AA. VV. - Officia [Bound w:] - Caeremoniale Ordinis Servorum - 1773
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Kompilation aus dem Jahr 1773, vorderseitig braunlederner Einband in Rom, Officia propria Ordinis Servorum B. Mariae Virginis gebunden mit Caeremoniale Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis; Lateinisch, 570 Seiten, AA. VV. zugeschrieben, Rom bei Michaelis Angeli Barbiellini gedruckt.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DAS GEHEIME DOPPELTE RITUAL DER DIENSTLEUTE MARIA'S: Zwischen MONASTISCHER DISCIPLINA und ROMANER WELTLICHKEIT
Dieses romanische Werk aus dem Jahr 1773 präsentiert sich als ein wirklich umfassendes Instrument des religiösen Lebens innerhalb des Ordens der Diener Mariä: Es sammelt nicht nur die Officia propria, also die Gebete und liturgischen Dienste des Ordens, sondern integriert auch das Caeremoniale, sprich den praktischen Kodex der Gesten, Haltungen und rituellen Handlungen. Es handelt sich damit um ein Buch, das „vollständig“ ist und sowohl das Wort als auch den Körper des Gläubigen regiert. Die zeitgenössische Einbandkunst vereinigt diese beiden Ebenen – Text und Praxis – in einem einzigen Objekt und macht es zu einem disziplinierenden und symbolischen Instrument mit großer Wirkung, in dem die Liturgie zum geregelten und sichtbaren Theater des Heiligen wird.
MARKTBEWERTUNG
Die Anwesenheit eines zusammengesetzten Volumens, das Officia + Caeremoniale „bound with“ ist, erhöht das kollektionsreiche Interesse gegenüber den einzelnen, losen Titeln deutlich. Für ähnliche romanische Ausgaben des 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischem, verziertem Einband liegt der Marktpreis zwischen 500 und 1.100 Euro.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Komposites Werk in zeitgenössischem Einband aus ganzem braunem Kalbsleder, Rücken mit Nervuren und reicher Golddekoration in floralen Eisenmustern, unterteilt in Felder, Streifen und Fries; schlichte Tafeln mit Gebrauchsspuren. Innenraum in der Regel gut erhalten, stabiles Papier mit leichten Vergilbungen und sporadischen Blüten. Erstes Titelblatt: Officia propria Ordinis Servorum B. Mariae Virginis (Rom, 1773). Zweiter Titelband mit dem ersten verbunden: Caeremoniale Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis (Rom, 1773), mit eigenem Frontispiz und Holzstich/Rahmenkupferstich. Insgesamt gute typografische Frische. In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte tragen, können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. S. (2); XX; 406; 160; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Officia propria Ordinis Servorum B. Mariae Virginis ex concessione Sedis Apostolicae, a Fratribus & Sororibus eiusdem Instituti recitanda.
[Bound w:]
Caeremoniale Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis.
Romae, MDCCLXXIII. Ex Typographia Michaelis Angeli Barbiellini.
AA. VV.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Vereinigung von Officia und Caeremoniale im selben Band stellt eine hochfunktionale und bedeutende redaktionelle Form dar: Einerseits der kodifizierte liturgische Wortlaut (Gebete, Dienste, Texte), andererseits seine praktische Übersetzung (Gesten, Bewegungen, rituelle Sequenzen). Dieses doppelte Register ist typisch für die post-tridentinische Kultur, die darauf abzielt, jeden Aspekt der religiösen Praxis zu standardisieren und zu kontrollieren. Im Fall der Diener Mariä, eines Ordnungswesens mit stark identitätsstiftendem und marianischem Fokus, stärkt diese Integration den inneren Zusammenhalt und die äußere Wiedererkennung. Das Volume wird damit nicht nur zu einem Buch, sondern zu einem echten Instrument der Ausbildung und Disziplin, beinahe zu einem „totalen Handbuch“ des religiösen Lebens, in dem das Heilige sich als ganzes System von Zeichen, Worten und Handlungen manifestiert.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Werk von institutioneller Natur, ohne individuellen Autor verfasst, unter der Autorität des Ordens der Diener Mariä und genehmigt vom Apostolischen Stuhl. Der Orden, in Florenz im XIII. Jahrhundert gegründet, entwickelte eine starke liturgische und devotionale Identität, konzentriert auf die Jungfrau Maria. Im 18. Jahrhundert entsprach die Produktion normativer Texte wie dieser dem Bedürfnis nach Einheitlichkeit und Kontrolle der religiösen Praxis. Der Typografie-Betrieb von Michaelis Angeli Barbiellini arbeitete in Rom in engem Kontakt zu kirchlichen Kreisen und produzierte offizielle Texte für den internen Umlauf der Orden.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgaben der Officia und der Caeremonialien wurden häufig aktualisiert und neu gedruckt. Die Entscheidung, sie zusammenzubinden, oft zeitgleich mit der Drucklegung oder wenig später, entsprach einem praktischen Bedürfnis: alles Notwendige für das alltägliche liturgische Leben in einem einzigen Band zu bieten. Die Ausgabe von 1773 zeugt von einer reifen und stabilisierten Phase der rituellen Regelung der Diener Mariä. Der Umlauf war überwiegend innerordentlich, doch Exemplare wie dieses konnten auch in Klosterbibliotheken oder kirchlichen Sammlungen gefunden werden.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU / OPAC SBN – Datensatz zu Officia und Caeremoniale Servorum Mariae, Rom 1773 (Suche nach Typografie Barbiellini)
Index typographorum Romanorum saeculi XVIII, s.v. Barbiellini
Infelise, M., L’editoria in Italia nel Settecento, Bari, pp. 185–210
Prodi, P., Il sacramento del potere, Bologna, pp. 312–340
Der Verkäufer stellt sich vor
DAS GEHEIME DOPPELTE RITUAL DER DIENSTLEUTE MARIA'S: Zwischen MONASTISCHER DISCIPLINA und ROMANER WELTLICHKEIT
Dieses romanische Werk aus dem Jahr 1773 präsentiert sich als ein wirklich umfassendes Instrument des religiösen Lebens innerhalb des Ordens der Diener Mariä: Es sammelt nicht nur die Officia propria, also die Gebete und liturgischen Dienste des Ordens, sondern integriert auch das Caeremoniale, sprich den praktischen Kodex der Gesten, Haltungen und rituellen Handlungen. Es handelt sich damit um ein Buch, das „vollständig“ ist und sowohl das Wort als auch den Körper des Gläubigen regiert. Die zeitgenössische Einbandkunst vereinigt diese beiden Ebenen – Text und Praxis – in einem einzigen Objekt und macht es zu einem disziplinierenden und symbolischen Instrument mit großer Wirkung, in dem die Liturgie zum geregelten und sichtbaren Theater des Heiligen wird.
MARKTBEWERTUNG
Die Anwesenheit eines zusammengesetzten Volumens, das Officia + Caeremoniale „bound with“ ist, erhöht das kollektionsreiche Interesse gegenüber den einzelnen, losen Titeln deutlich. Für ähnliche romanische Ausgaben des 18. Jahrhunderts mit zeitgenössischem, verziertem Einband liegt der Marktpreis zwischen 500 und 1.100 Euro.
PHYSICALE BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Komposites Werk in zeitgenössischem Einband aus ganzem braunem Kalbsleder, Rücken mit Nervuren und reicher Golddekoration in floralen Eisenmustern, unterteilt in Felder, Streifen und Fries; schlichte Tafeln mit Gebrauchsspuren. Innenraum in der Regel gut erhalten, stabiles Papier mit leichten Vergilbungen und sporadischen Blüten. Erstes Titelblatt: Officia propria Ordinis Servorum B. Mariae Virginis (Rom, 1773). Zweiter Titelband mit dem ersten verbunden: Caeremoniale Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis (Rom, 1773), mit eigenem Frontispiz und Holzstich/Rahmenkupferstich. Insgesamt gute typografische Frische. In alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte tragen, können einige Ungenauigkeiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. S. (2); XX; 406; 160; (2).
VOLLSTÄNDIGER TITEL UND AUTOR
Officia propria Ordinis Servorum B. Mariae Virginis ex concessione Sedis Apostolicae, a Fratribus & Sororibus eiusdem Instituti recitanda.
[Bound w:]
Caeremoniale Ordinis Servorum Beatae Mariae Virginis.
Romae, MDCCLXXIII. Ex Typographia Michaelis Angeli Barbiellini.
AA. VV.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Die Vereinigung von Officia und Caeremoniale im selben Band stellt eine hochfunktionale und bedeutende redaktionelle Form dar: Einerseits der kodifizierte liturgische Wortlaut (Gebete, Dienste, Texte), andererseits seine praktische Übersetzung (Gesten, Bewegungen, rituelle Sequenzen). Dieses doppelte Register ist typisch für die post-tridentinische Kultur, die darauf abzielt, jeden Aspekt der religiösen Praxis zu standardisieren und zu kontrollieren. Im Fall der Diener Mariä, eines Ordnungswesens mit stark identitätsstiftendem und marianischem Fokus, stärkt diese Integration den inneren Zusammenhalt und die äußere Wiedererkennung. Das Volume wird damit nicht nur zu einem Buch, sondern zu einem echten Instrument der Ausbildung und Disziplin, beinahe zu einem „totalen Handbuch“ des religiösen Lebens, in dem das Heilige sich als ganzes System von Zeichen, Worten und Handlungen manifestiert.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Werk von institutioneller Natur, ohne individuellen Autor verfasst, unter der Autorität des Ordens der Diener Mariä und genehmigt vom Apostolischen Stuhl. Der Orden, in Florenz im XIII. Jahrhundert gegründet, entwickelte eine starke liturgische und devotionale Identität, konzentriert auf die Jungfrau Maria. Im 18. Jahrhundert entsprach die Produktion normativer Texte wie dieser dem Bedürfnis nach Einheitlichkeit und Kontrolle der religiösen Praxis. Der Typografie-Betrieb von Michaelis Angeli Barbiellini arbeitete in Rom in engem Kontakt zu kirchlichen Kreisen und produzierte offizielle Texte für den internen Umlauf der Orden.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Die Ausgaben der Officia und der Caeremonialien wurden häufig aktualisiert und neu gedruckt. Die Entscheidung, sie zusammenzubinden, oft zeitgleich mit der Drucklegung oder wenig später, entsprach einem praktischen Bedürfnis: alles Notwendige für das alltägliche liturgische Leben in einem einzigen Band zu bieten. Die Ausgabe von 1773 zeugt von einer reifen und stabilisierten Phase der rituellen Regelung der Diener Mariä. Der Umlauf war überwiegend innerordentlich, doch Exemplare wie dieses konnten auch in Klosterbibliotheken oder kirchlichen Sammlungen gefunden werden.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
ICCU / OPAC SBN – Datensatz zu Officia und Caeremoniale Servorum Mariae, Rom 1773 (Suche nach Typografie Barbiellini)
Index typographorum Romanorum saeculi XVIII, s.v. Barbiellini
Infelise, M., L’editoria in Italia nel Settecento, Bari, pp. 185–210
Prodi, P., Il sacramento del potere, Bologna, pp. 312–340
