Besteck (4) - Holz, Stahl, Leder, Perlmutt - Fuhrmannsbesteck ab 1750






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Dieses vierteilige österreichische Fuhrmannsbesteck im alpenländischen Stil besteht aus Messer, zweizinkiger Gabel, Streicher und Lederfutteral, stammt aus dem 18. Jahrhundert und verbindet Holz, Stahl, Leder und Perlmuttintarsien.
Vom Verkäufer bereitgestellte Beschreibung
Alpenländisches Fuhrmannsbesteck mit Perlmuttintarsien und Drudenzeichen – wohl 1750–1800
Dekoratives, dreiteiliges Reise- beziehungsweise Fuhrmannsbesteck mit passendem, festem Lederfutteral. Das Ensemble umfasst ein Messer, eine zweizinkige Gabel und einen sogenannten Streicher mit Öhr, der außen am Futteral untergebracht wird.
Die Gestaltung steht in der alpenländischen Bestecktradition, möglicherweise Tirol beziehungsweise Südtirol, mit Bezügen zu den Sarntaler Bestecken. Aufgrund der Ausführung und vergleichbarer historischer Stücke wird die Entstehung vermutlich in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, etwa 1750–1800, eingeordnet. Eine gesicherte Werkstattzuordnung oder datierte Herstellermarke liegt nicht vor.
Die aufwendig gestalteten Griffe verbinden schimmernde, herz- beziehungsweise schildförmige Perlmutteinlagen mit floralen Metallornamenten. Gravierte, an den Rändern dekorativ bearbeitete Metallbänder umfassen die Griffe. Die übereinstimmende Gestaltung der drei Geräte verleiht dem Ensemble einen harmonischen Gesamteindruck. Das Grundmaterial der Griffe ist nicht abschließend bestimmt. Die Beschläge bestehen aus unedlem Metall; Silber wurde durch Prüfung ausgeschlossen.
Eine besondere kulturhistorische Einzelheit ist die Reihe eingeschlagener Kreuze und Mondsicheln auf der Messerklinge. Diese Zeichen gehören zur Tradition der sogenannten Druden- oder Trudenmesser. Im alpenländischen Volksglauben wurde ihnen eine schützende und Unheil abwehrende Bedeutung zugeschrieben.
Der schlanke Streicher mit Öhr ergänzte das Besteck als vielseitiges Hilfsgerät. Vergleichbare Stücke dienten dem Wetzen der Messerklinge sowie dem Durchziehen einer Schnur, beispielsweise durch zum Räuchern bestimmtes Fleisch.
Das formstabile, braune Lederfutteral trägt wiederkehrende rosettenartige Punzierungen und ergänzt die drei Geräte zu einem ausdrucksstarken Zeugnis historischer Gebrauchs- und Volkskunst.
Maße und Gewicht
Messer: Gesamtlänge 24 cm; Klinge einschließlich Übergang zum Griff 14,1 cm.
Gabel: Gesamtlänge 23,8 cm; Zinkenpartie einschließlich Übergang zum Griff 14,3 cm.
Streicher mit Öhr: Gesamtlänge 19 cm; metallener Arbeitsteil einschließlich Übergang zum Griff 12,3 cm.
Lederfutteral: maximale Länge 16 cm; maximale Breite 6 cm.
Gesamtgewicht einschließlich Futteral: 353 g.
Erhaltungszustand
Ausdrucksvoller historischer Erhaltungszustand mit gewachsener Patina. Die dekorativen Perlmutteinlagen, floralen Ornamente und gravierten Einfassungen kommen weiterhin schön zur Geltung. Alle drei beschriebenen Geräte sowie das passende Lederfutteral sind vorhanden.
Alters- und gebrauchsbedingt bestehen Risse und lokale Ausbrüche am Griffmaterial sowie Beschädigungen beziehungsweise Fehlstellen einzelner Einlagen. Die Metallfassungen sind stellenweise etwas verformt oder abstehend. An den Beschlägen zeigen sich grünliche Korrosionsspuren, an den Stahlteilen Oberflächenabrieb, Flecken und Korrosionsnarben. Das Lederfutteral weist altersbedingten Abrieb und Oberflächenspuren auf. Frühere Reparaturen oder Ergänzungen lassen sich nicht ausschließen.
Die umfangreiche Fotodokumentation mit Gesamt- und Detailansichten ermöglicht eine genaue Beurteilung von Ausführung und Erhaltung und ist Bestandteil der Beschreibung.
Ein charaktervolles Ensemble für Sammler historischer Bestecke, alpenländischer Volkskunst und traditioneller Schutzsymbolik.
Alpenländisches Fuhrmannsbesteck mit Perlmuttintarsien und Drudenzeichen – wohl 1750–1800
Dekoratives, dreiteiliges Reise- beziehungsweise Fuhrmannsbesteck mit passendem, festem Lederfutteral. Das Ensemble umfasst ein Messer, eine zweizinkige Gabel und einen sogenannten Streicher mit Öhr, der außen am Futteral untergebracht wird.
Die Gestaltung steht in der alpenländischen Bestecktradition, möglicherweise Tirol beziehungsweise Südtirol, mit Bezügen zu den Sarntaler Bestecken. Aufgrund der Ausführung und vergleichbarer historischer Stücke wird die Entstehung vermutlich in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, etwa 1750–1800, eingeordnet. Eine gesicherte Werkstattzuordnung oder datierte Herstellermarke liegt nicht vor.
Die aufwendig gestalteten Griffe verbinden schimmernde, herz- beziehungsweise schildförmige Perlmutteinlagen mit floralen Metallornamenten. Gravierte, an den Rändern dekorativ bearbeitete Metallbänder umfassen die Griffe. Die übereinstimmende Gestaltung der drei Geräte verleiht dem Ensemble einen harmonischen Gesamteindruck. Das Grundmaterial der Griffe ist nicht abschließend bestimmt. Die Beschläge bestehen aus unedlem Metall; Silber wurde durch Prüfung ausgeschlossen.
Eine besondere kulturhistorische Einzelheit ist die Reihe eingeschlagener Kreuze und Mondsicheln auf der Messerklinge. Diese Zeichen gehören zur Tradition der sogenannten Druden- oder Trudenmesser. Im alpenländischen Volksglauben wurde ihnen eine schützende und Unheil abwehrende Bedeutung zugeschrieben.
Der schlanke Streicher mit Öhr ergänzte das Besteck als vielseitiges Hilfsgerät. Vergleichbare Stücke dienten dem Wetzen der Messerklinge sowie dem Durchziehen einer Schnur, beispielsweise durch zum Räuchern bestimmtes Fleisch.
Das formstabile, braune Lederfutteral trägt wiederkehrende rosettenartige Punzierungen und ergänzt die drei Geräte zu einem ausdrucksstarken Zeugnis historischer Gebrauchs- und Volkskunst.
Maße und Gewicht
Messer: Gesamtlänge 24 cm; Klinge einschließlich Übergang zum Griff 14,1 cm.
Gabel: Gesamtlänge 23,8 cm; Zinkenpartie einschließlich Übergang zum Griff 14,3 cm.
Streicher mit Öhr: Gesamtlänge 19 cm; metallener Arbeitsteil einschließlich Übergang zum Griff 12,3 cm.
Lederfutteral: maximale Länge 16 cm; maximale Breite 6 cm.
Gesamtgewicht einschließlich Futteral: 353 g.
Erhaltungszustand
Ausdrucksvoller historischer Erhaltungszustand mit gewachsener Patina. Die dekorativen Perlmutteinlagen, floralen Ornamente und gravierten Einfassungen kommen weiterhin schön zur Geltung. Alle drei beschriebenen Geräte sowie das passende Lederfutteral sind vorhanden.
Alters- und gebrauchsbedingt bestehen Risse und lokale Ausbrüche am Griffmaterial sowie Beschädigungen beziehungsweise Fehlstellen einzelner Einlagen. Die Metallfassungen sind stellenweise etwas verformt oder abstehend. An den Beschlägen zeigen sich grünliche Korrosionsspuren, an den Stahlteilen Oberflächenabrieb, Flecken und Korrosionsnarben. Das Lederfutteral weist altersbedingten Abrieb und Oberflächenspuren auf. Frühere Reparaturen oder Ergänzungen lassen sich nicht ausschließen.
Die umfangreiche Fotodokumentation mit Gesamt- und Detailansichten ermöglicht eine genaue Beurteilung von Ausführung und Erhaltung und ist Bestandteil der Beschreibung.
Ein charaktervolles Ensemble für Sammler historischer Bestecke, alpenländischer Volkskunst und traditioneller Schutzsymbolik.
