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E. Beckmann - Skulptur, Hahnenmensch - 37 cm - Patinierte Bronze
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E. Beckmann - Skulptur, Hahnenmensch - 37 cm - Patinierte Bronze

Anthropomorphic bronze sculpture depicting a hybrid figure combining a human body with the head of a rooster. The figure is conceived in a strictly frontal, emblematic stance, standing on a group of ornamented spheres resting on a stepped circular base. The human torso with stylised wings is combined with strongly simplified animal features, resulting in a powerful, allegorical presence rather than a narrative scene. The sculpture belongs to the tradition of German and Central European decorative bronzes of the late 19th century, particularly the production of art foundries and design workshops associated with Kunstgewerbeschulen around 1890–1910. Such hybrid and grotesque figures were intended as autonomous interior sculptures, serving as symbolic and decorative focal points in bourgeois interiors. Technically, the work is executed as a hollow cast bronze, with visible chaplets and an untreated interior surface, consistent with production around the turn of the century. The discreetly stamped signature “E. Beckmann” on the base is to be understood as a designer’s or workshop mark, typical for art-industrial models of this period. Details: – Material: Bronze (hollow cast) – Origin: Germany or Central Europe – Date: circa 1890–1910 – Signature: stamped “E. Beckmann” – Dimensions: height approx. 36–38 cm; depth approx. 25 cm; base diameter approx. 14 cm – Condition: good original condition with natural patina; small age-related chip to the rooster’s comb Anthropomorphe Zwitterfigur (Hahnmensch) Deutschland oder Mitteleuropa, um 1890–1910 Bronze, Hohlguss, dunkel patiniert Signiert: E. Beckmann (eingeschlagen) Maße: Höhe ca. 36–38 cm Tiefe ca. 25 cm Sockeldurchmesser ca. 14 cm Allegorische Bronzeplastik in Gestalt einer anthropomorphen Zwitterfigur mit menschlichem Körper und Hahnkopf. Die frontal konzipierte Figur steht in selbstbewusster Haltung auf ornamentierten Kugelformen, die auf einem gestuften Rundsockel ruhen. Der menschliche Oberkörper mit angespannten Armen und abstrahierten Flügeln verbindet sich spannungsvoll mit den tierischen Attributen des Hahns, dessen Kopf und Gefieder stilisiert und emblematisch ausgeführt sind. Die Komposition ist bewusst symmetrisch und ikonisch angelegt und verzichtet auf eine eindeutig mythologische Zuordnung. Stattdessen steht die Figur in der Tradition kunstgewerblicher Grotesk- und Fantasiegestalten des späten 19. Jahrhunderts, wie sie im Umfeld deutscher Kunstgewerbeschulen und Ziergießereien entstanden. Solche Zwitterwesen dienten weniger der narrativen Darstellung als vielmehr der symbolischen Präsenz und wurden als repräsentative Solitärobjekte für bürgerliche Interieurs entworfen. Der technisch hochwertige Hohlguss mit erkennbaren Kernstützen (Chaplets) sowie die unbehandelte Innenfläche sprechen für eine Entstehung um die Jahrhundertwende. Die unauffällig platzierte Signatur „E. Beckmann“ ist als Entwurfs- oder Werkstattbezeichnung zu verstehen, wie sie im kunstgewerblichen Kontext dieser Zeit üblich war. Die Bronze zeichnet sich durch ihre seltene Ikonografie, ihr vergleichsweise großes Format und ihre kraftvolle, geschlossene Erscheinung aus und stellt ein charakteristisches Beispiel für das allegorisch-fantastische Kunstgewerbe des späten Historismus dar. Neutral / museal: Guter altersbedingter Erhaltungszustand mit originaler Patina; kleine altersbedingte Beschädigung am Hahnenkamm.

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E. Beckmann - Skulptur, Hahnenmensch - 37 cm - Patinierte Bronze

E. Beckmann - Skulptur, Hahnenmensch - 37 cm - Patinierte Bronze

Anthropomorphic bronze sculpture depicting a hybrid figure combining a human body with the head of a rooster. The figure is conceived in a strictly frontal, emblematic stance, standing on a group of ornamented spheres resting on a stepped circular base. The human torso with stylised wings is combined with strongly simplified animal features, resulting in a powerful, allegorical presence rather than a narrative scene.
The sculpture belongs to the tradition of German and Central European decorative bronzes of the late 19th century, particularly the production of art foundries and design workshops associated with Kunstgewerbeschulen around 1890–1910. Such hybrid and grotesque figures were intended as autonomous interior sculptures, serving as symbolic and decorative focal points in bourgeois interiors.
Technically, the work is executed as a hollow cast bronze, with visible chaplets and an untreated interior surface, consistent with production around the turn of the century. The discreetly stamped signature “E. Beckmann” on the base is to be understood as a designer’s or workshop mark, typical for art-industrial models of this period.
Details:
– Material: Bronze (hollow cast)
– Origin: Germany or Central Europe
– Date: circa 1890–1910
– Signature: stamped “E. Beckmann”
– Dimensions: height approx. 36–38 cm; depth approx. 25 cm; base diameter approx. 14 cm
– Condition: good original condition with natural patina; small age-related chip to the rooster’s comb


Anthropomorphe Zwitterfigur (Hahnmensch)
Deutschland oder Mitteleuropa, um 1890–1910
Bronze, Hohlguss, dunkel patiniert
Signiert: E. Beckmann (eingeschlagen)
Maße:
Höhe ca. 36–38 cm
Tiefe ca. 25 cm
Sockeldurchmesser ca. 14 cm

Allegorische Bronzeplastik in Gestalt einer anthropomorphen Zwitterfigur mit menschlichem Körper und Hahnkopf. Die frontal konzipierte Figur steht in selbstbewusster Haltung auf ornamentierten Kugelformen, die auf einem gestuften Rundsockel ruhen. Der menschliche Oberkörper mit angespannten Armen und abstrahierten Flügeln verbindet sich spannungsvoll mit den tierischen Attributen des Hahns, dessen Kopf und Gefieder stilisiert und emblematisch ausgeführt sind.
Die Komposition ist bewusst symmetrisch und ikonisch angelegt und verzichtet auf eine eindeutig mythologische Zuordnung. Stattdessen steht die Figur in der Tradition kunstgewerblicher Grotesk- und Fantasiegestalten des späten 19. Jahrhunderts, wie sie im Umfeld deutscher Kunstgewerbeschulen und Ziergießereien entstanden. Solche Zwitterwesen dienten weniger der narrativen Darstellung als vielmehr der symbolischen Präsenz und wurden als repräsentative Solitärobjekte für bürgerliche Interieurs entworfen.
Der technisch hochwertige Hohlguss mit erkennbaren Kernstützen (Chaplets) sowie die unbehandelte Innenfläche sprechen für eine Entstehung um die Jahrhundertwende. Die unauffällig platzierte Signatur „E. Beckmann“ ist als Entwurfs- oder Werkstattbezeichnung zu verstehen, wie sie im kunstgewerblichen Kontext dieser Zeit üblich war.
Die Bronze zeichnet sich durch ihre seltene Ikonografie, ihr vergleichsweise großes Format und ihre kraftvolle, geschlossene Erscheinung aus und stellt ein charakteristisches Beispiel für das allegorisch-fantastische Kunstgewerbe des späten Historismus dar.

Neutral / museal:
Guter altersbedingter Erhaltungszustand mit originaler Patina; kleine altersbedingte Beschädigung am Hahnenkamm.

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Anna Hue-Roques
Experte
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