Wandteppich - 39 cm - 39 cm

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Edouard Culot
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Zwei Seiden-Jacquard-Gobelins aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1850–1900), je 39 × 39 cm gerahmt, Rahmen aus Vollholz, Herkunft Frankreich, Zustand gut mit leichten Altersspuren.

KI-gestützte Zusammenfassung

Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Paar belgisch-französischer mythologischer Gobelins
Period: Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts (neoklassizistischer Stil und Rokoko)
Technik: Jacquard, dicht gewebter Stoff, Seidenfäden und hochwertige Leinen-Baumwollmischung
Abmessungen: 39 × 39 cm pro Panel (mit Rahmen)
Rahmen: Massives Laubholz, Stärke 1,5 cm (unregelmäßig: 1,5 cm auf einer Seite, 1 cm auf der anderen), handgehobelt, Holz-Politur/Laminat
Schutz: Museums-antireflektierendes Glas
Rückseite: Massives Holzkissenpaneel, das den Stoff schützt und versteift

I. Rahmen und physische Konstruktion
Jedes Panel ist in einen quadratischen Rahmen von 39 cm Seitenlänge eingefasst, was elegante, harmonische Proportionen gewährleistet. Die Rahmen bestehen aus massivem Laubholz, veredelt mit dunklem Mahagoni-Furnier mit deutiger Maserung. Das Profil des Rahmens ist breit, glatt, mit leichtem Innenneigen, das den Blick und die Berührung zum zentralen Bild lenkt. Das Holz trägt deutliche Zeugen der Zeit: feine Haarrisse der Lackierung, was seinen über tausend Jahre alten Charakter bestätigt. Die Rückseite jedes Panels wird durch eine massives Holppanel geschützt, das Stabilität und Schutz bietet. Dadurch verzieht sich der Stoff nicht oder wird beschädigt. Rückseitig sind außerdem Spuren von Holzwurmbefall sichtbar, was ein natürliches Zeugnis von Alter und Authentizität ist.

II. Ausführungstechnik und Materialien
Gobelins wurden in Jacquard-Technik, nicht malerisch, gefertigt. Das Gewebe ist extrem dicht und präzise. Der Weber läuft vertikal, und der bunte Faden schafft eine detaillierte Komposition. Die Fäden sind dünn, eine Mischung aus Seide und hochwertiger Leinen oder Baumwolle, was fließende Tonwertübergänge und eine fast malerische Lichtwirkung ermöglicht. Die Textur ist samtig, mit deutlich regelmäßigem Knotenbild, und die Farben behalten lebendige Töne von Beige, Ocker, Blau und Terrakotta. Der Erhaltungszustand ist ausgezeichnet – die Farben sind nicht verblasst, der Stoff hat kein Vergreisen, die Oberfläche bewahrt eine zarte, matte Haptik, typisch für alte, kleine Wandteppiche.

III. Beschreibung ikonografischer Motive

Gewebe 1: “Szene mit Flötenspieler und Taube”
Die Komposition zeigt eine arkadische Landschaft mit antiken Ruinen im Hintergrund. In der linken unteren Ecke steht ein junger Mann in roter Tracht, der auf einer Querflöte spielt. Zentral steht eine Frau in einer goldenen Tunika, die eine Taube in der Hand hält – Symbol des Friedens oder Attribut der Venus. Neben ihr in einem blauen Kleid steht eine zweite Frau, die eine Leier hält. Im Hintergrund erhebt sich eine ruinenhafte, korinthische Spalte und eine feine Horizontlinie mit Wasserfläche. Die Szene strahlt Ruhe, Zartheit und Harmonie aus.

Gewebe 2: “Apollinische Tanz”
Die Szene ist dynamisch und rhythmisch. Rechts sitzt eine Figur, die eine Leier spielt, identisch mit Apollo oder Orpheus. Vor ihr tanzen drei Frauen in leichten Peplos, entweder beim Tanz oder beim rituellen Sammeln von Blumen. Eine beugt sich herab, eine Blume zu pflücken, die anderen verschlingen die Arme und wirbeln in einer leichten, grazilen Bewegung. Im Hintergrund erhebt sich ein monumentaler Torbogen oder ein Fragment einer Tempelruine. Die Vegetation ist stilisiert, mit sanften Baumkronen, die an Watteau- und Fragonard-Gemälde erinnern. Die Farbgebung ist gedämpft: Ocker, Beige, gedämpfte Blau- und Terrakotta-Töne.

IV. Historischer Kontext und Manufakturen
Die Arbeiten entstanden höchstwahrscheinlich in renommierten belgischen Manufakturen (Mechelen, Oudenaarde) oder franko-belgischen Textilzentren (Roubaix, Tourcoing, Lyon), die sich auf hochwertige Gobelins spezialisiert haben. Der Stil ist retrospektiv, bezieht sich auf die arkadische Vision des 18. Jahrhunderts – idealisierte, paradiesische Landschaft. Die Stoffe imitieren die Ästhetik von Neoklassizismus und Rokoko und verweisen auf die malerische Tradition von François Boucher und klassische Darstellungen von Musik, Tanz und Mythologie.

V. Künstlerische Analyse und Ästhetik
Beide Gobelins beeindrucken durch meisterhafte Ausführung. Die Jacquard-Verwebung ermöglicht subtile Tonwertübergänge, und die Komposition zeigt eine meisterhafte Kontrolle über Detail und Proportionen. Der erste Panel legt den Schwerpunkt auf Narration und Symbolik (Taube, Musik), der zweite auf Bewegung, Rhythmus und Dynamik der Tanzszene. Beide Werke besitzen ästhetischen und historischen Wert und zeugen von hohem europäischem Dekorationshandwerk der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

VI. Alter, Herkunft und Wert
Rahmen und Rückwände bestehen aus massivem Holz. Die Textilien entstanden vermutlich in demselben Zeitraum, im Belle Époque-Stil. Obwohl das Thema an das 18. Jahrhundert erinnert, resultieren die Stoffe aus der maschinellen Jacquardproduktion der späten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

VII. Zusammenfassung für Sammler
Das Paar Gobelins ist ein außergewöhnliches Beispiel europäischer Handwerkskunst, das sich in exzellentem Zustand erhalten hat. Solide, historische Rahmen, exzellente Textur, meisterhafte Verwebung und reiche Ikonografie machen sie zu einem wertvollen Sammler- und Dekorationsobjekt. Die Werke verbinden die Schönheit neoklassizistischer mythologischer Szenen mit der praktischen Haltbarkeit des Materials aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Paar belgisch-französischer mythologischer Gobelins
Period: Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts (neoklassizistischer Stil und Rokoko)
Technik: Jacquard, dicht gewebter Stoff, Seidenfäden und hochwertige Leinen-Baumwollmischung
Abmessungen: 39 × 39 cm pro Panel (mit Rahmen)
Rahmen: Massives Laubholz, Stärke 1,5 cm (unregelmäßig: 1,5 cm auf einer Seite, 1 cm auf der anderen), handgehobelt, Holz-Politur/Laminat
Schutz: Museums-antireflektierendes Glas
Rückseite: Massives Holzkissenpaneel, das den Stoff schützt und versteift

I. Rahmen und physische Konstruktion
Jedes Panel ist in einen quadratischen Rahmen von 39 cm Seitenlänge eingefasst, was elegante, harmonische Proportionen gewährleistet. Die Rahmen bestehen aus massivem Laubholz, veredelt mit dunklem Mahagoni-Furnier mit deutiger Maserung. Das Profil des Rahmens ist breit, glatt, mit leichtem Innenneigen, das den Blick und die Berührung zum zentralen Bild lenkt. Das Holz trägt deutliche Zeugen der Zeit: feine Haarrisse der Lackierung, was seinen über tausend Jahre alten Charakter bestätigt. Die Rückseite jedes Panels wird durch eine massives Holppanel geschützt, das Stabilität und Schutz bietet. Dadurch verzieht sich der Stoff nicht oder wird beschädigt. Rückseitig sind außerdem Spuren von Holzwurmbefall sichtbar, was ein natürliches Zeugnis von Alter und Authentizität ist.

II. Ausführungstechnik und Materialien
Gobelins wurden in Jacquard-Technik, nicht malerisch, gefertigt. Das Gewebe ist extrem dicht und präzise. Der Weber läuft vertikal, und der bunte Faden schafft eine detaillierte Komposition. Die Fäden sind dünn, eine Mischung aus Seide und hochwertiger Leinen oder Baumwolle, was fließende Tonwertübergänge und eine fast malerische Lichtwirkung ermöglicht. Die Textur ist samtig, mit deutlich regelmäßigem Knotenbild, und die Farben behalten lebendige Töne von Beige, Ocker, Blau und Terrakotta. Der Erhaltungszustand ist ausgezeichnet – die Farben sind nicht verblasst, der Stoff hat kein Vergreisen, die Oberfläche bewahrt eine zarte, matte Haptik, typisch für alte, kleine Wandteppiche.

III. Beschreibung ikonografischer Motive

Gewebe 1: “Szene mit Flötenspieler und Taube”
Die Komposition zeigt eine arkadische Landschaft mit antiken Ruinen im Hintergrund. In der linken unteren Ecke steht ein junger Mann in roter Tracht, der auf einer Querflöte spielt. Zentral steht eine Frau in einer goldenen Tunika, die eine Taube in der Hand hält – Symbol des Friedens oder Attribut der Venus. Neben ihr in einem blauen Kleid steht eine zweite Frau, die eine Leier hält. Im Hintergrund erhebt sich eine ruinenhafte, korinthische Spalte und eine feine Horizontlinie mit Wasserfläche. Die Szene strahlt Ruhe, Zartheit und Harmonie aus.

Gewebe 2: “Apollinische Tanz”
Die Szene ist dynamisch und rhythmisch. Rechts sitzt eine Figur, die eine Leier spielt, identisch mit Apollo oder Orpheus. Vor ihr tanzen drei Frauen in leichten Peplos, entweder beim Tanz oder beim rituellen Sammeln von Blumen. Eine beugt sich herab, eine Blume zu pflücken, die anderen verschlingen die Arme und wirbeln in einer leichten, grazilen Bewegung. Im Hintergrund erhebt sich ein monumentaler Torbogen oder ein Fragment einer Tempelruine. Die Vegetation ist stilisiert, mit sanften Baumkronen, die an Watteau- und Fragonard-Gemälde erinnern. Die Farbgebung ist gedämpft: Ocker, Beige, gedämpfte Blau- und Terrakotta-Töne.

IV. Historischer Kontext und Manufakturen
Die Arbeiten entstanden höchstwahrscheinlich in renommierten belgischen Manufakturen (Mechelen, Oudenaarde) oder franko-belgischen Textilzentren (Roubaix, Tourcoing, Lyon), die sich auf hochwertige Gobelins spezialisiert haben. Der Stil ist retrospektiv, bezieht sich auf die arkadische Vision des 18. Jahrhunderts – idealisierte, paradiesische Landschaft. Die Stoffe imitieren die Ästhetik von Neoklassizismus und Rokoko und verweisen auf die malerische Tradition von François Boucher und klassische Darstellungen von Musik, Tanz und Mythologie.

V. Künstlerische Analyse und Ästhetik
Beide Gobelins beeindrucken durch meisterhafte Ausführung. Die Jacquard-Verwebung ermöglicht subtile Tonwertübergänge, und die Komposition zeigt eine meisterhafte Kontrolle über Detail und Proportionen. Der erste Panel legt den Schwerpunkt auf Narration und Symbolik (Taube, Musik), der zweite auf Bewegung, Rhythmus und Dynamik der Tanzszene. Beide Werke besitzen ästhetischen und historischen Wert und zeugen von hohem europäischem Dekorationshandwerk der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

VI. Alter, Herkunft und Wert
Rahmen und Rückwände bestehen aus massivem Holz. Die Textilien entstanden vermutlich in demselben Zeitraum, im Belle Époque-Stil. Obwohl das Thema an das 18. Jahrhundert erinnert, resultieren die Stoffe aus der maschinellen Jacquardproduktion der späten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

VII. Zusammenfassung für Sammler
Das Paar Gobelins ist ein außergewöhnliches Beispiel europäischer Handwerkskunst, das sich in exzellentem Zustand erhalten hat. Solide, historische Rahmen, exzellente Textur, meisterhafte Verwebung und reiche Ikonografie machen sie zu einem wertvollen Sammler- und Dekorationsobjekt. Die Werke verbinden die Schönheit neoklassizistischer mythologischer Szenen mit der praktischen Haltbarkeit des Materials aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Details

Epoche
1400-1900
Material
Seide
Herkunftsland
Frankreich
Höhe
39 cm
Breite
39 cm
Zustand
Guter Zustand - gebraucht, mit geringfügigen Altersspuren & Mängeln
Geschätzter Zeitraum
1850-1900
Verkauft von
BelgienVerifiziert
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Verkaufte Objekte
100 %
Privat

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