Vase - 40. 399 - Porzellan

07
Tage
00
Stunden
49
Minuten
06
Sekunden
Startgebot
€ 1
Ohne mindestpreis
Florentin Brunz Gaborieau
Experte
Von Florentin Brunz Gaborieau ausgewählt

Besitzt einen Masterabschluss in Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Zweites Französisches Kaiserreich und Goldene Niederlande.

Schätzung  € 140 - € 210
Es wurden keine Gebote abgegeben

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 144916 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Diese belgische Porzellanvase von Villeroy & Boch, Modell 399 und Größe 40, hat einen passenden Deckel sowie eine mehrfarbige Blumendekoration mit vergoldeten Details, ist 41 cm hoch und 20 cm breit und befindet sich in ausgezeichnetem Zustand mit minimalen Alters- und Gebrauchsspuren.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

VILLEROY & BOCH – GROSSZÜGIGE GABINETSWAZE MIT DECKEL, MODELL 399, BELGIEN

Hersteller: Villeroy & Boch, laut Ablesung des Fabrikstempels
Herkunft: Belgien, gemäß Länderkürzel der Produktion
Datierung: Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, vermutlich ca. 1910–1930
Objekttyp: Dekorative Vase mit passendem Deckel
Modellnummer: 399
Größenangabe: 40
Material: glasiertes Keramik mit mehrfarbiger Dekoration und goldenen Details
Dekorationstechnik: Mehrfarbige florale Dekoration mit Goldakzenten
Maße: Höhe ca. 40–41 cm; maximale Brustumfang-Durchmesser ca. 20 cm
Konstruktion: Zwei Teile – Gehäuse/Korpus und passender Deckel
Auktionsschätzung: 350–550 EUR

1. Charakteristik und Typologie des Objekts

Die repräsentative dekorative Vase mit stattlicher Amphorenform ist zur Ausstellung in Innenräumen gedacht. Das Objekt besteht aus dem Korpus und dem passenden Deckel, der von einer verzierten Vorstehung gekrönt wird. Die ausladene Form, die vielfarbige Pflanzenkomposition und die Golddetails verleihen dem Gefäß eine deutlich dekorative Ausprägung.

Der Korpus zeichnet sich durch einen breiten, runden Bauch aus, dessen Profil sich sanft zur Nacken-/Unterseite des Gefäßes verengt. Der obere Bereich geht in eine engere Öffnung über, und symmetrisch angeordnete Griffe betonen die Architektur der Form. Die Kombination aus rundem Bauch, schmalerer Schulter und Deckel bildet eine harmonische, vertikal gegliederte Silhouette.

Eine Vase ist nicht einfach ein flaches Keramikgefäß. Ihre Proportionen, Griffe, Deckel und die auf der Oberfläche verteilte Dekoration sind der Repräsentationsfunktion untergeordnet. Es handelt sich um einen Objekttyp, der als eigenständiges Ausstellungsstück in Wohn- oder repräsentativen Räumen gedacht war.

Die Bedeutung des Deckels für die visuelle Vollständigkeit des gesamten Gegenstands ist hoch. Der Deckel bildet ein integrales Element der Komposition, verschließt die Form von oben und ergänzt die Silhouette des Gefäßes. Bei der Auktion sollte man jedoch visuelle Passung der beiden Elemente vom dokumentierten ursprünglichen Zuordnungsnachweis zu einem gleichen Set unterscheiden.

2. Form, Proportionen und plastische Ausarbeitung

Das wichtigste Element der Konstruktion ist der ausgedehnte, runde Bauch. Sein fließendes Profil bietet eine großzügige Fläche für Blumenornamente und verleiht dem Gefäß gleichzeitig ein stabiles, vollenes Erscheinungsbild. Der Übergang vom Bauch zum Hals ist deutlich, aber ohne scharfe Kante, wodurch die Silhouette kohärent bleibt.

Der Hals ist verhältnismäßig schmal im Vergleich zum breitesten Teil des Korpus. In seiner Nähe befinden sich zwei symmetrisch gesetzte Griffe mit profilierter Linie. Diese Elemente bereichern die Form und schaffen einen visuellen Übergang zwischen Korpus und Deckel. Ihre Ausführung harmoniert mit den goldenen Akzenten anderer Teile des Gefäßes.

Der Deckel besitzt ein erhabenes, kuppelförmiges Profil und eine Krönung in Form einer dekorativen Sterzchen. Seine Gestalt ist ein natürlicher Fortsatz der oberen Partie der Vase, und der vergoldete Akzent an der Spitze zieht die Aufmerksamkeit auf sich und schließt die Komposition vertikal ab. Die Passung des Deckels zum Korpus ist sowohl für die Ästhetik als auch für die katalogmäßige Vollständigkeit wichtig.

Proportionen des Gefäßes, bei einer Höhe von ca. 40–41 cm und einem maximalen Bauchdurchmesser von ca. 20 cm, verleihen ihm Charakter als großes dekoratives Objekt. Die Vase hat eine deutliche räumliche Präsenz, und die Verzierung bleibt auch aus größerer Entfernung gut lesbar.

3. Keramikmaterial und glasierte Oberfläche

Der Korpus besteht aus keramischem Material, mit glasierter, kremig-gebäuchlicher weißer Tone. Der helle Hintergrund dient als Basis für die vielfarbige Ornamentik und die Goldakzente, wodurch ein starker Kontrast zwischen der Gefäßoberfläche und der Dekoration entsteht.

In der vorliegenden Beschreibung wird das Material als terre de fer bezeichnet, auch bekannt unter dem englischen Begriff ironstone. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf bestimmte Arten harter Keramik; der cremige Farbton der Rohmasse oder das Oberflächenbild reichen jedoch nicht aus, um die Zusammensetzung eindeutig zu bestätigen. Ohne technologische Dokumentation oder fachliche Untersuchungen ist es sicherer, das Material als glasierte dekorative Keramik zu beschreiben.

Die Glasur bildet eine glatte, helle Unterlage, auf der die pflanzlichen Motive angeordnet sind. Die Farbabstufungen und Goldakzente sorgen dafür, dass die Oberfläche nicht als einheitlich, sondern als dekorative Komposition erscheint, die dem Gefäß folgt.

Auf der Oberfläche ist ein Netz feiner Glasrisse sichtbar, bezeichnet als craquelure oder Krakelur. Dieses Phänomen kann durch Spannungsunterschiede zwischen Glasur und Keramikrohmasse entstehen. Sein Vorhandensein sollte in der Zustandsbeschreibung berücksichtigt werden, darf aber nicht allein als Beweis für ein bestimmtes Alter, einen Hersteller oder die Authentizität gewertet werden.

4. Mehrfarbige florale Dekoration

Das markanteste künstlerische Merkmal der Vase ist die florale und pflanzliche Dekoration auf hellem Korpusgrund. Die Komposition umfasst große stilisierte Blüten und Blätter, ausgearbeitet in kontrastreichen Farben. Die Motive sind an die runde Fläche des Bauch angepasst, wodurch die Verzierung die räumliche Beschaffenheit des Gefäßes betont.

Die Farbpalette reicht von Rot, Karmin, Purpur, Rosa, Ocker, Türkis bis Grün. Warme Blütenfarben stehen im Kontrast zu kühleren Pflanzenteilen, wodurch eine deutlich visuelle Intensität der Dekoration entsteht. Der cremige Hintergrund mildert die Farbkombinationen und erhält die Lesbarkeit der einzelnen Motive.

Stilisierte Blüten bilden den Hauptaugenmerk, während Blätter und pflanzenartige Elemente die Komposition ergänzen und den Blick längs des Korpus führen. Die Ornamentik erfüllt nicht nur eine Füllfunktion, sondern ist integraler Bestandteil des Designs, der dem Profil des Bauchvolumens entspricht.

Die Dekoration verweist auf die europäische Tradition der dekorativen Keramik, in der botanische Motive sowohl in Gebrauchsgegenständen als auch in repräsentativen Innenobjekten verwendet wurden. In diesem Fall verstärken Maßstab des Gefäßes, das reiche Farbpalette und die vergoldeten Finishes seine gabinetähnliche Ausstrahlung.

Ohne handwerksdokumentation sollte die Dekoration jedoch nicht einer bestimmten Herstelltechnik mit endgültiger Gewissheit zugeordnet werden. Es kann nicht allein anhand des Aussehens entschieden werden, ob die Konturen durch Transfer aufgetragen und anschließend manuell koloriert wurden oder ob eine andere Dekorationstechnik verwendet wurde. Daher bleibt die korrekte katalogmäßige Bezeichnung „mehrfarbige Pflanzendekoration auf glasierter Oberfläche“.

5. Vergoldungen und Detailausarbeitung

Goldene Akzente spielen eine wichtige Rolle in der Gesamt plastischen Ausarbeitung der Vase. Sie heben ausgewählte Kanten und Bauteile hervor, darunter Griffbereiche, Umrandungen und die Sterczze des Deckels. Der metallische Glanz kontrastiert mit dem kremigen Hintergrund und den intensiven Farben der Pflanzendekoration.

Die Vergoldung strukturiert visuell die Form, betont ihre wichtigsten Punkte. Auf dem Deckel betonen sie die Krönung, am Korpus stärken sie die Unterteilung zwischen den einzelnen Bauteilen der Silhouette. Dadurch konkurrieren Blumendekor und goldene Oberflächen nicht miteinander, sondern bilden eine gemeinsame Komposition.

Der Look der Vergoldung hängt von dem verwendeten Mittel, der Applikationsart, der Brenntemperatur und dem späteren Gebrauch ab. Ohne materialwissenschaftliche Analyse kann ihr genauer Aufbau nicht verlässlich bestimmt werden, ebenso wenig, ob wirklich 24-karätiges Gold verwendet wurde. In der Auktion ist daher die Bezeichnung „vergoldete Details“ oder „Dekoration mit Goldauflage“ angebracht.

Bei der Zustandsbewertung sollte man Kontinuität der Vergoldung, eventuelle Abnutzungen, Abblätterungen und Unterschiede im Glanz beachten. Diese Informationen können die endgültige Bewertung beeinflussen, da der dekorative Finish den visuellen Eindruck des gesamten Objekts beeinflusst.

6. Fabrikzeichen und Identifikation

Auf dem Boden des Gefäßes befinden sich ein runder Stempel, die Zahlen 399 und 40 sowie ein handgestochener Zeichen, das an den Buchstaben T oder F erinnert. Gemäß der angegebenen Stempelauslegung umfasst der sichtbare Fragment des Namens das Endstück „EROY“, und der untere Teil der Kennzeichnung enthält die Bezeichnung Belgien, gelesen als „BELGIQUE“ oder „MADE IN BELGIUM“.

Die Auslegung des Zeichens wurde als Grundlage der Zuordnung der Vase zu Villeroy & Boch präsentiert. In der Auktionstextführung ist zu unterscheiden zwischen dem abgelesenen Fragment des Stempels und der vollständigen Bestätigung der konkreten Variante des Zeichens und des Herstellers. Das Fragment des Schriftzugs kann eine wichtige Hinweisfigur sein, doch eine vollständige Attribution setzt die Übereinstimmung des grafischen Aufbaus des gesamten Stempels mit der dokumentierten Herstellerkennzeichnung voraus.

Die Nummer 399 ist die an der Unterseite des Gefäßes angebrachte Kennzeichnung. Sie kann als Modell-, Form- oder Muster-Nummer dienen, ohne dass ein Fabrikativatkatlog vorliegt, kann ihre ursprüngliche Bedeutung jedoch nicht endgültig bestimmen.

Die Kennzeichnung 40 bildet eine weitere numerische Angabe. Möglicherweise bezieht sie sich auf eine Form- oder Größenvariante, doch ihre Interpretation als formale Größenangabe erfordert Herstellerdokumentation. Die Abmessungen des Objekts sollten daher unabhängig, anhand tatsächlicher Messung, angegeben werden.

Der handgestochene Zeichenstempel, das an T oder F erinnert, könnte eine Werkstattmarke sein. Es gibt jedoch nicht genügend Grundlage, ihn ohne zusätzliche Quellen einem bestimmten Formmeister, Maler oder Qualitätskontrolleur zuzuordnen.

Die Kombination aus Stempel und Zahlenkennungen bildet ein wichtiges Element der Objektdokumentation. Im Auktionstext sollten sie genau festgehalten werden, ohne den einzelnen Zeichen Bedeutungen zuzuschreiben, die durch die erhaltenen Quellen nicht bestätigt werden.

7. Historischer Kontext des Herstellers

Die Geschichte von Villeroy & Boch gehört zu den wichtigsten Kapiteln der europäischen keramischen Produktion. Die Anfänge der Familie Boch reichen bis 1748 zurück, als François Boch gemeinsam mit seinen Söhnen die Keramikproduktion im Lothringenbetrieb aufnahm. Nicolas Villeroy erweiterte die keramische Tätigkeit seit dem späten 18. Jahrhundert. 1836 wurden die Unternehmen beider Familien zusammengeführt und bildeten so die Firma Villeroy & Boch.

Das Unternehmen entwickelte industrielle Produktion, verfeinerte keramische Technologien und erweiterte das Angebot auf international ausgerichtete Produkte. Im 19. Jahrhundert spielten sowohl Materialinnovationen als auch die Entwicklung von Dekor-Reproduktionstechniken eine wichtige Rolle, die die Herstellung großer Serien keramischer Ware bei gleichzeitig hohem Oberflächenbearbeitungsniveau ermöglichten.

Es ist gleichzeitig zu unterscheiden zwischen der Geschichte von Villeroy & Boch und der belgischen Manufaktur Boch Frères Keramis in La Louvière. Die Keramis-Fabrik wurde 1841 von Jean-François Boch gegründet und entwickelte sich als belgische Keramikfabrik, historisch mit der Boch-Familie verbunden. Es ist jedoch eine eigenständige Firmengeschichte, die nicht automatisch mit dem Produktionsort jedes Artikels mit dem Namen Villeroy & Boch identisch ist.

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich europäisches Keramikdesign im Umfeld mehrerer paralleler Tendenzen, von dekorativen Formen der Jugendstil-Epoche bis hin zu strengeren Art Déco-Lösungen. Die Geschichte des Herstellers belegt, dass in den Zwanzigern und Dreißigern Art Déco und modernistische Formensprache eine wichtige Rolle in der europäischen Produktion spielten. Das allein beweist jedoch nicht das genaue Alter dieses Stücks.

8. Stilistische Analyse

Die Vase verbindet klassische amphorenartige Bauweise mit reicher floraler Dekoration und vergoldeten Details. Form und Tradition beziehen sich auf repräsentative Dekorationsgeschirr, in dem Symmetrie, deutlich abgegrenzter Bauch und ein Deckel als Abschluss eine wichtige Rolle spielten.

Die florale Dekoration erinnert an die Ästhetik des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert, in dem Blütenmotive einen bedeutenden Platz in der Gebrauchskeramik einnahmen. Organische Blüten- und Blattformen stehen im Kontrast zur geordneten Gefäßkonstruktion. Dadurch erhält die keramische Oberfläche Dynamik, während die Form stabil und symmetrisch bleibt.

Eine intensive Farbpallette, der Kontrast warmer Rot- und Purpurtöne mit kühlem Türkis sowie Eingoldung verleiht der Dekoration eine starke visuelle Ausprägung. Es handelt sich nicht um eine zarte Ornamentik, sondern um eine auffällige Oberflächenbearbeitung, die im Innenraum gut sichtbar ist.

Hinsichtlich der genauen stilistischen Orientierung ist Vorsicht geboten. Ohne bestätigtes Datum, Katalogmodell oder Dekorationsdokumentation lässt sich die Vase nicht eindeutig als Musterstück der Secession oder des Art Deco kategorisieren. Am zutreffendsten ist die Beschreibung als europäische dekorative Keramik in Amphorenform mit mehrfarbiger Blumendekoration und Goldakzenten.

9. Zustand und Vollständigkeit

Die Vase ist mit Korpus und passendem Deckel erhalten, die zusammen eine vollständige, geschlossene Komposition bilden. Der Deckel mit Sterczchen hat eine erhebliche Bedeutung für die Ästhetik des Objekts, da er die Silhouette vervollständigt und das gesamte Projekt abschließt.

Auf der Oberfläche ist eine craquelur der Glasur sichtbar. Diese sollte in der Dokumentation als sichtbares Oberflächenmerkmal vermerkt werden. Sie sollte jedoch nicht automatisch als Bestätigung eines jahrhundertealten Alters oder als Gewährleistung der Authentizität gewertet werden.

Vor der Veröffentlichung der Auktion sollten eventuelle Risse im Keramikkörper, Absplitterungen an den Kanten, Dekorationsverlust, Reparaturen, Kleberreste und der Zustand der Vergoldungen geprüft und beschrieben werden. Fehlen solche Mängel, kann die Beschreibung nach direkter Besichtigung des Objekts entsprechend ergänzt werden. Ohne eine solche Kontrolle sollte nicht pauschal von einem perfekten oder vollständig originalen Zustand ausgegangen werden.

Aufgrund der glasierten Oberfläche und der goldenen Details ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Gegenstand ratsam. Scheuernde Reinigungsmittel oder aggressive Chemie sollten vermieden werden, um die Dekoration nicht zu beschädigen. Es sollte auch nicht automatisch angenommen werden, dass das Gefäß wasserdicht ist, insbesondere wenn die Glasur rissig ist.

10. Sammler- und Ausstellungswert

Zu den wichtigsten Vorzügen des Objekts gehören sein großzügiges Format, die ausladende Silhouette, die mehrfarbige Blütenpflanzen-Dekoration, die Goldakzente und der erhaltene Deckel. Diese Merkmale ermöglichen, die Vase als eigenständiges Dekorationselement zu verwenden, ohne sie mit weiteren Gegenständen kombinieren zu müssen.

Das kremige Hintergrundes und die gesättigten Ornamentfarben schaffen einen deutlichen visuellen Effekt. Die Vergoldung verleiht der Oberfläche lichte Akzente, besonders an Griff- und Deckelprofilen. Für die Präsentation ist eine gleichmäßige Beleuchtung wichtig, damit Form und Farbgebung der Dekoration ohne übermäßige Lichtreflexe auf dem Glas sichtbar bleiben.

Für potenzielle Käufer wird auch die Lesbarkeit der Bodenmarken, die Deckel-Korpus-Passung und eine detaillierte Dokumentation des Erhaltungszustands von Bedeutung sein. Die Fotos sollten die gesamte Vase von Vor- und Rückseite, Nahaufnahmen der Verzierung, Deckel, Griffe, vergoldete Details sowie eine klare Aufnahme des Bodens mit Stempel und Nummern zeigen.

11. Auktionale Schätzung

Vorgeschlagene Schätzung: 350–550 EUR.

Dieser Bereich berücksichtigt den dekorativen Charakter der Vase, ihre beträchtliche Größe, die mehrfarbige Pflanzenkomposition, die Golddetails und den erhaltenen Deckel. Die endgültige Marktattraktivität hängt auch von der Bestätigung des Herstellers und der Datierung, dem Zustand der Glasur, der Dekoration sowie eventuellen Beschädigungen oder Reparaturen ab.

Die Zuordnung zu Villeroy & Boch sollte gemäß der Stempelablesung erfolgen, mit der notwendigen Vorsicht in Bezug auf die genaue Werkstatt und das Produktionsdatum. Eine Bewertung aufgrund unbestätigter Behauptungen über eine limitierte Serie, 24-karätiges Gold oder Seltenheit des Modells sollte nicht erfolgen.

Katalogzusammenfassung
Große dekorative Keramikvase mit passendem Deckel, Amphorenform, cremefarbener Hintergrund, mehrfarbige Blüten- und PflanzenDekoration sowie Goldakzente. Unten befindet sich ein runder Stempel, der als Hinweis auf Villeroy & Boch mit Bezug zu Belgien gelesen wird, zudem die Nummern 399 und 40 sowie ein handgestochenes Zeichen. Das Objekt repräsentiert europäische dekorative Keramik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch seine stattliche Proportionen, reiche Farbgebung sowie den erhaltenen Deckel aus.

Auktionsschätzung: 350–550 EUR.

VILLEROY & BOCH – GROSSZÜGIGE GABINETSWAZE MIT DECKEL, MODELL 399, BELGIEN

Hersteller: Villeroy & Boch, laut Ablesung des Fabrikstempels
Herkunft: Belgien, gemäß Länderkürzel der Produktion
Datierung: Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, vermutlich ca. 1910–1930
Objekttyp: Dekorative Vase mit passendem Deckel
Modellnummer: 399
Größenangabe: 40
Material: glasiertes Keramik mit mehrfarbiger Dekoration und goldenen Details
Dekorationstechnik: Mehrfarbige florale Dekoration mit Goldakzenten
Maße: Höhe ca. 40–41 cm; maximale Brustumfang-Durchmesser ca. 20 cm
Konstruktion: Zwei Teile – Gehäuse/Korpus und passender Deckel
Auktionsschätzung: 350–550 EUR

1. Charakteristik und Typologie des Objekts

Die repräsentative dekorative Vase mit stattlicher Amphorenform ist zur Ausstellung in Innenräumen gedacht. Das Objekt besteht aus dem Korpus und dem passenden Deckel, der von einer verzierten Vorstehung gekrönt wird. Die ausladene Form, die vielfarbige Pflanzenkomposition und die Golddetails verleihen dem Gefäß eine deutlich dekorative Ausprägung.

Der Korpus zeichnet sich durch einen breiten, runden Bauch aus, dessen Profil sich sanft zur Nacken-/Unterseite des Gefäßes verengt. Der obere Bereich geht in eine engere Öffnung über, und symmetrisch angeordnete Griffe betonen die Architektur der Form. Die Kombination aus rundem Bauch, schmalerer Schulter und Deckel bildet eine harmonische, vertikal gegliederte Silhouette.

Eine Vase ist nicht einfach ein flaches Keramikgefäß. Ihre Proportionen, Griffe, Deckel und die auf der Oberfläche verteilte Dekoration sind der Repräsentationsfunktion untergeordnet. Es handelt sich um einen Objekttyp, der als eigenständiges Ausstellungsstück in Wohn- oder repräsentativen Räumen gedacht war.

Die Bedeutung des Deckels für die visuelle Vollständigkeit des gesamten Gegenstands ist hoch. Der Deckel bildet ein integrales Element der Komposition, verschließt die Form von oben und ergänzt die Silhouette des Gefäßes. Bei der Auktion sollte man jedoch visuelle Passung der beiden Elemente vom dokumentierten ursprünglichen Zuordnungsnachweis zu einem gleichen Set unterscheiden.

2. Form, Proportionen und plastische Ausarbeitung

Das wichtigste Element der Konstruktion ist der ausgedehnte, runde Bauch. Sein fließendes Profil bietet eine großzügige Fläche für Blumenornamente und verleiht dem Gefäß gleichzeitig ein stabiles, vollenes Erscheinungsbild. Der Übergang vom Bauch zum Hals ist deutlich, aber ohne scharfe Kante, wodurch die Silhouette kohärent bleibt.

Der Hals ist verhältnismäßig schmal im Vergleich zum breitesten Teil des Korpus. In seiner Nähe befinden sich zwei symmetrisch gesetzte Griffe mit profilierter Linie. Diese Elemente bereichern die Form und schaffen einen visuellen Übergang zwischen Korpus und Deckel. Ihre Ausführung harmoniert mit den goldenen Akzenten anderer Teile des Gefäßes.

Der Deckel besitzt ein erhabenes, kuppelförmiges Profil und eine Krönung in Form einer dekorativen Sterzchen. Seine Gestalt ist ein natürlicher Fortsatz der oberen Partie der Vase, und der vergoldete Akzent an der Spitze zieht die Aufmerksamkeit auf sich und schließt die Komposition vertikal ab. Die Passung des Deckels zum Korpus ist sowohl für die Ästhetik als auch für die katalogmäßige Vollständigkeit wichtig.

Proportionen des Gefäßes, bei einer Höhe von ca. 40–41 cm und einem maximalen Bauchdurchmesser von ca. 20 cm, verleihen ihm Charakter als großes dekoratives Objekt. Die Vase hat eine deutliche räumliche Präsenz, und die Verzierung bleibt auch aus größerer Entfernung gut lesbar.

3. Keramikmaterial und glasierte Oberfläche

Der Korpus besteht aus keramischem Material, mit glasierter, kremig-gebäuchlicher weißer Tone. Der helle Hintergrund dient als Basis für die vielfarbige Ornamentik und die Goldakzente, wodurch ein starker Kontrast zwischen der Gefäßoberfläche und der Dekoration entsteht.

In der vorliegenden Beschreibung wird das Material als terre de fer bezeichnet, auch bekannt unter dem englischen Begriff ironstone. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf bestimmte Arten harter Keramik; der cremige Farbton der Rohmasse oder das Oberflächenbild reichen jedoch nicht aus, um die Zusammensetzung eindeutig zu bestätigen. Ohne technologische Dokumentation oder fachliche Untersuchungen ist es sicherer, das Material als glasierte dekorative Keramik zu beschreiben.

Die Glasur bildet eine glatte, helle Unterlage, auf der die pflanzlichen Motive angeordnet sind. Die Farbabstufungen und Goldakzente sorgen dafür, dass die Oberfläche nicht als einheitlich, sondern als dekorative Komposition erscheint, die dem Gefäß folgt.

Auf der Oberfläche ist ein Netz feiner Glasrisse sichtbar, bezeichnet als craquelure oder Krakelur. Dieses Phänomen kann durch Spannungsunterschiede zwischen Glasur und Keramikrohmasse entstehen. Sein Vorhandensein sollte in der Zustandsbeschreibung berücksichtigt werden, darf aber nicht allein als Beweis für ein bestimmtes Alter, einen Hersteller oder die Authentizität gewertet werden.

4. Mehrfarbige florale Dekoration

Das markanteste künstlerische Merkmal der Vase ist die florale und pflanzliche Dekoration auf hellem Korpusgrund. Die Komposition umfasst große stilisierte Blüten und Blätter, ausgearbeitet in kontrastreichen Farben. Die Motive sind an die runde Fläche des Bauch angepasst, wodurch die Verzierung die räumliche Beschaffenheit des Gefäßes betont.

Die Farbpalette reicht von Rot, Karmin, Purpur, Rosa, Ocker, Türkis bis Grün. Warme Blütenfarben stehen im Kontrast zu kühleren Pflanzenteilen, wodurch eine deutlich visuelle Intensität der Dekoration entsteht. Der cremige Hintergrund mildert die Farbkombinationen und erhält die Lesbarkeit der einzelnen Motive.

Stilisierte Blüten bilden den Hauptaugenmerk, während Blätter und pflanzenartige Elemente die Komposition ergänzen und den Blick längs des Korpus führen. Die Ornamentik erfüllt nicht nur eine Füllfunktion, sondern ist integraler Bestandteil des Designs, der dem Profil des Bauchvolumens entspricht.

Die Dekoration verweist auf die europäische Tradition der dekorativen Keramik, in der botanische Motive sowohl in Gebrauchsgegenständen als auch in repräsentativen Innenobjekten verwendet wurden. In diesem Fall verstärken Maßstab des Gefäßes, das reiche Farbpalette und die vergoldeten Finishes seine gabinetähnliche Ausstrahlung.

Ohne handwerksdokumentation sollte die Dekoration jedoch nicht einer bestimmten Herstelltechnik mit endgültiger Gewissheit zugeordnet werden. Es kann nicht allein anhand des Aussehens entschieden werden, ob die Konturen durch Transfer aufgetragen und anschließend manuell koloriert wurden oder ob eine andere Dekorationstechnik verwendet wurde. Daher bleibt die korrekte katalogmäßige Bezeichnung „mehrfarbige Pflanzendekoration auf glasierter Oberfläche“.

5. Vergoldungen und Detailausarbeitung

Goldene Akzente spielen eine wichtige Rolle in der Gesamt plastischen Ausarbeitung der Vase. Sie heben ausgewählte Kanten und Bauteile hervor, darunter Griffbereiche, Umrandungen und die Sterczze des Deckels. Der metallische Glanz kontrastiert mit dem kremigen Hintergrund und den intensiven Farben der Pflanzendekoration.

Die Vergoldung strukturiert visuell die Form, betont ihre wichtigsten Punkte. Auf dem Deckel betonen sie die Krönung, am Korpus stärken sie die Unterteilung zwischen den einzelnen Bauteilen der Silhouette. Dadurch konkurrieren Blumendekor und goldene Oberflächen nicht miteinander, sondern bilden eine gemeinsame Komposition.

Der Look der Vergoldung hängt von dem verwendeten Mittel, der Applikationsart, der Brenntemperatur und dem späteren Gebrauch ab. Ohne materialwissenschaftliche Analyse kann ihr genauer Aufbau nicht verlässlich bestimmt werden, ebenso wenig, ob wirklich 24-karätiges Gold verwendet wurde. In der Auktion ist daher die Bezeichnung „vergoldete Details“ oder „Dekoration mit Goldauflage“ angebracht.

Bei der Zustandsbewertung sollte man Kontinuität der Vergoldung, eventuelle Abnutzungen, Abblätterungen und Unterschiede im Glanz beachten. Diese Informationen können die endgültige Bewertung beeinflussen, da der dekorative Finish den visuellen Eindruck des gesamten Objekts beeinflusst.

6. Fabrikzeichen und Identifikation

Auf dem Boden des Gefäßes befinden sich ein runder Stempel, die Zahlen 399 und 40 sowie ein handgestochener Zeichen, das an den Buchstaben T oder F erinnert. Gemäß der angegebenen Stempelauslegung umfasst der sichtbare Fragment des Namens das Endstück „EROY“, und der untere Teil der Kennzeichnung enthält die Bezeichnung Belgien, gelesen als „BELGIQUE“ oder „MADE IN BELGIUM“.

Die Auslegung des Zeichens wurde als Grundlage der Zuordnung der Vase zu Villeroy & Boch präsentiert. In der Auktionstextführung ist zu unterscheiden zwischen dem abgelesenen Fragment des Stempels und der vollständigen Bestätigung der konkreten Variante des Zeichens und des Herstellers. Das Fragment des Schriftzugs kann eine wichtige Hinweisfigur sein, doch eine vollständige Attribution setzt die Übereinstimmung des grafischen Aufbaus des gesamten Stempels mit der dokumentierten Herstellerkennzeichnung voraus.

Die Nummer 399 ist die an der Unterseite des Gefäßes angebrachte Kennzeichnung. Sie kann als Modell-, Form- oder Muster-Nummer dienen, ohne dass ein Fabrikativatkatlog vorliegt, kann ihre ursprüngliche Bedeutung jedoch nicht endgültig bestimmen.

Die Kennzeichnung 40 bildet eine weitere numerische Angabe. Möglicherweise bezieht sie sich auf eine Form- oder Größenvariante, doch ihre Interpretation als formale Größenangabe erfordert Herstellerdokumentation. Die Abmessungen des Objekts sollten daher unabhängig, anhand tatsächlicher Messung, angegeben werden.

Der handgestochene Zeichenstempel, das an T oder F erinnert, könnte eine Werkstattmarke sein. Es gibt jedoch nicht genügend Grundlage, ihn ohne zusätzliche Quellen einem bestimmten Formmeister, Maler oder Qualitätskontrolleur zuzuordnen.

Die Kombination aus Stempel und Zahlenkennungen bildet ein wichtiges Element der Objektdokumentation. Im Auktionstext sollten sie genau festgehalten werden, ohne den einzelnen Zeichen Bedeutungen zuzuschreiben, die durch die erhaltenen Quellen nicht bestätigt werden.

7. Historischer Kontext des Herstellers

Die Geschichte von Villeroy & Boch gehört zu den wichtigsten Kapiteln der europäischen keramischen Produktion. Die Anfänge der Familie Boch reichen bis 1748 zurück, als François Boch gemeinsam mit seinen Söhnen die Keramikproduktion im Lothringenbetrieb aufnahm. Nicolas Villeroy erweiterte die keramische Tätigkeit seit dem späten 18. Jahrhundert. 1836 wurden die Unternehmen beider Familien zusammengeführt und bildeten so die Firma Villeroy & Boch.

Das Unternehmen entwickelte industrielle Produktion, verfeinerte keramische Technologien und erweiterte das Angebot auf international ausgerichtete Produkte. Im 19. Jahrhundert spielten sowohl Materialinnovationen als auch die Entwicklung von Dekor-Reproduktionstechniken eine wichtige Rolle, die die Herstellung großer Serien keramischer Ware bei gleichzeitig hohem Oberflächenbearbeitungsniveau ermöglichten.

Es ist gleichzeitig zu unterscheiden zwischen der Geschichte von Villeroy & Boch und der belgischen Manufaktur Boch Frères Keramis in La Louvière. Die Keramis-Fabrik wurde 1841 von Jean-François Boch gegründet und entwickelte sich als belgische Keramikfabrik, historisch mit der Boch-Familie verbunden. Es ist jedoch eine eigenständige Firmengeschichte, die nicht automatisch mit dem Produktionsort jedes Artikels mit dem Namen Villeroy & Boch identisch ist.

In den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich europäisches Keramikdesign im Umfeld mehrerer paralleler Tendenzen, von dekorativen Formen der Jugendstil-Epoche bis hin zu strengeren Art Déco-Lösungen. Die Geschichte des Herstellers belegt, dass in den Zwanzigern und Dreißigern Art Déco und modernistische Formensprache eine wichtige Rolle in der europäischen Produktion spielten. Das allein beweist jedoch nicht das genaue Alter dieses Stücks.

8. Stilistische Analyse

Die Vase verbindet klassische amphorenartige Bauweise mit reicher floraler Dekoration und vergoldeten Details. Form und Tradition beziehen sich auf repräsentative Dekorationsgeschirr, in dem Symmetrie, deutlich abgegrenzter Bauch und ein Deckel als Abschluss eine wichtige Rolle spielten.

Die florale Dekoration erinnert an die Ästhetik des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert, in dem Blütenmotive einen bedeutenden Platz in der Gebrauchskeramik einnahmen. Organische Blüten- und Blattformen stehen im Kontrast zur geordneten Gefäßkonstruktion. Dadurch erhält die keramische Oberfläche Dynamik, während die Form stabil und symmetrisch bleibt.

Eine intensive Farbpallette, der Kontrast warmer Rot- und Purpurtöne mit kühlem Türkis sowie Eingoldung verleiht der Dekoration eine starke visuelle Ausprägung. Es handelt sich nicht um eine zarte Ornamentik, sondern um eine auffällige Oberflächenbearbeitung, die im Innenraum gut sichtbar ist.

Hinsichtlich der genauen stilistischen Orientierung ist Vorsicht geboten. Ohne bestätigtes Datum, Katalogmodell oder Dekorationsdokumentation lässt sich die Vase nicht eindeutig als Musterstück der Secession oder des Art Deco kategorisieren. Am zutreffendsten ist die Beschreibung als europäische dekorative Keramik in Amphorenform mit mehrfarbiger Blumendekoration und Goldakzenten.

9. Zustand und Vollständigkeit

Die Vase ist mit Korpus und passendem Deckel erhalten, die zusammen eine vollständige, geschlossene Komposition bilden. Der Deckel mit Sterczchen hat eine erhebliche Bedeutung für die Ästhetik des Objekts, da er die Silhouette vervollständigt und das gesamte Projekt abschließt.

Auf der Oberfläche ist eine craquelur der Glasur sichtbar. Diese sollte in der Dokumentation als sichtbares Oberflächenmerkmal vermerkt werden. Sie sollte jedoch nicht automatisch als Bestätigung eines jahrhundertealten Alters oder als Gewährleistung der Authentizität gewertet werden.

Vor der Veröffentlichung der Auktion sollten eventuelle Risse im Keramikkörper, Absplitterungen an den Kanten, Dekorationsverlust, Reparaturen, Kleberreste und der Zustand der Vergoldungen geprüft und beschrieben werden. Fehlen solche Mängel, kann die Beschreibung nach direkter Besichtigung des Objekts entsprechend ergänzt werden. Ohne eine solche Kontrolle sollte nicht pauschal von einem perfekten oder vollständig originalen Zustand ausgegangen werden.

Aufgrund der glasierten Oberfläche und der goldenen Details ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Gegenstand ratsam. Scheuernde Reinigungsmittel oder aggressive Chemie sollten vermieden werden, um die Dekoration nicht zu beschädigen. Es sollte auch nicht automatisch angenommen werden, dass das Gefäß wasserdicht ist, insbesondere wenn die Glasur rissig ist.

10. Sammler- und Ausstellungswert

Zu den wichtigsten Vorzügen des Objekts gehören sein großzügiges Format, die ausladende Silhouette, die mehrfarbige Blütenpflanzen-Dekoration, die Goldakzente und der erhaltene Deckel. Diese Merkmale ermöglichen, die Vase als eigenständiges Dekorationselement zu verwenden, ohne sie mit weiteren Gegenständen kombinieren zu müssen.

Das kremige Hintergrundes und die gesättigten Ornamentfarben schaffen einen deutlichen visuellen Effekt. Die Vergoldung verleiht der Oberfläche lichte Akzente, besonders an Griff- und Deckelprofilen. Für die Präsentation ist eine gleichmäßige Beleuchtung wichtig, damit Form und Farbgebung der Dekoration ohne übermäßige Lichtreflexe auf dem Glas sichtbar bleiben.

Für potenzielle Käufer wird auch die Lesbarkeit der Bodenmarken, die Deckel-Korpus-Passung und eine detaillierte Dokumentation des Erhaltungszustands von Bedeutung sein. Die Fotos sollten die gesamte Vase von Vor- und Rückseite, Nahaufnahmen der Verzierung, Deckel, Griffe, vergoldete Details sowie eine klare Aufnahme des Bodens mit Stempel und Nummern zeigen.

11. Auktionale Schätzung

Vorgeschlagene Schätzung: 350–550 EUR.

Dieser Bereich berücksichtigt den dekorativen Charakter der Vase, ihre beträchtliche Größe, die mehrfarbige Pflanzenkomposition, die Golddetails und den erhaltenen Deckel. Die endgültige Marktattraktivität hängt auch von der Bestätigung des Herstellers und der Datierung, dem Zustand der Glasur, der Dekoration sowie eventuellen Beschädigungen oder Reparaturen ab.

Die Zuordnung zu Villeroy & Boch sollte gemäß der Stempelablesung erfolgen, mit der notwendigen Vorsicht in Bezug auf die genaue Werkstatt und das Produktionsdatum. Eine Bewertung aufgrund unbestätigter Behauptungen über eine limitierte Serie, 24-karätiges Gold oder Seltenheit des Modells sollte nicht erfolgen.

Katalogzusammenfassung
Große dekorative Keramikvase mit passendem Deckel, Amphorenform, cremefarbener Hintergrund, mehrfarbige Blüten- und PflanzenDekoration sowie Goldakzente. Unten befindet sich ein runder Stempel, der als Hinweis auf Villeroy & Boch mit Bezug zu Belgien gelesen wird, zudem die Nummern 399 und 40 sowie ein handgestochenes Zeichen. Das Objekt repräsentiert europäische dekorative Keramik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zeichnet sich durch seine stattliche Proportionen, reiche Farbgebung sowie den erhaltenen Deckel aus.

Auktionsschätzung: 350–550 EUR.

Details

Epoche
1900-2000
Spezifische Herkunftsregion
VILLEROY & BOCH – OKAZAŁA WAZA GABINETOWA Z POKRYWĄ, MODEL 399, BELGIA
Herkunftsland
Belgien
Modell
40. 399
Material
Porzellan
Zustand
Hervorragender Zustand - kaum gebraucht, mit minimalen Altersspuren & Verschleißerscheinungen
Höhe
41 cm
Breite
20 cm
Tiefe
20 cm
Durchmesser
20 cm
Geschätzter Zeitraum
1920-1930
Verkauft von
BelgienVerifiziert
51
Verkaufte Objekte
100 %
Privat

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Keramik und Glas

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​