Sessel - Walnuss - Seltenes Bürosessel.





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Geschätzter Zeitraum: spätes 16. Jahrhundert bis frühes 17. Jahrhundert; Material: Walnuss-Holz; Stil: historisch neorenaissance (kontinentale Renaissance).
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Gegenstand der Auktion ist ein einzigartiger, monumentaler Büro- bzw. Kanzleistuhl mit seltener Drehkonstruktion. Das Möbelstück repräsentiert einen historisierenden Stilzugang (kontinentaler Neorenaissance), der direkt aus dem französischen höfischen Möbelbau des 16. und 17. Jahrhunderts schöpft. Der präsentierte Exemplar zeichnet sich durch herausragendes Schnitzhandwerk aus und wurde nach handwerklichen Methoden gefertigt, vor der Ära der Massenproduktion.
Das Möbelstück repräsentiert eine historische und auf dem Antiquitätenmarkt außerordentlich seltene Form eines Sessels des Typs Caqueteuse (oder Chaise caquetoire). Dieser Begriff stammt aus dem alten Französischen und bezeichnet Möbel, die zum freien Gespräch dienen; er bezieht sich auf eine spezifische, schlanke Geometrie der Rückenlehne, offene, abgerundete Armlehnen sowie einen trapez- oder dreieckigen Sitz mit abgeschnittenen Ecken. Versionen dieses Typs, die auf einer vollständigen Drehachse ruhen, gehören zu den Sammlerunikaten.
Muzeum Luwr (Musée du Louvre, Inventarnummer OA 3118): Die Gestalt, die Schlüsselproportionen der Abmessungen und die einzigartige Unterbau-Architektur (eine mächtige zentrale Säule, die auf einem System geschnitzter Konsolen ruht) spiegeln direkt das berühmte, rennaissancistische Exponat „Fauteuil tournant sur pivot“ wider, das heute im Musée national de la Renaissance im Château d'Écouen ausgestellt ist.
Ikonografie der Rückenlehne: Hohe, schlanke Rückenlehne wird von einer tiefen, vielgestaltigen figuralen Flachreliefs mit mythologischem/ allegorischem Charakter geschmückt (eine Darstellung einer geflügelten Amorfigur und verneigten Damen). Die Krönung der Rückenlehne wurde mit einem klassischen Fries geschmückt, der geschnitzte Darstellungen liegender Putten (Engel) zeigt.
Traditionelles Handwerk: Das Möbelstück ist aus massivem edlen Holz (kontinentale Walnuss/Eiche) gefertigt. Die Rahmenteile wurden mit traditionellen Zapfenverbindungen passgenau zusammengesetzt und mit handgehauenen, kantigen Holznägeln gesichert (in Nahaufnahmen der Struktur sichtbar). Keine modernen Maschinenschrauben.
Inventarnummerierung: Auf der Holzdreiecke der Basis ist die handschriftlich eingeritzte alte Inventarnummer „1522“ erhalten geblieben, was direkt belegt, dass der Stuhl Teil einer größeren, wohlhabenden Palast-, Hof- oder Museumssammlung war.
Zustand visuell und technisch: Das Möbelstück befindet sich in seinem ursprünglichen, unbearbeiteten Zustand („Garagezustand“), mit einer dicken, authentischen Patina der Zeit. Das Holz ist trocken, konstruktiv gesund. Der Rahmen unter dem Sitz weist altersbedingte Oberflächensprünge, Verluste sowie alte, vollständig inaktive Spuren von Holzwürmern (Käferbefall) auf. Die Basis ist vollständig, die Armlehnen und Beine sind mit geschnitzten Schneckenornamenten sowie gedrehten, nivellierenden Füßen versehen.
Gegenstand der Auktion ist ein einzigartiger, monumentaler Büro- bzw. Kanzleistuhl mit seltener Drehkonstruktion. Das Möbelstück repräsentiert einen historisierenden Stilzugang (kontinentaler Neorenaissance), der direkt aus dem französischen höfischen Möbelbau des 16. und 17. Jahrhunderts schöpft. Der präsentierte Exemplar zeichnet sich durch herausragendes Schnitzhandwerk aus und wurde nach handwerklichen Methoden gefertigt, vor der Ära der Massenproduktion.
Das Möbelstück repräsentiert eine historische und auf dem Antiquitätenmarkt außerordentlich seltene Form eines Sessels des Typs Caqueteuse (oder Chaise caquetoire). Dieser Begriff stammt aus dem alten Französischen und bezeichnet Möbel, die zum freien Gespräch dienen; er bezieht sich auf eine spezifische, schlanke Geometrie der Rückenlehne, offene, abgerundete Armlehnen sowie einen trapez- oder dreieckigen Sitz mit abgeschnittenen Ecken. Versionen dieses Typs, die auf einer vollständigen Drehachse ruhen, gehören zu den Sammlerunikaten.
Muzeum Luwr (Musée du Louvre, Inventarnummer OA 3118): Die Gestalt, die Schlüsselproportionen der Abmessungen und die einzigartige Unterbau-Architektur (eine mächtige zentrale Säule, die auf einem System geschnitzter Konsolen ruht) spiegeln direkt das berühmte, rennaissancistische Exponat „Fauteuil tournant sur pivot“ wider, das heute im Musée national de la Renaissance im Château d'Écouen ausgestellt ist.
Ikonografie der Rückenlehne: Hohe, schlanke Rückenlehne wird von einer tiefen, vielgestaltigen figuralen Flachreliefs mit mythologischem/ allegorischem Charakter geschmückt (eine Darstellung einer geflügelten Amorfigur und verneigten Damen). Die Krönung der Rückenlehne wurde mit einem klassischen Fries geschmückt, der geschnitzte Darstellungen liegender Putten (Engel) zeigt.
Traditionelles Handwerk: Das Möbelstück ist aus massivem edlen Holz (kontinentale Walnuss/Eiche) gefertigt. Die Rahmenteile wurden mit traditionellen Zapfenverbindungen passgenau zusammengesetzt und mit handgehauenen, kantigen Holznägeln gesichert (in Nahaufnahmen der Struktur sichtbar). Keine modernen Maschinenschrauben.
Inventarnummerierung: Auf der Holzdreiecke der Basis ist die handschriftlich eingeritzte alte Inventarnummer „1522“ erhalten geblieben, was direkt belegt, dass der Stuhl Teil einer größeren, wohlhabenden Palast-, Hof- oder Museumssammlung war.
Zustand visuell und technisch: Das Möbelstück befindet sich in seinem ursprünglichen, unbearbeiteten Zustand („Garagezustand“), mit einer dicken, authentischen Patina der Zeit. Das Holz ist trocken, konstruktiv gesund. Der Rahmen unter dem Sitz weist altersbedingte Oberflächensprünge, Verluste sowie alte, vollständig inaktive Spuren von Holzwürmern (Käferbefall) auf. Die Basis ist vollständig, die Armlehnen und Beine sind mit geschnitzten Schneckenornamenten sowie gedrehten, nivellierenden Füßen versehen.

