Griechenland - Lesbe; Henri de Beauvau - Mitileme - 1615






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Alte kupferstichkarte der Insel Lesbos (Mitileme) von Henri de Beauvau, erschienen bei Jacob Garnich in Nancy, 1615, handfarbige Druckversion auf altes Ragpapier, Blatt ca. 23 × 18 cm, Abdruck ca. 15 × 11 cm, in gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Technische Daten
Typ: Alte geografische Karte
Titel: Mitileme (Mitilene – Insel Lesbos, Griechenland)
Autor: Henri de Beauvau
Verleger/ Drucker: Jacob Garnich
Ort: Nancy, Herzogtum Lothringen
Epoche/Datum: 1615
Technik: Kupferstich (Chalcografie) auf Kupfer, Kaltnadel und Aquafort
Unterlage: Altes, Büttenpapier mit Wasserzeichen
Abmessungen: Blatt ca. 23 × 18 cm; Abdruck der Gravur ca. 15 × 11 cm
Zusammensetzung: Kalographische Tafel aus dem Werk "Relation journalière du voyage du Levant".
Beschreibung
Rarität einer alten Geografie-Karte, die die Insel Mitilene (heute Lesbos) zeigt, aus der berühmten Reise- und Beschreibungsobra "Relation journalière du voyage du Levant", veröffentlicht in Nancy 1615 von Henri de Beauvau. Die Tafel stellt die Insel gemäß der typischen Ikonografie der Isolaren des späten 16. und 17. Jahrhunderts dar, mit einer beschreibenden und narrativen Darstellung des Gebietes, die der modernen wissenschaftlichen Kartografie vorausgeht.
Die Komposition zeigt die Insel geteilt nach geographischen Zonen und nummerierten Siedlungen, die durch eine Legende unter dem Bild referenziert werden. Hervorzuheben ist die befestigte Stadt Metelin (Mitilene), dargestellt als imposante urbane und militärische Anlage, daneben Häfen, Buchten, Vorgebirge, Gebirgszüge und besiedelte Zentren, die sich über das gesamte Gebiet verteilen. Die grafische Anordnung folgt der Tradition der mediterranen Inselkarten des späten 15. bis 16. Jahrhunderts, in denen die geografische Funktion mit der beschreibenden und dokumentarischen Funktion verschmilzt.
Der Stich weist eine klare und präzise Linie auf, mit einem bildlichen Stil, der die Lesbarkeit der Landschaft und der städtischen Strukturen bevorzugt. Das Gesamtkunstwerk ist eine bedeutende Zeugnis der westlichen Kenntnis des Ägäischen Raums und des ottomanischen Levants zu Beginn des 17. Jahrhunderts, in einer Zeit intensiver diplomatischer, kommerzieller und religiöser Aktivitäten zwischen Europa und dem Osten.
Historisch-artistische Anmerkung
Henri de Beauvau (1575–1635), lothringischer Adliger und Krieger, publizierte 1615 das Werk "Relation journalière du voyage du Levant", einen Bericht über seine Reise durch das östliche Mittelmeer und die Gebiete des Osmanischen Reiches. Das Werk gilt als eine der wichtigsten französischen Quellen zum Levante im frühen 17. Jahrhundert und wurde mit zahlreichen Kalographien-Tafeln illustriert, die Städte, Inseln und besuchte Orte zeigen.
Die im Band enthaltenen Karten spiegeln den Einfluss venezianischer Inselkarten des 16. Jahrhunderts wider und bilden eine wertvolle Synthese aus direkter Beobachtung, renaissance-geografischer Tradition und didaktischer Zielsetzung. Die Originaltafeln aus diesem Werk sind heute am Antiquariatsmarkt selten.
Zustandsbericht
Exemplar gedruckt auf altes, geleimtes Büttenpapier mit guten Rändern. Normaler Alterungszustand, leichte Oxidationen und gebräuntes Foxing. Vorhanden ist ein kleines Randriss am rechten Blattrand, der den gravierten Bereich und den Text nicht beeinträchtigt. Insgesamt gut erhalten, mit noch gut lesbarem und scharfem Kalendkraftraum. Originaler Drucktext vorhanden. Allgemeiner Erhaltungszustand gut für ein Werk des frühen 17. Jahrhunderts.
Technische Daten
Typ: Alte geografische Karte
Titel: Mitileme (Mitilene – Insel Lesbos, Griechenland)
Autor: Henri de Beauvau
Verleger/ Drucker: Jacob Garnich
Ort: Nancy, Herzogtum Lothringen
Epoche/Datum: 1615
Technik: Kupferstich (Chalcografie) auf Kupfer, Kaltnadel und Aquafort
Unterlage: Altes, Büttenpapier mit Wasserzeichen
Abmessungen: Blatt ca. 23 × 18 cm; Abdruck der Gravur ca. 15 × 11 cm
Zusammensetzung: Kalographische Tafel aus dem Werk "Relation journalière du voyage du Levant".
Beschreibung
Rarität einer alten Geografie-Karte, die die Insel Mitilene (heute Lesbos) zeigt, aus der berühmten Reise- und Beschreibungsobra "Relation journalière du voyage du Levant", veröffentlicht in Nancy 1615 von Henri de Beauvau. Die Tafel stellt die Insel gemäß der typischen Ikonografie der Isolaren des späten 16. und 17. Jahrhunderts dar, mit einer beschreibenden und narrativen Darstellung des Gebietes, die der modernen wissenschaftlichen Kartografie vorausgeht.
Die Komposition zeigt die Insel geteilt nach geographischen Zonen und nummerierten Siedlungen, die durch eine Legende unter dem Bild referenziert werden. Hervorzuheben ist die befestigte Stadt Metelin (Mitilene), dargestellt als imposante urbane und militärische Anlage, daneben Häfen, Buchten, Vorgebirge, Gebirgszüge und besiedelte Zentren, die sich über das gesamte Gebiet verteilen. Die grafische Anordnung folgt der Tradition der mediterranen Inselkarten des späten 15. bis 16. Jahrhunderts, in denen die geografische Funktion mit der beschreibenden und dokumentarischen Funktion verschmilzt.
Der Stich weist eine klare und präzise Linie auf, mit einem bildlichen Stil, der die Lesbarkeit der Landschaft und der städtischen Strukturen bevorzugt. Das Gesamtkunstwerk ist eine bedeutende Zeugnis der westlichen Kenntnis des Ägäischen Raums und des ottomanischen Levants zu Beginn des 17. Jahrhunderts, in einer Zeit intensiver diplomatischer, kommerzieller und religiöser Aktivitäten zwischen Europa und dem Osten.
Historisch-artistische Anmerkung
Henri de Beauvau (1575–1635), lothringischer Adliger und Krieger, publizierte 1615 das Werk "Relation journalière du voyage du Levant", einen Bericht über seine Reise durch das östliche Mittelmeer und die Gebiete des Osmanischen Reiches. Das Werk gilt als eine der wichtigsten französischen Quellen zum Levante im frühen 17. Jahrhundert und wurde mit zahlreichen Kalographien-Tafeln illustriert, die Städte, Inseln und besuchte Orte zeigen.
Die im Band enthaltenen Karten spiegeln den Einfluss venezianischer Inselkarten des 16. Jahrhunderts wider und bilden eine wertvolle Synthese aus direkter Beobachtung, renaissance-geografischer Tradition und didaktischer Zielsetzung. Die Originaltafeln aus diesem Werk sind heute am Antiquariatsmarkt selten.
Zustandsbericht
Exemplar gedruckt auf altes, geleimtes Büttenpapier mit guten Rändern. Normaler Alterungszustand, leichte Oxidationen und gebräuntes Foxing. Vorhanden ist ein kleines Randriss am rechten Blattrand, der den gravierten Bereich und den Text nicht beeinträchtigt. Insgesamt gut erhalten, mit noch gut lesbarem und scharfem Kalendkraftraum. Originaler Drucktext vorhanden. Allgemeiner Erhaltungszustand gut für ein Werk des frühen 17. Jahrhunderts.
