Weihwasserbecken - 1850-1900






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Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Vieux Paris – außergewöhnlich reich polychrom bemaltes Porzellan-Bénitier mit geflügeltem Engel und Kreuz, ca. 1850–1870
Vieux Paris, Frankreich, Mitte des 19. Jahrhunderts
Porzellan, polychrom bemalt und reich vergoldet
Ca. 20 × 18 × 10 cm
Ein besonders dekoratives und stimmungsvolles 19. Jahrhundert französisches Porzellan-Bénitier (Weihebecken), ausgeführt in dem charakteristischen Stil des sogenannten Vieux Paris. Das Objekt ist um einen schön modellierten geflügelten Engel aufgebaut, der kniend neben dem muschelförmigen Weihebecken sitzt und ein großes Kreuz hält.
Was dieses Exemplar besonders attraktiv macht, ist das ungewöhnlich reiche und lebendige Farbspektrum. Das Gewand des Engels ist in einem intensiven Türkis bis Kobaltblau gehalten, das stark im Kontrast zum warmen Weiß des Porzellans und den vielen feinen goldenen Akzenten steht. Über dem blauen Gewand sind zahlreiche vergoldete Sterne angebracht, wodurch es eine fast himmlische Ausstrahlung erhält. Die Flügel sind fein modelliert und bilden einen schönen Kontrast zum bunten Gewand.
Auch das Gesicht des Engels fällt auf. Die sanften Gesichtszüge, der leicht niederblickende Blick und der ruhige, fast andächtige Ausdruck verleihen der Figur eine besonders friedliche und nahezu himmlische Ausstrahlung. Der Engel wirkt nicht in erster Linie als theatralische Figur, sondern eher als schützende und demütige Gegenwart.
Das Ganze ruht auf einem sehr reich modellierten Rococo-/Rocaille-Fuß, mit Krullornamenten, Reliefdekoration und üppiger Vergoldung. Die Kombination aus weißem Porzellan, tiefem Blau, Türkis, warmen Brauntönen und Gold sorgt für einen sehr charakteristischen, second-empire-ähnlichen dekorativen Effekt, während die Formensprache deutlich auf Rococo zurückgreift.
Die Bezeichnung Vieux Paris verweist nicht auf eine einzige Fabrik, sondern auf die vielen Porzellanmanufakturen und Ateliers in und um Paris, die besonders im 18. und 19. Jahrhundert aktiv waren. Religiöse Gegenstände wie dieser wurden für häusliche Andacht, kleine Altäre zu Hause und private Kapellen hergestellt. Das Fehlen eines Fabrikzeichens ist bei dieser Art Vieux-Paris-Porzellan nicht ungewöhnlich. Vergleichbare Vieux-Paris-Bénitiers aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind ebenfalls unmarkiert.
Die Unterseite dieses Exemplars zeigt neben dem Fehlen eines Fabrikzeichens eine eingekerbte/ eingedrückte Nummer, die zu lesen scheint als „83“. Dies könnte möglicherweise eine Modell- oder Formnummer sein, auch wenn dies nicht mit Sicherheit feststellbar ist. Interessant ist, dass bei anderen Vieux-Paris-Bénitiers ebenfalls derartige Nummern gefunden wurden, beispielsweise die Nummer „418“ bei einem anderen Exemplar.
Das Objekt befindet sich in guter antiker Zustand, mit normalen Alters- und Gebrauchsspuren.
Die Vergoldung weist örtliche Abnutzungen und leichte Verluste auf, besonders an den herausragendsten und berührten Teilen. Dadurch erhält das Stück eine attraktive, von der Zeit geformte Patina und zeigt Alter und Nutzung des Objekts deutlich.
An dem linken Zeigefinger des Engels fehlt ein kleines Stück. Dies ist bei genauerer Inspektion deutlich sichtbar. Weiterhin wurden keine größeren strukturellen Beschädigungen festgestellt.
Angesichts des Alters, der empfindlichen Modellierung und der vielen ausdrucksstarken dekorativen Elemente ist der allgemeine Zustand für ein solches Objekt gut.
Vieux Paris, Frankreich, vermutlich circa 1850–1870.
Vieux Paris – außergewöhnlich reich polychrom bemaltes Porzellan-Bénitier mit geflügeltem Engel und Kreuz, ca. 1850–1870
Vieux Paris, Frankreich, Mitte des 19. Jahrhunderts
Porzellan, polychrom bemalt und reich vergoldet
Ca. 20 × 18 × 10 cm
Ein besonders dekoratives und stimmungsvolles 19. Jahrhundert französisches Porzellan-Bénitier (Weihebecken), ausgeführt in dem charakteristischen Stil des sogenannten Vieux Paris. Das Objekt ist um einen schön modellierten geflügelten Engel aufgebaut, der kniend neben dem muschelförmigen Weihebecken sitzt und ein großes Kreuz hält.
Was dieses Exemplar besonders attraktiv macht, ist das ungewöhnlich reiche und lebendige Farbspektrum. Das Gewand des Engels ist in einem intensiven Türkis bis Kobaltblau gehalten, das stark im Kontrast zum warmen Weiß des Porzellans und den vielen feinen goldenen Akzenten steht. Über dem blauen Gewand sind zahlreiche vergoldete Sterne angebracht, wodurch es eine fast himmlische Ausstrahlung erhält. Die Flügel sind fein modelliert und bilden einen schönen Kontrast zum bunten Gewand.
Auch das Gesicht des Engels fällt auf. Die sanften Gesichtszüge, der leicht niederblickende Blick und der ruhige, fast andächtige Ausdruck verleihen der Figur eine besonders friedliche und nahezu himmlische Ausstrahlung. Der Engel wirkt nicht in erster Linie als theatralische Figur, sondern eher als schützende und demütige Gegenwart.
Das Ganze ruht auf einem sehr reich modellierten Rococo-/Rocaille-Fuß, mit Krullornamenten, Reliefdekoration und üppiger Vergoldung. Die Kombination aus weißem Porzellan, tiefem Blau, Türkis, warmen Brauntönen und Gold sorgt für einen sehr charakteristischen, second-empire-ähnlichen dekorativen Effekt, während die Formensprache deutlich auf Rococo zurückgreift.
Die Bezeichnung Vieux Paris verweist nicht auf eine einzige Fabrik, sondern auf die vielen Porzellanmanufakturen und Ateliers in und um Paris, die besonders im 18. und 19. Jahrhundert aktiv waren. Religiöse Gegenstände wie dieser wurden für häusliche Andacht, kleine Altäre zu Hause und private Kapellen hergestellt. Das Fehlen eines Fabrikzeichens ist bei dieser Art Vieux-Paris-Porzellan nicht ungewöhnlich. Vergleichbare Vieux-Paris-Bénitiers aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind ebenfalls unmarkiert.
Die Unterseite dieses Exemplars zeigt neben dem Fehlen eines Fabrikzeichens eine eingekerbte/ eingedrückte Nummer, die zu lesen scheint als „83“. Dies könnte möglicherweise eine Modell- oder Formnummer sein, auch wenn dies nicht mit Sicherheit feststellbar ist. Interessant ist, dass bei anderen Vieux-Paris-Bénitiers ebenfalls derartige Nummern gefunden wurden, beispielsweise die Nummer „418“ bei einem anderen Exemplar.
Das Objekt befindet sich in guter antiker Zustand, mit normalen Alters- und Gebrauchsspuren.
Die Vergoldung weist örtliche Abnutzungen und leichte Verluste auf, besonders an den herausragendsten und berührten Teilen. Dadurch erhält das Stück eine attraktive, von der Zeit geformte Patina und zeigt Alter und Nutzung des Objekts deutlich.
An dem linken Zeigefinger des Engels fehlt ein kleines Stück. Dies ist bei genauerer Inspektion deutlich sichtbar. Weiterhin wurden keine größeren strukturellen Beschädigungen festgestellt.
Angesichts des Alters, der empfindlichen Modellierung und der vielen ausdrucksstarken dekorativen Elemente ist der allgemeine Zustand für ein solches Objekt gut.
Vieux Paris, Frankreich, vermutlich circa 1850–1870.
