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Daunien Große Daunische Olpe mit Bandhenkel, geometrischer Bemalung und herrlicher Fundpatina - 125 mm
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Daunien Große Daunische Olpe mit Bandhenkel, geometrischer Bemalung und herrlicher Fundpatina - 125 mm

Große Daunische Olpe mit Bandhenkel, geometrischer Bemalung und herrlicher Fundpatina Daunisch, subgeometrisch II (italisch) Beiger Ton, schwarze Bemalung 550 - 450 v. Chr. Eine Olpe ist eine antike Kanne zur Aufbewahrung von Salböl und Wein und eine kleinere Sonderform der Oinochoe. Sie hat einen dickbauchigen Unterbau, der in fließender Kontur an der weiten, runden Mündung endet. Ein Bandhenkel ist seitlich befestigt. Die Olpe gehört zu den Standardformen antiker Keramik und wurde insofern nicht nur bei den Griechen, sondern auch bei den indigenen italischen Völkern hergestellt. Das Volk der Daunier lebte in Apulien (der heutigen Provinz Foggia). Dieses Volk war illyrischer Abstammung und mit den Messapiern und den Peuketiern verwandt. Ab wann man in dieser Region von der Kultur bzw. einem „Volk“ der Daunier sprechen kann, bzw. sich aus der Vermischung von zugewanderten „illyrischen“ und einheimischen italischen Elementen eine solche herausbildete, ist aufgrund bisher geringer archäologischer Funde aus dem Beginn des 1. Jahrtausends ungewiss. Fassbar wird die daunische Kultur ab dem 9./8. Jahrhundert v. Chr., vor allem durch Grabfunde, bis sie im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. in der griechisch-römischen Kultur aufgeht. Ab dem 7./6. Jahrhundert v. Chr. ist die Bezeichnung Daunier bzw. Daunien in antiken Schriftquellen belegt. Besonders beachtenswert ist ihre ausgeprägte, in Stein gelegte Bestattungskultur mit reichlichen Grabbeigaben. Die Daunier siedelten zunächst an der Küste in einfachen Dörfern und lebten von Handel und Piraterie. Später breiteten sie sich im Hinterland aus, wo sie sich mit der autochthonen Bevölkerung vermischten und einige Städte in griechischem Stil gründeten. Die ersten Kontakte mit der ägäischen Welt gehen auf die Bronzezeit zurück und Daunien wurde von den Hellenen als die Erde von Diomedes bezeichnet, da er der Gründer vieler Städte gewesen sei. Diese Städte kannten auch ein diskretes Prestige, sie prägten sogar ihre eigenen Münzen. Handels-Kontakte mit der anderen Seite der Adria sind belegt, wobei Weizen exportiert und Metallprodukte bezogen wurden. Die Daunier wurden zuerst von den Samniten und später von den Römern unterworfen. Die berühmte Keramik der Daunier, die in ganz Daunien gefunden wurde, ist eine wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier und gibt Auskunft über ihre Riten, den Krieg oder die Jagd, weil in der daunischen Kunst figurale Darstellungen fast gnz fehlen. Ein kleines Henkelfragment geklebt, sonst intakt Erworben 2025 im dt. Kunsthandel, davor seit 1960/70er Jahren in alter fränkischer Privatsammlung. Die Rechnung wird dem Käufer in Kopie zur Verfügung gestellt. Wichtige Informationen/Haftungsausschluss: KEIN VERSAND AUSSERHALB DER EUROPÄISCHEN UNION!

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Große Daunische Olpe mit Bandhenkel, geometrischer Bemalung und herrlicher Fundpatina

Daunisch, subgeometrisch II (italisch)
Beiger Ton, schwarze Bemalung
550 - 450 v. Chr.

Eine Olpe ist eine antike Kanne zur Aufbewahrung von Salböl und Wein und eine kleinere Sonderform der Oinochoe. Sie hat einen dickbauchigen Unterbau, der in fließender Kontur an der weiten, runden Mündung endet. Ein Bandhenkel ist seitlich befestigt. Die Olpe gehört zu den Standardformen antiker Keramik und wurde insofern nicht nur bei den Griechen, sondern auch bei den indigenen italischen Völkern hergestellt.

Das Volk der Daunier lebte in Apulien (der heutigen Provinz Foggia). Dieses Volk war illyrischer Abstammung und mit den Messapiern und den Peuketiern verwandt. Ab wann man in dieser Region von der Kultur bzw. einem „Volk“ der Daunier sprechen kann, bzw. sich aus der Vermischung von zugewanderten „illyrischen“ und einheimischen italischen Elementen eine solche herausbildete, ist aufgrund bisher geringer archäologischer Funde aus dem Beginn des 1. Jahrtausends ungewiss. Fassbar wird die daunische Kultur ab dem 9./8. Jahrhundert v. Chr., vor allem durch Grabfunde, bis sie im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. in der griechisch-römischen Kultur aufgeht.

Ab dem 7./6. Jahrhundert v. Chr. ist die Bezeichnung Daunier bzw. Daunien in antiken Schriftquellen belegt. Besonders beachtenswert ist ihre ausgeprägte, in Stein gelegte Bestattungskultur mit reichlichen Grabbeigaben. Die Daunier siedelten zunächst an der Küste in einfachen Dörfern und lebten von Handel und Piraterie. Später breiteten sie sich im Hinterland aus, wo sie sich mit der autochthonen Bevölkerung vermischten und einige Städte in griechischem Stil gründeten. Die ersten Kontakte mit der ägäischen Welt gehen auf die Bronzezeit zurück und Daunien wurde von den Hellenen als die Erde von Diomedes bezeichnet, da er der Gründer vieler Städte gewesen sei. Diese Städte kannten auch ein diskretes Prestige, sie prägten sogar ihre eigenen Münzen. Handels-Kontakte mit der anderen Seite der Adria sind belegt, wobei Weizen exportiert und Metallprodukte bezogen wurden. Die Daunier wurden zuerst von den Samniten und später von den Römern unterworfen.

Die berühmte Keramik der Daunier, die in ganz Daunien gefunden wurde, ist eine wertvolle Quellen für das Alltagsleben der Daunier und gibt Auskunft über ihre Riten, den Krieg oder die Jagd, weil in der daunischen Kunst figurale Darstellungen fast gnz fehlen.

Ein kleines Henkelfragment geklebt, sonst intakt

Erworben 2025 im dt. Kunsthandel, davor seit 1960/70er Jahren in alter fränkischer Privatsammlung.
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Peter Reynaers
Experte
Schätzung  € 400 - € 600

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Archäologie

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