Bodenfliese - 17. Jahrhundert - Transsilvanisch






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Terrakotta-Transilvanien Ofenfliese aus dem späten 17. Jahrhundert, mit geometrischem X-Motiv und Rosetten sowie Doppelkopfadler, 21 × 21 × 5 cm, Gewicht 140 g, in gutem Zustand mit altersbedingten Gebrauchsspuren.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Diese quadratischen Fliesen mit geometrischen Einteilungen sind sehr charakteristisch für Transsylvanien, insbesondere das sächsische Gebiet. Sie markieren einen Übergang von den später gotischen Stilrichtungen zur Renaissance.
Material: Der rötlich-Orange Ton ist typisch für lokales alluviales Tonmaterial, das in den rumänischen Vorbergen vorkommt.
Datierung: Aufgrund der Schlichtheit des Reliefs und des geometrischen Aufbaus datieren sie vermutlich in das späte 17. Jahrhundert oder frühe 18. Jahrhundert.
Hier ist eine Aufschlüsselung dessen, was diese speziellen Fliesen zeigen:
1. Der Doppelkopfadler (Imperiales Motiv)
Dies ist das Symbol des Byzantinischen Reiches, später übernommen vom Russischen Reich und dem Österreichischen (Habsburgischen) Reich. In den rumänischen Großfürstentümern wurde er häufig von den Familien Cantacuzino und Mavrocordat verwendet.
Dass man ihn auf einer Ofenfliese sieht, deutet darauf hin, dass sie einer Person von hohem sozialen Stand gehörte—vielleicht einem lokalen Boyar (Adliger) oder einem hochrangigen Kleriker. Er steht für Autorität und Schutz.
2. Das geometrische „X“ und Rosetten
Die Rosette: Man erkennt kleine, kreisförmige Blütenformen (Rosetten) in den Ecken. Dies ist eines der ältesten Dekorationsmotive der Region, das aus vorchristlicher Zeit stammt und die Sonne symbolisiert.
Volksherkunft: Das „X“-Layout mit Lilien oder Tulpen ist ein klassisches Kennzeichen sächsischer (transsylvanischer) Werkstätten. Diese wurden oft in Zentren wie Brașov oder Sibiu hergestellt und über die Berge in Walachei und Moldau gehandelt.
Die Rückseite der Fliese (Die „Cupa“)
Das letzte Bild ist besonders interessant für Historiker:
Ruß und Kohle: Das dunkle, dunkle Innere zeigt, dass diese Fliese jahrelang (oder jahrhundertelang) direkt an der Hitzequelle saß.
Fingerabdrücke: Die kreisrunden Eindellungen sind wahrscheinlich Fingerabdrücke des Töpfers, der die nasse Tonmasse in die Form gedrückt hat.
Struktur: Diese Fliesen waren nicht flach; sie waren kastenförmig. Die „Kiste“ (die cupa) auf der Rückseite half, eine Lufttasche zu schaffen, die Wärme lange hielt und radierte, lange nachdem das Feuer im Ofen erloschen war.
Diese quadratischen Fliesen mit geometrischen Einteilungen sind sehr charakteristisch für Transsylvanien, insbesondere das sächsische Gebiet. Sie markieren einen Übergang von den später gotischen Stilrichtungen zur Renaissance.
Material: Der rötlich-Orange Ton ist typisch für lokales alluviales Tonmaterial, das in den rumänischen Vorbergen vorkommt.
Datierung: Aufgrund der Schlichtheit des Reliefs und des geometrischen Aufbaus datieren sie vermutlich in das späte 17. Jahrhundert oder frühe 18. Jahrhundert.
Hier ist eine Aufschlüsselung dessen, was diese speziellen Fliesen zeigen:
1. Der Doppelkopfadler (Imperiales Motiv)
Dies ist das Symbol des Byzantinischen Reiches, später übernommen vom Russischen Reich und dem Österreichischen (Habsburgischen) Reich. In den rumänischen Großfürstentümern wurde er häufig von den Familien Cantacuzino und Mavrocordat verwendet.
Dass man ihn auf einer Ofenfliese sieht, deutet darauf hin, dass sie einer Person von hohem sozialen Stand gehörte—vielleicht einem lokalen Boyar (Adliger) oder einem hochrangigen Kleriker. Er steht für Autorität und Schutz.
2. Das geometrische „X“ und Rosetten
Die Rosette: Man erkennt kleine, kreisförmige Blütenformen (Rosetten) in den Ecken. Dies ist eines der ältesten Dekorationsmotive der Region, das aus vorchristlicher Zeit stammt und die Sonne symbolisiert.
Volksherkunft: Das „X“-Layout mit Lilien oder Tulpen ist ein klassisches Kennzeichen sächsischer (transsylvanischer) Werkstätten. Diese wurden oft in Zentren wie Brașov oder Sibiu hergestellt und über die Berge in Walachei und Moldau gehandelt.
Die Rückseite der Fliese (Die „Cupa“)
Das letzte Bild ist besonders interessant für Historiker:
Ruß und Kohle: Das dunkle, dunkle Innere zeigt, dass diese Fliese jahrelang (oder jahrhundertelang) direkt an der Hitzequelle saß.
Fingerabdrücke: Die kreisrunden Eindellungen sind wahrscheinlich Fingerabdrücke des Töpfers, der die nasse Tonmasse in die Form gedrückt hat.
Struktur: Diese Fliesen waren nicht flach; sie waren kastenförmig. Die „Kiste“ (die cupa) auf der Rückseite half, eine Lufttasche zu schaffen, die Wärme lange hielt und radierte, lange nachdem das Feuer im Ofen erloschen war.
