Loise de Rosa - Il bugiardo napoletano - 1967





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Il bugiardo napoletano von Loise de Rosa, Paperback der 1. Auflage, Italienisch, herausgegeben von Ludovico Greco 1967, 300 Seiten, Format 25 x 35 cm, Originalsprache Neapolitanisch, Fokus auf Literaturgeschichte des 15. Jahrhunderts.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Der Band Il bugiardo napoletano gehört zu den lebendigsten und faszinierendsten Zeugnissen der volkstümlichen Literatur und der historiographischen Kleinformen des 15. Jahrhunderts. Er enthält die Memoiren und Chroniken von Loise De Rosa, einem Hofdiener, der zwischen 1385 und circa 1475 wirkte. Das hier vorgestellte Werk in der von Ludovico Greco 1967 betreuten Ausgabe ist kein Roman im modernen Sinn, sondern eineheterogene Sammlung persönlicher Erinnerungen, Verzeichnisse von Monumenten, Beschreibungen von Ritualen und Anekdoten aus dem täglichen Hofleben der aragonesischen Königs- und Hofstadt Neapel, wo der Autor als Haushofmeister und Kellner unter verschiedenen Herrschern diente, von Ladislao di Durazzo bis Ferrante d’Aragona. Der Titel, der in der späteren Kritik eingeführt wurde, um die Neigung des Autors zur Übertreibung, Überhöhung und Selbstlob zu betonen, spiegelt die Persönlichkeit eines Mannes wider, der im hohen Alter von achtzig Jahren beschließt, alles niederzuschreiben, was er gesehen und gehört hat, und dabei objektive historische Daten mit fantastischen Erfindungen und persönlichen Einwürfen mischt. Geschrieben in einem äußerst lebendigen, archaischen Neapolitanisch, reich an idiomatischen Ausdrücken und fern von den Formalismen der literarischen toskanischen Sprache der damaligen Zeit, lässt sich der Text grob in drei Abschnitte gliedern: eine Bestandsaufnahme der Schönheiten und Vorzüge Neapels, eine Aufzählung der Könige und Königinnen, die auf dem Thron folgten, samt den wichtigsten Ereignissen, und schließlich ein eher persönlicherer Teil, der der eigenen Karriere und den Privilegien am Hof gewidmet ist. Aus historischer und anthropologischer Sicht ist das Werk von unschätzbarem Wert, da es einen einzigartigen Blick auf die materielle Kultur des Vierzehnten Jahrhunderts gewährt, indem es Bankette, Kleidung, standes- und dienende Hierarchien sowie städtische Transformationen der Stadt akribisch beschreibt – alles durch die Brille eines Bürgerlichen gefiltert, der es geschafft hat, die sozialen Hierarchien zu erklimmen und so zu einem privilegierten Zeugen der großen Ereignisse seiner Zeit zu werden. Diese Ausgabe von 1967 reiht sich in den Diskurs der kritischen Neuentdeckung De Rosas ein und wertet den Text nicht nur als sprachliches Dokument für das Studium des altnapolitanischen Dialekts, sondern als echtes Monument des kollektiven Gedächtnisses von Neapel, das die authentische und unbeschwerte Stimme eines Übergangszeitraums zwischen der angionischen und der aragonesischen Periode wiederzugeben vermag."
Der Band Il bugiardo napoletano gehört zu den lebendigsten und faszinierendsten Zeugnissen der volkstümlichen Literatur und der historiographischen Kleinformen des 15. Jahrhunderts. Er enthält die Memoiren und Chroniken von Loise De Rosa, einem Hofdiener, der zwischen 1385 und circa 1475 wirkte. Das hier vorgestellte Werk in der von Ludovico Greco 1967 betreuten Ausgabe ist kein Roman im modernen Sinn, sondern eineheterogene Sammlung persönlicher Erinnerungen, Verzeichnisse von Monumenten, Beschreibungen von Ritualen und Anekdoten aus dem täglichen Hofleben der aragonesischen Königs- und Hofstadt Neapel, wo der Autor als Haushofmeister und Kellner unter verschiedenen Herrschern diente, von Ladislao di Durazzo bis Ferrante d’Aragona. Der Titel, der in der späteren Kritik eingeführt wurde, um die Neigung des Autors zur Übertreibung, Überhöhung und Selbstlob zu betonen, spiegelt die Persönlichkeit eines Mannes wider, der im hohen Alter von achtzig Jahren beschließt, alles niederzuschreiben, was er gesehen und gehört hat, und dabei objektive historische Daten mit fantastischen Erfindungen und persönlichen Einwürfen mischt. Geschrieben in einem äußerst lebendigen, archaischen Neapolitanisch, reich an idiomatischen Ausdrücken und fern von den Formalismen der literarischen toskanischen Sprache der damaligen Zeit, lässt sich der Text grob in drei Abschnitte gliedern: eine Bestandsaufnahme der Schönheiten und Vorzüge Neapels, eine Aufzählung der Könige und Königinnen, die auf dem Thron folgten, samt den wichtigsten Ereignissen, und schließlich ein eher persönlicherer Teil, der der eigenen Karriere und den Privilegien am Hof gewidmet ist. Aus historischer und anthropologischer Sicht ist das Werk von unschätzbarem Wert, da es einen einzigartigen Blick auf die materielle Kultur des Vierzehnten Jahrhunderts gewährt, indem es Bankette, Kleidung, standes- und dienende Hierarchien sowie städtische Transformationen der Stadt akribisch beschreibt – alles durch die Brille eines Bürgerlichen gefiltert, der es geschafft hat, die sozialen Hierarchien zu erklimmen und so zu einem privilegierten Zeugen der großen Ereignisse seiner Zeit zu werden. Diese Ausgabe von 1967 reiht sich in den Diskurs der kritischen Neuentdeckung De Rosas ein und wertet den Text nicht nur als sprachliches Dokument für das Studium des altnapolitanischen Dialekts, sondern als echtes Monument des kollektiven Gedächtnisses von Neapel, das die authentische und unbeschwerte Stimme eines Übergangszeitraums zwischen der angionischen und der aragonesischen Periode wiederzugeben vermag."

