Eine Bronzeskulptur - Benin - Nigeria (Ohne mindestpreis)

07
Tage
11
Stunden
57
Minuten
36
Sekunden
Aktuelles Gebot
€ 1
Ohne mindestpreis
Dimitri André
Experte
Von Dimitri André ausgewählt

Verfügt über einen Postgraduiertenabschluss in Afrikastudien und 15 Jahre Erfahrung in afrikanischer Kunst.

Schätzung  € 450 - € 550
NL
1 €

Käuferschutz auf Catawiki

Ihre Zahlung wird von uns sicher verwahrt, bis Sie Ihr Objekt erhalten.Details ansehen

Trustpilot 4.4 | 144879 Bewertungen

Auf Trustpilot als hervorragend bewertet.

Dieser fischförmige Bronze-Behälter aus Nigeria, der der Benin-Kultur zugeschrieben wird, ist eine Reproduktion, 24 cm lang und 11 cm hoch, in mäßigem Zustand und ohne dokumentierte Besitzgeschichte.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Fischförmiger Kolanussbehälter – Benin, Nigeria

Herkunft: Historisches Königreich Benin, Region Benin City, heutiges Nigeria
Kulturelle Zuordnung: Edo (Benin), stilistische Zuschreibung
Material: Gegossene Kupferlegierung, traditionell als Bronze bezeichnet, mit brauner und stellenweise grünlicher Oxidationspatina
Maße: Länge 24 cm, Höhe 11 cm
Gewicht: 660 g
Inventarnummer: MAZ22776
Datierung: Nicht festgestellt
Provenienz: Es sind keine detaillierten Angaben zur Besitzgeschichte des Objekts dokumentiert.

Beschreibung

Dieser bemerkenswerte, vollständig in Fischform gestaltete Behälter mit Deckel verbindet die plastische Darstellung eines Wasserlebewesens mit der praktischen Funktion eines Gefäßes zur Aufbewahrung und Präsentation von Kolanüssen. Der längliche Körper zeigt eine kompakte, leicht geschwungene Silhouette, die zu einer markant ausgebildeten, tief gegabelten Schwanzflosse hin schmaler wird. Der breite, beinahe dreieckige Kopf weist zwei runde, hervortretende Augen sowie ein ausgeprägtes, leicht geöffnetes Maul mit deutlich modellierten Lippen auf. Eine horizontale Trennlinie verläuft entlang der Körperseiten und unterteilt die Skulptur in einen unteren Behälter und einen abnehmbaren oberen Deckel. Der Übergang zwischen Kopf und Körper wird durch eine geschwungene, erhabene Linie betont. Die Rückenpartie ist mit einem sorgfältig ausgeführten Schuppenmuster aus überlappenden halbkreisförmigen Linien und fein eingepunzten Punktfeldern verziert. Die Seitenflossen sind vergleichsweise klein, während die Schwanzflosse durch eng gesetzte parallele Ritzungen besonders differenziert gestaltet ist. Aus dem Rücken erhebt sich ein kräftiger, elegant gebogener Tragegriff, begleitet von zwei kleineren, hakenförmigen Fortsätzen. Die ursprüngliche Konstruktion umfasste vier schlanke Standbeine, von denen drei erhalten sind. Die Oberfläche weist eine unregelmäßige Patina auf, die überwiegend von Dunkelbraun bis Ocker reicht und stellenweise grünlich oxidiert ist. Die Verbindung aus geschlossener plastischer Form, raffinierter Ornamentik und funktionaler Konstruktion legt nahe, dass das Objekt bewusst sowohl als Gebrauchsgefäß als auch als eigenständiges Kunstwerk konzipiert wurde.

Kunsthistorischer Kontext

Form und Ikonografie des Objekts ordnen es der mit der Metallkunst des historischen Königreichs Benin verbundenen Kunsttradition zu. Dessen politisches und künstlerisches Zentrum lag in Benin City im heutigen Süden Nigerias. Insbesondere die königlichen Werkstätten des Edo-Volkes entwickelten eine hochgradig differenzierte Metallgusstradition. Ihre Erzeugnisse brachten politische Autorität, religiöse Vorstellungen und soziale Hierarchien bildlich zum Ausdruck. Die spezialisierten Bronzegießer waren in Zünften organisiert und arbeiteten traditionell eng mit dem Königshof zusammen. Neben den berühmten Reliefplatten, Gedenkköpfen und freistehenden Figuren gehörten aufwendig gestaltete Gefäße, Kästen und zeremonielle Geräte zum Repertoire dieser Werkstätten. Behälter in Tier- oder Pflanzenform bilden eine besonders charakteristische Kategorie, bei der das äußere Erscheinungsbild unmittelbar auf die symbolische Bedeutung des Inhalts bezogen sein konnte. Die Verwendung einer Kupferlegierung und die anspruchsvolle Oberflächengestaltung des vorliegenden fischförmigen Behälters legen eine Verbindung zu dieser höfischen Kunsthandwerkstradition nahe. Vergleichbare Gefäße mit Deckel sind in Museumssammlungen dokumentiert, darunter in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art. Ohne zusätzliche Provenienzunterlagen und eine technische Untersuchung lässt sich das vorliegende Beispiel jedoch keiner bestimmten historischen Hofwerkstatt oder Produktionsperiode eindeutig zuordnen.

Symbolik und Ikonografie

Fische nehmen in der höfischen Bildsprache Benins eine wichtige symbolische Stellung ein. Besonders häufig erscheint der sogenannte Schlammspringer, ein mit einer amphibischen Lebensweise verbundenes Wasserlebewesen, in Darstellungen, die mit dem Oba, dem König von Benin, in Verbindung stehen. Seine Fähigkeit, sich sowohl in aquatischen als auch in terrestrischen Lebensräumen zu bewegen, wurde als Sinnbild königlicher Autorität gedeutet, die zwischen der menschlichen und der spirituellen Welt vermittelt. Fischdarstellungen werden auch mit Olokun in Verbindung gebracht, der Edo-Gottheit des Wassers, des Meeres und des Wohlstands. Daher finden sich Fischmotive auf königlichen Metallarbeiten, Schmuckstücken und Ritualobjekten. Die vorliegende Fischskulptur lässt sich in diesen ikonografischen Rahmen einordnen, auch wenn ihre deutlich ausgeprägten Schuppen und die gegabelte Schwanzflosse keine sichere zoologische Bestimmung als Schlammspringer zulassen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Tierkörper vollständig in einen Behälter verwandelt wurde: Das plastisch modellierte Maul, die hervortretenden Augen und die ornamental gegliederten Flanken verleihen dem Gefäß eine unverwechselbare visuelle Präsenz, die über seine praktische Funktion hinausgeht. Die Fischform und der möglicherweise wertvolle Inhalt könnten Vorstellungen von Wohlstand und Schutz sowie die symbolische Beziehung zwischen Wasser und königlicher Autorität anklingen lassen. Obwohl eine solche Deutung ikonografisch plausibel ist, kann sie nicht als ausdrücklich dokumentierte Bedeutung dieses individuellen Objekts gelten.

Rituelle und gesellschaftliche Funktion

Kolanüsse hatten in der Gesellschaft Benins eine Bedeutung, die weit über ihren Verzehr als anregendes Genussmittel hinausging. Ihre Darbietung war Ausdruck von Gastfreundschaft, gegenseitiger Achtung und gesellschaftlicher Anerkennung. Am Königshof und bei zeremoniellen Zusammenkünften konnten sie als Zeichen politischer Verbundenheit, sozialen Ranges oder religiöser Hingabe angeboten werden. Das Öffnen, Teilen und Verteilen von Kolanüssen war in etablierte Formen des gesellschaftlichen Umgangs eingebettet. Entsprechend wurden aufwendig gestaltete Behälter aus Holz, Elfenbein und Metall hergestellt, deren künstlerischer Schmuck die Bedeutung und den Wert der Gabe unterstrich. Aufgrund seiner Konstruktion und Erscheinung lässt sich das vorliegende fischförmige Gefäß mit Deckel dieser Objektgruppe zuordnen. Der gebogene Griff erleichtert das Abheben des Deckels, während die Standbeine den Behälter über die darunterliegende Fläche heben. Das Objekt verbindet somit die Funktionen eines Aufbewahrungsgefäßes und eines Präsentationsbehälters mit der einer symbolträchtigen plastischen Darstellung. Ob dieses konkrete Exemplar tatsächlich am Hof eines Oba, im Haushalt eines hochrangigen Würdenträgers oder in einem anderen zeremoniellen Zusammenhang verwendet wurde, lässt sich mangels objektspezifischer historischer Dokumentation nicht feststellen.

Kunsthistorische Würdigung

Die besondere künstlerische Qualität dieses Objekts liegt in der überzeugenden Verbindung von plastischer Geschlossenheit, reicher Ornamentik und funktionalem Entwurf. Der kompakte Körper bildet eine ruhige horizontale Komposition, während die weit ausladende Schwanzflosse und der hoch angesetzte Griff Dynamik und visuelle Spannung erzeugen. Die geometrisch gegliederten Schuppen stehen im Kontrast zur vergleichsweise zurückhaltenden Gestaltung des Kopfes und der Unterseite. Die runden, hervortretenden Augen verleihen dem Tier einen wachen, beinahe individuellen Ausdruck. Zugleich macht die Trennlinie zwischen Deckel und unterem Behälter die technische Raffinesse der Konstruktion sichtbar, ohne die visuelle Einheit der Skulptur wesentlich zu beeinträchtigen. Gerade dieses Zusammenspiel von Gebrauchsgegenstand und zoomorpher Skulptur macht das Gefäß im kunsthistorischen Kontext Benins besonders interessant.

Zustandsbericht

Grundlage der Untersuchung

Dieser Zustandsbericht beruht auf den elf bereitgestellten Fotografien, die das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, darunter mehrere Detailansichten des Kopfes, der Patina und der plastischen Oberflächenverzierung. Eine direkte Untersuchung des Originals, eine metallurgische Analyse oder eine konservatorische Beurteilung des Innenraums und der Befestigungspunkte der Standbeine wurde nicht vorgenommen. Die folgenden Beobachtungen beschränken sich daher auf die in der fotografischen Dokumentation sichtbaren Merkmale sowie den ausdrücklich angegebenen Verlust eines Standbeins.

Allgemeiner Erhaltungszustand

Der fischförmige Behälter scheint seine wesentliche plastische Integrität bewahrt zu haben. Kopf, Körper, Schwanzflosse, Seitenflossen und oberer Tragegriff sind vorhanden; ihre ursprünglichen Formen sind weitgehend erkennbar. Die horizontale Fuge zwischen Deckel und Unterteil ist deutlich sichtbar. Auf den Fotografien lassen sich keine ausgedehnten oder durchgehenden Bruchzonen im Fischkörper eindeutig feststellen. Die Metalloberflächen weisen jedoch erhebliche Veränderungen auf, die sich in Farbabweichungen, unregelmäßigen Oxidationsschichten, stellenweisen Krustenbildungen und Abriebspuren äußern. An besonders exponierten Bereichen, insbesondere im Bereich von Maul, Augen, Flossenansätzen und Standbeinen, sind abgerundete Kanten und kleinere Oberflächenunregelmäßigkeiten sichtbar. Die fein gravierten Schuppenmuster sind größtenteils noch gut lesbar.

Patina, Oxidation und Korrosion

Die Metalloberfläche weist eine uneinheitliche Patina auf, die überwiegend dunkelbraun ist und schwarze sowie ockerfarbene Bereiche umfasst. Besonders auffällig sind unregelmäßig verteilte grünliche Oxidationsprodukte, die hauptsächlich entlang der Flanken, innerhalb der Schuppenornamentik, in einzelnen Vertiefungen und an den Übergängen zwischen plastischen Elementen auftreten. Solche Farbvariationen stehen im Allgemeinen im Einklang mit Korrosionsprozessen an kupferbasierten Legierungen. Eine grüne Patina kann Teil einer stabilen historischen Oberflächenschicht sein; unter bestimmten Bedingungen kann sie jedoch auch auf aktive Korrosionsprozesse hinweisen. Anhand von Fotografien allein lässt sich nicht zuverlässig zwischen stabilen Kupferkorrosionsprodukten und möglicherweise aktiver, chloridbedingter Korrosion unterscheiden. Besonders wichtig wäre die Feststellung, ob einige der hellgrünen Ablagerungen pulverig oder locker haftend sind oder sich weiter ausbreiten. Die vorhandene Patina sollte weder als unmittelbarer Beleg für das Alter des Objekts noch als Nachweis einer bestimmten Lagerungs- oder Nutzungsgeschichte verstanden werden.

Deckel, Randbereiche und Oberflächenabnutzung

Die Trennlinie zwischen Deckel und Unterteil verläuft über einen Großteil des Körpers relativ gleichmäßig, wenngleich an den aufeinanderliegenden Kanten kleinere Unregelmäßigkeiten erkennbar sind. Im Bereich des Fischmauls weisen die Lippen und angrenzenden Ränder deutlichen Abrieb sowie lokal unebene Oberflächen auf. Ob diese Merkmale ausschließlich auf längere Nutzung und Korrosion zurückgehen oder auch kleinere mechanische Beschädigungen umfassen, lässt sich anhand der Fotografien nicht abschließend beurteilen. Der kräftige Rückengriff scheint vollständig erhalten zu sein. An den Flossen und am Schwanzbereich sind leichte Abrundungen und Oberflächenveränderungen zu beobachten. Eine Funktionsprüfung des Deckels wurde nicht vorgenommen; daher sind seine tatsächliche Beweglichkeit und der Zustand der inneren Metallflächen nicht bekannt.

Konservatorische Einschätzung und Empfehlungen

Auf Grundlage der fotografischen Befunde lässt sich der Behälter als in seiner plastischen Form weitgehend erhalten beschreiben, auch wenn ein erheblicher struktureller Verlust und deutliche Veränderungen der Metalloberfläche vorliegen. Das Fehlen des vierten Standbeins sollte in der konservatorischen Dokumentation ausdrücklich festgehalten werden. Die drei erhaltenen Beine verleihen der Skulptur ausreichende Standfestigkeit; dennoch ist eine sorgfältige Handhabung ratsam. Zudem wird eine fachkundige Untersuchung der grünlichen Korrosionsbereiche empfohlen, um aktive Korrosionsprozesse auszuschließen. Bis ihr Zustand geklärt ist, sollten Schwankungen der Luftfeuchtigkeit vermieden und Veränderungen der Oberfläche regelmäßig überwacht werden. Unkontrollierte Reinigung, Polieren, chemische Patinierungsbehandlungen oder Ergänzungen an der Konstruktion sollten unterbleiben. Eine Rekonstruktion des fehlenden Standbeins sollte erst nach einer fachkundigen konservatorischen Beurteilung erwogen werden.

Zusammenfassung des Zustands

Der allgemeine Erhaltungszustand lässt sich als zufriedenstellend beschreiben, bei einem erheblichen Verlust an Originalmaterial und teilweise ausgeprägten Korrosionserscheinungen. Das plastische Gesamtbild sowie die wesentlichen ikonografischen und ornamentalen Merkmale sind erhalten. Die grünlichen Oxidationsbereiche sollten von einer qualifizierten Restauratorin oder einem qualifizierten Restaurator untersucht werden, um fortschreitende Korrosion auszuschließen.

Literatur und Vergleichsobjekte

Ezra, Kate: Royal Art of Benin: The Perls Collection in the Metropolitan Museum of Art. New York: The Metropolitan Museum of Art, 1992. Barley, Nigel: The Art of Benin. London: British Museum Press, 2010. Ben-Amos, Paula Girshick: The Art of Benin. London: British Museum Press, 1995. Ein besonders relevanter musealer Vergleich ist ein kürbisförmiges Gefäß mit Deckel aus Bronze oder Messing in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art, Inventarnummer 1991.17.66a, b. Die hier genannten Veröffentlichungen und Museumsobjekte bieten einen allgemeinen kunsthistorischen Bezugsrahmen für das vorliegende Werk; eine direkte Publikation dieses konkreten Exemplars mit der Inventarnummer MAZ22776 in der genannten Literatur konnte nicht nachgewiesen werden.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Einige Angaben und Fotografien wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und stützen sich auf veröffentlichte Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Den englischen Text natürlicher und einheitlicher formulieren

Catawiki stellt für traditionelle oder antike afrikanische Kunstobjekte keine Echtheitszertifikate aus. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Einreichungsrichtlinien für traditionelle afrikanische Kunst verpflichten Verkäufer dazu, genaue und vollständige Angaben zur Echtheit, Provenienz und rechtmäßigen Herkunft ihrer Objekte sowie gegebenenfalls entsprechende Belege vorzulegen. Die Richtlinien schreiben nicht vor, dass diese Belege in jedem Fall in Form eines von unabhängiger Stelle ausgestellten Echtheitszertifikats vorliegen müssen.

Legt ein Verkäufer ein selbst ausgestelltes Zertifikat oder eine eigene Erklärung zur Echtheit vor, handelt es sich um eine Aussage des Verkäufers. Sie ist nicht als unabhängige Zertifizierung durch Dritte oder als Zertifizierung durch Catawiki zu verstehen. Wird im Angebot ausdrücklich angegeben, dass dem Objekt ein Echtheitszertifikat beigefügt wird, wird erwartet, dass der Verkäufer das Dokument wie beschrieben bereitstellt.

Die Experten von Catawiki führen eine virtuelle Prüfung auf Grundlage der im Einreichungsverfahren bereitgestellten Angaben, Fotografien, Provenienzinformationen und Belege durch. Die Annahme eines traditionellen oder antiken afrikanischen Kunstobjekts zur Versteigerung stellt weder eine unabhängige Authentifizierung oder Zertifizierung durch Catawiki dar, noch bedeutet sie, dass ein Catawiki-Experte das Objekt physisch oder wissenschaftlich authentifiziert, seine Patina analysiert oder es datiert hat. Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Einreichungsrichtlinien für traditionelle afrikanische Kunst bleibt der Verkäufer für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der Angaben sowie für Provenienz und Echtheit des Objekts verantwortlich.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Fischförmiger Kolanussbehälter – Benin, Nigeria

Herkunft: Historisches Königreich Benin, Region Benin City, heutiges Nigeria
Kulturelle Zuordnung: Edo (Benin), stilistische Zuschreibung
Material: Gegossene Kupferlegierung, traditionell als Bronze bezeichnet, mit brauner und stellenweise grünlicher Oxidationspatina
Maße: Länge 24 cm, Höhe 11 cm
Gewicht: 660 g
Inventarnummer: MAZ22776
Datierung: Nicht festgestellt
Provenienz: Es sind keine detaillierten Angaben zur Besitzgeschichte des Objekts dokumentiert.

Beschreibung

Dieser bemerkenswerte, vollständig in Fischform gestaltete Behälter mit Deckel verbindet die plastische Darstellung eines Wasserlebewesens mit der praktischen Funktion eines Gefäßes zur Aufbewahrung und Präsentation von Kolanüssen. Der längliche Körper zeigt eine kompakte, leicht geschwungene Silhouette, die zu einer markant ausgebildeten, tief gegabelten Schwanzflosse hin schmaler wird. Der breite, beinahe dreieckige Kopf weist zwei runde, hervortretende Augen sowie ein ausgeprägtes, leicht geöffnetes Maul mit deutlich modellierten Lippen auf. Eine horizontale Trennlinie verläuft entlang der Körperseiten und unterteilt die Skulptur in einen unteren Behälter und einen abnehmbaren oberen Deckel. Der Übergang zwischen Kopf und Körper wird durch eine geschwungene, erhabene Linie betont. Die Rückenpartie ist mit einem sorgfältig ausgeführten Schuppenmuster aus überlappenden halbkreisförmigen Linien und fein eingepunzten Punktfeldern verziert. Die Seitenflossen sind vergleichsweise klein, während die Schwanzflosse durch eng gesetzte parallele Ritzungen besonders differenziert gestaltet ist. Aus dem Rücken erhebt sich ein kräftiger, elegant gebogener Tragegriff, begleitet von zwei kleineren, hakenförmigen Fortsätzen. Die ursprüngliche Konstruktion umfasste vier schlanke Standbeine, von denen drei erhalten sind. Die Oberfläche weist eine unregelmäßige Patina auf, die überwiegend von Dunkelbraun bis Ocker reicht und stellenweise grünlich oxidiert ist. Die Verbindung aus geschlossener plastischer Form, raffinierter Ornamentik und funktionaler Konstruktion legt nahe, dass das Objekt bewusst sowohl als Gebrauchsgefäß als auch als eigenständiges Kunstwerk konzipiert wurde.

Kunsthistorischer Kontext

Form und Ikonografie des Objekts ordnen es der mit der Metallkunst des historischen Königreichs Benin verbundenen Kunsttradition zu. Dessen politisches und künstlerisches Zentrum lag in Benin City im heutigen Süden Nigerias. Insbesondere die königlichen Werkstätten des Edo-Volkes entwickelten eine hochgradig differenzierte Metallgusstradition. Ihre Erzeugnisse brachten politische Autorität, religiöse Vorstellungen und soziale Hierarchien bildlich zum Ausdruck. Die spezialisierten Bronzegießer waren in Zünften organisiert und arbeiteten traditionell eng mit dem Königshof zusammen. Neben den berühmten Reliefplatten, Gedenkköpfen und freistehenden Figuren gehörten aufwendig gestaltete Gefäße, Kästen und zeremonielle Geräte zum Repertoire dieser Werkstätten. Behälter in Tier- oder Pflanzenform bilden eine besonders charakteristische Kategorie, bei der das äußere Erscheinungsbild unmittelbar auf die symbolische Bedeutung des Inhalts bezogen sein konnte. Die Verwendung einer Kupferlegierung und die anspruchsvolle Oberflächengestaltung des vorliegenden fischförmigen Behälters legen eine Verbindung zu dieser höfischen Kunsthandwerkstradition nahe. Vergleichbare Gefäße mit Deckel sind in Museumssammlungen dokumentiert, darunter in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art. Ohne zusätzliche Provenienzunterlagen und eine technische Untersuchung lässt sich das vorliegende Beispiel jedoch keiner bestimmten historischen Hofwerkstatt oder Produktionsperiode eindeutig zuordnen.

Symbolik und Ikonografie

Fische nehmen in der höfischen Bildsprache Benins eine wichtige symbolische Stellung ein. Besonders häufig erscheint der sogenannte Schlammspringer, ein mit einer amphibischen Lebensweise verbundenes Wasserlebewesen, in Darstellungen, die mit dem Oba, dem König von Benin, in Verbindung stehen. Seine Fähigkeit, sich sowohl in aquatischen als auch in terrestrischen Lebensräumen zu bewegen, wurde als Sinnbild königlicher Autorität gedeutet, die zwischen der menschlichen und der spirituellen Welt vermittelt. Fischdarstellungen werden auch mit Olokun in Verbindung gebracht, der Edo-Gottheit des Wassers, des Meeres und des Wohlstands. Daher finden sich Fischmotive auf königlichen Metallarbeiten, Schmuckstücken und Ritualobjekten. Die vorliegende Fischskulptur lässt sich in diesen ikonografischen Rahmen einordnen, auch wenn ihre deutlich ausgeprägten Schuppen und die gegabelte Schwanzflosse keine sichere zoologische Bestimmung als Schlammspringer zulassen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Tierkörper vollständig in einen Behälter verwandelt wurde: Das plastisch modellierte Maul, die hervortretenden Augen und die ornamental gegliederten Flanken verleihen dem Gefäß eine unverwechselbare visuelle Präsenz, die über seine praktische Funktion hinausgeht. Die Fischform und der möglicherweise wertvolle Inhalt könnten Vorstellungen von Wohlstand und Schutz sowie die symbolische Beziehung zwischen Wasser und königlicher Autorität anklingen lassen. Obwohl eine solche Deutung ikonografisch plausibel ist, kann sie nicht als ausdrücklich dokumentierte Bedeutung dieses individuellen Objekts gelten.

Rituelle und gesellschaftliche Funktion

Kolanüsse hatten in der Gesellschaft Benins eine Bedeutung, die weit über ihren Verzehr als anregendes Genussmittel hinausging. Ihre Darbietung war Ausdruck von Gastfreundschaft, gegenseitiger Achtung und gesellschaftlicher Anerkennung. Am Königshof und bei zeremoniellen Zusammenkünften konnten sie als Zeichen politischer Verbundenheit, sozialen Ranges oder religiöser Hingabe angeboten werden. Das Öffnen, Teilen und Verteilen von Kolanüssen war in etablierte Formen des gesellschaftlichen Umgangs eingebettet. Entsprechend wurden aufwendig gestaltete Behälter aus Holz, Elfenbein und Metall hergestellt, deren künstlerischer Schmuck die Bedeutung und den Wert der Gabe unterstrich. Aufgrund seiner Konstruktion und Erscheinung lässt sich das vorliegende fischförmige Gefäß mit Deckel dieser Objektgruppe zuordnen. Der gebogene Griff erleichtert das Abheben des Deckels, während die Standbeine den Behälter über die darunterliegende Fläche heben. Das Objekt verbindet somit die Funktionen eines Aufbewahrungsgefäßes und eines Präsentationsbehälters mit der einer symbolträchtigen plastischen Darstellung. Ob dieses konkrete Exemplar tatsächlich am Hof eines Oba, im Haushalt eines hochrangigen Würdenträgers oder in einem anderen zeremoniellen Zusammenhang verwendet wurde, lässt sich mangels objektspezifischer historischer Dokumentation nicht feststellen.

Kunsthistorische Würdigung

Die besondere künstlerische Qualität dieses Objekts liegt in der überzeugenden Verbindung von plastischer Geschlossenheit, reicher Ornamentik und funktionalem Entwurf. Der kompakte Körper bildet eine ruhige horizontale Komposition, während die weit ausladende Schwanzflosse und der hoch angesetzte Griff Dynamik und visuelle Spannung erzeugen. Die geometrisch gegliederten Schuppen stehen im Kontrast zur vergleichsweise zurückhaltenden Gestaltung des Kopfes und der Unterseite. Die runden, hervortretenden Augen verleihen dem Tier einen wachen, beinahe individuellen Ausdruck. Zugleich macht die Trennlinie zwischen Deckel und unterem Behälter die technische Raffinesse der Konstruktion sichtbar, ohne die visuelle Einheit der Skulptur wesentlich zu beeinträchtigen. Gerade dieses Zusammenspiel von Gebrauchsgegenstand und zoomorpher Skulptur macht das Gefäß im kunsthistorischen Kontext Benins besonders interessant.

Zustandsbericht

Grundlage der Untersuchung

Dieser Zustandsbericht beruht auf den elf bereitgestellten Fotografien, die das Objekt aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, darunter mehrere Detailansichten des Kopfes, der Patina und der plastischen Oberflächenverzierung. Eine direkte Untersuchung des Originals, eine metallurgische Analyse oder eine konservatorische Beurteilung des Innenraums und der Befestigungspunkte der Standbeine wurde nicht vorgenommen. Die folgenden Beobachtungen beschränken sich daher auf die in der fotografischen Dokumentation sichtbaren Merkmale sowie den ausdrücklich angegebenen Verlust eines Standbeins.

Allgemeiner Erhaltungszustand

Der fischförmige Behälter scheint seine wesentliche plastische Integrität bewahrt zu haben. Kopf, Körper, Schwanzflosse, Seitenflossen und oberer Tragegriff sind vorhanden; ihre ursprünglichen Formen sind weitgehend erkennbar. Die horizontale Fuge zwischen Deckel und Unterteil ist deutlich sichtbar. Auf den Fotografien lassen sich keine ausgedehnten oder durchgehenden Bruchzonen im Fischkörper eindeutig feststellen. Die Metalloberflächen weisen jedoch erhebliche Veränderungen auf, die sich in Farbabweichungen, unregelmäßigen Oxidationsschichten, stellenweisen Krustenbildungen und Abriebspuren äußern. An besonders exponierten Bereichen, insbesondere im Bereich von Maul, Augen, Flossenansätzen und Standbeinen, sind abgerundete Kanten und kleinere Oberflächenunregelmäßigkeiten sichtbar. Die fein gravierten Schuppenmuster sind größtenteils noch gut lesbar.

Patina, Oxidation und Korrosion

Die Metalloberfläche weist eine uneinheitliche Patina auf, die überwiegend dunkelbraun ist und schwarze sowie ockerfarbene Bereiche umfasst. Besonders auffällig sind unregelmäßig verteilte grünliche Oxidationsprodukte, die hauptsächlich entlang der Flanken, innerhalb der Schuppenornamentik, in einzelnen Vertiefungen und an den Übergängen zwischen plastischen Elementen auftreten. Solche Farbvariationen stehen im Allgemeinen im Einklang mit Korrosionsprozessen an kupferbasierten Legierungen. Eine grüne Patina kann Teil einer stabilen historischen Oberflächenschicht sein; unter bestimmten Bedingungen kann sie jedoch auch auf aktive Korrosionsprozesse hinweisen. Anhand von Fotografien allein lässt sich nicht zuverlässig zwischen stabilen Kupferkorrosionsprodukten und möglicherweise aktiver, chloridbedingter Korrosion unterscheiden. Besonders wichtig wäre die Feststellung, ob einige der hellgrünen Ablagerungen pulverig oder locker haftend sind oder sich weiter ausbreiten. Die vorhandene Patina sollte weder als unmittelbarer Beleg für das Alter des Objekts noch als Nachweis einer bestimmten Lagerungs- oder Nutzungsgeschichte verstanden werden.

Deckel, Randbereiche und Oberflächenabnutzung

Die Trennlinie zwischen Deckel und Unterteil verläuft über einen Großteil des Körpers relativ gleichmäßig, wenngleich an den aufeinanderliegenden Kanten kleinere Unregelmäßigkeiten erkennbar sind. Im Bereich des Fischmauls weisen die Lippen und angrenzenden Ränder deutlichen Abrieb sowie lokal unebene Oberflächen auf. Ob diese Merkmale ausschließlich auf längere Nutzung und Korrosion zurückgehen oder auch kleinere mechanische Beschädigungen umfassen, lässt sich anhand der Fotografien nicht abschließend beurteilen. Der kräftige Rückengriff scheint vollständig erhalten zu sein. An den Flossen und am Schwanzbereich sind leichte Abrundungen und Oberflächenveränderungen zu beobachten. Eine Funktionsprüfung des Deckels wurde nicht vorgenommen; daher sind seine tatsächliche Beweglichkeit und der Zustand der inneren Metallflächen nicht bekannt.

Konservatorische Einschätzung und Empfehlungen

Auf Grundlage der fotografischen Befunde lässt sich der Behälter als in seiner plastischen Form weitgehend erhalten beschreiben, auch wenn ein erheblicher struktureller Verlust und deutliche Veränderungen der Metalloberfläche vorliegen. Das Fehlen des vierten Standbeins sollte in der konservatorischen Dokumentation ausdrücklich festgehalten werden. Die drei erhaltenen Beine verleihen der Skulptur ausreichende Standfestigkeit; dennoch ist eine sorgfältige Handhabung ratsam. Zudem wird eine fachkundige Untersuchung der grünlichen Korrosionsbereiche empfohlen, um aktive Korrosionsprozesse auszuschließen. Bis ihr Zustand geklärt ist, sollten Schwankungen der Luftfeuchtigkeit vermieden und Veränderungen der Oberfläche regelmäßig überwacht werden. Unkontrollierte Reinigung, Polieren, chemische Patinierungsbehandlungen oder Ergänzungen an der Konstruktion sollten unterbleiben. Eine Rekonstruktion des fehlenden Standbeins sollte erst nach einer fachkundigen konservatorischen Beurteilung erwogen werden.

Zusammenfassung des Zustands

Der allgemeine Erhaltungszustand lässt sich als zufriedenstellend beschreiben, bei einem erheblichen Verlust an Originalmaterial und teilweise ausgeprägten Korrosionserscheinungen. Das plastische Gesamtbild sowie die wesentlichen ikonografischen und ornamentalen Merkmale sind erhalten. Die grünlichen Oxidationsbereiche sollten von einer qualifizierten Restauratorin oder einem qualifizierten Restaurator untersucht werden, um fortschreitende Korrosion auszuschließen.

Literatur und Vergleichsobjekte

Ezra, Kate: Royal Art of Benin: The Perls Collection in the Metropolitan Museum of Art. New York: The Metropolitan Museum of Art, 1992. Barley, Nigel: The Art of Benin. London: British Museum Press, 2010. Ben-Amos, Paula Girshick: The Art of Benin. London: British Museum Press, 1995. Ein besonders relevanter musealer Vergleich ist ein kürbisförmiges Gefäß mit Deckel aus Bronze oder Messing in der Sammlung des Metropolitan Museum of Art, Inventarnummer 1991.17.66a, b. Die hier genannten Veröffentlichungen und Museumsobjekte bieten einen allgemeinen kunsthistorischen Bezugsrahmen für das vorliegende Werk; eine direkte Publikation dieses konkreten Exemplars mit der Inventarnummer MAZ22776 in der genannten Literatur konnte nicht nachgewiesen werden.

Urheberrecht und wissenschaftliche Dokumentation

Einige Angaben und Fotografien wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und stützen sich auf veröffentlichte Quellen aus Ethnografie, Archäologie und Kunstgeschichte. Originaltexte und Fotografien können urheberrechtlich geschützt sein. Alle Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.
Den englischen Text natürlicher und einheitlicher formulieren

Catawiki stellt für traditionelle oder antike afrikanische Kunstobjekte keine Echtheitszertifikate aus. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Einreichungsrichtlinien für traditionelle afrikanische Kunst verpflichten Verkäufer dazu, genaue und vollständige Angaben zur Echtheit, Provenienz und rechtmäßigen Herkunft ihrer Objekte sowie gegebenenfalls entsprechende Belege vorzulegen. Die Richtlinien schreiben nicht vor, dass diese Belege in jedem Fall in Form eines von unabhängiger Stelle ausgestellten Echtheitszertifikats vorliegen müssen.

Legt ein Verkäufer ein selbst ausgestelltes Zertifikat oder eine eigene Erklärung zur Echtheit vor, handelt es sich um eine Aussage des Verkäufers. Sie ist nicht als unabhängige Zertifizierung durch Dritte oder als Zertifizierung durch Catawiki zu verstehen. Wird im Angebot ausdrücklich angegeben, dass dem Objekt ein Echtheitszertifikat beigefügt wird, wird erwartet, dass der Verkäufer das Dokument wie beschrieben bereitstellt.

Die Experten von Catawiki führen eine virtuelle Prüfung auf Grundlage der im Einreichungsverfahren bereitgestellten Angaben, Fotografien, Provenienzinformationen und Belege durch. Die Annahme eines traditionellen oder antiken afrikanischen Kunstobjekts zur Versteigerung stellt weder eine unabhängige Authentifizierung oder Zertifizierung durch Catawiki dar, noch bedeutet sie, dass ein Catawiki-Experte das Objekt physisch oder wissenschaftlich authentifiziert, seine Patina analysiert oder es datiert hat. Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Einreichungsrichtlinien für traditionelle afrikanische Kunst bleibt der Verkäufer für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der Angaben sowie für Provenienz und Echtheit des Objekts verantwortlich.

Der Verkäufer stellt sich vor

Wolfram Jaenickes Engagement mit afrikanischer Kunst begann nicht im Feld oder auf dem Markt, sondern in einem ruhigeren, inneren Raum – unter Papieren, Büchern und Objekten, die seinem Vater gehörten. Das Archiv über Deutschlands ehemalige Kolonien war nicht darauf angelegt, eine einzige Geschichte zu erzählen; es schlug viele vor. Es lud zur Prüfung ein statt zur Verehrung und lehrte Jaenicke früh, dass Objekte nie stumm sind. Sie tragen Zeit in sich – Bruchstelle und Kontinuität in derselben Form – und sie bitten darum, so sorgfältig gelesen zu werden wie Texte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert wirkt Jaenicke als Sammler, Händler und Vermittler, auch wenn keines dieser Begriffe die Gestalt seiner Praxis ganz erfassen kann. Was früher zu großzügig unter der Rubrik „Tribal Art“ zusammengefasst wurde, erschien ihm nie als ein versiegelter oder historischer Katalog. Es ist vielmehr ein Satz lebender Traditionen, der ständig mit der Gegenwart verhandelt. Seine akademische Ausbildung – Ethnologie, Kunstgeschichte und сравнende Rechtslehre – lieferte eine Grammatik. Die Sprache selbst erlernte er an anderer Stelle. In Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Togo und Ghana kam Wissen langsam hervor, durch wiederholte Begegnungen, die sich zu Beziehungen verdichteten, und durch Vertrauen, das nicht auf einmal, sondern über Jahre aufgebaut wurde. Mali wurde zum Gravitationszentrum dieser Erfahrung. Zwischen 2002 und 2012 lebte und arbeitete Jaenicke in Bamako und Ségou, wo er Tribalartforum leitete, eine Galerie mit Blick auf den Niger. Der Raum widerstand leichter Chronologie. Skulpturen und Keramik teilten den Raum mit Fotografie, und Werke von Malick Sidibé – Bilder von malischer Jugend in den 1970er Jahren, selbstbewusst und ausgelassen – hingen neben älteren rituellen Formen. Die Wirkung war nicht nostalgisch, sondern klärend: Vergangenheit und Gegenwart schlossen sich nicht gegenseitig aus; sie schärften einander. Der Krieg von 2012 beendete dieses Kapitel abrupt, wie Kriege es neigen zu tun. Doch löste er die Arbeit nicht auf. Zusammen mit Aguibou Kamaté rief Jaenicke sich in Lomé, näher an die Orte heran, von denen viele Objekte stammen und auf denen sie weiterreisen. Seit 2018 ist Berlin ein weiterer Punkt auf dieser Karte geworden. Galerie Wolfgang Jaenicke arbeitet nun gegenüber dem Schloss Charlottenburg, unterstützt von einem kleinen Team von Spezialisten. Ihr Schwerpunkt liegt insbesondere auf westafrikanischen Bronzen und Terrakotten – Materialien, die von Erde und Feuer geformt sind, sowie auf Formen des Gedächtnisses, die sich einer leichten Übersetzung widersetzen. Was Jaenickes Praxis auszeichnet, ist nicht nur ihr geografischer Umfang, sondern ihre innere Spannung. Feldforschung geht mit Provenienzforschung einher; Handel wird als untrennbar von Verantwortung betrachtet. In Zusammenarbeit mit Museen und wissenschaftlichen Initiativen wird der Kreislauf nicht als Ausgrabung, sondern als ethischer Prozess dargestellt, der unvollendet bleibt. Ziel ist es, Objekte nicht aus der Welt zu entfernen und abzuschotten, sondern sie innerhalb der Welt lesbar zu halten – ihnen zu ermöglichen, weiter zu sprechen, auch wenn sich die Bedingungen ihrer Rede ändern. ------------ Galerie Wolfgang Jaenicke ist eine in Berlin ansässige Galerie, die sich auf westafrikanische Skulptur, Bronzen, Terrakotten, Masken und zeitgenössische afrikanische Kunst spezialisiert hat. Sie wird von Wolfgang Jaenicke geleitet, dessen Arbeit Sammeln, Handel, Provenienzforschung, Feldforschung und archivische Dokumentation verbindet. Laut dem eigenen Profil der Galerie studierte Jaenicke Ethnologie, Kunstgeschichte und vergleichende Rechtslehre und arbeitet seit mehr als fünfundzwanzig Jahren im Bereich afrikanischer Kunst. Seine Tätigkeiten entwickelten sich durch langfristiges Engagement in Ländern wie Mali, Kamerun, Côte d’Ivoire, Burkina Faso, Ghana und Togo. Anstatt afrikanische Kunst als geschlossene historische Kategorie zu präsentieren, beschreibt er sie als eine fortdauernde kulturelle Tradition, geprägt von lebendigen Gemeinschaften und wandelnden historischen Kontexten. Eine besonders wichtige Phase seiner Karriere war Mali, wo er zwischen ca. 2002 und 2012 in Bamako und Ségou lebte und arbeitete. Dort führte er Tribalartforum, eine Galerie, die historische afrikanische Skulptur mit zeitgenössischer afrikanischer Fotografie verband, darunter Werke von Malick Sidibé. Die politische und militärische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zur Schließung dieser Aktivität. Später setzte Jaenicke, gemeinsam mit Aguibou Kamaté, seine Arbeit von Lomé, Togo, aus fort, bevor er eine Galerier Präsenz in Berlin nahe dem Schloss Charlottenburg gründete. Die Galerie legt besonderen Wert auf westafrikanische Bronzen, Terrakotten, Benin- und Ife-bezogene Werke, Nok-Skulpturen, Dogon-Kunst, Baule-Skulpturen, Senufo-Objekte und Yoruba-Material. Ein besonderes Merkmal von Jaenickes öffentlicher Haltung ist sein wiederholter Fokus auf Transparenz der Provenienz und Restitutionsdebatten. In mehreren veröffentlichten Objektakten diskutiert die Galerie ausdrücklich Themen rund um Exportdokumentation, UNESCO-Konventionen, Besitzverhältnisse und den Austausch mit Wissenschaftlern und Restitutionsforschern. Diese Aussagen spiegeln breitere zeitgenössische Debatten über die Zirkulation afrikanischen Kulturerbes, Rechtslage, Sammlerhistorie und Museumsankäufe wider. Die Galerie führt umfangreiche Online-Archive und Kataloge, die Hunderte afrikanischer Objekte dokumentieren, darunter Benin- und Ife-Bronzen, Nok-Terrakotten, Dogon-Skulpturen, Baule-Figuren, Fon-Objekte, Moba-Figuren und weiteres westafrikanisches Material. Für Forschende, die sich für die Geschichte des afrikanischen Kunsthandels interessieren, repräsentiert Jaenicke eine spätere Generation von Händlern im Vergleich zu Persönlichkeiten wie John J. Klejman. Während Klejman dem Nachkriegsmarkt New Yorks der 1950er–1970er Jahre zugehörte, ist Jaenickes Arbeit von gegenwärtigen Anliegen geprägt: Felddokumentation, Provenienzforschung, Restitutionsdiskussionen, digitale Archive und direkte Verbindung mit westafrikanischen Netzwerken und Künstlern. Dieser Text basiert auf KI-Informationen
Übersetzt mit Google Übersetzer

Details

Ethnie/ Kultur
Benin
Herkunftsland
Nigeria
Material
Bronze
Sold with stand
Nein
Zustand
Angemessener Zustand
Titel des Kunstwerks
A bronze sculpture
Höhe
11 cm
Tiefe
24 cm
Gewicht
660 kg
Authentizität
Reproduktion/Nachbildung
Verkauft von
DeutschlandVerifiziert
6993
Verkaufte Objekte
99,42 %
protop

Rechtliche Informationen des Verkäufers

Unternehmen:
Jaenicke Njoya GmbH
Repräsentant:
Wolfgang Jaenicke
Adresse:
Jaenicke Njoya GmbH
Klausenerplatz 7
14059 Berlin
GERMANY
Telefonnummer:
+493033951033
Email:
w.jaenicke@jaenicke-njoya.com
USt-IdNr.:
DE241193499

AGB

AGB des Verkäufers. Mit einem Gebot auf dieses Los akzeptieren Sie ebenfalls die AGB des Verkäufers.

Widerrufsbelehrung

  • Frist: 14 Tage sowie gemäß den hier angegebenen Bedingungen
  • Rücksendkosten: Käufer trägt die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware
  • Vollständige Widerrufsbelehrung

Ähnliche Objekte

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​

Für Sie aus der Kategorie

Afrikanische Kunst und Stammeskunst

  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​
  • ​
    ​
    ​