Odisha (ehemals Orissa), Ostindien Schwarzer Stein mit sichtbarer Körnung, traditionell als Granit beschrieben. Wichtige Stele mit Ganesha-Schnitzerei aus schwarzem Stein - 65 cm






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Große geschnitzte Ganesha-Stele aus schwarzem grobkörnigem Stein aus Odisha, ca. 1200, stehende Vierarm-Gottheit mit Attributen, Begleitende kniende Verehrerin und Maus, Maße 65 × 31 × 16 cm, Gewicht ca. 46 kg.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
**Importante stele skulpté de Ganesha in schwarze Stein – Odisha (früher Orissa), Nordost-Indien – Ende des XII. bis Anfang des XIII. Jahrhunderts, ca. 1200**
Importante und kraftvolle Darstellung von **Ganesha**, einer der Hauptgötter des Hindu-Panthāna, skulptiert in sehr starkem Relief in einem schwarzen Stein mit erkennbarer Körnung, traditionell als Granit beschrieben.
Das Werk wird dem **Odisha, früher Orissa, im Nordosten Indiens** zugeschrieben und stylistisch auf das Ende des XII. Jahrhunderts oder den Anfang des XIII. Jahrhunderts, um das Jahr 1200, datierbar.
Ganesha ist stehende Figur, frontal und monumentale Haltung, auf einem großen lotiformen Sockel. Sein massiger Körper mit großzügig modelliertem Bauch kontrastiert mit der Feinheit der Behandlung einiger ornamentaler Details und trägt so zur starken skulpturalen Präsenz des Gesamtbildes bei.
Die Gottheit besitzt **vier Arme**. Sie hält mehrere ihrer traditionellen Attribute, darunter eine gebrochene Stoßzahn, eine Perlenkette, einen Stab sowie ein Gefäß mit Süßigkeiten. Ihre lange, gebogene Rüsselrichtung zu Letzterem verweist direkt auf eines der charakteristischsten Merkmale der Ganesha-Ikonographie, dem großen Genießer von Modaka, den Süßigkeiten, die ihm traditionell angeboten werden.
Das Gesicht wird von den großen Ohren dominiert, die weit ausgedehnt und tief geritzt sind. Die Stirn trägt ein gut lesbares konzentrisches Kreismotiv. Der Kopf wird von einer komplexen Frisur oder Krone gekrönt, stark ausgeschnitten und trotz alter Abnutzung noch besonders ausdrucksstark.
Der Gott trägt eine kurze Dhoti, zahlreiche perlende Schmuckstücke sowie eine heilige Schnur, die die Brust durchläuft. Die Behandlung von Bauch, Armen, Beinen und Ornamenten bewahrt eine bemerkenswerte Lesbarkeit und verleiht der Figur eine besonders skulpturale Präsenz.
Die Komposition beschränkt sich nicht auf die reine Figur Ganesha. Neben ihr erscheint eine **anbetende kniende Verehrerin**, dargestellt in einer Haltung der Hingabe. Am Sockel befindet sich außerdem sein traditionelles Reittier, die **Ratte oder Maus (mushika)**, in das ikonografische Programm integriert. Diese Nebenelemente stärken den kultischen Charakter der Skulptur und tragen zur narrativen Reichhaltigkeit des Ganzen bei.
Die Skulptur ist stark aus dem Hintergrund gelöst, einige Volumen sind fast in der Rundbildung behandelt. Die Seitenansichten zeigen deutlich die erhebliche Tiefenwirkung des Reliefs sowie die Art, wie die Hauptfigur sich vom hinteren Block abhebt.
Der **Gegenrückseite ist besonders interessant**: Der Stein wurde stark ausgefäumt und grob belassen, wodurch eine massive Struktur sowie zahlreiche Spuren der Bearbeitung sichtbar werden. Diese hintere Konstruktion zeugt vom architektonischen und kultischen Charakter der Stele und ist ein wichtiges Element, um ihre materielle Konzeption zu verstehen.
Die Oberfläche zeigt eine alte Patina, mit verschiedenen Abnutzungszonen, einigen Ablagerungs- und Restfärbungen. Das Gesamtwerk bewahrt dennoch eine besonders vollständige ikonografische Lesung und eine sehr starke visuelle Präsenz.
**Provenienz**
Sammlung von **Jean-Marc Andral, Belgien**.
Die Skulptur wurde von der **Galerie Carré des Antiquaires in Versailles, Frankreich**, zwischen 1995 und 2006, erworben, gemäß einer Provenienzdeklaration, die von Jean-Marc Andral am 31. Juli 2022 schriftlich unterschrieben wurde.
Eine Kopie dieser Provenienzdeklaration liegt dem Werk bei.
**Vergleichsdarstellungen**
Mehrere institutionelle Skulpturen ermöglichen, diese Darstellung im Corpus der medivale Ganesha der Ostindien einzuordnen.
Ein bedeutender Ganesha, der Odisha zugeschrieben wird und dem XIII. Jahrhundert datiert ist, befindet sich im **British Museum**, London, Inventarnummer **1872,0701.59**. Er weist mehrere vergleichbare Merkmale auf, insbesondere die stehende Haltung, den lotiformen Sockel, die gefädelten großen Ohren und mehrere ähnliche ikonografische Attribute.
Ein weiterer Ganesha aus Odisha im British Museum bildet ebenfalls eine besonders interessante Parallele durch seine Ikonografie und die Anordnung seiner Attribute.
Als weiterer größerer Vergleich illustriert eine Granitskulptur von Ganesha aus der ehemaligen Avery Brundage-Sammlung und heute im **Asian Art Museum, San Francisco**, Inventar-Nr. **B63S45+**, ebenfalls die Monumentalität und plastische Kraft dieser mittelalterlichen Darstellung.
Diese musealen Bezüge dienen nur dem Vergleich und der Dokumentation; sie implizieren natürlich nicht eine gemeinsame Werkstatt.
**Erhaltungszustand**
Sehr guter Erhaltungszustand angesichts der Altertümlichkeit.
Die Skulptur ist stabil und behält eine ausgezeichnete generelle Lesbarkeit. Vorhandensein alter Abnutzungen, Verluste und kleiner Absplitterungen, oberflächenbezogene Erosionsspuren, Verfestigungen und einige alte Risse. Diese Veränderungen stehen im Einklang mit Alter und materieller Geschichte des Werks und beeinträchtigen nicht das allgemeine Verständnis der Komposition.
Die Detailfotografien sind integraler Bestandteil der Beschreibung und ermöglichen eine präzise Beurteilung des Erhaltungszustands.
**Maße:** 65 × 31 × 16 cm
**Gewicht:** ca. 46 kg
**Material:** schwarzer Stein mit sichtbarer Körnung, traditionell als Granit beschrieben
**Herkunft:** Odisha (früher Orissa), Nordost-Indien
**Datierung:** Ende des XII. Jahrhunderts – Anfang des XIII. Jahrhunderts, ca. 1200
Durch ihr Format, ihr Gewicht, die Tiefenwirkung der Skulptur, den Reichtum ihrer Ikonographie und die dokumentierte europäische Provenienz stellt diese Stele eine besonders imposante und dekorative Darstellung von Ganesha in der mittelalterlichen Tradition Ostindiens dar.
Video-Link: https://www.dropbox.com/scl/fo/a8j6kkd87sl5a487ucrdr/ADnrUpRUGfE-cPQdLYjHZ1s?rlkey=o5izjg3de43d1kt4adyitrgpo&dl=0
Der Verkäufer stellt sich vor
**Importante stele skulpté de Ganesha in schwarze Stein – Odisha (früher Orissa), Nordost-Indien – Ende des XII. bis Anfang des XIII. Jahrhunderts, ca. 1200**
Importante und kraftvolle Darstellung von **Ganesha**, einer der Hauptgötter des Hindu-Panthāna, skulptiert in sehr starkem Relief in einem schwarzen Stein mit erkennbarer Körnung, traditionell als Granit beschrieben.
Das Werk wird dem **Odisha, früher Orissa, im Nordosten Indiens** zugeschrieben und stylistisch auf das Ende des XII. Jahrhunderts oder den Anfang des XIII. Jahrhunderts, um das Jahr 1200, datierbar.
Ganesha ist stehende Figur, frontal und monumentale Haltung, auf einem großen lotiformen Sockel. Sein massiger Körper mit großzügig modelliertem Bauch kontrastiert mit der Feinheit der Behandlung einiger ornamentaler Details und trägt so zur starken skulpturalen Präsenz des Gesamtbildes bei.
Die Gottheit besitzt **vier Arme**. Sie hält mehrere ihrer traditionellen Attribute, darunter eine gebrochene Stoßzahn, eine Perlenkette, einen Stab sowie ein Gefäß mit Süßigkeiten. Ihre lange, gebogene Rüsselrichtung zu Letzterem verweist direkt auf eines der charakteristischsten Merkmale der Ganesha-Ikonographie, dem großen Genießer von Modaka, den Süßigkeiten, die ihm traditionell angeboten werden.
Das Gesicht wird von den großen Ohren dominiert, die weit ausgedehnt und tief geritzt sind. Die Stirn trägt ein gut lesbares konzentrisches Kreismotiv. Der Kopf wird von einer komplexen Frisur oder Krone gekrönt, stark ausgeschnitten und trotz alter Abnutzung noch besonders ausdrucksstark.
Der Gott trägt eine kurze Dhoti, zahlreiche perlende Schmuckstücke sowie eine heilige Schnur, die die Brust durchläuft. Die Behandlung von Bauch, Armen, Beinen und Ornamenten bewahrt eine bemerkenswerte Lesbarkeit und verleiht der Figur eine besonders skulpturale Präsenz.
Die Komposition beschränkt sich nicht auf die reine Figur Ganesha. Neben ihr erscheint eine **anbetende kniende Verehrerin**, dargestellt in einer Haltung der Hingabe. Am Sockel befindet sich außerdem sein traditionelles Reittier, die **Ratte oder Maus (mushika)**, in das ikonografische Programm integriert. Diese Nebenelemente stärken den kultischen Charakter der Skulptur und tragen zur narrativen Reichhaltigkeit des Ganzen bei.
Die Skulptur ist stark aus dem Hintergrund gelöst, einige Volumen sind fast in der Rundbildung behandelt. Die Seitenansichten zeigen deutlich die erhebliche Tiefenwirkung des Reliefs sowie die Art, wie die Hauptfigur sich vom hinteren Block abhebt.
Der **Gegenrückseite ist besonders interessant**: Der Stein wurde stark ausgefäumt und grob belassen, wodurch eine massive Struktur sowie zahlreiche Spuren der Bearbeitung sichtbar werden. Diese hintere Konstruktion zeugt vom architektonischen und kultischen Charakter der Stele und ist ein wichtiges Element, um ihre materielle Konzeption zu verstehen.
Die Oberfläche zeigt eine alte Patina, mit verschiedenen Abnutzungszonen, einigen Ablagerungs- und Restfärbungen. Das Gesamtwerk bewahrt dennoch eine besonders vollständige ikonografische Lesung und eine sehr starke visuelle Präsenz.
**Provenienz**
Sammlung von **Jean-Marc Andral, Belgien**.
Die Skulptur wurde von der **Galerie Carré des Antiquaires in Versailles, Frankreich**, zwischen 1995 und 2006, erworben, gemäß einer Provenienzdeklaration, die von Jean-Marc Andral am 31. Juli 2022 schriftlich unterschrieben wurde.
Eine Kopie dieser Provenienzdeklaration liegt dem Werk bei.
**Vergleichsdarstellungen**
Mehrere institutionelle Skulpturen ermöglichen, diese Darstellung im Corpus der medivale Ganesha der Ostindien einzuordnen.
Ein bedeutender Ganesha, der Odisha zugeschrieben wird und dem XIII. Jahrhundert datiert ist, befindet sich im **British Museum**, London, Inventarnummer **1872,0701.59**. Er weist mehrere vergleichbare Merkmale auf, insbesondere die stehende Haltung, den lotiformen Sockel, die gefädelten großen Ohren und mehrere ähnliche ikonografische Attribute.
Ein weiterer Ganesha aus Odisha im British Museum bildet ebenfalls eine besonders interessante Parallele durch seine Ikonografie und die Anordnung seiner Attribute.
Als weiterer größerer Vergleich illustriert eine Granitskulptur von Ganesha aus der ehemaligen Avery Brundage-Sammlung und heute im **Asian Art Museum, San Francisco**, Inventar-Nr. **B63S45+**, ebenfalls die Monumentalität und plastische Kraft dieser mittelalterlichen Darstellung.
Diese musealen Bezüge dienen nur dem Vergleich und der Dokumentation; sie implizieren natürlich nicht eine gemeinsame Werkstatt.
**Erhaltungszustand**
Sehr guter Erhaltungszustand angesichts der Altertümlichkeit.
Die Skulptur ist stabil und behält eine ausgezeichnete generelle Lesbarkeit. Vorhandensein alter Abnutzungen, Verluste und kleiner Absplitterungen, oberflächenbezogene Erosionsspuren, Verfestigungen und einige alte Risse. Diese Veränderungen stehen im Einklang mit Alter und materieller Geschichte des Werks und beeinträchtigen nicht das allgemeine Verständnis der Komposition.
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**Maße:** 65 × 31 × 16 cm
**Gewicht:** ca. 46 kg
**Material:** schwarzer Stein mit sichtbarer Körnung, traditionell als Granit beschrieben
**Herkunft:** Odisha (früher Orissa), Nordost-Indien
**Datierung:** Ende des XII. Jahrhunderts – Anfang des XIII. Jahrhunderts, ca. 1200
Durch ihr Format, ihr Gewicht, die Tiefenwirkung der Skulptur, den Reichtum ihrer Ikonographie und die dokumentierte europäische Provenienz stellt diese Stele eine besonders imposante und dekorative Darstellung von Ganesha in der mittelalterlichen Tradition Ostindiens dar.
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