Christophorus Finotti - Sertum Poeticum - 1606





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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
DIE HEILIGE POESIE DER KONTERRE KASTRUM IM ZWISCHEN HUMANISMUS UND EMBLEMATIK
Publiziert in Venedig im Jahr 1606 vom Drucker Giorgio Vecchi, das Sertum Poeticum von Cristoforo Finotti stellt eine der elegantesten Zeugnisse der lateinischen religiösen Poesie der frühen Barockzeit dar. Das Werk sammelt in einem einzigen Band die fünf poetischen Bücher des venezianischen Priesters der Congregation der Somaschi und bietet ein raffiniertes Gleichgewicht zwischen humanistischer Kultur, post-tridentinischer Spiritualität und klassischer Tradition. Angereichert mit zahlreichen Holzschnitten, die die einzelnen Gedichte einleiten, stellt diese Ausgabe ein bedeutendes Beispiel der venezianischen Buchproduktion der frühen 1600er Jahre dar. Die vollständigen Kopien, in ihrer zeitgleichen Einbandbindung erhalten, sind heute auf dem Antiquariatsmarkt deutlich selten.
• Originalausgabe Venezia 1606.
• Zahlreiche Holzschnitte im Text.
• Museumsreif bei Sammlern von emblematischer, religiöser Literatur, Religionsgeschichte und venezianischen Büchern des XVII. Jahrhunderts.
MARKTWERTE
Das Sertum Poeticum taucht gelegentlich nur vereinzelt auf dem internationalen Antiquariatsmarkt auf. Vollständige und gut erhaltene Exemplare werden üblicherweise zwischen 1.200 und 2.800 Euro angeboten, wobei die Bewertungen für Kopien in zeitgenössischem Lederband besonders gut erhaltene, mit stornierten Provenienzen oder in außergewöhnlichem Zustand noch höher liegen.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ERHALTUNGZUSTAND
In-8°. Bindung später in voller brauner Lederhaut über Holzbrettern, Rücken glatt mit hervortretenden Bändern, intakt, mit normalen Gebrauchsspuren an Deckeln und Ecken. Strukturell solide.
Frontispiz architektonisch geschnitzt auf Holz.
Zahlreiche Holzschnitte im Text am Anfang der einzelnen poetischen Kompositionen.
Gesamtpapierwerk gut erhalten, mit gleichmäßiger Alterspatina und physiologischen Bräunungen.
Vorhandene alte handschriftliche Eigentumsvermerke und neunzehnzehnhundertliche Annotations am Frontispiz, interessante Zeugnisse der Geschichte des Exemplars.
In-8°.
π² A-Z⁸ Aa-Ee⁸.
Blätter [2], pp. [4], 360, [12].
Bei antiken Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind.
VOLLSTÄNDER TITEL UND AUTOR
**Christophorus Finotius Venetus**
**Sertum Poeticum, seu Carminum Libri Quinque. Cum notis ad Emblemata per R.P. D. Evangelistam Corsonium eiusdem Congregationis Sacerdotem.**
Venetiis, Apud Georgium Vecchium, 1606.
Historischer Kontext und Bedeutung
Cristoforo Finotti gehörte der Congregazione der Chierici Regolari di Somasca an, einem der aktivsten Ordenshäuser in der Bildung und Ausbildung der Jugend während der Konterreformation. Seine poetische Produktion fügt sich vollständig in die Wiederbelebung der lateinischen Literatur ein, die von kirchlichen Kreisen nach dem Konzil von Trient gefördert wurde, wo die klassische Kultur als wirksames Instrument spiritueller Erbauung neu interpretiert wurde.
Das Sertum Poeticum versammelt fünf Bücher von Carmina, die sich vornehmlich der Jungfrau Maria, den Geheimnissen des Glaubens, der biblischen Meditation und christlichen Tugenden widmen. Die Eleganz des Lateins, dem großen klassischen Vorbildern wie Vergil, Horaz und Ovid verpflichtet, vermählt sich mit einer völlig barocken Sensibilität, in der Bilder, Allegorien und Embleme zu Mitteln religiöser Kontemplation werden.
Ein besonderes Interesse gilt den vielen Holzschnitten, die die Mehrzahl der Gedichte einleiten. Sie bilden nicht bloß eine dekorative Zierde, sondern nehmen direkt am spirituellen Programm des Werks teil, entsprechend der Tradition der emblematischen Bücher, in der Bild und Text zur moralischen Meditation des Lesers beitragen.
Gedruckt im Venedig des frühen Seicents, das noch europäische Hauptstadt der Verlagskunst war, repräsentiert diese Ausgabe ein bedeutsames Beispiel der religiösen Buchproduktion, die sich an gebildete Kreise, kirchliche Kollegien und Klosterbibliotheken richtete.
AUTORENBIOGRAFIE
Cristoforo Finotti (Christophorus Finotius Venetus) war Priester der Congragation der Somaschi, aktiv gegen Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Als Humanist ausgebildet, widmete er sich der lateinischen sakralen und moralen Poesie, sowohl für religiöse Erziehung als auch für persönliche Meditation.
Sein Werk spiegelt die Kultur des Venedigs nach dem Trientiner Konzil wider, wo die klassische Tradition als stilistisches Modell im Dienst der katholischen Lehre wiederbelebt wurde. Durch eine feine Beherrschung der lateinischen Sprache trug Finotti zu der umfangreichen literarischen Produktion bei, die die Orden prägte, die in der Bildung und Verbreitung der Spiritualität der Konterreformation engagiert waren.
VERLAGS- UND VERBREITUNGSGESCHICHTE
Die venezianische Ausgabe von 1606 bildet die bedeutendste Sammlung der poetischen Werke Cristoforo Finottis. Der Druck wurde Giorgio Vecchi, einem in Venedig der frühen Sechziger Jahre tätigen Typografen, anvertraut, der sich auf die Herstellung religiöser, akademischer und humanistischer Texte spezialisiert hatte.
Das praktische Oktavformat begünstigte ihre Verbreitung in kirchlichen Collegien, Klosterschrankenbibliotheken und bei Literaturwissenschaftlern der lateinischen Sprache. Die heute erhaltenen Exemplare zeugen oft von intensiver Nutzung, wie die häufigen handschriftlichen Besitz- und Studienvermerke belegen.
Heute ist die Ausgabe in den wichtigsten europäischen und amerikanischen Bibliotheken verzeichnet und kommt nur sporadisch auf den internationalen Antiquariatsmarkt.
BIBLIOGRAFIE UND VERWEISE
EDIT16.
USTC – Universal Short Title Catalogue.
ICCU – Servizio Bibliotecario Nazionale.
WorldCat – OCLC.
British Museum Catalogue of Seventeenth Century Italian Books.
Brunet, Manuel du Libraire et de l'Amateur de Livres.
Graesse, Trésor de Livres Rares et Précieux.
Der Verkäufer stellt sich vor
DIE HEILIGE POESIE DER KONTERRE KASTRUM IM ZWISCHEN HUMANISMUS UND EMBLEMATIK
Publiziert in Venedig im Jahr 1606 vom Drucker Giorgio Vecchi, das Sertum Poeticum von Cristoforo Finotti stellt eine der elegantesten Zeugnisse der lateinischen religiösen Poesie der frühen Barockzeit dar. Das Werk sammelt in einem einzigen Band die fünf poetischen Bücher des venezianischen Priesters der Congregation der Somaschi und bietet ein raffiniertes Gleichgewicht zwischen humanistischer Kultur, post-tridentinischer Spiritualität und klassischer Tradition. Angereichert mit zahlreichen Holzschnitten, die die einzelnen Gedichte einleiten, stellt diese Ausgabe ein bedeutendes Beispiel der venezianischen Buchproduktion der frühen 1600er Jahre dar. Die vollständigen Kopien, in ihrer zeitgleichen Einbandbindung erhalten, sind heute auf dem Antiquariatsmarkt deutlich selten.
• Originalausgabe Venezia 1606.
• Zahlreiche Holzschnitte im Text.
• Museumsreif bei Sammlern von emblematischer, religiöser Literatur, Religionsgeschichte und venezianischen Büchern des XVII. Jahrhunderts.
MARKTWERTE
Das Sertum Poeticum taucht gelegentlich nur vereinzelt auf dem internationalen Antiquariatsmarkt auf. Vollständige und gut erhaltene Exemplare werden üblicherweise zwischen 1.200 und 2.800 Euro angeboten, wobei die Bewertungen für Kopien in zeitgenössischem Lederband besonders gut erhaltene, mit stornierten Provenienzen oder in außergewöhnlichem Zustand noch höher liegen.
PHYSISCHE BESCHREIBUNG UND ERHALTUNGZUSTAND
In-8°. Bindung später in voller brauner Lederhaut über Holzbrettern, Rücken glatt mit hervortretenden Bändern, intakt, mit normalen Gebrauchsspuren an Deckeln und Ecken. Strukturell solide.
Frontispiz architektonisch geschnitzt auf Holz.
Zahlreiche Holzschnitte im Text am Anfang der einzelnen poetischen Kompositionen.
Gesamtpapierwerk gut erhalten, mit gleichmäßiger Alterspatina und physiologischen Bräunungen.
Vorhandene alte handschriftliche Eigentumsvermerke und neunzehnzehnhundertliche Annotations am Frontispiz, interessante Zeugnisse der Geschichte des Exemplars.
In-8°.
π² A-Z⁸ Aa-Ee⁸.
Blätter [2], pp. [4], 360, [12].
Bei antiken Büchern mit jahrhundertelanger Geschichte können einige Unvollkommenheiten auftreten, die in der Beschreibung nicht immer erfasst sind.
VOLLSTÄNDER TITEL UND AUTOR
**Christophorus Finotius Venetus**
**Sertum Poeticum, seu Carminum Libri Quinque. Cum notis ad Emblemata per R.P. D. Evangelistam Corsonium eiusdem Congregationis Sacerdotem.**
Venetiis, Apud Georgium Vecchium, 1606.
Historischer Kontext und Bedeutung
Cristoforo Finotti gehörte der Congregazione der Chierici Regolari di Somasca an, einem der aktivsten Ordenshäuser in der Bildung und Ausbildung der Jugend während der Konterreformation. Seine poetische Produktion fügt sich vollständig in die Wiederbelebung der lateinischen Literatur ein, die von kirchlichen Kreisen nach dem Konzil von Trient gefördert wurde, wo die klassische Kultur als wirksames Instrument spiritueller Erbauung neu interpretiert wurde.
Das Sertum Poeticum versammelt fünf Bücher von Carmina, die sich vornehmlich der Jungfrau Maria, den Geheimnissen des Glaubens, der biblischen Meditation und christlichen Tugenden widmen. Die Eleganz des Lateins, dem großen klassischen Vorbildern wie Vergil, Horaz und Ovid verpflichtet, vermählt sich mit einer völlig barocken Sensibilität, in der Bilder, Allegorien und Embleme zu Mitteln religiöser Kontemplation werden.
Ein besonderes Interesse gilt den vielen Holzschnitten, die die Mehrzahl der Gedichte einleiten. Sie bilden nicht bloß eine dekorative Zierde, sondern nehmen direkt am spirituellen Programm des Werks teil, entsprechend der Tradition der emblematischen Bücher, in der Bild und Text zur moralischen Meditation des Lesers beitragen.
Gedruckt im Venedig des frühen Seicents, das noch europäische Hauptstadt der Verlagskunst war, repräsentiert diese Ausgabe ein bedeutsames Beispiel der religiösen Buchproduktion, die sich an gebildete Kreise, kirchliche Kollegien und Klosterbibliotheken richtete.
AUTORENBIOGRAFIE
Cristoforo Finotti (Christophorus Finotius Venetus) war Priester der Congragation der Somaschi, aktiv gegen Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts. Als Humanist ausgebildet, widmete er sich der lateinischen sakralen und moralen Poesie, sowohl für religiöse Erziehung als auch für persönliche Meditation.
Sein Werk spiegelt die Kultur des Venedigs nach dem Trientiner Konzil wider, wo die klassische Tradition als stilistisches Modell im Dienst der katholischen Lehre wiederbelebt wurde. Durch eine feine Beherrschung der lateinischen Sprache trug Finotti zu der umfangreichen literarischen Produktion bei, die die Orden prägte, die in der Bildung und Verbreitung der Spiritualität der Konterreformation engagiert waren.
VERLAGS- UND VERBREITUNGSGESCHICHTE
Die venezianische Ausgabe von 1606 bildet die bedeutendste Sammlung der poetischen Werke Cristoforo Finottis. Der Druck wurde Giorgio Vecchi, einem in Venedig der frühen Sechziger Jahre tätigen Typografen, anvertraut, der sich auf die Herstellung religiöser, akademischer und humanistischer Texte spezialisiert hatte.
Das praktische Oktavformat begünstigte ihre Verbreitung in kirchlichen Collegien, Klosterschrankenbibliotheken und bei Literaturwissenschaftlern der lateinischen Sprache. Die heute erhaltenen Exemplare zeugen oft von intensiver Nutzung, wie die häufigen handschriftlichen Besitz- und Studienvermerke belegen.
Heute ist die Ausgabe in den wichtigsten europäischen und amerikanischen Bibliotheken verzeichnet und kommt nur sporadisch auf den internationalen Antiquariatsmarkt.
BIBLIOGRAFIE UND VERWEISE
EDIT16.
USTC – Universal Short Title Catalogue.
ICCU – Servizio Bibliotecario Nazionale.
WorldCat – OCLC.
British Museum Catalogue of Seventeenth Century Italian Books.
Brunet, Manuel du Libraire et de l'Amateur de Livres.
Graesse, Trésor de Livres Rares et Précieux.
