[Collectif] - Codex Medicamentarius Gallicus, Pharmacopée Française - 1908
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Codex Medicamentarius Gallicus, Pharmacopée Française, Masson et Cie, 1908, ein Band in grüner Halbleinenbindung, 999 Seiten, Französisch als Originalsprache, überarbeitete Ausgabe, medizinisches Referenzwerk.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
[CODEX]. Codex medicamentarius gallicus. Französische Pharmakopöe, verfasst vom Gouvernement. Paris, Masson et Cie, 1908. 1 Band stark in-8 (25 x 16 cm), xxii, 999 S., grüne Verlagsperspektiv-Perkaline, Siegel des Ministère de l'Instruction publique auf dem ersten Titelblatt gestempelt, Rücken verziert und goldgestützt tituliert, mit dem Hinweis des Dekrets vom 17. Juli 1908.
Fünfte Ausgabe des Codex national, nach jenen von 1818, 1837, 1866 und 1884. Der Codex von 1908 ist der gesetzliche Text, dem sich jeder französische Apotheker zu halten hatte. Er wurde von einer Kommission unter dem Vorsitz des Professors Louis Landouzy (1845-1917) verfasst, der das Vorwort unterzeichnet. Dieses Vorwort verlangt den Beitrag der „synthetischen Chemie“ und der „Entdeckungen von Pasteur und Brown-Séquard“. Das Werk markiert somit den Wandel von der alten botanischen Arzneimittellehre zur modernen chemischen Pharmazie.
Der Band beginnt mit der Liste der Abkürzungen der zitierten Botanikern (Linné, Lamarck, De Candolle, Jacquin, Thunberg, Ruiz und Pavon, Henri Baillon...). Daran schließen sich die „Medikamente der Französischen Pharmakopöe“ in alphabetischer Reihenfolge. Jede Monographie gibt den lateinischen Namen, die Familie, den verwendeten Teil, die Merkmale, Identitäts- und Reinheitsprüfungen, die Aufbewahrung, die Unverträglichkeiten und die Anwendung an. Die pflanzlichen Monographien (große Wermut, asa foetida, Skorpionfischklinge/Skorpionkäfer? [Anm.: hier: asclépiade oder Dompte-venin – ggf. korrekter Begriff: Skorpionsreste], Spargel, Hamamelis virginiana, Hopfen, Mandelöl) stehen neben Alkaloiden und chemischen Produkten. Letztere werden mit ihren entwickelten Formeln (Kokain, Strychninsulfat), dem Hinweis „Sehr giftig“ und der Angabe der Gegenmittel angegeben. Man findet auch das Smyrna-Opium, die Kokain- und Gutta-percha.
Das Ende des Bandes reproduziert Auszüge aus Gesetzen und Verordnungen zum Ausüben der Pharmazie und zu giftigen Substanzen: Roggen mit Mutterkorn (1873), Levante-Schote (1882), sublimate Korrosiv (1890), das Gesetz vom 21. Germinal An XI. Einer Etikette „rotorange“ für äußerliche Medikamente begleitet das Werk. Auf der Rückseite des Titelblatts authentifiziert ein geätztes Visum das Exemplar: „Vu au Ministère de l'Instruction publique, le Directeur de l'Enseignement supérieur, Conseiller d'État“, unterzeichnet von Charles Bayet (1849-1918).
Der Codex von 1908 bleibt dem Leser heute noch praktisch verwendbar. Die Herboristen, Phytotherapeuten und Produzenten von Heilpflanzen finden darin präzise botanische Monographien (Identifikation, Fälschungen, verwendete Teile). Ebenso traditionelle Zubereitungen: Alkoholat Wundmittel, Wundenarten, Sirup der fünf Wurzeln, Tinkturen und flüssige Extrakte. Die Medizinhistoriker und Drogenexperten lesen die Rechtslage von Opium, Kokain oder Wermut einige Jahre vor ihrem Verbot. Sammler von Töpfen, Fläschchen und Apothekenetiketten finden in diesem Werk die Erklärung ihrer Inschriften. Romane-Schreiber und Liebhaber der Kriminalliteratur entdecken hier die Toxikologie der Belle Époque.
Allgemeiner Zustand mittelmäßig wegen des ersten Deckelschnitts, der fast vollständig eingerissen ist (restaurierbar), industrielles Papier etwas vergilbt, verstreute Vergilbungen und andere geringe Mängel.
Der Verkäufer stellt sich vor
[CODEX]. Codex medicamentarius gallicus. Französische Pharmakopöe, verfasst vom Gouvernement. Paris, Masson et Cie, 1908. 1 Band stark in-8 (25 x 16 cm), xxii, 999 S., grüne Verlagsperspektiv-Perkaline, Siegel des Ministère de l'Instruction publique auf dem ersten Titelblatt gestempelt, Rücken verziert und goldgestützt tituliert, mit dem Hinweis des Dekrets vom 17. Juli 1908.
Fünfte Ausgabe des Codex national, nach jenen von 1818, 1837, 1866 und 1884. Der Codex von 1908 ist der gesetzliche Text, dem sich jeder französische Apotheker zu halten hatte. Er wurde von einer Kommission unter dem Vorsitz des Professors Louis Landouzy (1845-1917) verfasst, der das Vorwort unterzeichnet. Dieses Vorwort verlangt den Beitrag der „synthetischen Chemie“ und der „Entdeckungen von Pasteur und Brown-Séquard“. Das Werk markiert somit den Wandel von der alten botanischen Arzneimittellehre zur modernen chemischen Pharmazie.
Der Band beginnt mit der Liste der Abkürzungen der zitierten Botanikern (Linné, Lamarck, De Candolle, Jacquin, Thunberg, Ruiz und Pavon, Henri Baillon...). Daran schließen sich die „Medikamente der Französischen Pharmakopöe“ in alphabetischer Reihenfolge. Jede Monographie gibt den lateinischen Namen, die Familie, den verwendeten Teil, die Merkmale, Identitäts- und Reinheitsprüfungen, die Aufbewahrung, die Unverträglichkeiten und die Anwendung an. Die pflanzlichen Monographien (große Wermut, asa foetida, Skorpionfischklinge/Skorpionkäfer? [Anm.: hier: asclépiade oder Dompte-venin – ggf. korrekter Begriff: Skorpionsreste], Spargel, Hamamelis virginiana, Hopfen, Mandelöl) stehen neben Alkaloiden und chemischen Produkten. Letztere werden mit ihren entwickelten Formeln (Kokain, Strychninsulfat), dem Hinweis „Sehr giftig“ und der Angabe der Gegenmittel angegeben. Man findet auch das Smyrna-Opium, die Kokain- und Gutta-percha.
Das Ende des Bandes reproduziert Auszüge aus Gesetzen und Verordnungen zum Ausüben der Pharmazie und zu giftigen Substanzen: Roggen mit Mutterkorn (1873), Levante-Schote (1882), sublimate Korrosiv (1890), das Gesetz vom 21. Germinal An XI. Einer Etikette „rotorange“ für äußerliche Medikamente begleitet das Werk. Auf der Rückseite des Titelblatts authentifiziert ein geätztes Visum das Exemplar: „Vu au Ministère de l'Instruction publique, le Directeur de l'Enseignement supérieur, Conseiller d'État“, unterzeichnet von Charles Bayet (1849-1918).
Der Codex von 1908 bleibt dem Leser heute noch praktisch verwendbar. Die Herboristen, Phytotherapeuten und Produzenten von Heilpflanzen finden darin präzise botanische Monographien (Identifikation, Fälschungen, verwendete Teile). Ebenso traditionelle Zubereitungen: Alkoholat Wundmittel, Wundenarten, Sirup der fünf Wurzeln, Tinkturen und flüssige Extrakte. Die Medizinhistoriker und Drogenexperten lesen die Rechtslage von Opium, Kokain oder Wermut einige Jahre vor ihrem Verbot. Sammler von Töpfen, Fläschchen und Apothekenetiketten finden in diesem Werk die Erklärung ihrer Inschriften. Romane-Schreiber und Liebhaber der Kriminalliteratur entdecken hier die Toxikologie der Belle Époque.
Allgemeiner Zustand mittelmäßig wegen des ersten Deckelschnitts, der fast vollständig eingerissen ist (restaurierbar), industrielles Papier etwas vergilbt, verstreute Vergilbungen und andere geringe Mängel.

