Skulptur, Santo Obispo - 90 cm - Lindenholz






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Santo Obispo, eine massiv aus Lindenholz geschnitzte Skulptur aus dem Süddeutschen Schule, ca. 1600–1700, antiker Stil, 90 cm hoch, 25 cm breit, 10 cm tief, unsigniert und guter Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Außergewöhnliche, freistehende Skulptur eines heiligen Bischofs aus massiver Holzschnitzarbeit, vollständig der Süddeutschen Schule Deutschlands (ca. 1600–1700) zugeordnet. Eine prächtige Hochaltarzeit-Work, gekennzeichnet durch die lineare Hieratik des spätmittelalterlichen Mitteleuropäischen Gotiks (Spätgotik) und eine einzigartige historische Patina.
Aufgrund des geometrisch-rigiden Falls der Falzungen des Gewandes, des strengen Gesichts und der kurzen Mähne, die in fixen Locken gestaltet ist, könnte das Werk als: „Umkreis Tilman Riemenschneider“ oder „Werkstatt von Hans Bilger“ katalogisiert werden. Begründung: Die regionalen Meister Franconias und Schlesiens (Süddeutschland) führten zu Beginn des 16. Jahrhunderts diese Typologie sakraler ehrfurchtsvoller Statuen ein. Ihre Mitarbeiter und lokale Werkstätten replizierten getreu diese Art von unbemaltem Schnitzwerk für kleine Andachtsräume.
Eine imposante, freistehende Skulptur aus massiver Holzschnitzkunst aus dem XVII. Jh. wird bei einer Auktion angeboten, geschaffen von einem anonymen Meister der Deutschen Schule. Das Werk verkörpert die liturgische Würde eines heiligen Bischofs, bekleidet mit den traditionellen kirchlichen Verzierungen, fein ausgestaltet: eine hohe, spitz zulaufende Mitra (eine Typologie, die in den zentrasuropäischen Werkstätten zum Jahrhundertwechsel zu standardisieren begann) mit Reliefkreuzung, eine über die Schultern gehende Mantelverkleidung sowie eine Alb im Taillensaum, festgesteckt durch ein geflochtenes Band, von dem zwei Zinguli mit Quasten herabfallen.
Stil und technische Merkmale: Die Skulptur zeichnet sich durch meisterhafte lineare und geometrische Behandlung der Gewänder aus, mit stark verticalen und kantigen Falten, die klar über den Füßen enden; ein unübersehbares Kennzeichen der spätmittelalterlichen Gotik Mitteleuropas (Spätgotik). Das Gesicht zeigt eine nüchterne, mystische und zurückhaltende Ausdrucksweise, eingerahmt von einer in Strähnen fixierter, symmetrisch fallender Mähne auf beiden Seiten. Technisch betrachtet ist die Figur aus einem massiven Monolithen heraus gehauen und weist keine ausgehöhlte Rückseite auf. Diese strukturelle Eigenschaft wird in der germanischen Imaginarität der Epoche hoch geschätzt, da sie belegt, dass sie als Vollfigur freistehend konzipiert war, ursprünglich gedacht, um eine Predella eines Altars, eine individuelle Nische oder eine private Kapellchen-Oratorien zu schmücken.
Konservierungszustand: Das Holz ist frei von alter Farb- oder späteren Übermalungen, was die feinen Spuren der manuellen Abtragswerkzeuge (Schnitze) und die tiefe natürliche Oxidation an der Oberfläche über fast fünfhundert Jahre hinweg sichtbar macht. Es zeigt Oberflächeneinträge, die dem fortgeschrittenen Alter entsprechen, kleine Risse infolge natürlicher Holzkontraktion, stabilisierte und alte Holzwurmlinien bereits behandelt und inaktiv. Die halbgeöffneten Hände verdeutlichen das Fehlen der alten freistehenden Attribute (wie Stab oder eine Schriftrolle), ein üblicher Verschleiß bei liturgischen Stücke jener Epoche, der ihren außerordentlichen historischen Wert nicht schmälert.
REZENSIONSKUNDE:
BIBLIOGRAFIE ZUR REFERENZ:
Baxandall, Michael. The Limewood Sculptors of Renaissance Germany (Yale University Press). Grundlegend Studie über Holzskulpturen gesehen aus dem Süden Deutschlands und deren Faltenstrukturen.
Kammel, Frank Matthias. Spätgotische Skulptur in Schwaben und Franken (Nürnberg). Typisierung mittelgroßer Heilige Bischöfe für regionale Altäre während des Jahrhundertwechsels XV–XVI.
Aus einer privaten Sammlung stammend
Hinweis:
„Um die Sicherheit und den perfekten Zustand des Werkes zu gewährleisten, kann der Transport und die Lieferung je nach Volumen und Beschaffenheit durch den Verkäufer erfolgen“
Außergewöhnliche, freistehende Skulptur eines heiligen Bischofs aus massiver Holzschnitzarbeit, vollständig der Süddeutschen Schule Deutschlands (ca. 1600–1700) zugeordnet. Eine prächtige Hochaltarzeit-Work, gekennzeichnet durch die lineare Hieratik des spätmittelalterlichen Mitteleuropäischen Gotiks (Spätgotik) und eine einzigartige historische Patina.
Aufgrund des geometrisch-rigiden Falls der Falzungen des Gewandes, des strengen Gesichts und der kurzen Mähne, die in fixen Locken gestaltet ist, könnte das Werk als: „Umkreis Tilman Riemenschneider“ oder „Werkstatt von Hans Bilger“ katalogisiert werden. Begründung: Die regionalen Meister Franconias und Schlesiens (Süddeutschland) führten zu Beginn des 16. Jahrhunderts diese Typologie sakraler ehrfurchtsvoller Statuen ein. Ihre Mitarbeiter und lokale Werkstätten replizierten getreu diese Art von unbemaltem Schnitzwerk für kleine Andachtsräume.
Eine imposante, freistehende Skulptur aus massiver Holzschnitzkunst aus dem XVII. Jh. wird bei einer Auktion angeboten, geschaffen von einem anonymen Meister der Deutschen Schule. Das Werk verkörpert die liturgische Würde eines heiligen Bischofs, bekleidet mit den traditionellen kirchlichen Verzierungen, fein ausgestaltet: eine hohe, spitz zulaufende Mitra (eine Typologie, die in den zentrasuropäischen Werkstätten zum Jahrhundertwechsel zu standardisieren begann) mit Reliefkreuzung, eine über die Schultern gehende Mantelverkleidung sowie eine Alb im Taillensaum, festgesteckt durch ein geflochtenes Band, von dem zwei Zinguli mit Quasten herabfallen.
Stil und technische Merkmale: Die Skulptur zeichnet sich durch meisterhafte lineare und geometrische Behandlung der Gewänder aus, mit stark verticalen und kantigen Falten, die klar über den Füßen enden; ein unübersehbares Kennzeichen der spätmittelalterlichen Gotik Mitteleuropas (Spätgotik). Das Gesicht zeigt eine nüchterne, mystische und zurückhaltende Ausdrucksweise, eingerahmt von einer in Strähnen fixierter, symmetrisch fallender Mähne auf beiden Seiten. Technisch betrachtet ist die Figur aus einem massiven Monolithen heraus gehauen und weist keine ausgehöhlte Rückseite auf. Diese strukturelle Eigenschaft wird in der germanischen Imaginarität der Epoche hoch geschätzt, da sie belegt, dass sie als Vollfigur freistehend konzipiert war, ursprünglich gedacht, um eine Predella eines Altars, eine individuelle Nische oder eine private Kapellchen-Oratorien zu schmücken.
Konservierungszustand: Das Holz ist frei von alter Farb- oder späteren Übermalungen, was die feinen Spuren der manuellen Abtragswerkzeuge (Schnitze) und die tiefe natürliche Oxidation an der Oberfläche über fast fünfhundert Jahre hinweg sichtbar macht. Es zeigt Oberflächeneinträge, die dem fortgeschrittenen Alter entsprechen, kleine Risse infolge natürlicher Holzkontraktion, stabilisierte und alte Holzwurmlinien bereits behandelt und inaktiv. Die halbgeöffneten Hände verdeutlichen das Fehlen der alten freistehenden Attribute (wie Stab oder eine Schriftrolle), ein üblicher Verschleiß bei liturgischen Stücke jener Epoche, der ihren außerordentlichen historischen Wert nicht schmälert.
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BIBLIOGRAFIE ZUR REFERENZ:
Baxandall, Michael. The Limewood Sculptors of Renaissance Germany (Yale University Press). Grundlegend Studie über Holzskulpturen gesehen aus dem Süden Deutschlands und deren Faltenstrukturen.
Kammel, Frank Matthias. Spätgotische Skulptur in Schwaben und Franken (Nürnberg). Typisierung mittelgroßer Heilige Bischöfe für regionale Altäre während des Jahrhundertwechsels XV–XVI.
Aus einer privaten Sammlung stammend
Hinweis:
„Um die Sicherheit und den perfekten Zustand des Werkes zu gewährleisten, kann der Transport und die Lieferung je nach Volumen und Beschaffenheit durch den Verkäufer erfolgen“
