Giovanni Marchesini - Mammotrectus super Bibliam - 1492





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Inquadramento dell’opera
Der „Mammotrectus super Bibliam“ zählt zu den bekanntesten spätmittelalterlichen Studieninstrumenten für Kleriker und Prediger: ein Repertoire, das das Lesen der Schrift begleitet und sprachliche, etymologische und praktische Erklärungen zu schwierigen Wörtern, Eigennamen, liturgischen Bräuchen und biblischen Bezügen liefert. Gedruckt in Venedig im Jahr 1492 gehört dieses Exemplar zu der Gruppe der Incunabula – Büchern, die vor dem Jahr 1500 gedruckt wurden – und dokumentiert den Übergang von der handschriftlichen Kultur zur italienischen Humanisten-Typografie.
Contesto storico e culturale dell’opera
Zusammenstellung im 14. Jahrhundert von Giovanni Marchesini (Giovanni da Reggio) entstand der Mammotrectus, um den konkreten Bedürfnissen des Klerus gerecht zu werden: das Verständnis des biblischen Latein, das Auflösen von Abkürzungen und seltenen Begriffen, die Vorbereitung von Predigten und Lesungen. Im 15. Jahrhundert erfuhr das Werk eine enorme Verbreitung und wurde zu einem wahren „Baukasten-Handbuch“, das in vielen europäischen Städten neu aufgelegt wurde. Die Druckverbreitung im venezianischen Raum bezeugt die Rolle der Serenissima als primäres Zentrum religiöser und schulischer Verlagsarbeit.
Contenuto e struttura
Der Text ist als Kommentar/Compendium „super Bibliam“ mit Einträgen und Glossen organisiert, die Lexikon und biblische Passagen erläutern; die zweispaltige Anordnung erleichtert eine schnelle Beratung. Aus den Abbildungen sind zahlreiche Initialen und Holzschnitte zu sehen, ebenso Abschnitte, die sich mit Termini und Namen befassen (auch in Listenform), typisch für Lexikon-Repertoires für den täglichen Gebrauch.
L’autore
Giovanni Marchesini († um 1297/1301), Franziskaner, aktiv zwischen Emilia und Veneto, ist vor allem für seine Tätigkeit als Sammler und Dozent bekannt. Der Mammotrectus ist, mehr als ein „originelles“ Werk im modernen Sinn, ein Konzentrate aus exegetischer und grammatikalischer Tradition: Gerade deshalb wurde er fundamental für die Ausbildung des späten Mittelalters Klerus und blieb über Jahrhunderte in Gebrauch.
Edizione
Verlagsort: Venedig.
Drucker/Verleger: Bernardinus Locatellus, für Octavianus Scotus.
Jahr: 1492.
Diese venezianische Ausgabe, in gotischer Schrift und zweispaltigem Satz, repräsentiert die incunabolistische Produktion für das Studium: robust, funktional, auf ein professionelles Publikum (Prediger, Konvente, Schulen) ausgerichtet.
Descrizione bibliografica
Autor: Johannes Marchesinus (Giovanni Marchesini).
Titel: Mammotrectus super Bibliam.
Ort der Drucklegung: Venedig.
Herausgeber/Drucker: B. Locatelli für O. Scotus.
Jahr: 1492.
Format: In 8°.
Sprache: Latein.
Blätter: cc. 344 nn; das erste Blatt ist leer.
Detailierte Kollation: mit Ausnahme des ersten leeren Blattes ist der Band vollständig.
Frontispiz und ikonographisches Apparatus
Exemplar ohne echtes modernes Frontispiz: Die Öffnung führt direkt zum im dritten Foto sichtbaren Index. Zahlreiche initiale Holzschnitte auf schwarzem Hintergrund und dekorative Anfangsbuchstaben vorhanden.
Legatura
Pergamentengebunden, antik-coeval, mit kalligraphischen/alten Titeln am Rücken. Gesamt solide Struktur, mit natürlichen Gebrauchsspuren; kleine Abnutzungen an Ecken und Fuß/Obersatz.
Stato di conservazione
Exemplar insgesamt echt und gut erhalten für ein Incunabulum zum Studium. Blätter frisch, aber mit einigen Feuchtigkeitsflecken am unteren Rand mancher Blätter, vor allem im späteren Teil. Gelegentliche antike handschriftliche Anmerkungen (Besitz- oder bibliographische Verweise, auf Fotos sichtbar). Vollständigkeit: erstes leeres Blatt fehlt;
Interesse collezionistico
Venezianisches Incunabulum von 1492, gedruckt für Octavianus Scotus: ein Name von herausragender Bedeutung in der Verlagswelt des späten 15. Jahrhunderts. Der Mammotrectus ist ein begehrter Titel, weil er einen Grundpfeiler der schulischen Kultur des Mittelalters und der Geschichte der Bibelauslegung im Druck repräsentiert. Exemplar in antikem Pergament, mit typografischem Signet und reichem Initialen-Ausrüstungen: historisch sehr geschätzte Merkmale von Sammlern von Incunabula, der Geschichte der venezianischen Typografie und Büchern der mittelalterlichen Theologie/Philologie.
Inquadramento dell’opera
Der „Mammotrectus super Bibliam“ zählt zu den bekanntesten spätmittelalterlichen Studieninstrumenten für Kleriker und Prediger: ein Repertoire, das das Lesen der Schrift begleitet und sprachliche, etymologische und praktische Erklärungen zu schwierigen Wörtern, Eigennamen, liturgischen Bräuchen und biblischen Bezügen liefert. Gedruckt in Venedig im Jahr 1492 gehört dieses Exemplar zu der Gruppe der Incunabula – Büchern, die vor dem Jahr 1500 gedruckt wurden – und dokumentiert den Übergang von der handschriftlichen Kultur zur italienischen Humanisten-Typografie.
Contesto storico e culturale dell’opera
Zusammenstellung im 14. Jahrhundert von Giovanni Marchesini (Giovanni da Reggio) entstand der Mammotrectus, um den konkreten Bedürfnissen des Klerus gerecht zu werden: das Verständnis des biblischen Latein, das Auflösen von Abkürzungen und seltenen Begriffen, die Vorbereitung von Predigten und Lesungen. Im 15. Jahrhundert erfuhr das Werk eine enorme Verbreitung und wurde zu einem wahren „Baukasten-Handbuch“, das in vielen europäischen Städten neu aufgelegt wurde. Die Druckverbreitung im venezianischen Raum bezeugt die Rolle der Serenissima als primäres Zentrum religiöser und schulischer Verlagsarbeit.
Contenuto e struttura
Der Text ist als Kommentar/Compendium „super Bibliam“ mit Einträgen und Glossen organisiert, die Lexikon und biblische Passagen erläutern; die zweispaltige Anordnung erleichtert eine schnelle Beratung. Aus den Abbildungen sind zahlreiche Initialen und Holzschnitte zu sehen, ebenso Abschnitte, die sich mit Termini und Namen befassen (auch in Listenform), typisch für Lexikon-Repertoires für den täglichen Gebrauch.
L’autore
Giovanni Marchesini († um 1297/1301), Franziskaner, aktiv zwischen Emilia und Veneto, ist vor allem für seine Tätigkeit als Sammler und Dozent bekannt. Der Mammotrectus ist, mehr als ein „originelles“ Werk im modernen Sinn, ein Konzentrate aus exegetischer und grammatikalischer Tradition: Gerade deshalb wurde er fundamental für die Ausbildung des späten Mittelalters Klerus und blieb über Jahrhunderte in Gebrauch.
Edizione
Verlagsort: Venedig.
Drucker/Verleger: Bernardinus Locatellus, für Octavianus Scotus.
Jahr: 1492.
Diese venezianische Ausgabe, in gotischer Schrift und zweispaltigem Satz, repräsentiert die incunabolistische Produktion für das Studium: robust, funktional, auf ein professionelles Publikum (Prediger, Konvente, Schulen) ausgerichtet.
Descrizione bibliografica
Autor: Johannes Marchesinus (Giovanni Marchesini).
Titel: Mammotrectus super Bibliam.
Ort der Drucklegung: Venedig.
Herausgeber/Drucker: B. Locatelli für O. Scotus.
Jahr: 1492.
Format: In 8°.
Sprache: Latein.
Blätter: cc. 344 nn; das erste Blatt ist leer.
Detailierte Kollation: mit Ausnahme des ersten leeren Blattes ist der Band vollständig.
Frontispiz und ikonographisches Apparatus
Exemplar ohne echtes modernes Frontispiz: Die Öffnung führt direkt zum im dritten Foto sichtbaren Index. Zahlreiche initiale Holzschnitte auf schwarzem Hintergrund und dekorative Anfangsbuchstaben vorhanden.
Legatura
Pergamentengebunden, antik-coeval, mit kalligraphischen/alten Titeln am Rücken. Gesamt solide Struktur, mit natürlichen Gebrauchsspuren; kleine Abnutzungen an Ecken und Fuß/Obersatz.
Stato di conservazione
Exemplar insgesamt echt und gut erhalten für ein Incunabulum zum Studium. Blätter frisch, aber mit einigen Feuchtigkeitsflecken am unteren Rand mancher Blätter, vor allem im späteren Teil. Gelegentliche antike handschriftliche Anmerkungen (Besitz- oder bibliographische Verweise, auf Fotos sichtbar). Vollständigkeit: erstes leeres Blatt fehlt;
Interesse collezionistico
Venezianisches Incunabulum von 1492, gedruckt für Octavianus Scotus: ein Name von herausragender Bedeutung in der Verlagswelt des späten 15. Jahrhunderts. Der Mammotrectus ist ein begehrter Titel, weil er einen Grundpfeiler der schulischen Kultur des Mittelalters und der Geschichte der Bibelauslegung im Druck repräsentiert. Exemplar in antikem Pergament, mit typografischem Signet und reichem Initialen-Ausrüstungen: historisch sehr geschätzte Merkmale von Sammlern von Incunabula, der Geschichte der venezianischen Typografie und Büchern der mittelalterlichen Theologie/Philologie.
