Crasso - Patritiorum Venetorum - 1612





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE VENEZIANISCHEN PATRIZIER VON NICOLÒ CRASSO ZWISCHEN REDNERKUNST, MACHT UND POLITISCHER ERINNERUNG
Elegie für die Bürgerschaft, monument der Rhetorik und Instrument politischer Legitimierung: Die Elogia Patritiorum Venetorum von Nicolò Crasso reiht sich in die große venezianische humanistische Tradition ein, als feierliche Darstellung der führenden Klasse der Serenissima. Gedruckt in Venedig im Jahr 1612, wird in dem Werk durch eine Reihe lateinischer Loblieder eine wahre Galerie moralischer und politischer Porträts der Patrizier geschaffen, indem klassische Rhetorik, historische Erinnerung und republikanische Ideologie verschmolzen werden. Die hier dokumentierten Seiten zeigen die gegliederte Struktur des Werks: Vorworte, gewidmet bedeutenden Persönlichkeiten, geornamentierte Holzschnitt-Inkseiten und eine feierliche Typografie, in einem typografischen Gleichgewicht, das die Würde des Inhalts widerspiegelt. Der Band präsentiert sich als Spiegel der venezianischen Noblesse, in dem bürgerliche Tugenden, militärischer Ruhm und kultureller Prestigewert zu einer kohärenten und feierlichen Darstellung aristokratischen Machterhalts verschmelzen.
MARKTWERTE
Exemplare dieser venezianischen Ausgabe von 1612 liegen im Allgemeinen zwischen 800 und 1.000 Euro, mit signifikanten Variationen in Abhängigkeit vom Zustand der Einbandung und der Frische des Papiers.
PHYSISCHER BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössischer Pergamenteinband in rohem Leder mit Abrieb, Flecken, Deformationen und sichtbaren Restaurierungen entlang des Rückens und an den Ecken; Gebrauchsspuren insbesondere an den Kopfelzonen. Vorderdeckel mit zentraler Druckmarke (verflochtene Anker innerhalb ornamentaler Umrandung). Blätter mit einigen physiologischen Vergilbungen. Vorhandensein von holzschnitzerschnitzungsartigen Initialen und dekorativen Anfangsbuchstaben. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einigeUnvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (2); 108; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDER UND AUTOR
Elogia Patritiorum Venetorum.
Venetiis, apud Evangelistam Deuchinum, 1612.
Nicolò Crasso.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk reiht sich in die Tradition der humanistischen Elogien ein, eines literarischen Genres, das darauf abzielt, herausragende Figuren durch eine Sprache zu feiern, die stark auf die klassische Rhetorik ausgerichtet ist. Im venezianischen Kontext des frühen 17. Jahrhunderts übernimmt diese Art von Produktion eine konkrete politische Funktion: Die Identität und Legitimität der Patrizierklasse durch die Narration ihrer individuellen und kollektiven Tugenden zu festigen. Die Texte, die Persönlichkeiten wie Leonardo Donato oder Carlo Zeno gewidmet sind, zeigen, wie historische Erinnerung selektiert und zielgerichtet exemplarisch organisiert wird, wodurch Biografie zu einem Paradigma wird. Die Anwesenheit von Widmungen an Senatoren und Würdenträgern verdeutlicht zudem die direkte Verbindung zwischen Autor und politischer Elite und macht den Band nicht nur zu einem literarischen Werk, sondern auch zu einem Instrument der Beziehungspflege und Repräsentation. Typografisch spiegelt die Ausgabe die qualitative Stufe des venezianischen Druckwesens der Epoche wider, mit einem maßvollen, aber wirkungsvollen Einsatz ornamentalem Beiwerk.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Nicolò Crasso (Nicolaus Crassus Iunior), zwischen dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert aktiv, war Humanist und Autor, der mit dem venezianischen kulturellen Umfeld verbunden war. Seine Werke stehen in der encomiastischen und feierlichen Tradition, mit besonderem Blick auf die Geschichte und die Institutionen der Serenissima. Durch die Elogia trägt Crasso zur Konstruktion einer kodifizierten aristokratischen Erinnerung bei, in der lateinische Rhetorik zum Instrument politischer und kultureller Legitimierung wird.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Gedruckt in Venedig im Jahr 1612 von Evangelista Deuchino, gehört das Werk zu einer Reifephase des venezianischen Buchdrucks, der längst in die europäischen Buchzirkulationen integriert war. Die Ausgaben von encomiastischen Werken, die der Elite vorbehalten waren, hatten eine relativ selektive Verbreitung, häufig in akademischen und institutionellen Kontexten. Die Druckqualität und das Vorhandensein der Druckmarke belegen die Stabilität der Deuchino-Werkstatt, die in der Produktion humanistischer und rechtlicher Texte tätig war.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNIS
EDIT16 (ICCU): CRASSI Nicolai, Elogia Patritiorum Venetorum, Venezia 1612 (Nummer zu überprüfen)
ICCU/OPAC SBN: record für edizione Venetiis, Deuchinum, 1612 (spezifische Identifikationsnummer prüfen)
USTC: Einträge zu Crassus, Elogia Venetorum, 1612 (Nummer zu überprüfen)
WorldCat: Nicolai Crassi Iunioris Elogia Patritiorum Venetorum, Venezia 1612 (mehrere Einträge)
Cicogna, Emmanuele Antonio, Delle iscrizioni veneziane, Venezia, Band IV, S. 112-115 (historischer patriziatischer Kontext)
Grendler, Paul F., The Universities of the Italian Renaissance, Baltimore 2002, S. 310-315 (venezianische humanistische Kultur)
Quondam, Amedeo, La letteratura encomiastica nel Rinascimento, Rom, S. 145-172
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE VENEZIANISCHEN PATRIZIER VON NICOLÒ CRASSO ZWISCHEN REDNERKUNST, MACHT UND POLITISCHER ERINNERUNG
Elegie für die Bürgerschaft, monument der Rhetorik und Instrument politischer Legitimierung: Die Elogia Patritiorum Venetorum von Nicolò Crasso reiht sich in die große venezianische humanistische Tradition ein, als feierliche Darstellung der führenden Klasse der Serenissima. Gedruckt in Venedig im Jahr 1612, wird in dem Werk durch eine Reihe lateinischer Loblieder eine wahre Galerie moralischer und politischer Porträts der Patrizier geschaffen, indem klassische Rhetorik, historische Erinnerung und republikanische Ideologie verschmolzen werden. Die hier dokumentierten Seiten zeigen die gegliederte Struktur des Werks: Vorworte, gewidmet bedeutenden Persönlichkeiten, geornamentierte Holzschnitt-Inkseiten und eine feierliche Typografie, in einem typografischen Gleichgewicht, das die Würde des Inhalts widerspiegelt. Der Band präsentiert sich als Spiegel der venezianischen Noblesse, in dem bürgerliche Tugenden, militärischer Ruhm und kultureller Prestigewert zu einer kohärenten und feierlichen Darstellung aristokratischen Machterhalts verschmelzen.
MARKTWERTE
Exemplare dieser venezianischen Ausgabe von 1612 liegen im Allgemeinen zwischen 800 und 1.000 Euro, mit signifikanten Variationen in Abhängigkeit vom Zustand der Einbandung und der Frische des Papiers.
PHYSISCHER BESCHREIBUNG UND ZUSTAND
Zeitgenössischer Pergamenteinband in rohem Leder mit Abrieb, Flecken, Deformationen und sichtbaren Restaurierungen entlang des Rückens und an den Ecken; Gebrauchsspuren insbesondere an den Kopfelzonen. Vorderdeckel mit zentraler Druckmarke (verflochtene Anker innerhalb ornamentaler Umrandung). Blätter mit einigen physiologischen Vergilbungen. Vorhandensein von holzschnitzerschnitzungsartigen Initialen und dekorativen Anfangsbuchstaben. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einigeUnvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (2); 108; 2nn; (2).
VOLLSTÄNDER UND AUTOR
Elogia Patritiorum Venetorum.
Venetiis, apud Evangelistam Deuchinum, 1612.
Nicolò Crasso.
KONTEXT UND BEDEUTUNG
Das Werk reiht sich in die Tradition der humanistischen Elogien ein, eines literarischen Genres, das darauf abzielt, herausragende Figuren durch eine Sprache zu feiern, die stark auf die klassische Rhetorik ausgerichtet ist. Im venezianischen Kontext des frühen 17. Jahrhunderts übernimmt diese Art von Produktion eine konkrete politische Funktion: Die Identität und Legitimität der Patrizierklasse durch die Narration ihrer individuellen und kollektiven Tugenden zu festigen. Die Texte, die Persönlichkeiten wie Leonardo Donato oder Carlo Zeno gewidmet sind, zeigen, wie historische Erinnerung selektiert und zielgerichtet exemplarisch organisiert wird, wodurch Biografie zu einem Paradigma wird. Die Anwesenheit von Widmungen an Senatoren und Würdenträgern verdeutlicht zudem die direkte Verbindung zwischen Autor und politischer Elite und macht den Band nicht nur zu einem literarischen Werk, sondern auch zu einem Instrument der Beziehungspflege und Repräsentation. Typografisch spiegelt die Ausgabe die qualitative Stufe des venezianischen Druckwesens der Epoche wider, mit einem maßvollen, aber wirkungsvollen Einsatz ornamentalem Beiwerk.
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Nicolò Crasso (Nicolaus Crassus Iunior), zwischen dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert aktiv, war Humanist und Autor, der mit dem venezianischen kulturellen Umfeld verbunden war. Seine Werke stehen in der encomiastischen und feierlichen Tradition, mit besonderem Blick auf die Geschichte und die Institutionen der Serenissima. Durch die Elogia trägt Crasso zur Konstruktion einer kodifizierten aristokratischen Erinnerung bei, in der lateinische Rhetorik zum Instrument politischer und kultureller Legitimierung wird.
DRUCKGESCHICHTE UND VERBREITUNG
Gedruckt in Venedig im Jahr 1612 von Evangelista Deuchino, gehört das Werk zu einer Reifephase des venezianischen Buchdrucks, der längst in die europäischen Buchzirkulationen integriert war. Die Ausgaben von encomiastischen Werken, die der Elite vorbehalten waren, hatten eine relativ selektive Verbreitung, häufig in akademischen und institutionellen Kontexten. Die Druckqualität und das Vorhandensein der Druckmarke belegen die Stabilität der Deuchino-Werkstatt, die in der Produktion humanistischer und rechtlicher Texte tätig war.
BIBLIOGRAPHIE UND VERZEICHNIS
EDIT16 (ICCU): CRASSI Nicolai, Elogia Patritiorum Venetorum, Venezia 1612 (Nummer zu überprüfen)
ICCU/OPAC SBN: record für edizione Venetiis, Deuchinum, 1612 (spezifische Identifikationsnummer prüfen)
USTC: Einträge zu Crassus, Elogia Venetorum, 1612 (Nummer zu überprüfen)
WorldCat: Nicolai Crassi Iunioris Elogia Patritiorum Venetorum, Venezia 1612 (mehrere Einträge)
Cicogna, Emmanuele Antonio, Delle iscrizioni veneziane, Venezia, Band IV, S. 112-115 (historischer patriziatischer Kontext)
Grendler, Paul F., The Universities of the Italian Renaissance, Baltimore 2002, S. 310-315 (venezianische humanistische Kultur)
Quondam, Amedeo, La letteratura encomiastica nel Rinascimento, Rom, S. 145-172
