Ovidio / Anguillara - Metamorfosi - 1589






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Metamorphosen des Ovid, in Anguillaras italienischer Ottava-Rima-Version, illustrierte Ausgabe, venezianisch veröffentlicht 1589 von Appresso Giovanni Alberti, Pergamenteinband, 552 Seiten, 207 × 156 mm, in gutem Zustand.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
ADEI, EROI E MITI DI OVIDIO – LE METAMORFOSI – DIE GROẞE ITALIENISCHE VERSIONRARISCHE BILDUNGEN
Wichtige venezianische Ausgabe von 1589 der Metamorphosen des Ovids in der berühmten ottava-rima-Version von Giovanni Andrea dell’Anguillara, eine der erfolgreichsten italienischen Neuinterpretationen des ovidischen Meisterwerks in der Renaissance. Der Autor beschränkt sich nicht darauf, den lateinischen Text zu übersetzen, sondern verwandelt ihn in ein ausgedehntes volkstümliches Gedicht und passt das mythologische Erbe der klassischen Welt dem Erzähl- und Dichtgeschmack des Publikums der Cinquecento an. Die Ausgabe präsentiert den überarbeiteten Text, begleitet von den gelehrten Anmerkungen von Giuseppe Horologgi und von den Einleitungsargumenten zu den einzelnen Büchern, verfasst von Francesco Turchi. Besonders reich ist der Bildapparat, mit großem Holzschnitt-Titelseitenbild in einen elaborierten architektonischen Rahmen, weiten Vignetten zu Beginn der Bücher, zahlreichen illustrierten Initialen und Ornamentfriesen. Ein faszinierendes Beispiel der großen venezianischen Verlagskunst der späten Cinquecento, in dem Poesie, Mythologie und Illustration gemeinsam das Bild einer klassischen Vorstellung beim Publikum verbreiten, das längst modern geworden ist.
WARUM MAN ES KAUFT
MAJESTÄTISCHER HOLZSTICH-APPARAT! Monumentale Titelseite, große Vignetten und illustrierten Initialen.
OVIDIUS IN OTTAVA RIMA! Eine der berühmtesten und einflussreichsten italienischen Versionen der Metamorphosen.
VENEZIA 1589! Eine elegante illustrirte Cinquecentina des großen mythologischen Epos.
HOROLOGGI + TURCHI! Anmerkungen und Einleitungsargumente, die den philologischen und didaktischen Wert der Ausgabe erhöhen.
MARKTWERTE
Die illustrierten Cinquecento-Ausgaben der Metamorphosen des Anguillara behalten ein gutes Interesse bei Sammlern von Ovid, Mythologie, italienischer Literatur und venezianischer Typografie. Vollständige Exemplare in gutem Zustand können grob im Einzelhandel bei ca. €1.800–3.000 eingeordnet werden. Die Erhaltung des bildlichen Apparats bildet das Hauptinteresse der Sammler.
PHYSISCHE ANGABEN / ZUSTAND
Pp. (6), 8 nn., 536, (2). Spätere Pergamentbindung mit Lappen, Seitenränder gerändert, flacher Rücken mit handschriftlichem Titel; moderne Schutzvorrichtungen. Großes Holzschnitt-Titelseitenbild in einen reichen architektonischen Rahmen, weite holzschnittartige Vignetten zu Beginn der Bücher, zahlreiche illustrierte Initialen und Ornamentfriesen. Drei vorangestellte Blätter und ein finales Blatt, marginal verstärkt; einige Restaurierungen an den Rändern und eine Randriss. Wie bei allen alten Bänden sind geringe Fehler oder Restaurierungen möglich, die nicht ausdrücklich erwähnt sind.
VOLLSTÄNDIGE TITEL UND AUTOREN
Publio Ovidio Nasone.
Giovanni Andrea dell’Anguillara (ca. 1517–1572), Übersetzer und Revisionsautor.
Die Metamorphosen.
Mit Anmerkungen von Giuseppe Horologgi und Argumenten von Francesco Turchi.
In Venetia: beim Giovanni Alberti, 1589.
Pp. (6), 8 nn., 536, (2).
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Andrea dell’Anguillara (ca. 1517–1572) war italienischer Dichter und Gelehrter, vor allem bekannt für seine berühmte Ottava-Rima-Version der Metamorphosen des Ovid. Seine Entscheidung, das lateinische Gedicht nach der prestigeträchtigen Versform der erzählenden italienischen Renaissance zu gestalten, trug wesentlich zum Erfolg des Werks bei. Anguillara geht dabei nicht wie ein wörtlicher Übersetzer vor: Er erweitert, interpretiert und passt Ovid an und verleiht den Mythen eine Tendenz, die eher der höfischen und narrativen Dichtung des Cinquecento entspricht. Das Ergebnis war eine der populärsten italienischen Fassungen des Gedichts und eine der Hauptwegen, durch die das Publikum der Halbinsel die Geschichten von Apollo und Daphne, Narcissus, Phaethon, Orpheus, Perseus und anderen Protagonisten des Ovid’schen Universums kennenlernte. Der kommerzielle Erfolg des Werks war enorm und setzte sich über Generationen fort.
RARITÄT
Die Metamorphosen des Anguillara erfuhren zahlreiche Wiederauflagen im 16. und 17. Jahrhundert, Zeugnis für den außerordentlichen Erfolg des Textes. Die illustrierten Cinquecento-Ausgaben behalten jedoch ein besonderes Interesse, insbesondere wenn das großartige figurierte Frontispiz und die erzählerischen Vignetten verteilt über den Text erhalten bleiben. Die venezianische Ausgabe von 1589 gehört vollständig zur großen librarischen Tradition des späten Renaissance und ist besonders attraktiv durch die Verbindung von poetischem Text, gelehrtem Kommentar und reichem Holzschnittapparat. Der vorliegende Exemplare hat daher ein signifikantes Interesse für Sammlungen von Klassikern, Mythologie und italienischer Buchillustration.
HISTORISCHE BEDEUTUNG
Die Anguillara-Version war eines der wichtigsten Werkzeuge zur Verbreitung der ovidischen Mythologie in der italienischen Kultur der Neuzeit. Die Metamorphosen waren in der Tat eine unerschöpfliche Quelle von Sujet für Maler, Bildhauer, Dichter und Dramatiker, doch die direkte Kenntnis Lateins war dank der großen volkssprachlichen Neuerzählungen nicht mehr notwendig. Die Ottava-Rima machte den Text dem Publikum vertraut, das mit Ariosto und der großen narrativen italienischen Dichtung aufgewachsen war, während die Holzschnitt-Vignetten die Erzählung zu einem anschaulichen visuellen Repertoire verwandelten. Die Ausgabe von 1589 belegt damit das Zusammentreffen von antikem Kulturgut, volkssprachlicher Übersetzung und gedrucktem Bild, drei zentrale Elemente beim Aufbau der Renaissance-Mythologie.
BIBLIOGRAPHIE
EDIT16, Verzeichnis der italienischen Ausgaben des 16. Jahrhunderts.
ICCU – Servizio Bibliotecario Nazionale.
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe.
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres.
Graesse, Trésor de livres rares et précieux.
Gamba, Serie dei testi di lingua.
Repertori bibliografici dedicati alle edizioni italiane delle Metamorfosi di Ovidio e alla fortuna editoriale di Giovanni Andrea dell’Anguillara.
Der Verkäufer stellt sich vor
ADEI, EROI E MITI DI OVIDIO – LE METAMORFOSI – DIE GROẞE ITALIENISCHE VERSIONRARISCHE BILDUNGEN
Wichtige venezianische Ausgabe von 1589 der Metamorphosen des Ovids in der berühmten ottava-rima-Version von Giovanni Andrea dell’Anguillara, eine der erfolgreichsten italienischen Neuinterpretationen des ovidischen Meisterwerks in der Renaissance. Der Autor beschränkt sich nicht darauf, den lateinischen Text zu übersetzen, sondern verwandelt ihn in ein ausgedehntes volkstümliches Gedicht und passt das mythologische Erbe der klassischen Welt dem Erzähl- und Dichtgeschmack des Publikums der Cinquecento an. Die Ausgabe präsentiert den überarbeiteten Text, begleitet von den gelehrten Anmerkungen von Giuseppe Horologgi und von den Einleitungsargumenten zu den einzelnen Büchern, verfasst von Francesco Turchi. Besonders reich ist der Bildapparat, mit großem Holzschnitt-Titelseitenbild in einen elaborierten architektonischen Rahmen, weiten Vignetten zu Beginn der Bücher, zahlreichen illustrierten Initialen und Ornamentfriesen. Ein faszinierendes Beispiel der großen venezianischen Verlagskunst der späten Cinquecento, in dem Poesie, Mythologie und Illustration gemeinsam das Bild einer klassischen Vorstellung beim Publikum verbreiten, das längst modern geworden ist.
WARUM MAN ES KAUFT
MAJESTÄTISCHER HOLZSTICH-APPARAT! Monumentale Titelseite, große Vignetten und illustrierten Initialen.
OVIDIUS IN OTTAVA RIMA! Eine der berühmtesten und einflussreichsten italienischen Versionen der Metamorphosen.
VENEZIA 1589! Eine elegante illustrirte Cinquecentina des großen mythologischen Epos.
HOROLOGGI + TURCHI! Anmerkungen und Einleitungsargumente, die den philologischen und didaktischen Wert der Ausgabe erhöhen.
MARKTWERTE
Die illustrierten Cinquecento-Ausgaben der Metamorphosen des Anguillara behalten ein gutes Interesse bei Sammlern von Ovid, Mythologie, italienischer Literatur und venezianischer Typografie. Vollständige Exemplare in gutem Zustand können grob im Einzelhandel bei ca. €1.800–3.000 eingeordnet werden. Die Erhaltung des bildlichen Apparats bildet das Hauptinteresse der Sammler.
PHYSISCHE ANGABEN / ZUSTAND
Pp. (6), 8 nn., 536, (2). Spätere Pergamentbindung mit Lappen, Seitenränder gerändert, flacher Rücken mit handschriftlichem Titel; moderne Schutzvorrichtungen. Großes Holzschnitt-Titelseitenbild in einen reichen architektonischen Rahmen, weite holzschnittartige Vignetten zu Beginn der Bücher, zahlreiche illustrierte Initialen und Ornamentfriesen. Drei vorangestellte Blätter und ein finales Blatt, marginal verstärkt; einige Restaurierungen an den Rändern und eine Randriss. Wie bei allen alten Bänden sind geringe Fehler oder Restaurierungen möglich, die nicht ausdrücklich erwähnt sind.
VOLLSTÄNDIGE TITEL UND AUTOREN
Publio Ovidio Nasone.
Giovanni Andrea dell’Anguillara (ca. 1517–1572), Übersetzer und Revisionsautor.
Die Metamorphosen.
Mit Anmerkungen von Giuseppe Horologgi und Argumenten von Francesco Turchi.
In Venetia: beim Giovanni Alberti, 1589.
Pp. (6), 8 nn., 536, (2).
BIOGRAPHIE DES AUTORS
Giovanni Andrea dell’Anguillara (ca. 1517–1572) war italienischer Dichter und Gelehrter, vor allem bekannt für seine berühmte Ottava-Rima-Version der Metamorphosen des Ovid. Seine Entscheidung, das lateinische Gedicht nach der prestigeträchtigen Versform der erzählenden italienischen Renaissance zu gestalten, trug wesentlich zum Erfolg des Werks bei. Anguillara geht dabei nicht wie ein wörtlicher Übersetzer vor: Er erweitert, interpretiert und passt Ovid an und verleiht den Mythen eine Tendenz, die eher der höfischen und narrativen Dichtung des Cinquecento entspricht. Das Ergebnis war eine der populärsten italienischen Fassungen des Gedichts und eine der Hauptwegen, durch die das Publikum der Halbinsel die Geschichten von Apollo und Daphne, Narcissus, Phaethon, Orpheus, Perseus und anderen Protagonisten des Ovid’schen Universums kennenlernte. Der kommerzielle Erfolg des Werks war enorm und setzte sich über Generationen fort.
RARITÄT
Die Metamorphosen des Anguillara erfuhren zahlreiche Wiederauflagen im 16. und 17. Jahrhundert, Zeugnis für den außerordentlichen Erfolg des Textes. Die illustrierten Cinquecento-Ausgaben behalten jedoch ein besonderes Interesse, insbesondere wenn das großartige figurierte Frontispiz und die erzählerischen Vignetten verteilt über den Text erhalten bleiben. Die venezianische Ausgabe von 1589 gehört vollständig zur großen librarischen Tradition des späten Renaissance und ist besonders attraktiv durch die Verbindung von poetischem Text, gelehrtem Kommentar und reichem Holzschnittapparat. Der vorliegende Exemplare hat daher ein signifikantes Interesse für Sammlungen von Klassikern, Mythologie und italienischer Buchillustration.
HISTORISCHE BEDEUTUNG
Die Anguillara-Version war eines der wichtigsten Werkzeuge zur Verbreitung der ovidischen Mythologie in der italienischen Kultur der Neuzeit. Die Metamorphosen waren in der Tat eine unerschöpfliche Quelle von Sujet für Maler, Bildhauer, Dichter und Dramatiker, doch die direkte Kenntnis Lateins war dank der großen volkssprachlichen Neuerzählungen nicht mehr notwendig. Die Ottava-Rima machte den Text dem Publikum vertraut, das mit Ariosto und der großen narrativen italienischen Dichtung aufgewachsen war, während die Holzschnitt-Vignetten die Erzählung zu einem anschaulichen visuellen Repertoire verwandelten. Die Ausgabe von 1589 belegt damit das Zusammentreffen von antikem Kulturgut, volkssprachlicher Übersetzung und gedrucktem Bild, drei zentrale Elemente beim Aufbau der Renaissance-Mythologie.
BIBLIOGRAPHIE
EDIT16, Verzeichnis der italienischen Ausgaben des 16. Jahrhunderts.
ICCU – Servizio Bibliotecario Nazionale.
Adams, Catalogue of Books Printed on the Continent of Europe.
Brunet, Manuel du libraire et de l’amateur de livres.
Graesse, Trésor de livres rares et précieux.
Gamba, Serie dei testi di lingua.
Repertori bibliografici dedicati alle edizioni italiane delle Metamorfosi di Ovidio e alla fortuna editoriale di Giovanni Andrea dell’Anguillara.
