Zierornament - Europa






Besitzt Bachelor-Abschlüsse in Jura und Kunstgeschichte sowie ein Auktionator-Diplom der Ecole du Louvre.
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Antiker gegossener bronzener Karyatiden- oder Hermenschaft mit Januskopf im Barockstil des 17. Jahrhunderts, datiert auf etwa 1650–1700 und der Balkanregion zugeordnet.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Schwer gegossenes gelbgoldenes Messing- bzw. Bronzefragment-Kariatide- oder Hermeschacht mit Januskopf – 17./18. Jahrhundert Stil
Intrigant und massiv ausgeführtes antikes gelbgoldenes Messing- bzw. Bronzesculpturfragment von 591 Gramm, ursprünglich hergestellt als zentrales Stammstück einer großen Altarleuchter-, Armleuchter- oder orthodoxen Kirchenkrone.
Das Objekt ist in der reichen Formensprache des 17. Jahrhunderts Manierismus und der frühen Barockzeit ausgeführt und bildet durch seine kraftvolle Plastik, quadratischen Formen und alter Patina ein wunderschönes Kunstkammer-Objekt für sich. Iconografie und Gestaltung
Die Figur ist zweiseitig (als Januskopf) gestaltet, so dass sie aus jedem Blickwinkel in einer freistehenden Aufstellung bewundert werden konnte:
Der Kopf: Beidseitig zeigen sich expressiv stilisierte Gesichtszüge mit großen mandelförmigen Augen, lockigem Haar und einer charakteristischen Unterlippenbärtchen. Auf dem Kopf ruht eine profilierte zylindrische Auflage.
Zwei verschiedene Vorderseiten: Der Torso ist asymmetrisch und beidseitig unterschiedlich dekoriert. Die eine Seite trägt das Wesen einer klassischen Hermes- oder Karyatide, mit kräftig krullenden Schultervoluten und einer Korsage mit geometrischer Schraffur.
Die andere Seite zeigt eine gewölbte Brust mit graviertem byzantinisch-serbischem Feuerschlagkreuz (Tetragrammaton oder Ocilo: ein Kreuz, flankiert von vier Halbmonden/Feuerschlägen), was auf eine Herkunft aus orthodoxer Kirchkunst Südosteuropas / dem Balkan hindeutet (Einflussbereich des Habsburgischen und byzantinischen Reiches). Gedrehten Schacht: Unter dem gefalteten Gürtel und dem schuppigen Röckchen (Lambrekijn) geht der Unterkörper in zwei ineinander verschränkte, spiralförmig gedrehte Schlangenbeine (Torso) über, die unten in Voluten an einem zylindrischen Kragen enden.
Technik und Konstruktion
Das Stück ist handwerklich und dickwandig gegossen in einer zweigeteilten Sandform (die feine vertikale Teilnaht ist an den Seiten noch deutlich sichtbar) und nach dem Gießen kalt nachbearbeitet (ciselért) mit Meißel und Feile. Die Kopfseitenflächen an Ober- und Unterseite zeigen authentische, konzentrische Drehsstrukturen einer frühen Drehbank.
Über die gesamte Länge verläuft eine gerade, hohle Durchbohrung (ca. 8–9 mm Durchmesser), durch die einst der Schmiedeeiserne Kernstang (Doorn) der Kerzenkandelaar oder Krone hindurchgeführt wurde.
Durch diese durchgehende Öffnung ist das Stück sehr einfach — ohne Bohren oder Kleben — auf einem Stativ oder Sockel aus Holz oder Naturstein zu platzieren.
Spezifikationen & Zustand
Material: Dickwandiges gegossenes Gelbkupfer-/Bronze mit einer schönen warmen Alterspatina und Spuren von Kupfergrün in den tieferen Partien.
Datierung: Spätes 17. bis 18./frühes 19. Jh. (traditionell gegossen nach dem frühbarocken Modell des 17. Jahrhunderts).
Herkunft: Mittel- / Südosteuropa (Balkan / Donauraum).
Höhe: ca. 27 cm. Durchmesser der Pasflächen: ca. 2,2 cm (Innen-Durchmesser der Durchbohrung ca. 8–9 mm).
Gewicht: 591 Gramm.
Zustand: Sehr guter, authentischer und unveränderte Zustand mit schöner Alterungs- und Nutzungsspuren (darunter leichte Verschleißspuren der ursprünglichen Eisenstange an den Kopfrändern).
Schwer gegossenes gelbgoldenes Messing- bzw. Bronzefragment-Kariatide- oder Hermeschacht mit Januskopf – 17./18. Jahrhundert Stil
Intrigant und massiv ausgeführtes antikes gelbgoldenes Messing- bzw. Bronzesculpturfragment von 591 Gramm, ursprünglich hergestellt als zentrales Stammstück einer großen Altarleuchter-, Armleuchter- oder orthodoxen Kirchenkrone.
Das Objekt ist in der reichen Formensprache des 17. Jahrhunderts Manierismus und der frühen Barockzeit ausgeführt und bildet durch seine kraftvolle Plastik, quadratischen Formen und alter Patina ein wunderschönes Kunstkammer-Objekt für sich. Iconografie und Gestaltung
Die Figur ist zweiseitig (als Januskopf) gestaltet, so dass sie aus jedem Blickwinkel in einer freistehenden Aufstellung bewundert werden konnte:
Der Kopf: Beidseitig zeigen sich expressiv stilisierte Gesichtszüge mit großen mandelförmigen Augen, lockigem Haar und einer charakteristischen Unterlippenbärtchen. Auf dem Kopf ruht eine profilierte zylindrische Auflage.
Zwei verschiedene Vorderseiten: Der Torso ist asymmetrisch und beidseitig unterschiedlich dekoriert. Die eine Seite trägt das Wesen einer klassischen Hermes- oder Karyatide, mit kräftig krullenden Schultervoluten und einer Korsage mit geometrischer Schraffur.
Die andere Seite zeigt eine gewölbte Brust mit graviertem byzantinisch-serbischem Feuerschlagkreuz (Tetragrammaton oder Ocilo: ein Kreuz, flankiert von vier Halbmonden/Feuerschlägen), was auf eine Herkunft aus orthodoxer Kirchkunst Südosteuropas / dem Balkan hindeutet (Einflussbereich des Habsburgischen und byzantinischen Reiches). Gedrehten Schacht: Unter dem gefalteten Gürtel und dem schuppigen Röckchen (Lambrekijn) geht der Unterkörper in zwei ineinander verschränkte, spiralförmig gedrehte Schlangenbeine (Torso) über, die unten in Voluten an einem zylindrischen Kragen enden.
Technik und Konstruktion
Das Stück ist handwerklich und dickwandig gegossen in einer zweigeteilten Sandform (die feine vertikale Teilnaht ist an den Seiten noch deutlich sichtbar) und nach dem Gießen kalt nachbearbeitet (ciselért) mit Meißel und Feile. Die Kopfseitenflächen an Ober- und Unterseite zeigen authentische, konzentrische Drehsstrukturen einer frühen Drehbank.
Über die gesamte Länge verläuft eine gerade, hohle Durchbohrung (ca. 8–9 mm Durchmesser), durch die einst der Schmiedeeiserne Kernstang (Doorn) der Kerzenkandelaar oder Krone hindurchgeführt wurde.
Durch diese durchgehende Öffnung ist das Stück sehr einfach — ohne Bohren oder Kleben — auf einem Stativ oder Sockel aus Holz oder Naturstein zu platzieren.
Spezifikationen & Zustand
Material: Dickwandiges gegossenes Gelbkupfer-/Bronze mit einer schönen warmen Alterspatina und Spuren von Kupfergrün in den tieferen Partien.
Datierung: Spätes 17. bis 18./frühes 19. Jh. (traditionell gegossen nach dem frühbarocken Modell des 17. Jahrhunderts).
Herkunft: Mittel- / Südosteuropa (Balkan / Donauraum).
Höhe: ca. 27 cm. Durchmesser der Pasflächen: ca. 2,2 cm (Innen-Durchmesser der Durchbohrung ca. 8–9 mm).
Gewicht: 591 Gramm.
Zustand: Sehr guter, authentischer und unveränderte Zustand mit schöner Alterungs- und Nutzungsspuren (darunter leichte Verschleißspuren der ursprünglichen Eisenstange an den Kopfrändern).
