen Stange (Sterz) gekrönt wird. Die ausladene Form, die farbenfrohe Pflanzenkomposition und die goldenen Details verleihen dem Gefäß einen eindeutig dekorativen Charakter.

Der Korpus zeichnet sich durch einen breiten, vollen Bauch aus, dessen Profil sich sanft in Richtung Hals und Unterteil des Gefäßes verengt. Der obere Teil geht in eine engere Öffnung über, und symmetrisch angeordnete Henkel betonen die Architektur der Form. Die Verbindung von rundem Bauch zu schmalerem Hals und Deckel schafft eine harmonische, vertikal gegliederte Silhouette.

Die Vase ist nicht bloß ein einfaches Gefäß. Ihre Proportionen, Griffe, Deckel und die großflächige Dekoration wurden der Repräsentationsfunktion untergeordnet. Es handelt sich um einen Objekttyp, der als eigenständiges Gestaltungselement im Salon, Büro oder eleganten Wohnraum gedacht war.

Die Bedeutung des Deckels für die visuelle Vollständigkeit des gesamten Objekts ist vorhanden. Der Deckel bildet ein integrales Element der Komposition, verschließt die Form von oben und ergänzt die Silhouette des Gefäßes. Bei der Auktionseinschätzung ist es jedoch wichtig, das visuelle Passstück der beiden Teile von dem dokumentierten ursprünglichen Zuordnungsbeweis zu einem gemeinsamen Satz zu unterscheiden.

2. Form, Proportionen und plastische Ausarbeitung

Der wichtigste Baustein der Konstruktion ist der umfangreiche, gerundete Bauch. Sein fließendes Profil bietet eine breite Fläche für Blumendekoration und verleiht dem Gefäß zugleich ein stabiles, pralles Erscheinungsbild. Der Übergang vom Bauch zum Hals ist deutlich, aber ohne scharfe Kante, wodurch die Silhouette kohärent bleibt.

Der Hals ist im Vergleich zum breitesten Teil des Korpus relativ schmal. In dessen Nähe befinden sich zwei symmetrisch angeordnete Griffe mit profilierter Kontur. Diese Elemente bereichern die Form und schaffen einen visuellen Übergang zwischen Korpus und Deckel. Ihre Ausführung harmoniert mit den goldenen Akzenten anderer Teile des Gefäßes.

Der Deckel besitzt ein konvexes, kuppelförmiges Profil und eine Kuppe in Form einer dekorativen Stercynen. Seine Form setzt die obere Partie der Vase fort, und der goldene Akzent am Scheitel zieht die Aufmerksamkeit auf sich und schließt die Komposition vertikal ab. Die Passung von Deckel und Korpus ist für Ästhetik und Katalogbeschreibung der Vollständigkeit von Bedeutung.

Die Proportionen des Gefäßes, mit einer Höhe von ca. 40–41 cm und einem maximalen Bauchdurchmesser von ca. 20 cm, verleihen ihm den Charakter eines großen dekorativen Objekts. Die Vase hat eine ausgeprägte räumliche Präsenz, und die Verzierung bleibt auch aus einiger Entfernung klar erkennbar.

3. Keramisches Material und glasierte Oberfläche

Der Korpus besteht aus keramik mit glasiertem, cremig-weißen Ton. Der helle Hintergrund bildet die Basis für das farbenfrohe Ornament und die goldenen Details und sorgt für einen starken Kontrast zwischen Oberfläche und Dekoration.

In der vorliegenden Materialbeschreibung wird das Material als Terre de Fer bezeichnet, bekannterweise auch als Ironstone. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf bestimmte Sorten harter Keramik, doch die cremige Farbe der Schale oder das Oberflächenbild reichen nicht aus, um eine eindeutige Zuordnung der Masse zu bestätigen. Ohne technologische Dokumentation oder fachliche Untersuchung ist es sicherer, das Material als glasierte dekorative Keramik zu bezeichnen.

Die Glasur bildet eine glatte, helle Unterlage, auf der die pflanzlichen Motive angeordnet sind. Die Farbabstufungen und goldene Akzente sorgen dafür, dass die Oberfläche nicht als einheitlich wahrgenommen wird, sondern als dekorative Komposition, die dem Gefäß eine Form zugeordnet.

Auf der Oberfläche ist ein Netz feiner Glasurspalten sichtbar, bekannt als Krakelur oder Craquelure. Dieses Phänomen kann durch unterschiedliche Spannungen zwischen Glasur und Keramikkörper entstehen. Sein Vorhandensein sollte in der Zustandbeschreibung berücksichtigt werden, darf jedoch nicht als alleiniger Beleg für Alter, Hersteller oder Authentizität herangezogen werden.

4. Vielfarbige florale Dekoration

Das markanteste künstlerische Merkmal der Vase ist die florale und botanische Dekoration, die sich über den hellen Hintergrund des Korpus erstreckt. Die Komposition umfasst große, stilisierte Blüten sowie Blattwerk, ausgearbeitet in kontrastierenden Farben. Die Motive wurden an die runde Fläche des Bauch angepasst, wodurch die Ornamentik die räumliche Beschaffenheit des Gefäßes betont.

Die Farbpalette umfasst Töne von Rot, Karmesin, Purpur, Rosa, Ocker, Türkis und Grün. Warme Blütenfarben bilden einen Kontrast zu den kühleren Pflanzenteilen und erzeugen eine visuell intensive Dekoration. Der cremige Hintergrund mildert die Farbkombinationen und erhält die Klarheit einzelner Motive.

Stilisierte Blüten bilden den Hauptaugenmerk, während Blätter und Pflanzenelemente die Komposition ergänzen und den Blick entlang des Korpus führen. Ornamentik erfüllt nicht nur eine Füllfunktion; sie ist integraler Bestandteil des Entwurfs, der mit der Form des Bauchprofils zusammenarbeitet und dessen Volumen betont.

Die Dekoration verweist auf eine europäische Tradition dekorativer Keramik, in der botanische Motive sowohl in Gebrauchsgegenständen als auch in Repräsentationsobjekten verwendet wurden. In diesem Fall verstärken Größe des Gefäßes, reiche Farbpalette und goldene Verzierungen seinen gabineteartigen Charakter.

Ohne workshop-Dokumentation darf die Dekoration jedoch nicht eindeutig einer bestimmten Ausführungstechnik zugeordnet werden. Es lässt sich aus dem Aussehen oder den Konturen nicht eindeutig feststellen, ob sie per Transfer aufgetragen und anschließend manuell ausgemalt oder ob eine andere Dekorationstechnik verwendet wurde. Daher bleibt die korrekte katalogistische Bezeichnung die mehrfarbige Pflanzen- Dekoration auf glasierter Oberfläche.

5. Vergoldung und Detailausführung

Goldene Akzente spielen eine wichtige Rolle in der gesamten plastischen Bearbeitung der Vase. Sie heben ausgewählte Kanten und strukturelle Elemente hervor, einschließlich der Bereiche der Griffe, der Randzone und der Stercynen der Deckelkrone. Der metallische Glanz kontrastiert mit dem cremigen Hintergrund und den intensiven Farben der Pflanzen-Dekoration.

Die Vergoldung ordnet visuell die Form und betont ihre wichtigsten Punkte. Auf dem Deckel betont sie das Krönende, während sie am Korpus die Unterteilung zwischen den einzelnen Bauteilen der Körperform verstärkt. Dadurch konkurrieren Blütenornament und metallischer Glanz nicht miteinander, sondern bilden eine gemeinsame Komposition.

Das Erscheinungsbild der Vergoldung kann vom verwendeten Präparat, der Applikation, der Temperatur des Verarbeitungsprozesses und der späteren Nutzung abhängen. Ohne Materialanalyse ist es nicht zuverlässig feststellbar, ob echtes 24-karätiges Gold verwendet wurde. In der Auktionstext ist daher korrekt von „vergoldeten Details“ oder „Dekoration mit Vergoldungen“ zu sprechen.

Bei der Bewertung des Zustands ist auf die Kontinuität der Vergoldung, Abnutzungen, Abplatzungen und Glanzunterschiede zu achten. Diese Hinweise können für die endgültige Bewertung relevant sein, da der Erhalt des dekorativen Finish die visuelle Wahrnehmung des gesamten Objekts beeinflusst.

6. Herstellermarken und Identifikation

Auf dem Boden des Gefäßes befindet sich ein runder Stempel, die Zahlen 399 und 40 sowie ein handgeschnittenes Zeichen, das an den Buchstaben T oder F erinnert. Dem angegebenen Stempelding lässt sich der Name fragmentsweise als Endbuchstaben „EROY“ entnehmen, und der untere Teil der Kennzeichnung enthält eine Bezeichnung, die auf Belgien verweist, gelesen als „BELGIQUE“ oder „MADE IN BELGIUM“.

Die Auslegung des Zeichens wird als Grundlage zur Zuordnung der Vase zu Villeroy & Boch präsentiert. In der Auktionstext sollten die sichtbaren Segmente des Stempels von der vollständigen Bestätigung der konkreten Variante des Zeichens und des Herstellers unterschieden werden. Der Fragment der Beschriftung kann eine wichtige Identifikationshilfe sein, doch eine vollständige Zuordnung erfordert die Übereinstimmung des grafischen Layouts des gesamten Stempels mit der dokumentierten Herstellerbezeichnung.

Die Nummer 399 ist die am Boden des Gefäßes sichtbare Kennzeichnung. Sie kann die Funktion einer Modell-, Form- oder Muster-Nummer haben, doch ohne Herstellerkatalog lässt sich deren ursprüngliche Bedeutung nicht endgültig bestimmen.

Die Bezeichnung 40 bildet die zweite numerische Angabe. Es ist möglich, dass sie sich auf die Formvariante oder Größe bezieht, aber ihre Interpretation als formale Größenkennzeichnung erfordert Dokumentation des Herstellers. Die Maße des Objekts sollten daher unabhängig davon anhand der tatsächlichen Messung angegeben werden.

Der handgeschnittene Zeichen, das T oder F erinnert, könnte herstellungsseitiges Zeichen sein. Es gibt jedoch nicht genügend Grundlagen, um es ohne zusätzliche Quellen einer bestimmten Werkstatt, Maler oder Qualitätskontrolleur zuzuordnen.

Die Zusammenstellung aus Stempel und Zahlenkennzeichnungen bildet einen wichtigen Bestandteil der Objektdokumentation. Im Auktionskatalog sollten sie exakt vermerkt werden, ohne einzelnen Zeichen Bedeutungen zuzuordnen, die durch die erhaltenen Quelle nicht bestätigt werden.

7. Historischer Kontext des Herstellers

Die Geschichte von Villeroy & Boch gehört zu den bedeutendsten Kapiteln der europäischen Keramikherstellung. Die Anfänge der Familie Boch reichen bis 1748 zurück, als François Boch zusammen mit seinen Söhnen die Keramikproduktion in Lothringen aufnahm. Nicolas Villeroy entwickelte die keramische Tätigkeit ab dem späten 18. Jahrhundert. Im Jahr 1836 verschmolzen die Unternehmen beider Familien und bildeten die Firma Villeroy & Boch.

Das Unternehmen entwickelte industrielle Produktion, verfeinerte Keramiktechnologien und erweiterte das Angebot um Gegenstände für internationale Märkte. Im 19. Jahrhundert waren Innovationen im Materialbereich ebenso bedeutsam wie die Entwicklung von Techniken zur Reproduktion von Dekorationen, die die Herstellung großer Serien keramischer Produkte bei gleichbleibend hohem Oberflächenbearbeitungsgrad ermöglichten.

Es ist gleichzeitig wichtig, die Geschichte von Villeroy & Boch von der belgischen Manufaktur Boch Frères Keramis in La Louvière zu unterscheiden. Die Anlage Keramis wurde 1841 von Jean-François Bochs gegründet und entwickelte sich als belgische Keramikfabrik, historisch verbunden mit der Familie Boch. Es ist jedoch eine eigenständige Firmengeschichte, die nicht automatisch mit dem Herstellungsort jedes Artikels, der den Namen Villeroy & Boch trägt, identisch gesetzt werden darf.

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das europäische Keramikdesign in einem Umfeld mehrerer paralleler Strömungen – von dekorativen Formen der Secession bis zu strengeren Art Déco-Ansätzen. Die Geschichte des Herstellers bestätigt, dass in den zwanziger und dreißiger Jahren Art Déco und moderne Formensprache eine bedeutende Rolle in der europäischen Produktion spielten. Das allein beweist jedoch nicht das genaue Herstellungsdatum dieses Exemplars.

8. Stilistische Analyse

Die Vase verbindet klassische Amphorenform mit reicher pflanzlicher Dekoration und vergoldeten Details. Die Form selbst bezieht sich auf die Tradition repräsentativer dekorativer Gefäße, in denen Symmetrie, klar umrissener Bauch und Deckelabschluss eine wichtige Rolle spielten.

Die pflanzliche Dekoration verweist auf eine Ästhetik des Übergangs von 19. zu 20. Jahrhundert, in dem Blütenmotive eine zentrale Rolle in der Gebrauchskunst spielten. Organische Blüten- und Blattformen kontrastieren mit der geordneten Gefäßkonstruktion. Dadurch erhält die Keramikoberfläche Dynamik, während die Form stabil und symmetrisch bleibt.

Die intensive Farbpallette, der Kontrast warmer Rottöne und Purpur mit kühlem Türkis und die hervorgehobenen Vergoldungen verleihen der Dekoration eine starke visuelle Präsenz. Es handelt sich hierbei nicht um eine subtile Ornamentik, sondern um eine auffällige Oberflächenbearbeitung, die im Innenraum gut sichtbar sein soll.

Bezüglich der genauen stilistischen Richtung ist Vorsicht geboten. Ohne bestätigtes Datierung, Modellkatalog oder Dekorationsdokumentation lässt sich nicht eindeutig bestimmen, ob es sich um ein Paradebeispiel der Secession oder des Art Déco handelt. Am zutreffendsten ist es, die Vase als europäische dekorative Keramik mit Amphorenform, mehrfarbiger Blumen-Dekoration und goldenen Akzenten zu beschreiben.

9. Zustand und Vollständigkeit

Die Vase ist mit Korpus und passendem Deckel erhalten, die zusammen eine vollständige, geschlossene Komposition bilden. Der Deckel mit Stercyn verleiht dem Objekt eine erhebliche ästhetische Bedeutung, da er die Silhouette vervollständigt und das Projekt abschließt.

Auf der Oberfläche ist eine Glasurkrakelur sichtbar. In der Dokumentation ist dies als sichtbares Oberflächenmerkmal zu vermerken. Es sollte jedoch nicht automatisch als Beweis für ein Jahrhundertalter oder Authentizität herangezogen werden.

Vor dem Veröffentlichen der Auktion sollten eventuelle Risse des Keramikkörpers, Absplitterungen an den Kanten, Dekorationsverlust, Reparaturen, Kleberreste sowie der Zustand der Vergoldungen geprüft und beschrieben werden. Falls solche Mängel nicht vorhanden sind, kann der Beschreibung nach direkter Objektinspektion angepasst werden. Ohne eine solche Kontrolle sollten keine bedingungslos idealen oder völlig originalen Zustände behauptet werden.

Aufgrund der glasierten Oberfläche und der goldenen Details wird ein behutsamer Umgang mit dem Objekt empfohlen. Vermeiden Sie scheuernde Reinigungsmittel oder aggressive Chemie, die die Dekoration beschädigen könnten. Zudem sollte nicht angenommen werden, dass das Gefäß wasserdicht ist, insbesondere wenn die Glasur rissig ist.

10. Sammlerische und Ausstellungswerte

Zu den wichtigsten Vorzügen des Objekts gehören das große Format, die ausladende Silhouette, die mehrfarbige Blumen-Dekoration, die Vergoldungen und der erhaltene Deckel. Die Kombination dieser Merkmale ermöglicht es, die Vase als eigenständiges dekoratives Element zu nutzen, ohne sie mit weiteren Gegenständen kombinieren zu müssen.

Das cremige Hintergrundtönung und die satten Ornamentfarben erzeugen einen klaren visuellen Eindruck. Die Vergoldungen verleihen der Oberfläche lichtreflektierende Akzente, besonders an den Profilkanten der Griffe und am Deckel. Bei der Ausstellung ist eine gleichmäßige Beleuchtung wichtig, damit Form und Farbgebung der Dekoration gut lesbar bleiben, ohne übermäßige Reflexe auf der Glasur.

Für potenzielle Käufer werden auch die Lesbarkeit der Unterseitenmarken, die Übereinstimmung von Deckel und Korpus sowie eine detaillierte Zustandsdokumentation von Bedeutung sein. Die Fotos sollten die gesamte Vase von vorne und hinten zeigen, Nahaufnahmen der Dekoration, des Deckels, der Griffe, der vergoldeten Details sowie deutliche Aufnahmen der Unterseite mit Stempel und Nummern.

11. Auktionsergebnis-Schätzung

Vorgeschlagene Schätzung: 350–550 EUR.

Diese Spanne berücksichtigt den dekorativen Charakter der Vase, ihre beachtliche Größe, die mehrfarbige Pflanzenkomposition, die Vergoldungen sowie den erhaltenen Deckel. Der endgültige Marktwert hängt auch von der Bestätigung des Herstellers und des Datums, dem Zustand der Glasur, dem Zustand der Dekoration sowie eventuellen Schäden oder Reparaturen ab.

Die Zuordnung zu Villeroy & Boch sollte gemäß dem Stempel gelesen und mit Vorsicht in Bezug auf den genauen Betrieb und das Produktionsdatum erfolgen. Eine Bewertung aufgrund unbelegter Behauptungen über eine limitierte Serie, 24-karätiges Gold oder Seltenheit des Modells sollte vermieden werden.

Katalogzusammenfassung
Große dekorative Keramikvase mit passendem Deckel, Amphorenform, cremigem Hintergrund, mehrfarbiger Blumen- und Pflanzen-Dekoration sowie vergoldeten Details. Auf dem Boden befindet sich ein runder Stempel, der als Hinweis auf Villeroy & Boch mit Bezug zu Belgien gelesen wird, sowie die Nummern 399 und 40 und ein handgeschnittenes Zeichen. Das Objekt repräsentiert europäische dekorative Keramik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch imposante Proportionen, reiche Farbgebung und Erhaltung des Deckels aus.

Auktionserwartung: 350–550 EUR.

Details

Epoche
1900-2000
Spezifische Herkunftsregion
VILLEROY & BOCH – OKAZAŁA WAZA GABINETOWA Z POKRYWĄ, MODEL 399, BELGIA
Herkunftsland
Belgien
Modell
40. 399
Material
Porzellan
Zustand
Hervorragender Zustand - kaum gebraucht, mit minimalen Altersspuren & Verschleißerscheinungen
Höhe
41 cm
Breite
20 cm
Tiefe
20 cm
Durchmesser
20 cm
Geschätzter Zeitraum
1920-1930
Verkauft von
BelgienVerifiziert
51
Verkaufte Objekte
100 %
Privat

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Keramik und Glas

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​