Antependium und liturgischer Läufer (Set aus 2) – 75 cm - Antik - Seide, Samt - 1800-1850

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Clément Floch
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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung

Ein seltener Ensemble aus zwei Stücken feiner Metalldrahtstickerei, die aus demselben kirchlichen Zusammenhang stammen. 19. Jahrhundert, mit deutlichen Indizien auf die Wiederverwendung älterer Textilien (möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert). Südliches Niederlande oder Frankreich. Provenienz als Altardeckenornament durch Museumsexpertise bestätigt.

Gemeinsam bilden die beiden Stücke eine symbolische Einheit: die Ähren von Weizen auf der Platte und die Trauben auf dem Läufer stehen für Brot und Wein – die Eucharistie.

1. Altarpaneel mit dem Tetragramm (75 x 39 cm)

Auffällige Stickerei in Gold- und Silberdraht auf rotem Seidenvelours, zentriert auf einem strahlenden Dreieck – Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit. Innerhalb des Dreiecks erscheint das Tetragramm (יהוה / JHWH), der heilige Name Gottes, in erhabenen Boulindraht (cannetille) gearbeitet und von einem Kreuz überragt.

Der zentrale Medaillon ist als Applikation auf einem blauen Grundgewebe gearbeitet – das Zeichen von professioneller Werkstattkunst und möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Stickerei von einem älteren Objekt übernommen wurde, wie es bei kostbaren kirchlichen Textilien üblich war.

Das Dreieck wird von Wolken umgeben, ausgeführt in zwei Techniken: geflochtene Spiralplatten und gepolsterte Voluten, bedeckt mit feinem Metallnetz. Nach außen strahlt eine Glorie aus Strahlen, betont durch Reihen von vergoldeten Pailletten.

Links und rechts je zwei Paar Ähren von Weizen, wobei jedes Korn einzeln aus Metallblech aufgebaut und mit Goldseil gesäumt ist, die Filamente in seidenglatter Garn gewickelt. Unten eine elegante Palmette mit scrollenden Ranken in geklöppeltem Zopf.

Der Velours zeigt Spuren frühere Nutzung (Druckspuren älterer Ornamentik und eine handnähte Naht), was auf die Wiederverwendung dieses kostbaren Velours hindeutet.

In einem vergoldeten Holrahmen eingefasst, fachgerecht im 20. Jahrhundert von dem bekannten Mal- bzw. Rahmenhaus Ulenspieghel in Mecheln montiert (Etikett auf der Rückseite).

2. Liturgischer Läufer (26 x 74 cm)

Passender Läufer in rotem Seidenstoff, eine Schauwerk der Werkstattkunst erster Güte, die zwei verfeinerte Techniken vereint.

Die polychromen Rollwerke, Blumen und Rosetten sind in feiner Tambour- (Kettenstich-) Stickerei in Seide gearbeitet – Pfirsich-, Elfenbein-, Olivgrün-, Gelb- und Burgunderfarben – eine Technik, die ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert erreichte. Die kleinen Beeren sind spiralförmig aufgebaute Kettenstich-Rosetten.

Die drei großen Laubmotive sind in stark gepolsterter Silberrelieftechnik ausgeführt: fest gewickelte Silberdraht über einem gepolsterten Kern, mit roten Sehnenstichen gesichert und unten mit winzigen aufgewickelten Drahtspiralen (Cantille) beendet. Hinter dem Zentralmotiv verborgen befindet sich eine Traube in Ocker- und Elfenbeinfärbung in Kettenstich – die Eucharistische Entsprechung zu den Weizenähren auf der Platte.

Die Ränder sind mit bobbin-geferteter Metallspitze mit Seidenkern abschließend versehen; darunter überlebt eine ältere Gallone – Zeugnis einer langen Nutzhistoriografie. Der Läufer ist auf einem dunkelroten Velvetrand montiert und bemerkenswert schwer – Beweis für den großzügigen Einsatz echten Metalldrahts.

Zustand

Angesichts ihres respektablen Alters befinden sich beide Stücke in sehr gutem Zustand. Die natürliche Oxidation des Metalldrahts und die gereifte Patina unterstreichen ihre Authentizität. Die Stickerei ist bemerkenswert vollständig und unversehrt.

Maße

• Paneel: 75 x 39 cm (inkl. Rahmen)
• Läufer: 26 x 74 cm

Ein seltener Ensemble aus zwei Stücken feiner Metalldrahtstickerei, die aus demselben kirchlichen Zusammenhang stammen. 19. Jahrhundert, mit deutlichen Indizien auf die Wiederverwendung älterer Textilien (möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert). Südliches Niederlande oder Frankreich. Provenienz als Altardeckenornament durch Museumsexpertise bestätigt.

Gemeinsam bilden die beiden Stücke eine symbolische Einheit: die Ähren von Weizen auf der Platte und die Trauben auf dem Läufer stehen für Brot und Wein – die Eucharistie.

1. Altarpaneel mit dem Tetragramm (75 x 39 cm)

Auffällige Stickerei in Gold- und Silberdraht auf rotem Seidenvelours, zentriert auf einem strahlenden Dreieck – Symbol der Heiligen Dreifaltigkeit. Innerhalb des Dreiecks erscheint das Tetragramm (יהוה / JHWH), der heilige Name Gottes, in erhabenen Boulindraht (cannetille) gearbeitet und von einem Kreuz überragt.

Der zentrale Medaillon ist als Applikation auf einem blauen Grundgewebe gearbeitet – das Zeichen von professioneller Werkstattkunst und möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Stickerei von einem älteren Objekt übernommen wurde, wie es bei kostbaren kirchlichen Textilien üblich war.

Das Dreieck wird von Wolken umgeben, ausgeführt in zwei Techniken: geflochtene Spiralplatten und gepolsterte Voluten, bedeckt mit feinem Metallnetz. Nach außen strahlt eine Glorie aus Strahlen, betont durch Reihen von vergoldeten Pailletten.

Links und rechts je zwei Paar Ähren von Weizen, wobei jedes Korn einzeln aus Metallblech aufgebaut und mit Goldseil gesäumt ist, die Filamente in seidenglatter Garn gewickelt. Unten eine elegante Palmette mit scrollenden Ranken in geklöppeltem Zopf.

Der Velours zeigt Spuren frühere Nutzung (Druckspuren älterer Ornamentik und eine handnähte Naht), was auf die Wiederverwendung dieses kostbaren Velours hindeutet.

In einem vergoldeten Holrahmen eingefasst, fachgerecht im 20. Jahrhundert von dem bekannten Mal- bzw. Rahmenhaus Ulenspieghel in Mecheln montiert (Etikett auf der Rückseite).

2. Liturgischer Läufer (26 x 74 cm)

Passender Läufer in rotem Seidenstoff, eine Schauwerk der Werkstattkunst erster Güte, die zwei verfeinerte Techniken vereint.

Die polychromen Rollwerke, Blumen und Rosetten sind in feiner Tambour- (Kettenstich-) Stickerei in Seide gearbeitet – Pfirsich-, Elfenbein-, Olivgrün-, Gelb- und Burgunderfarben – eine Technik, die ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert erreichte. Die kleinen Beeren sind spiralförmig aufgebaute Kettenstich-Rosetten.

Die drei großen Laubmotive sind in stark gepolsterter Silberrelieftechnik ausgeführt: fest gewickelte Silberdraht über einem gepolsterten Kern, mit roten Sehnenstichen gesichert und unten mit winzigen aufgewickelten Drahtspiralen (Cantille) beendet. Hinter dem Zentralmotiv verborgen befindet sich eine Traube in Ocker- und Elfenbeinfärbung in Kettenstich – die Eucharistische Entsprechung zu den Weizenähren auf der Platte.

Die Ränder sind mit bobbin-geferteter Metallspitze mit Seidenkern abschließend versehen; darunter überlebt eine ältere Gallone – Zeugnis einer langen Nutzhistoriografie. Der Läufer ist auf einem dunkelroten Velvetrand montiert und bemerkenswert schwer – Beweis für den großzügigen Einsatz echten Metalldrahts.

Zustand

Angesichts ihres respektablen Alters befinden sich beide Stücke in sehr gutem Zustand. Die natürliche Oxidation des Metalldrahts und die gereifte Patina unterstreichen ihre Authentizität. Die Stickerei ist bemerkenswert vollständig und unversehrt.

Maße

• Paneel: 75 x 39 cm (inkl. Rahmen)
• Läufer: 26 x 74 cm

Details

Epoche
1400-1900
Object name
Antependium and liturgical runner (lot of 2) - 75 cm
Stil-Untertyp
Barock-Stil
Textilart
Samt, Seide
Material
Textil
Herkunftsland
Belgien
Höhe
75 cm
Breite
39 cm
Tiefe
10 cm
Zustand
Schlechter Zustand - stark gebraucht, mit großen Rissen, Schäden oder erheblichen Fehlstellen
Stil
Antik
Geschätzter Zeitraum
1800-1850
Verkauft von
BelgienVerifiziert
Neu
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