Italien - Perugia; Pflaumern - Perusia Augusta - 1650





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Perusia Augusta ist eine Prospektivansicht von Perugia, von Pflaumern (Wolfgang Kilian) um 1650 in Augusta Vindelicorum hergestellt, unkoloriert, Kupferstich auf vergelltem Papier, 16 × 21 cm, Zustand Ragionevoli.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Technische Beschreibung
Titel: Perusia Augusta – Prospektive Sicht auf die Stadt Perugia
Autor des Werks: Johann Heinrich von Pflaumern (1585–1671)
Intaglio: Wolfgang Kilian (1581–1662)
Verleger: Georg Wildeisen
Drucker: Johann Praetorius
Ort: Druck in Augusta Vindelicorum, heute Augsburg
Epoche: 1650
Technik: kupferstichige Radierung auf Kupfer, überwiegend mit dem Radierstab gearbeitet
Unterlage: gesprenkeltes Papier
Abmessungen: Blatt 16 × 21 cm; Eindruck 15,5 × 18,5 cm
Zusammenstellung: Tafel in einem einzigen Blatt aufgelegt, versehen mit einer nummerierten Legende mit dreißig topografischen Referenzen
Herkunft der Ausgabe: Johann Heinrich von Pflaumern, Mercurius Italicus hospiti fidus per Italiae praecipuas regiones et urbes dux, zweite, erweiterte Ausgabe, 1650
Rückseite: Weiß
Beschreibung
Sechzehnte Jahrhundert-Prospektivansicht von Perugia, vogelperspektivisch dargestellt, der lateinische Titel Perusia Augusta befindet sich oben im Bild. Die Stadt wird innerhalb ihres gegliederten hügeligen Landschaftsraums beschrieben, mit besonderem Augenmerk auf die städtische Struktur, die Befestigungen, religiöse und zivile Gebäude sowie die wichtigsten Zugangsrouten.
Der Kern der Stadt wird durch eine dichte Abfolge von Gebäuden, Türmen, Kirchtürmen, Mauern und Stadtportalen dargestellt. Die erhobene Perspektive erlaubt es, den unregelmäßigen Verlauf der Stadt und deren Eingliederung in das umliegende Gebiet zu erkennen, das durch Geländehügel, Straßen, Wasserläufe, Landwirtschaft und kleine Siedlungen geprägt ist. Oben links erscheint eine Windrose, die die Orientierung präzisiert.
Im unteren Rand befindet sich eine nummerierte Legende mit dreißig Referenzen. Unter anderem identifiziert werden die Burg, die Komplexe von San Francesco, San Pietro, Sant’Agostino und San Domenico, die Kirche von Sant’Angelo, San Lorenzo, der Palazzo del Legato, der Bischofspalast, das Seminar, das Collegio degli Oratoriani, die Aquädukte und zahlreiche Stadtpforten.
Die sorgfältige Radierung, basierend auf einem dichten System paralleler und kreuzender Schraffuren, unterscheidet die Architekturen, Mauern und die toplografische Morphologie überzeugend. Das Blatt verbindet topografische und dokumentarische Ziele mit einer scenografischen Bauweise typischer städtischer Veduten, die in Westeuropa in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden.
Historisch-künstlerischer Hinweis
Das Blatt wurde von Wolfgang Kilian geschaffen, einem Vertreter einer bekannten Familie von Kupferstechern, die in Augsburg aktiv war und Porträts, Titelblätter, Stadtansichten und Buchillustrationen schuf. Die Platte von Perusia Augusta erschien bereits in der ersten Ausgabe des Mercurius Italicus, veröffentlicht in Augsburg 1625, und wurde später in der erweiterten zweiten Ausgabe von 1650 erneut verwendet.
Johann Heinrich von Pflaumern konzipierte den Mercurius Italicus als geistige Anleitung zu den wichtigsten Städten und Regionen Italiens. Der Band ergänzte historische, künstlerische und monumentale Beschreibungen mit einer Serie von Plänen und Veduten der größten Zentren der Halbinsel. Die zweite Ausgabe, auf dem Frontispiz als „plurimis locis et tabulis aliquot auctior“ deklariert, wurde auf Kosten des Buchhändlers Georg Wildeisen publiziert und von Johann Praetorius gedruckt.
Die Veduta ist eine interessante Zeugnis der Vorstellung von Perugia, wie sie durch europäische Reiselektüre des 17. Jahrhunderts verbreitet wurde. Die monumentale Legende verstärkt ihren Charakter als visuelle Führer, der den Reisenden orientiert und die Stadt durch ihre wichtigsten religiösen, zivilen und defensive Gebäude präsentiert.
Zustandbericht
Exemplar auf gesprenkeltem Papier, mit redaktionellen Faltungen, die auf den ursprünglichen Einbau in den Band zurückzuführen sind. Kleine Risse und Öffnungen entlang der Falten und am Rand, im Rücken verso restauriert durch gezielte Aufklebung von Papier. Kleine Ergänzungen und Verstärkungen betreffen insbesondere den unteren Rand, die zentrale Zone und die untere rechte Ecke. Randbereiche reduziert und unregelmäßig sowie leichte Oxidationen, Flecken und Gebrauchsspuren, die mit der Epoche vereinbar sind. Der Abdruck insgesamt klar und gut lesbar. Rückseite weiß.
Technische Beschreibung
Titel: Perusia Augusta – Prospektive Sicht auf die Stadt Perugia
Autor des Werks: Johann Heinrich von Pflaumern (1585–1671)
Intaglio: Wolfgang Kilian (1581–1662)
Verleger: Georg Wildeisen
Drucker: Johann Praetorius
Ort: Druck in Augusta Vindelicorum, heute Augsburg
Epoche: 1650
Technik: kupferstichige Radierung auf Kupfer, überwiegend mit dem Radierstab gearbeitet
Unterlage: gesprenkeltes Papier
Abmessungen: Blatt 16 × 21 cm; Eindruck 15,5 × 18,5 cm
Zusammenstellung: Tafel in einem einzigen Blatt aufgelegt, versehen mit einer nummerierten Legende mit dreißig topografischen Referenzen
Herkunft der Ausgabe: Johann Heinrich von Pflaumern, Mercurius Italicus hospiti fidus per Italiae praecipuas regiones et urbes dux, zweite, erweiterte Ausgabe, 1650
Rückseite: Weiß
Beschreibung
Sechzehnte Jahrhundert-Prospektivansicht von Perugia, vogelperspektivisch dargestellt, der lateinische Titel Perusia Augusta befindet sich oben im Bild. Die Stadt wird innerhalb ihres gegliederten hügeligen Landschaftsraums beschrieben, mit besonderem Augenmerk auf die städtische Struktur, die Befestigungen, religiöse und zivile Gebäude sowie die wichtigsten Zugangsrouten.
Der Kern der Stadt wird durch eine dichte Abfolge von Gebäuden, Türmen, Kirchtürmen, Mauern und Stadtportalen dargestellt. Die erhobene Perspektive erlaubt es, den unregelmäßigen Verlauf der Stadt und deren Eingliederung in das umliegende Gebiet zu erkennen, das durch Geländehügel, Straßen, Wasserläufe, Landwirtschaft und kleine Siedlungen geprägt ist. Oben links erscheint eine Windrose, die die Orientierung präzisiert.
Im unteren Rand befindet sich eine nummerierte Legende mit dreißig Referenzen. Unter anderem identifiziert werden die Burg, die Komplexe von San Francesco, San Pietro, Sant’Agostino und San Domenico, die Kirche von Sant’Angelo, San Lorenzo, der Palazzo del Legato, der Bischofspalast, das Seminar, das Collegio degli Oratoriani, die Aquädukte und zahlreiche Stadtpforten.
Die sorgfältige Radierung, basierend auf einem dichten System paralleler und kreuzender Schraffuren, unterscheidet die Architekturen, Mauern und die toplografische Morphologie überzeugend. Das Blatt verbindet topografische und dokumentarische Ziele mit einer scenografischen Bauweise typischer städtischer Veduten, die in Westeuropa in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden.
Historisch-künstlerischer Hinweis
Das Blatt wurde von Wolfgang Kilian geschaffen, einem Vertreter einer bekannten Familie von Kupferstechern, die in Augsburg aktiv war und Porträts, Titelblätter, Stadtansichten und Buchillustrationen schuf. Die Platte von Perusia Augusta erschien bereits in der ersten Ausgabe des Mercurius Italicus, veröffentlicht in Augsburg 1625, und wurde später in der erweiterten zweiten Ausgabe von 1650 erneut verwendet.
Johann Heinrich von Pflaumern konzipierte den Mercurius Italicus als geistige Anleitung zu den wichtigsten Städten und Regionen Italiens. Der Band ergänzte historische, künstlerische und monumentale Beschreibungen mit einer Serie von Plänen und Veduten der größten Zentren der Halbinsel. Die zweite Ausgabe, auf dem Frontispiz als „plurimis locis et tabulis aliquot auctior“ deklariert, wurde auf Kosten des Buchhändlers Georg Wildeisen publiziert und von Johann Praetorius gedruckt.
Die Veduta ist eine interessante Zeugnis der Vorstellung von Perugia, wie sie durch europäische Reiselektüre des 17. Jahrhunderts verbreitet wurde. Die monumentale Legende verstärkt ihren Charakter als visuelle Führer, der den Reisenden orientiert und die Stadt durch ihre wichtigsten religiösen, zivilen und defensive Gebäude präsentiert.
Zustandbericht
Exemplar auf gesprenkeltem Papier, mit redaktionellen Faltungen, die auf den ursprünglichen Einbau in den Band zurückzuführen sind. Kleine Risse und Öffnungen entlang der Falten und am Rand, im Rücken verso restauriert durch gezielte Aufklebung von Papier. Kleine Ergänzungen und Verstärkungen betreffen insbesondere den unteren Rand, die zentrale Zone und die untere rechte Ecke. Randbereiche reduziert und unregelmäßig sowie leichte Oxidationen, Flecken und Gebrauchsspuren, die mit der Epoche vereinbar sind. Der Abdruck insgesamt klar und gut lesbar. Rückseite weiß.

