Nr. 97818561

Mokugyo, Holzfisch - Holz - Japan - Ende 19. Jahrhundert
Nr. 97818561

Mokugyo, Holzfisch - Holz - Japan - Ende 19. Jahrhundert
Großer geschnitzter Mokugyo (Holzfisch, Fischmaul) aus dem 19. Jahrhundert, kunstvoll verziert mit zwei Drachenköpfen und einer japanischen Inschrift.
Er wird in verschiedenen Mahayana-Traditionen des Buddhismus vor allem in Japan, China, Korea und Vietnam als Begleitinstrument bei Rezitationen verwendet.
In China gehört der Holzfisch zu den ban genannten hölzernen Perkussionsinstrumenten.
Im Zen/Chan-Buddhismus wird er als Signal zu Beginn und Ende einer Meditationseinheit verwendet und im Amitabha-Buddhismus auch als Begleitung zu Amitabha-Gesängen.
Guter altersgerechter Zustand,
Aus gepflegter Privatsammlung
H 150 mm
B 160 mm
T 124 mm
671 g
~ 1850 - 1890
Aus Wikipedia:
Eine Legende erzählt von einem chinesischen Buddhisten, der nach Indien ging, um buddhistische Texte (Sutras) zu erhalten. Auf seinem Weg nach Indien musste er einen breiten Fluss überqueren, hatte aber weder ein Boot noch war eine Brücke vorhanden. In diesem Moment schwamm ein großer Fisch an die Oberfläche. Der Buddhist setzte sich auf seinen Rücken und der Fisch brachte ihn sicher an das andere Ufer. Der Fisch erzählte anschließend, dass er in seinem früheren Leben als Mensch eine schlechte Tat begangen hat, die er nun versucht wiedergutzumachen und bittet den Mann, den Buddha zu fragen, ob der Fisch ein Bodhisattva werden könne.
Er willigte ein und setzte seine Reise fort, die insgesamt siebzehn Jahre dauerte. Nachdem er die buddhistischen Texte erhalten hatte, machte er sich auf den Rückweg nach China. Als er wieder den Fluss überqueren wollte, kam wieder derselbe Fisch. Wieder half er dem Buddhisten den Fluss zu überqueren. Der Buddhist hatte jedoch sein Versprechen vergessen. Als der Fisch das erfuhr, wurde er wütend und warf den Buddhisten samt den Sutras in den Fluss. Ein Fischer, der zufällig in der Nähe war, rettete den Buddhisten. Die Sutras waren jedoch unglücklicherweise in den Fluten verschwunden.
Als der Buddhist nach Hause kam, war er voller Zorn. Die Reise von siebzehn Jahren war umsonst. Er schnitzte voller Ärger aus einem Stück Holz einen Fischkopf. In Erinnerung an sein Schicksal schlug er mit einem Holzhammer auf diesen Fischkopf. Zu seiner Verwunderung öffnete der hölzerne Fisch bei dem Schlag sein Maul und sagte einen Buchstaben des Sutra. Von nun an schlug er auf den Fischkopf so oft er Zeit fand und konnte so nach ein paar Jahren die verloren geglaubten Sutras Buchstabe für Buchstabe wiedererlangen.
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