Lorenzo Bellini - ANATOMY Opera Omnia - 1708






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Der Anatom des NierentPflegekanals? Die Bellinis Opera Omnia erste Ausgabe
MOUSEION KURATORENHINWEIS:
Wenige Anatomisten des Siebzehnzehnten Jahrhunderts haben die Vorstellung von der Niere so entschieden verändert wie Bellini. In seinen Händen wird sie weder Emblem noch Mysterium, sondern ein lesbares Instrument: ein Terrain von Kanälen, dessen Geometrie Funktion erklärt. Dieser Wandel—from der Niere als „Fleisch“ zur Niere als Architektur—ist eine der stillen Revolutionen der frühmodernen Medizin, und diese 1708 erschienene Sammelausgabe ist ihr kohärentester einzelner Zeuge.
DER BAND:
BELLINI, Lorenzo (1643–1704). Opera Omnia. Cum praefatione Joannis Bohnii.
Venedig, apud Michaelem Hertz, 1708. 2 Teile in 1 Band. 4to.
[12] Blätter, 504 Seiten; [4] Blätter, 285 Seiten; [1] Blatt.
Wiederkehrende Holzschnitt-Titelfigur; 5 kupferstichene Tafeln.
Einband: zeitgenössische flexible Pergamenteinband (Limpvellum), leicht verschmutzt, mit einem wunderschönen kalligrafischen Rückentitel.
Bibliographie: Blake, S. 40; Wellcome II, S. 140; DSB I, 592 ff.; vgl. Bleker, Geschichte der Nierenkrankheiten, S. 53 ff.
BANDBESCHREIBUNG:
Erste vollständige Ausgabe der medizinischen Schriften von Lorenzo Bellini. Bellini—ausgebildet in Pisa innerhalb des imposanten Kreises der Generation von Marcello Malpighi (einschließlich Redi und Borelli, gemäß Standardüberlieferungen)—gehört zu jener toskanischen Tradition, in der Anatomie, Mechanik und Experiment zu einer modernen physiologischen Vorstellung zu kohärieren beginnen.
Unter den hier versammelten Haupttexten befindet sich Bellinis jugendliches Meilensteinwerk über die Niere, die Exercitatio anatomica de structura et usu renum (erstveröffentlicht 1662), die in der kanonischen medizinischen Bibliographie als eine „klassische Beschreibung der groben Anatomie der Niere“ gelobt wird. Bellsinis entscheidender Schritt war die Behauptung, dass das Organ vor allem kein fester Massenkörper sei, sondern eine immense Ansammlung von Tubuli und Kanälen—eine Konzeption, die spätere Anatomiker wörtlich in die Dauer überführten als die Gang- bzw. Sammelkanäle der Niere.
Außerdem vertreten ist die urologische und klinische Synthese, erstmals 1683 veröffentlicht (De urinis et pulsibus…), für die Garrison & Morton ein prägnantes Urteil bewahren: „Bellini erkannte den Wert des Urins als Hilfsmittel der Diagnose und bestand auf chemischer Analyse bei pathologischen Zuständen.“ Dieses Band bewahrt nicht nur Bellsinis anatomische Einsicht; es dokumentiert eine frühe Beharrung darauf, dass Körpersäfte analytisch untersucht werden können—eine Haltung, die der späteren klinischen Chemie vorausgeht.
ZUSTANDSBESCHREIBUNG
Überwiegend braunfleckig und braun.
Einband leicht verschmutzt.
Vorderes Gelenk gescheitert: Oberer Banddeckel getrennt, nur noch durch die Nahtstränge (Kordeln/Strings) aufgehängt; Innenfalz gesprungen mit Riss/Verlust an Kopf und exponierter Naht.
Insgesamt ein solides, ansprechendes Arbeitsexemplar in attraktivem zeitgenössischem Limpvellum mit einem besonders feinen kalligrafischen Rückentitel.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Diese venezianische Hertz-Druckausgabe von 1708 wird im Handel regelmäßig als „2 Bände in 1“ beschrieben (zwei Teile gemeinsam herausgegeben), wobei für Sammler der diagnostische Punkt das Vorhandensein der 5 Kupfertafeln und der wiederkehrenden Holzschnitt-Titelfigur ist.
Der Verkäufer stellt sich vor
Der Anatom des NierentPflegekanals? Die Bellinis Opera Omnia erste Ausgabe
MOUSEION KURATORENHINWEIS:
Wenige Anatomisten des Siebzehnzehnten Jahrhunderts haben die Vorstellung von der Niere so entschieden verändert wie Bellini. In seinen Händen wird sie weder Emblem noch Mysterium, sondern ein lesbares Instrument: ein Terrain von Kanälen, dessen Geometrie Funktion erklärt. Dieser Wandel—from der Niere als „Fleisch“ zur Niere als Architektur—ist eine der stillen Revolutionen der frühmodernen Medizin, und diese 1708 erschienene Sammelausgabe ist ihr kohärentester einzelner Zeuge.
DER BAND:
BELLINI, Lorenzo (1643–1704). Opera Omnia. Cum praefatione Joannis Bohnii.
Venedig, apud Michaelem Hertz, 1708. 2 Teile in 1 Band. 4to.
[12] Blätter, 504 Seiten; [4] Blätter, 285 Seiten; [1] Blatt.
Wiederkehrende Holzschnitt-Titelfigur; 5 kupferstichene Tafeln.
Einband: zeitgenössische flexible Pergamenteinband (Limpvellum), leicht verschmutzt, mit einem wunderschönen kalligrafischen Rückentitel.
Bibliographie: Blake, S. 40; Wellcome II, S. 140; DSB I, 592 ff.; vgl. Bleker, Geschichte der Nierenkrankheiten, S. 53 ff.
BANDBESCHREIBUNG:
Erste vollständige Ausgabe der medizinischen Schriften von Lorenzo Bellini. Bellini—ausgebildet in Pisa innerhalb des imposanten Kreises der Generation von Marcello Malpighi (einschließlich Redi und Borelli, gemäß Standardüberlieferungen)—gehört zu jener toskanischen Tradition, in der Anatomie, Mechanik und Experiment zu einer modernen physiologischen Vorstellung zu kohärieren beginnen.
Unter den hier versammelten Haupttexten befindet sich Bellinis jugendliches Meilensteinwerk über die Niere, die Exercitatio anatomica de structura et usu renum (erstveröffentlicht 1662), die in der kanonischen medizinischen Bibliographie als eine „klassische Beschreibung der groben Anatomie der Niere“ gelobt wird. Bellsinis entscheidender Schritt war die Behauptung, dass das Organ vor allem kein fester Massenkörper sei, sondern eine immense Ansammlung von Tubuli und Kanälen—eine Konzeption, die spätere Anatomiker wörtlich in die Dauer überführten als die Gang- bzw. Sammelkanäle der Niere.
Außerdem vertreten ist die urologische und klinische Synthese, erstmals 1683 veröffentlicht (De urinis et pulsibus…), für die Garrison & Morton ein prägnantes Urteil bewahren: „Bellini erkannte den Wert des Urins als Hilfsmittel der Diagnose und bestand auf chemischer Analyse bei pathologischen Zuständen.“ Dieses Band bewahrt nicht nur Bellsinis anatomische Einsicht; es dokumentiert eine frühe Beharrung darauf, dass Körpersäfte analytisch untersucht werden können—eine Haltung, die der späteren klinischen Chemie vorausgeht.
ZUSTANDSBESCHREIBUNG
Überwiegend braunfleckig und braun.
Einband leicht verschmutzt.
Vorderes Gelenk gescheitert: Oberer Banddeckel getrennt, nur noch durch die Nahtstränge (Kordeln/Strings) aufgehängt; Innenfalz gesprungen mit Riss/Verlust an Kopf und exponierter Naht.
Insgesamt ein solides, ansprechendes Arbeitsexemplar in attraktivem zeitgenössischem Limpvellum mit einem besonders feinen kalligrafischen Rückentitel.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Diese venezianische Hertz-Druckausgabe von 1708 wird im Handel regelmäßig als „2 Bände in 1“ beschrieben (zwei Teile gemeinsam herausgegeben), wobei für Sammler der diagnostische Punkt das Vorhandensein der 5 Kupfertafeln und der wiederkehrenden Holzschnitt-Titelfigur ist.
