Ballexserd - Éducation Médicinale des Enfans - 1754





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Die Kindheit als Schlachtfeld: Der Arzt versucht, Kinder dem Tod zu entreißen
Wichtige und ungewöhnliche französische pädiatrische Abhandlung der Mitte des 18. Jahrhunderts, Werk des Pariser Arztes Jacques Ballexserd (1726-1774), einer der maßgeblichen Gestalten in der Geschichte der Kinderheilkunde. In einer Epoche, in der die Sterblichkeit von Kindern dramatische Ausmaße annahm und viele Erkrankungen der Kindheit noch von Volksglauben und empirischen Praktiken umgeben waren, stellte dieses Essay einen der ersten systematischen Versuche dar, Bewegungserziehung und Gesundheit von jungen Menschen wissenschaftlich zu behandeln. Das Werk reflektiert voller Geist der Aufklärung den klinischen Blick, Prävention, Hygiene und medizinische Pedagogik. Die beiden Bände tragen eine elegante, zeitgenössische französische Halblederbindung in volllederner Ausstattung mit marmorbeschichteten Deckeln und reicher goldener Blütenverzierung an den Rücken, Zeugnis einer Buchproduktion für ein gebildetes und professionelles Publikum.
MARKET VALUE
Vollständige zwei Bände der Pariser Ausgabe von 1754 erscheinen auf dem internationalen Antiquariatsmarkt relativ selten. Gut erhaltene Exemplare mit zeitgenössischer französischer Bindung erreichen in der Regel Werte zwischen 400 und 800 Euro, mit Höchstwerten für besonders frische, vollständige Exemplare aus historischen Bibliotheken. Die Anwesenheit der Originalbindung aus dem 18. Jahrhundert ist ein bedeutendes Sammlerinteresse.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Bindungen in volllederner, bräunlicher Marmorbändung, Rücken mit Goldornamenten und florale Schnitte, Indexsteine. Seiten mit leichter Braunfärbung und Geäst, Randflecken. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (4); 8nn; 72; 404; (4). (4); 8; 368; 4nn; (4).
FULL TITLE AND AUTHOR
Ballexserd, Jacques.
Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans, et sur leurs Maladies.
Paris, Chez la Veuve Cavelier & Fils, 1754.
2 Bände.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Dieses Werk nimmt eine herausragende Stellung in der Entstehung der modernen Pädiatrie ein. Ballexserd behandelt damals innovative Themen: Stillen, Säuglingsernährung, körperliche Deformationen durch zu enge Wickel, häusliche Hygiene, Prävention ansteckender Krankheiten und die Körpererziehung während des Wachstums. Der Genfer Arzt lehnt viele traditionelle Praktiken ab, die er als schädlich ansieht, und ist der Ansicht, dass die Gesundheit des Kindes schon von den ersten Lebenstagen an beobachtet werden muss. Besonders interessant ist der aufklärerische Präventionsansatz: Das Kind wird nicht mehr als eine kleine Version eines Erwachsenen betrachtet, sondern als Organismus mit spezifischen physiologischen Bedürfnissen. Dem Werk kommt breiter Raum für die häufigsten Kinderkrankheiten zu, darunter Krämpfe, Wurmbefall, Pocken, Windpocken, Scharlach und andere epidemische Krankheiten, die im 18. Jahrhundert zu einer der Haupttodursachen gehörten. Die Abhandlung fügt sich in die breitere europäische Debatte über natürliche Erziehung und Reformen medizinischer Praktiken ein, die in Rousseaus Schriften und in der französischen Aufklärungsmedizin der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Widerhall fand.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Jacques Ballexserd wurde 1726 in Genf geboren und starb 1774. Er studierte Medizin und wurde eine der einflussreichsten Figuren im Bereich der öffentlichen Hygiene und der Kinderheilkunde. Er war Mitglied bedeutender europäischer wissenschaftlicher Akademien und zeichnete sich durch die Verbreitung präventiver Praktiken zum Schutz der Kindheit aus. Seine Schriften trugen maßgeblich zur Entwicklung der Pädiatrie als eigenständige Disziplin und zur Verbreitung einer modernen Vorstellung von gesundheitlicher Bildung bei.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Der Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans war eines der Werke, die Ballexserds europäisches Ansehen festigten. Gedruckt in Paris in der berühmten Werkstatt der Veuve Cavelier, erlangte der Traktat eine beachtliche Verbreitung in medizinischen und pädagogischen Kreisen der Aufklärung. Die nachfolgenden Neuauflagen und Übersetzungen belegen das Interesse von Ärzten, Erziehern und öffentlichen Verwaltungen, sich für die Reduktion der Kindersterblichkeit einzusetzen.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Bibliothèque nationale de France, Catalogue général, Jacques Ballexserd, Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans, Paris, 1754.
WorldCat, Ausgaben von 1754 und nachfolgende Auflagen.
Wellcome Collection, historische medizinische Kataloge der Kinderheilkunde des 18. Jahrhunderts.
NLM (National Library of Medicine), Historical Collections on Pediatrics and Child Health.
Dictionnaire historique de la médecine, Eintrag Ballexserd, Jacques.
Hirsch, Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker, Eintrag Ballexserd.
ICCU/OPAC SBN, Exemplare in italienischen Bibliotheken.
Catalogue collectif de France (CCFr), bibliografische Aufzeichnungen der Pariser Ausgabe von 1754.
Der Verkäufer stellt sich vor
Die Kindheit als Schlachtfeld: Der Arzt versucht, Kinder dem Tod zu entreißen
Wichtige und ungewöhnliche französische pädiatrische Abhandlung der Mitte des 18. Jahrhunderts, Werk des Pariser Arztes Jacques Ballexserd (1726-1774), einer der maßgeblichen Gestalten in der Geschichte der Kinderheilkunde. In einer Epoche, in der die Sterblichkeit von Kindern dramatische Ausmaße annahm und viele Erkrankungen der Kindheit noch von Volksglauben und empirischen Praktiken umgeben waren, stellte dieses Essay einen der ersten systematischen Versuche dar, Bewegungserziehung und Gesundheit von jungen Menschen wissenschaftlich zu behandeln. Das Werk reflektiert voller Geist der Aufklärung den klinischen Blick, Prävention, Hygiene und medizinische Pedagogik. Die beiden Bände tragen eine elegante, zeitgenössische französische Halblederbindung in volllederner Ausstattung mit marmorbeschichteten Deckeln und reicher goldener Blütenverzierung an den Rücken, Zeugnis einer Buchproduktion für ein gebildetes und professionelles Publikum.
MARKET VALUE
Vollständige zwei Bände der Pariser Ausgabe von 1754 erscheinen auf dem internationalen Antiquariatsmarkt relativ selten. Gut erhaltene Exemplare mit zeitgenössischer französischer Bindung erreichen in der Regel Werte zwischen 400 und 800 Euro, mit Höchstwerten für besonders frische, vollständige Exemplare aus historischen Bibliotheken. Die Anwesenheit der Originalbindung aus dem 18. Jahrhundert ist ein bedeutendes Sammlerinteresse.
PHYSICAL DESCRIPTION AND CONDITION
Zeitgenössische Bindungen in volllederner, bräunlicher Marmorbändung, Rücken mit Goldornamenten und florale Schnitte, Indexsteine. Seiten mit leichter Braunfärbung und Geäst, Randflecken. Bei alten Büchern, die eine jahrhundertelange Geschichte haben, können einige Unvollkommenheiten vorhanden sein, die in der Beschreibung nicht immer erfasst werden. Pp. (4); 8nn; 72; 404; (4). (4); 8; 368; 4nn; (4).
FULL TITLE AND AUTHOR
Ballexserd, Jacques.
Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans, et sur leurs Maladies.
Paris, Chez la Veuve Cavelier & Fils, 1754.
2 Bände.
CONTEXT AND SIGNIFICANCE
Dieses Werk nimmt eine herausragende Stellung in der Entstehung der modernen Pädiatrie ein. Ballexserd behandelt damals innovative Themen: Stillen, Säuglingsernährung, körperliche Deformationen durch zu enge Wickel, häusliche Hygiene, Prävention ansteckender Krankheiten und die Körpererziehung während des Wachstums. Der Genfer Arzt lehnt viele traditionelle Praktiken ab, die er als schädlich ansieht, und ist der Ansicht, dass die Gesundheit des Kindes schon von den ersten Lebenstagen an beobachtet werden muss. Besonders interessant ist der aufklärerische Präventionsansatz: Das Kind wird nicht mehr als eine kleine Version eines Erwachsenen betrachtet, sondern als Organismus mit spezifischen physiologischen Bedürfnissen. Dem Werk kommt breiter Raum für die häufigsten Kinderkrankheiten zu, darunter Krämpfe, Wurmbefall, Pocken, Windpocken, Scharlach und andere epidemische Krankheiten, die im 18. Jahrhundert zu einer der Haupttodursachen gehörten. Die Abhandlung fügt sich in die breitere europäische Debatte über natürliche Erziehung und Reformen medizinischer Praktiken ein, die in Rousseaus Schriften und in der französischen Aufklärungsmedizin der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Widerhall fand.
BIOGRAPHY OF THE AUTHOR
Jacques Ballexserd wurde 1726 in Genf geboren und starb 1774. Er studierte Medizin und wurde eine der einflussreichsten Figuren im Bereich der öffentlichen Hygiene und der Kinderheilkunde. Er war Mitglied bedeutender europäischer wissenschaftlicher Akademien und zeichnete sich durch die Verbreitung präventiver Praktiken zum Schutz der Kindheit aus. Seine Schriften trugen maßgeblich zur Entwicklung der Pädiatrie als eigenständige Disziplin und zur Verbreitung einer modernen Vorstellung von gesundheitlicher Bildung bei.
PRINTING HISTORY AND CIRCULATION
Der Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans war eines der Werke, die Ballexserds europäisches Ansehen festigten. Gedruckt in Paris in der berühmten Werkstatt der Veuve Cavelier, erlangte der Traktat eine beachtliche Verbreitung in medizinischen und pädagogischen Kreisen der Aufklärung. Die nachfolgenden Neuauflagen und Übersetzungen belegen das Interesse von Ärzten, Erziehern und öffentlichen Verwaltungen, sich für die Reduktion der Kindersterblichkeit einzusetzen.
BIBLIOGRAPHY AND REFERENCES
Bibliothèque nationale de France, Catalogue général, Jacques Ballexserd, Essai sur l’Éducation Médicinale des Enfans, Paris, 1754.
WorldCat, Ausgaben von 1754 und nachfolgende Auflagen.
Wellcome Collection, historische medizinische Kataloge der Kinderheilkunde des 18. Jahrhunderts.
NLM (National Library of Medicine), Historical Collections on Pediatrics and Child Health.
Dictionnaire historique de la médecine, Eintrag Ballexserd, Jacques.
Hirsch, Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker, Eintrag Ballexserd.
ICCU/OPAC SBN, Exemplare in italienischen Bibliotheken.
Catalogue collectif de France (CCFr), bibliografische Aufzeichnungen der Pariser Ausgabe von 1754.
