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Willis - [PSYCHOLOGIE] Hystericae et Hypochondricae - 1671
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Willis - [PSYCHOLOGIE] Hystericae et Hypochondricae - 1671

RARITÄT!!! [MEDIZIN, HYSTERIE, PSYCHOLOGIE] Thomas Willis, 1671: "Affectionum Quae dicuntur HYSTERICAE ET HYPOCHONDRICAE" 1. De Sanguinis Accensione. 2. De Motu Musculari. „Affectionum quae dicuntur hystericae et hypochondriacae“ (1671) ist Thomas Willis’ grundlegende Monographie über Hysterie und Hypochondrie, in der er diese Leiden als krampfartige Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems deutet, nicht als bloß „eingebildete“ oder rein gynäkologische Störungen. Anders als viele Vorgänger führt Willis Symptome wie Lähmungen, Krämpfe, Ohnmachten, Atemnot, Magen‑ und Herzbeschwerden sowie emotionale Krisen auf gestörte „nervöse Säfte“ und die Fehlleitung der Lebensgeister zurück, die vom Gehirn aus in den ganzen Körper wirken. Hysterie bei Frauen und Hypochondrie bei Männern erscheinen ihm als Varianten derselben Grundkrankheit mit unterschiedlichen bevorzugten Organbezügen (Gebärmutter bzw. Bauchorgane), aber gemeinsamer nervöser Pathophysiologie. Das Werk gliedert sich dabei – nach dem frühneuzeitlichen Schema – in Physiologie, Pathologie und Therapie: Zuerst erläutert Willis die normale Funktion von Gehirn, Nerven und „Geistern“, dann beschreibt er ausführlich Entstehung, Verlauf und Vielgestaltigkeit hysterischer und hypochondrischer Anfälle und schließlich gibt er therapeutische Empfehlungen von Diätetik und Regulierung der Lebensführung über Arzneien bis hin zu stärkenden, beruhigenden und ableitenden Maßnahmen. Ziel all dieser Ansätze ist die Wiederherstellung eines harmonischen Flusses der Nerven- und Lebensgeister, wodurch sowohl die körperlichen als auch die seelischen Beschwerden gelindert werden sollen, und genau damit wird Willis zu einem der Wegbereiter einer neuropsychiatrischen Deutung dieser „Affektionen“. 14x7,5cm. 172 Seiten. Pergamenteinband, feste Bindung, neue Vorsatzblätter, zu Beginn am Ende am unteren Teil feuchtranding, etwas fleckig; ältere Restaurierungen (insb. freie untere Ränder). Zustand auch auf meinen Fotos erfasst, diese sind wesentlicher Teil der Beschreibung. Zu Beginn signiert, datiert auf 1719. Äußert seltenes Werk. KEIN VERSAND NACH DEUTSCHLAND.

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Willis - [PSYCHOLOGIE] Hystericae et Hypochondricae - 1671

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[MEDIZIN, HYSTERIE, PSYCHOLOGIE]


Thomas Willis, 1671:

"Affectionum Quae dicuntur HYSTERICAE ET HYPOCHONDRICAE"
1. De Sanguinis Accensione.
2. De Motu Musculari.





„Affectionum quae dicuntur hystericae et hypochondriacae“ (1671) ist Thomas Willis’ grundlegende Monographie über Hysterie und Hypochondrie, in der er diese Leiden als krampfartige Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems deutet, nicht als bloß „eingebildete“ oder rein gynäkologische Störungen. Anders als viele Vorgänger führt Willis Symptome wie Lähmungen, Krämpfe, Ohnmachten, Atemnot, Magen‑ und Herzbeschwerden sowie emotionale Krisen auf gestörte „nervöse Säfte“ und die Fehlleitung der Lebensgeister zurück, die vom Gehirn aus in den ganzen Körper wirken. Hysterie bei Frauen und Hypochondrie bei Männern erscheinen ihm als Varianten derselben Grundkrankheit mit unterschiedlichen bevorzugten Organbezügen (Gebärmutter bzw. Bauchorgane), aber gemeinsamer nervöser Pathophysiologie. Das Werk gliedert sich dabei – nach dem frühneuzeitlichen Schema – in Physiologie, Pathologie und Therapie: Zuerst erläutert Willis die normale Funktion von Gehirn, Nerven und „Geistern“, dann beschreibt er ausführlich Entstehung, Verlauf und Vielgestaltigkeit hysterischer und hypochondrischer Anfälle und schließlich gibt er therapeutische Empfehlungen von Diätetik und Regulierung der Lebensführung über Arzneien bis hin zu stärkenden, beruhigenden und ableitenden Maßnahmen. Ziel all dieser Ansätze ist die Wiederherstellung eines harmonischen Flusses der Nerven- und Lebensgeister, wodurch sowohl die körperlichen als auch die seelischen Beschwerden gelindert werden sollen, und genau damit wird Willis zu einem der Wegbereiter einer neuropsychiatrischen Deutung dieser „Affektionen“.



14x7,5cm. 172 Seiten. Pergamenteinband, feste Bindung, neue Vorsatzblätter, zu Beginn am Ende am unteren Teil feuchtranding, etwas fleckig; ältere Restaurierungen (insb. freie untere Ränder). Zustand auch auf meinen Fotos erfasst, diese sind wesentlicher Teil der Beschreibung. Zu Beginn signiert, datiert auf 1719. Äußert seltenes Werk.

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