Gebel Kamil – schöner Eisen-Meteorit mit Fließlinien - 22.08 g - (1)





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Gebel Kamil Eisenmeteoriten, ungruppierter Eisenmeteoriten mit Flusslinien, Herkunft Marokko, Ost-Uweinat-Wüste, Ägypten, Gewicht 22,08 g.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Gebel Kamil 22°01'06"N, 26°05'16"E
East Uweinat Desert, Egypt
Found: 19 February 2009
Classification: Iron meteorite (ungrouped)
History: Insgesamt etwa 1600 kg Eisenmeteoritenschrapnell (tausende Stücke), im Spektrum von < 1 bis 35.000 g, plus ein einzelnes Exemplar von 83 kg, vollständig bedeckt mit gut entwickelten Regmaglypten, wurde im und rund um den 45 m Durchmesser messenden Kamil-Einschlagskrater von einem italienisch-ägyptischen Geophysik-Team im Februar 2009 und Februar 2010 gefunden. Ungefähr 800 kg der Gesamtmasse, die im Feld beobachtet wurde (einschließlich des regmaglyptierten Exemplars), wurden geborgen. Der Kamil-Krater wurde von V. De Michele identifiziert, ehemaliger Kurator des Naturhistorischen Museums in Mailand, Italien. Die geophysikalische Untersuchung erfolgte im Rahmen des „2009 Italian-Egyptian Year of Science and Technology“.
Physical characteristics: Ein Typenexemplar von 634 g, Maße 88 × 70 × 55 mm, ist abgeflachtes, gezacktes Shrapnel mit einer rauen, dunkelbraunen äußeren Oberfläche. Die Oberfläche, die ursprünglich im Wüstenboden lag, zeigt aufgrund terrestrischer Verwitterung einige Oxyhydroxide.
Petrography: (M. D’Orazio, DST-PI; Luigi Folco, MNA-SI) Ätzkörper zeigen eine ataxitische Struktur, die cm-skaliert von Kristallen aus Schreibersit, Troilit und Daubreelit unterbrochen ist, eingebettet in eine schüttere Kamazit-Schicht. Kamazit-Spindeln (20 ± 5 μm breit) bildeten sich auf winzigen Schreibersit-Kristallen. Die Spindeln bilden kleine ausgerichtete Kluster und werden von Taenit eingefasst. Die Matrix ist eine duplexe Plessit-Matrix, bestehend aus ungefähr gleichem Anteil von Kamazit- und Taenit-Lamellen (1–5 μm dick) in einem mikro-Widmanstätten-Muster angeordnet. Viele Schnitte zeigen, besonders nahe der äußeren Oberfläche, Scherdislokationen, welche die plessitische Matrix und die Kristalle der Nebensphasen um mehrere Millimeter verschieben.
Geochemistry: Geochemie des Metalls (ICP-MS; D’Orazio und Folco, 2003) ist Co = 0,75, Ni = 19,8 (beide in Gewichtsprozent), Cu = 464, Ga = 49, Ge = 121, As = 15,6, Mo = 9,1, Ru = 2,11, Rh = 0,75, Pd = 4,8, Sn = 2,49, Sb = 0,26, W = 0,66, Re = 0,04, Ir = 0,39, Pt = 3,5, Au = 1,57 (alle in ppm).
Gebel Kamil 22°01'06"N, 26°05'16"E
East Uweinat Desert, Egypt
Found: 19 February 2009
Classification: Iron meteorite (ungrouped)
History: Insgesamt etwa 1600 kg Eisenmeteoritenschrapnell (tausende Stücke), im Spektrum von < 1 bis 35.000 g, plus ein einzelnes Exemplar von 83 kg, vollständig bedeckt mit gut entwickelten Regmaglypten, wurde im und rund um den 45 m Durchmesser messenden Kamil-Einschlagskrater von einem italienisch-ägyptischen Geophysik-Team im Februar 2009 und Februar 2010 gefunden. Ungefähr 800 kg der Gesamtmasse, die im Feld beobachtet wurde (einschließlich des regmaglyptierten Exemplars), wurden geborgen. Der Kamil-Krater wurde von V. De Michele identifiziert, ehemaliger Kurator des Naturhistorischen Museums in Mailand, Italien. Die geophysikalische Untersuchung erfolgte im Rahmen des „2009 Italian-Egyptian Year of Science and Technology“.
Physical characteristics: Ein Typenexemplar von 634 g, Maße 88 × 70 × 55 mm, ist abgeflachtes, gezacktes Shrapnel mit einer rauen, dunkelbraunen äußeren Oberfläche. Die Oberfläche, die ursprünglich im Wüstenboden lag, zeigt aufgrund terrestrischer Verwitterung einige Oxyhydroxide.
Petrography: (M. D’Orazio, DST-PI; Luigi Folco, MNA-SI) Ätzkörper zeigen eine ataxitische Struktur, die cm-skaliert von Kristallen aus Schreibersit, Troilit und Daubreelit unterbrochen ist, eingebettet in eine schüttere Kamazit-Schicht. Kamazit-Spindeln (20 ± 5 μm breit) bildeten sich auf winzigen Schreibersit-Kristallen. Die Spindeln bilden kleine ausgerichtete Kluster und werden von Taenit eingefasst. Die Matrix ist eine duplexe Plessit-Matrix, bestehend aus ungefähr gleichem Anteil von Kamazit- und Taenit-Lamellen (1–5 μm dick) in einem mikro-Widmanstätten-Muster angeordnet. Viele Schnitte zeigen, besonders nahe der äußeren Oberfläche, Scherdislokationen, welche die plessitische Matrix und die Kristalle der Nebensphasen um mehrere Millimeter verschieben.
Geochemistry: Geochemie des Metalls (ICP-MS; D’Orazio und Folco, 2003) ist Co = 0,75, Ni = 19,8 (beide in Gewichtsprozent), Cu = 464, Ga = 49, Ge = 121, As = 15,6, Mo = 9,1, Ru = 2,11, Rh = 0,75, Pd = 4,8, Sn = 2,49, Sb = 0,26, W = 0,66, Re = 0,04, Ir = 0,39, Pt = 3,5, Au = 1,57 (alle in ppm).

