Nr. 107154855

Nicht mehr verfügbar
Indus-Tal Terracotta Becher mit geometrischem Dekor - 75 mm
Auktion beendet
Vor 5 Tagen

Indus-Tal Terracotta Becher mit geometrischem Dekor - 75 mm

Frühbronzezeitliche Schale aus Tepe-Sialk-Tradition mit geometrischem Dekor, ca. 4000–3500 v. Chr. Charakteristische bemalte Keramikschale des späten Chalkolithikums bzw. frühen 4. Jahrtausends v. Chr., wahrscheinlich aus dem iranischen Hochland und stilistisch eng mit der Keramik von Tepe Sialk (Periode III) verwandt. Die aus beigem bis ockerfarbenem Ton gefertigte Schale besitzt einen tiefen, gleichmäßig gerundeten Körper mit leicht eingezogener Standfläche und nahezu senkrecht abschließendem Rand. Die Außenseite trägt eine monochrome dunkelbraune Bemalung mit geometrisch abstrahiertem Dekor. Breite horizontale Bänder gliedern die Wandung; darüber wechseln vertikale Liniengruppen, Winkel-, Dreiecks- und hakenförmige Motive. Die reduzierte Farbgebung und die rhythmische Anordnung der geometrischen Elemente sind charakteristisch für die hochentwickelte bemalte Keramik dieser Epoche. Eine ausgesprochen nahe Parallele befindet sich im Musée du Louvre (Inv. AO 17811 / S 308): https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010142560 Das dortige, bei Tepe Sialk ausgegrabene Gefäß wird als tiefe Schale mit geometrischem Dekor der Periode Sialk III-3 geführt und ebenfalls auf 4000–3500 v. Chr. datiert. Mit 7,9 cm Höhe besitzt es zudem nahezu dieselbe Höhe wie das hier vorliegende Exemplar. Aufgrund dieser engen typologischen und chronologischen Übereinstimmung erscheint eine Einordnung in den Kulturkreis von Tepe Sialk bzw. die entsprechende Keramiktradition des iranischen Hochlandes plausibler als die allgemeinere Bezeichnung „Industal“. Kultur/Region: Iranisches Hochland, Tepe-Sialk-Tradition Datierung: ca. 4000–3500 v. Chr. Material: beiger Ton, dunkelbraune monochrome Bemalung Maße: 75 × 98 × 98 mm Zustand: Aus Fragmenten zusammengesetzt, wenige kleinere Partien ergänzt Referenz: Musée du Louvre, Département des Antiquités orientales: https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010142560 Provenienz: Erworben 2026 im dt. Kunsthandel, davor seit 1990er Jahren in Münchner Privatsammlung. Die Rechnung liegt vor und wird dem Käufer in Kopie zur Verfügug gestellt.

Nr. 107154855

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Indus-Tal Terracotta Becher mit geometrischem Dekor - 75 mm

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Frühbronzezeitliche Schale aus Tepe-Sialk-Tradition mit geometrischem Dekor, ca. 4000–3500 v. Chr.

Charakteristische bemalte Keramikschale des späten Chalkolithikums bzw. frühen 4. Jahrtausends v. Chr., wahrscheinlich aus dem iranischen Hochland und stilistisch eng mit der Keramik von Tepe Sialk (Periode III) verwandt.

Die aus beigem bis ockerfarbenem Ton gefertigte Schale besitzt einen tiefen, gleichmäßig gerundeten Körper mit leicht eingezogener Standfläche und nahezu senkrecht abschließendem Rand. Die Außenseite trägt eine monochrome dunkelbraune Bemalung mit geometrisch abstrahiertem Dekor. Breite horizontale Bänder gliedern die Wandung; darüber wechseln vertikale Liniengruppen, Winkel-, Dreiecks- und hakenförmige Motive. Die reduzierte Farbgebung und die rhythmische Anordnung der geometrischen Elemente sind charakteristisch für die hochentwickelte bemalte Keramik dieser Epoche.

Eine ausgesprochen nahe Parallele befindet sich im Musée du Louvre (Inv. AO 17811 / S 308): https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010142560 Das dortige, bei Tepe Sialk ausgegrabene Gefäß wird als tiefe Schale mit geometrischem Dekor der Periode Sialk III-3 geführt und ebenfalls auf 4000–3500 v. Chr. datiert. Mit 7,9 cm Höhe besitzt es zudem nahezu dieselbe Höhe wie das hier vorliegende Exemplar.

Aufgrund dieser engen typologischen und chronologischen Übereinstimmung erscheint eine Einordnung in den Kulturkreis von Tepe Sialk bzw. die entsprechende Keramiktradition des iranischen Hochlandes plausibler als die allgemeinere Bezeichnung „Industal“.

Kultur/Region: Iranisches Hochland, Tepe-Sialk-Tradition
Datierung: ca. 4000–3500 v. Chr.
Material: beiger Ton, dunkelbraune monochrome Bemalung
Maße: 75 × 98 × 98 mm

Zustand:
Aus Fragmenten zusammengesetzt, wenige kleinere Partien ergänzt

Referenz:
Musée du Louvre, Département des Antiquités orientales:
https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010142560

Provenienz:
Erworben 2026 im dt. Kunsthandel, davor seit 1990er Jahren in Münchner Privatsammlung.

Die Rechnung liegt vor und wird dem Käufer in Kopie zur Verfügug gestellt.

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Ruth Garrido Vila
Experte
Schätzung  € 300 - € 350

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